Das Leben in und mit einer Pandemie jährt sich für uns in Deutschland. Ende Januar des vergangenen Jahres wurde das Coronavirus das erste Mal in Bayern bestätigt, im März dann das erste Mal in Flensburg. Seitdem ist unser aller Alltag eingeschränkt. Seitdem ringen wir alle darum, gesund zu bleiben und uns und unsere Mitmenschen zu schützen. Unsere Bemühungen gehen dabei nicht spurlos an uns vorbei. Wir kommen alle trotz unseres hochqualifizierten Gesundheitssystems an unsere menschlichen Grenzen.
Wir haben große Einschnitte hinnehmen müssen. Ein Großteil der Unternehmen im Einzelhandel und der Gastronomie, der Kultur- oder Sporteinrichtungen kann seit Monaten nicht mehr öffnen. Eine Vielzahl von Arbeitnehmerinnen sind in Kurzarbeit und viele haben gar ihre Arbeit verloren. Zahlreiche Kinder können nicht mehr im Kindergarten betreut werden und die meisten Schülerinnen sehen ihre Schule nur noch selten. Freundeskreise zu treffen ist ebenfalls eine große Seltenheit geworden. Andere Berufsgruppen wiederum arbeiten seit Monaten am Limit. Dabei denke ich zuallererst an alle, die in Krankenhäusern oder überhaupt im medizinischen und pflegerischen Bereich arbeiten. Ich denke auch an alle, die nach wie vor wichtige Arbeit zur Förderung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen leisten, die im Kinderschutz arbeiten. Ich denke aber auch an all diejenigen Menschen, die im öffentlichen Bereich arbeiten und die gar keine Wahl haben, ob sie Homeoffice machen oder an ihrem Arbeitsplatz antreten müssen. Diese kritischen Berufsgruppen halten die Zahnräder unserer Gesellschaft am Laufen, während so viel Anderes stillstehen muss.
Als ob die gesamte Pandemie nicht schon aufreibend genug wäre, erleben wir nun den Beginn einer neuen Phase. Auch bei uns in Flensburg wurden nun mehrere Fälle einer Mutation des Coronavirus, die sogenannte englische Variante bestätigt. Nach aktuellen Erkenntnissen muss davon ausgegangen werden, dass diese Virusmutation infektiöser ist, also ansteckender als das bisherige Virus.
Aus ärztlicher Sicht wird geraten, die Hygiene- und Abstandsregeln nun noch konsequenter und noch disziplinierter einzuhalten. Es ist das effektivste, das wir dieser Virusmutation entgegensetzen können.
Mir ist bewusst, dass alle den Wunsch hegen, das öffentliche Leben bald wieder hochzufahren und zu unserem alten Alltag zurückzukehren. Das können wir aktuell aber noch nicht. Um die Pandemie erfolgreich zu überstehen, brauchen wir jetzt die Unterstützung eines und einer jeden Einzelnen von Ihnen und von euch beim Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln. Bitte zeigen Sie sich diszipliniert und rücksichtsvoll im Umgang mit Ihren Mitmenschen.
Bitte informieren Sie sich regelmäßig in den lokalen Tageszeitungen, den örtlichen digitalen Medien oder auf der Homepage der Stadt www.flensburg.de. Oder rufen Sie bei Fragen oder Hinweisen gern bei unserem Infotelefon 0461 / 858585 an. Sich regelmäßig zu informieren ist jetzt besonders wichtig!
Bitte lassen Sie sich nicht entmutigen! Bleiben Sie ausdauernd und geduldig.

Ich weiß, dass wir es dann gemeinsam schaffen werden. Bitte bleiben Sie gesund und halten Sie durch.

Ihre Simone Lange

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