Bemerkenswert – er ist kein gebürtiger Flensburger, hat auch offiziell nie in unserer schönen und lebenswerten Stadt seinen Wohnsitz gehabt, und ist doch ein engagierter und ausgesprochen einsatzfreudiger „Kämpfer“ nicht nur für den Erhalt, sondern auch für eine lebenswerte Zukunft unserer gesamten Flensburger Innenstadt. Das Flensburg Journal traf sich Mitte April mit Simon Johannsen, dem Geschäftsinhaber des kleinen, liebevoll eingerichteten und „schnuggeligen“ Fachgeschäfts „Honig, Topf, und mee(h)r“ auf der Ostseite der Großen Straße, Hausnummer 4. Der Nachname Johannsen könnte ja eigentlich auf eine lange Tradition in und auf eine Herkunft aus Flensburg schließen … doch dazu gleich mehr.

Simons Kindheit und Jugend
Geboren ist Simon Johannsen im Jahre 1987 im Herzogtum Lauenburg, in Mölln. Eigentlich war die Familie im benachbarten Ratzeburg zu Hause, doch seine Mutter, die im dortigen Krankenhaus arbeitete, wollte den Sohn nicht an der eigenen Arbeitsstätte zur Welt bringen – sie war dort nämlich als Krankenschwester tätig. Simons Eltern haben beide norddeutsche Wurzeln: Die Mutter stammt aus Lübeck, der Vater von der Nordseeinsel Sylt, aus List – daher wohl auch der typisch norddeutsche Nachname Johannsen. Seine Vorfahren mütterlicherseits stammten aus einer traditionsreichen Handelsfamilie, sein Großvater dagegen aus dem gastronomischen Bereich, quasi einer Kochfamilie.
Simon wurde wie auch sein Bruder in der beschaulichen und sehenswerten Kleinstadt Ratzeburg groß, besuchte dort auch in den Jahren von 1994 bis 2003 die Grund- und die Hauptschule, mit entsprechendem Schulabschluss. Im Anschluss absolvierte Simon eine Ausbildung zum Elektriker, mit erfolgreichem Gesellenbrief.

Nach der Lehre besuchte er ab Sommer 2006 die Fachhochschule Mölln und machte dort im Fach „Wirtschaft“ einen entsprechenden Abschluss, dem Realschulabschluss entsprechend. Damit war er aber noch nicht am Ziel seiner beruflichen Wünsche angelangt: Simon begann eine weitere Ausbildung zum Finanz- und Versicherungskaufmann in einer „Allianz“-Filiale. Kurz vor einem möglichen und erfolgreichen Abschluss dieser Ausbildung schloss jedoch die Filiale – und es fand sich niemand, der bereit war, das Geschäft fortzuführen und Simons Ausbildung zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. „So blieb dieser Ausbildungszweig für mich leider ohne Abschluss“, resümiert Simon im Gespräch.
Schon als älterer Schüler begann er abends in der beliebten Diskothek „Logic“ in Mölln zu jobben! „Ich war dort zuständig für die Licht-Effekte passend zur Musik, plante außerdem Lightshows zu DJ-Auftritten und war im Hause für kleinere Wartungs- und Reparatur-Arbeiten zuständig – für mich als gelernter Elektriker eine gute Sache. Später sprachen sich meine „Licht-Geschichten“ in der Szene herum, auch andere DJs von außerhalb (in ganz Norddeutschland) engagierten mich für entsprechende Light-Shows.“

Start ins Erwachsenenleben
Simon startete 2009 ins Berufsleben, fand eine Anstellung in der Lübecker Filiale des Modelabels „Jack & Jones“. „Jack & Jones“ ist eine 1990 gegründete dänische Modemarke für Oberbekleidung im Segment der Konfektionsware und gehört zum dänischen Mutterkonzern Bestseller. Längst gibt es in Deutschland in zahlreichen Städten solche Filialen. So wurde Simon bald in die Filiale nach Kiel versetzt. „In Kiel lernte ich meine spätere Frau und große Liebe namens Jenny kennen. Sie war in einem nahegelegenen Geschäft als Filialleiterin tätig, wir freundeten uns an und wurden bald ein Paar!“ Jenny und Simon zogen nun zusammen, Simon fand schnell Familienanschluss in Jennys Familie. Ein Jahr später, in 2011, wurde die Schwägerin, Jennys Schwester, schwanger. Ihre Eltern betrieben in Riebnitz-Damgarten, einer Stadt im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern, ein großes Hotel. Nebenbei war Jennys Vater ein leidenschaftlicher Imker. Nun waren Simon und Jenny gefordert, wegen der Schwangerschaft der Schwester in der Familie auszuhelfen. „Sehr schnell habe ich mich bei dieser Tätigkeit für die Schwiegereltern für die Imkerei begeistern können und machte den entsprechenden Imkerschein mit Zertifikat, bestens ausgebildet und angelernt von meinem Schwiegervater“, erzählt Simon von seinen Anfängen mit der Bienenzucht.

Ein besonderes Familienerbe – die Imkerei
Bei diesem Thema gerät mein Gesprächspartner ins Schwärmen. „Seit gut 35 Jahren ist die Imkerei fester Bestandteil unserer Familiengeschichte und inzwischen längst Tradition“, weiß Simon. „Unser Honig wird im Herzen von Mecklenburg-Vorpommern geerntet und auch hauptsächlich von den Bienen gesammelt. Wie es anfing? Nun, alles begann mit dem Opa aus Thüringen, der sein geliebtes Hobby in 1980 sogar zum Beruf machte. Diese Leidenschaft schwappte dann in die nächste Generation über. Nach der Wende 1989 begann Jennys Vater damit, sich seine eigene Imkerei in Mecklenburg-Vorpommern aufzubauen. Der Opa (mittlerweile 83 Jahre) ist bis heute immer noch für uns Mentor und Wegweiser mit seinem immensen Erfahrungsschatz. Zeitweise wuchs der Bestand an Bienenvölkern bis auf fast 1.000 an. Eine Menge Arbeit, vor allem in der Hochsaison. Stand heute hat sich der Bestand wieder drastisch verringert, da dies im zunehmenden Alter körperlich anstrengender wird. Heute gehören noch etwa 50 Völker in „Meck-Pom“ und rund 200 im Rostocker Raum zum Familienbesitz.“

Die Familie Triphahn Johannsen
Jenny Triphahn und Simon Johannsen hatten längst beschlossen, ihren weiteren Lebensweg gemeinsam gehen zu wollen – allerdings ohne zu heiraten. Beide fühlten sich als Kinder geschiedener Eltern sozusagen als gebrannte Kinder – was die offizielle Eheschließung angeht. „Wir entschieden uns für die „wilde Ehe“, wie man diesen Status früher mal nannte“, schmunzelt Simon. „Doch ansonsten unterscheidet uns nichts von anderen Eheleuten“, ist er sich sicher. Sie lebten nun zusammen in einem Haushalt, teilten Tisch und Bett und haben mittlerweile drei gemeinsame Kinder. Tochter Emma wurde 2013 geboren, der ältere Sohn Tom in 2016, und der jüngere Sohn Max kam 2023 auf die Welt.

Flensburg und der hohe Norden
Die Stadt Flensburg lernte Simon letztlich durch den Beruf kennen und schätzen. „Wir wurden von meinem Arbeitgeber „Jack & Jones“ regelmäßig zu Fortbildungen und Workshops in die Flensburger Filiale entsandt. So lernte ich das hyggelige Städtchen im hohen Norden schätzen und lieben. Meiner Frau ging es bald ähnlich: Ihr gefiel Flensburg genauso gut wie mir. So entschieden wir uns bald dafür, in die Flensburger Region umzuziehen. Im Jahr 2013 war es dann endlich soweit: Wir fanden ein passendes Haus in Gremmerup nahe Husby und zogen dorthin um.“

Simon fand als Store Manager bzw. Filialleiter im Einzelhandel schnell eine entsprechende Arbeit in Flensburg. Jenny übernahm vorerst noch die Mutterpflichten mit den anfangs zwei gemeinsamen Kindern. Die inzwischen größer gewordene Familie sah sich bald in der Region nach einem größeren Eigenheim um und wurde im Jahr 2017 nahe dem nordfriesischen Viöl fündig. „Seitdem leben wir ländlich im eigenen Haus in Norstedt, sind dort glücklich und zufrieden, die Kinder fühlen sich dort sowieso längst zuhause“, ist Simon privat mit sich und der Welt im Reinen.
Simon war in diesen Jahren in unterschiedlichen Einzelhandelsgeschäften in der Stadt Flensburg beschäftigt, unter anderem in der DEPOT-Filiale im CITTI Park. Im Jahr 2019 arbeiteten Jenny und Simon dann gemeinsam am Holm in der Le Creuset-Filiale, die seinerzeit im Karstadt-Haus im Erdgeschoss beheimatet war.

Aus der Not entstand eine Idee
„Wie Millionen Menschen weltweit hat auch uns die Corona-Epidemie hart getroffen ab dem Monat März bzw. April des Jahres 2020“, denkt Simon mit Gruseln an jene Zeit zurück. „Plötzlich und einige Monate später standen Jenny und ich Ende Oktober 2020 komplett ohne Job da. Die Flensburger Karstadt-Filiale ging in die Insolvenz, am 31. Oktober 2020 war Schluss für Karstadt in Flensburgs Innenstadt. Die Le Creuset-Filiale, in der wir gearbeitet hatten, war nur im gleichen Gebäude untervermietet.“ Was nun? Das fragten sich Jenny und Simon nach Erhalt der Kündigung. Doch da kam Simon mit einer „Schnapsidee“ schon am Abend der Kündigung um die Ecke und meinte augenzwinkernd: „Lass uns doch einfach unseren eigenen Laden aufmachen!“ Jenny belächelte ihn anfangs und war noch sehr skeptisch.
Simon weiter: „Andererseits hatten wir auch nicht mehr viel zu verlieren. Wir liebten beide unseren Job und waren umso trauriger, dass dies nun vorläufig das berufliche Ende für uns sein sollte. Also reifte der Gedanke einer Selbständigkeit von Tag zu Tag mehr in uns.“ Sie hatten sich außerdem längst dafür entschieden, einen möglichen eigenen Laden nur in der Flensburger Innenstadt eröffnen zu wollen.
Die Eheleute fingen schließlich an zu planen, sie schauten sich in der Folgezeit diverse mögliche Räumlichkeiten an und sprachen zudem mit etlichen Banken über passende Finanzierungsmodelle. „Wir nahmen Ende 2020 dann an einem sogenannten Gründerkurs teil.

Das Projekt „Gründungszentrum Leuchtturm Nord“ der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Flensburg bot damals zweiwöchige Seminare für Arbeitsuchende an, die sich selbstständig machen wollten. Es wurde betriebswirtschaftliches Basiswissen, Hilfe bei der Geschäftsplanung vermittelt und wir erhielten zum Abschluss das Zertifikat „Fachwissen Existenzgründung“, erzählt Simon von jenen aufregenden Wochen. „Wir fanden schließlich einen für uns passenden Laden in der Großen Straße Nr. 39, und bald begannen die Handwerker auch schon mit dem Umbau des Ladenlokals. Das war im Februar 2021.“ Simon weiter: „Die Renovierung der Innenräume hat zum Glück der Vermieter übernommen, so konnten wir uns auf die Innenausstattung konzentrieren.“
Selbständig mit „Honig, Topf und mee(h)r“
„Wir hielten die Kosten so gering wie möglich und verzichteten bewusst auf eine neue moderne Ausstattung. Wir wollten Ressourcen sparen und nutzten deshalb Altes und Gebrauchtes. So entstanden maßgeschneiderte Holzregale aus Restholz-Beständen und alten Eichenbohlen. Außerdem übernahmen wir einige Teile der Innenausstattung aus anderen Filialen, nutzten dafür unsere guten Kontakte zu früheren Arbeitgebern. Dabei half die ganze Familie mit, auch Freunde und Bekannte packten mit an.“ Für die Produkte wie Honig, Wein usw. entschieden sie sich, weil sie schon immer sehr naturverbunden waren und das nun zur Profession machen wollten.

„Nach diesem Motto haben wir deshalb unseren Laden aufgebaut und eingerichtet“, klärt uns Simon auf. „Unsere Besucher und Kunden finden bei uns ausschließlich nachhaltige Produkte wie mehr als 40 verschiedene Sorten Honig, rund 15 Senfsorten sowie weitere Bienen-basierte Produkte wie Kerzen oder auch Naturheilmittel und Kosmetik.“ Und er fährt fort: „Unsere zweite Leidenschaft neben den Bienen ist das Kochen und alles, was damit zu tun hat. Das rührt noch aus unserer Zeit bei Le Creuset her. Wir sind jetzt in Flensburg die einzige Le Creuset-Filiale, haben in unserem Sortiment folgerichtig auch alle Produkte der Firma Le Creuset. Dieser Hersteller von Kochgerätschaften ist weltweit das einzige Unternehmen, das alle seine Töpfe und Pfannen aus 85% recyceltem Stahl herstellt und zudem auch auf die Pfannen und Töpfe 30 Jahre Garantie gibt. Um den Umgang und die richtige Handhabung dieser Gerätschaften im Hause demonstrieren zu können, haben wir mitten in unserem Laden eigens eine Show-Küche aufstellen lassen.“
Umzug innerhalb der Großen Straße
Das eigene Geschäft in der Großen Straße 39 lief durchaus zufriedenstellend an, doch nach gut drei Jahren stellten die Betreiber fest, dass die laufenden Kosten immer schwerer zu stemmen waren. „Leider stieg insbesondere die Ladenmiete signifikant an, so entschlossen wir uns schweren Herzens zu einem Umzug. Wir hatten dann das Glück, in der Union-Bank einen neuen, fairen und sehr guten Vermieter zu finden. So zogen wir im Frühjahr 2025 um in unser neues Geschäft in der Großen Straße Nr. 4, nahmen die gesamte Ausstattung mit, sind mittlerweile hier gut angekommen und zufrieden im neuen Umfeld.“

Die Kunden und Besucher finden „Honig, Topf und mee(h)r“ jetzt also schräg gegenüber auf der anderen östlichen Straßenseite der Großen Straße. Apropos Kundschaft: „Viele unserer Stammkunden kommen teilweise von weit her, einige sogar aus Süddeutschland. Das sind oft Menschen, die sich in die Region und die Stadt Flensburg verliebt haben und regelmäßig Jahr für Jahr einige Wochen hier oben Urlaub machen, und natürlich jedes Mal einen Abstecher in unser Geschäft machen. Wir würden uns allerdings daneben wünschen, dass künftig noch mehr Einheimische mal bei uns reinschnuppern würden – wir sind uns sehr sicher, dass wir auch sie mit unseren Angeboten begeistern können!“
Simon Johannsen als engagierter Geschäftsmann
Kurz nach dem Wechsel in die Selbständigkeit ist unser Protagonist Mitglied in der „Flensburger Gilde“ geworden. Zu diesem Verein finden sich auf der Vereins-Homepage diese Informationen: „Wir sind eine Gemeinschaft, die anpackt, gestaltet und zusammen neue Wege geht. Seit unserer Gründung im Jahr 2005 (vormals „IG Die Große e.V.“) vereinen wir Unternehmen, Freiberufler, Gastronomen, Hoteliers, Kaufleute und Vermieter aus allen Bereichen der Wirtschaft. Gemeinsam stehen wir für die Stärke und Vielfalt der Flensburger Innenstadt und ihrer Umgebung.“
Dazu Simon Johannsen: „Seit Sommer des Jahres 2024 bin ich erster Vorsitzender der Flensburger Gilde. Benjamin Kühn (vom „Extrablatt“) ist der stellvertretende Vorsitzende und Jens Drews vom Brillenlaboratorium zweiter stellvertretender Vorsitzender. Die Künstlerin Freya Ejsmont ist unsere Kassenwartin. Insgesamt sind 62 Unternehmen aus ganz Flensburg bei uns in der Gilde organisiert. Dazu gehören Kaufleute, Gastronomen, Hoteliers, Vermieter und andere.“

Die Flensburger Gilde wurde 2005 gegründet und arbeitet somit seit gut 20 Jahren erfolgreich daran, die Innenstadt zu beleben. „Wir alle wollen eine lebendige Innenstadt und Sichtbarkeit. Unser Ziel ist es, gemeinsam zu wachsen.“
Aktiv als Vorsitzender der Flensburger Gilde
„Zusätzlich zu meinem eigentlichen Job als Einzelhändler in meinem Geschäft „Honig, Topf und mee(h)r“ investiere ich in den letzten Wochen und Monaten ziemlich viel Zeit in die Aufgaben des Gilde-Vorsitzenden“, verrät mir Simon Johannsen. Das bedeutet viel Zeitaufwand in Gesprächen und Treffen mit hiesigen Akteuren und Verantwortlichen aus unterschiedlichen Bereichen, wie der IHK, der TAFF, der Stadtverwaltung. „Leider kommt man in einigen Feldern nur schwer voran, obwohl es durchaus auch Menschen und Entscheidungsträger in dieser Stadt gibt, die unsere Wünsche und Anregungen wirklich ernst nehmen und gemeinsam mit uns vorantreiben möchten“, hat er im Job als 1. Vorsitzender erfahren können. So hat er sich auch in die Debatte um die Planung der Zukunft der Schiffbrücke geäußert in einem kürzlich erschienenen Zeitungsinterview. Dazu hat er ein Meinungsbild in der Gilde erfragt und eigene Emotionen mit eingebracht, weil ja die künftige Gestaltung der Innenstadt nicht unerheblich auch vom künftigen Erscheinungsbild der Schiffbrücke, den zukünftigen Verkehrsflüssen in der City sowie den Parkmöglichkeiten für Besucher und Gäste des Fußgängerbereichs insbesondere zwischen Südermarkt und Nordermarkt sowie der Norderstraße abhängen dürfte.

Forderungen an die Politik
Was Simon Johannsen jetzt und künftig insbesondere von der Politik (Kommune, Land und auch Bund) fordert, ist ein klares und eindeutiges Bekenntnis zur Flensburger Innenstadt – die nicht nur als Lebens- und Verweilraum ihre Berechtigung haben sollte, sondern auch als zentraler Ort für den einheimischen Handel und natürlich auch für die einheimische Gastronomie. „Ich fordere eine schnelle, klare und eindeutige Definition, was die Innenstadt für die Politik bedeuten wird und jetzt schon bedeutet“, wird Simon Johannsen durchaus emotional. Er ergänzt: „Ein solches Bekenntnis sollte unbedingt zeitnah, sprich: möglichst noch in diesem Frühjahr 2026 erfolgen!!“
Er erinnert in diesem Kontext daran, dass es seinerzeit ja auch gerade die Entscheidungen der Politik waren, die die Ausweitung des Einzelhandels „vor den Toren der Innenstadt“ (Förde- und Citti-Park) und damit eine immer größer werdende Konkurrenz zur Flensburger Innenstadt ermöglichten. Sollten jetzt noch wieder schlimmstenfalls einige Jahre ins Land gehen, bis hier eine endgültige Entscheidung fällt und somit das „Damoklesschwert“ einer möglichen Sperrung der Schiffbrücke über dem Innenstadt-Handel schwebt, sei das für viele Gilde-Mitglieder wirklich existenzgefährdend. „Dann würde man der Innenstadt unweigerlich beim Sterben zuschauen. Und für die vielen Einzelhändler und Gastronomen würde es sich nicht mehr rechnen, überhaupt noch in diesen Standort im Herzen Flensburgs zu investieren“, bringt es mein hoch engagierter Gesprächspartner auf den Punkt.

Ausblick
Simon Johannsen hat für sich selbst eine Zielmarke gesetzt: „Ich habe noch für vier Jahre einen Vertrag für mein Herzensprojekt „Honig, Topf und mee(h)r“. Diese vier Jahre möchte ich intensiv nutzen, um zum einen mein Geschäftsfeld voranzutreiben und hier zu etablieren, zum anderen die Belange der Gilde erfolgreich zu vertreten und die oben genannten Ziele zu verwirklichen. Noch bin ich diesbezüglich recht guten Mutes – hoffentlich geht es mir und meiner Familie und meinen vielen Mitstreitern in der Gilde auch in einem Jahr noch genauso!“ Das wünscht sich Simon Johannsen von ganzem Herzen.
Das „Flensburg Journal“ drückt ihm und seinen Mitstreitern dafür beide Daumen, bedankt sich bei ihm für ein interessantes Gespräch und wünscht ihm bei seinen Vorhaben alles erdenklich Gute!
Mit Simon Johannsen sprach Peter Feuerschütz
Fotos: Sven Geißler, privat















