Vom Regenschauer ließ sich niemand stören. Schon vor neun Uhr formierten sich in den Süderhofenden zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder in Vierer-Reihen. Schließlich waren es rund 1500 Arbeiter, die über Schiffbrücke und Neustadt zur Marienhölzung marschierten. Mittendrin musizierte eine Kapelle. Mehrere rote Fahnentücher wehten im Wind. „Für die Demokratie, für ein neues Deutschland“, stand auf einem. Auf einem anderen: „Für Gerechtigkeit, Freiheit, Völkerfrieden!“ Es war der 1. Mai 1946, es war das erste Mal seit 1932, dass die Gewerkschaften in Flensburg einen großen Auftritt hatten.

Am Musikpavillon in der Marienhölzung stand ein Rednerpult. „1946 müssen wir als historischen Wendepunkt betrachten“, sagte der Gewerkschaftssekretär Peter Lorenzen und versicherte: „Nach einigen Jahren harter Arbeit werden wir uns einen neuen Wohlstand erkämpfen.“ Zum Abschluss der Kundgebung wurde ein Lied gesungen: „Brüder zur Sonne“. Am Abend drängten 2000 Arbeiter in das überfüllte Deutsche Haus, wo sich Reden und Vorführungen zu einem bunten Strauß zusammenfügten. Im Gewerkschaftshaus in der Schlossstraße wurde die „Solidarität der Völker“ beschworen, ehe die Jugend zum Tanz eingeladen war.

Starke dänische Minderheit

Die Gewerkschaften formierten in Flensburg wieder ihr Klientel, sie waren aber gewiss nicht die größte gesellschaftliche Bewegung der unmittelbaren Nachkriegszeit. Das zeigte sich spätestens am 23. Juni 1946, als die Arsmode ihrem Höhepunkt zusteuerte. Für das dänische Jahrestreffen rollten Sonderzüge und etliche Busse auf Flensburg zu. Letztendlich schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl auf 20.000 Menschen, fast ein Drittel davon Kinder. Ein riesiger Umzug bewegte sich von der Schiffbrücke durch die nördlichen Flensburger Stadtgebiete und flutete schließlich den Sportplatz an der Eckenerstraße. Die Gymnastik-Vorführungen garnierte Samuel Münchow, Mitglied der dänischen Fraktion in der Ratsversammlung, mit einer pointierten Ansprache. „Ein ehrlicher Schleswiger verkauft seine Heimat und seine Kinder nicht für Palmin“, betonte er. „Kein Mensch kann uns hindern, dass wir uns als Dänen bekennen.“

Die dänische Minderheit setzte später an der Bauer Landstraße mit einem Sonnenwendfeuer ein weiteres Signal, den größten Gesprächsstoff löste aber der Alltag der Organisation „Sydslesvig Hjalpen“ aus. Ihre Lebensmittelverteilung, die dank eingesetzter Lastwagen in Flensburg sehr präsent war, berücksichtigte 3000 Menschen. Über diese Zahl staunten viele, da nur Mitglieder in den Genuss der karitativen Hilfe kamen und die dänische Minderheit bei Kriegsende nur 1600 Personen umfasst hatte. Nun bezeichneten sich weit mehr als „dänisch“ und hofften auf einen Anschluss Flensburgs an das dänische Königreich. Böse Zungen sprachen von „Speck-Dänen“, andere appellierten an das deutsche Nationalgefühl. Trauriger Höhepunkt: Im April 1946 wurden 15 dänische Gedenktafeln auf dem Alten Friedhof zerschlagen. Im „Flensburger Tageblatt“ war im Juni 1946 von einer „Übervölkerung“ die Rede. Dazu eine vermeintliche Erkenntnis: „Das Eintreffen eines jeden neuen Flüchtlings verschafft der dänischen Minderheit drei Neuzugänge!“

„Die jüngste Großstadt Deutschlands“

Flensburg bot – wie überhaupt Schleswig-Holstein – deutlich mehr Menschen ein Zuhause als noch Anfang 1945. Ende Mai 1946 hatte die Grenzstadt nach einigen Schwankungen eine Schallmauer durchbrochen und bezeichnete sich mit 102.000 Einwohnern als „die jüngste Großstadt Deutschlands“. Darin nicht eingerechnet waren rund 10.000 Ausländer, davon allein 8.000 Polen, die möglichst bald in ihre Heimat zurückkehren sollten. 37.000 Menschen, also ein gutes Drittel, hatten ein gutes Jahr zuvor noch in den ehemaligen deutschen Ostgebieten gelebt. Sie alle mussten nun bei knappen Ressourcen und einer schwierigen Wirtschaftslage versorgt werden. Armut, Arbeitslosigkeit, aber auch Neid gehörten zu den Wegbeleitern des Alltags.

Zumindest die Jugend profitierte davon, dass Flensburg die 100.000er Marke überwunden hatte. Die Schulspeisungen hatten zwischenzeitlich eingestellt werden müssen, da die britische Militärregierung nur noch Großstädte bei dieser Maßnahme unterstützte. Seit Ende Juni 1946 gehörten Essnapf und Löffel wieder zur Flensburger Schulausrüstung. 3400 besonders bedürftige Kinder waren die Pioniere, mittelfristig sollten alle Jungen und Mädchen der Volks-, Mittel- und höheren Schulen mit einer täglichen Mahlzeit – überwiegend Kakao- und Milchsuppen – bedacht werden. In der Waldschule, in der Ramsharder Schule und in der Sankt-Johannis-Mädchenschule wurden einfache Küchen eingerichtet und die Turnhallen in einen Speiseraum verwandelt. Nach dem Unterricht kamen auch die Klassen der anderen Schulen.

Gartenwachen und Schwarzschlachtungen

Den Alltag dominierten weiterhin Einkaufsberechtigungsscheine und Lebensmittelkarten. Die schwierige Ernährungslage erfasste auch die Haus- und Nutztiere. Die Müllabfuhr verlor im Frühling drei ihrer Pferde und beantragte beim Wirtschaftsamt eine größere Ration Benzin, um wieder mehr auf den Autobetrieb umstellen zu können. Die Eisenbahn transportierte insgesamt 50 Waggons Saatkartoffeln heran. Die Stadt Flensburg unterstützte damit die Kleingärtner. Die Gartenbesitzer klagten in diesen Tagen nicht nur über eine Kaninchenplage, sondern auch über einen verstärkten Gemüseraub durch Zweibeiner. Die Militärregierung genehmigte eine Gartenwache. Drei ehemalige Polizeibeamte organisierten den Einsatz von 200 nächtlichen Aufpassern.

Die erhöhte Kriminalität war fast zum Normalfall geworden. Niemand war sicher. Da lockten Diebe eine Witwe mit einem perfiden Vorwand nach Hamburg, um in Ruhe ihre Wohnung auszuräumen. Aus der Speisekammer der Diakonissenanstalt nahmen Langfinger unter anderem 250 Eier, sieben Kilogramm Speck und zehn Liter Milch mit. Menschen kamen wegen gefälschter Lebensmittelkarten, Holzdiebstahl oder Schwarzschlachtungen in den Knast. Polizei-Razzien versuchten, dem Schwarzmarkt den Garaus zu machen. Anfang Mai wurden am Flensburger Kreisbahnhof drei Personen mit 70 Eiern, fünf Kilogramm Grütze und Wurstwaren aufgegabelt. Jeder wusste: Diejenigen, die erwischt wurden, waren nur die Spitze vom Eisberg.

Die Crux der Wohnungsbelegung

Eine Sisyphus-Aufgabe hatte das städtische Wohnungsamt, das in eine Bürobaracke an der Karlsstraße zog, zu bewältigen. Für 100.000 Menschen mussten knapp 20.000 Wohnungen genügen. Eine Bestandsaufnahme ergab im Juni 1946 knapp 20.000 Wohnungen mit 62.000 Wohn- und Schlafräumen. Anträge in vierstelliger Zahl konnten mangels Masse gar nicht bearbeitet werden. Es ging nur mit Zuweisungen, die nicht immer klaglos hingenommen wurden. Etliche Sonderwünsche wurden geäußert. Eine Frau aus der Gertrudenstraße lebte allein, da ihr Mann noch nicht aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft entlassen war. Sie schrieb am 24. April 1946: „Falls mir bis dahin mehr Flüchtlinge zugewiesen werden sollten, bitte ich bei der Auswahl zu berücksichtigen, dass ich zurzeit ohne den Schutz meines Mannes stehe und anständige Leute haben möchte.“

Ein Wohnungsausschuss, gebildet aus der Kommunalpolitik, traf sich wöchentlich, mindestens aber alle zwei Wochen, um über sieben bis acht schwere Fälle zu beraten und zu entscheiden. Da wurden dann schon mal alle vier Bewohner eines Hauses in der Mommsenstraße zur Befragung vorgeladen, um dann festzuschreiben, dass der Eigentümer binnen einer Woche ein Zimmer für „ein Fräulein“ zu räumen hatte. Das hatte sich bislang mit der Bodenkammer begnügen müssen. Am 13. und 15. Mai 1946 war die Liste besonders lang. Wenige Wochen zuvor waren die Wohnungen „politisch Belasteter“ stärker beansprucht worden. Nun lagen Beschwerden auf dem Tisch. Ein Beispiel: Die Stadt hatte einem Schlachterei-Ehepaar gleich zwei ihrer dreieinhalb Zimmer beschlagnahmt, da die Ehefrau Mitglied in NS-Organisationen gewesen war. „Unsere Wohnung beherbergt bereits insgesamt sieben Personen, die des Nachts in vier Räumen Unterkunft finden“, erwähnte sie: drei Gesellen, einen Lehrling, eine Wirtschafterin und eine Aushilfe. „Auch die Lage der Zimmer gestattet nicht die Unterbringung weiterer Menschen.“ Die Entscheidung des Gremiums: Eines der beiden beschlagnahmten Zimmer wurde freigegeben.

Flensburg 1946 – Folge 3: Karitative Hilfe und Wohnungsengpass in der neuen Grosstadt
Gesprengter Bunker auf der Höhe des Flensburger Stadions; Foto: Stadtwerke Flensburg

Flüchtlingshilfe und Flüchtlingsausschuss

Trotz aller Bemühungen blieben mehrere tausend Menschen wohnungslos. Für sie blieb nur ein Platz in einem der über das gesamte Stadtgebiet verteilten Lager. Die Zahl der Flüchtlinge stieg eher, als dass sie fiel. Zwar wurde häufiger über Rücktransporte in die russische Besatzungszone diskutiert, aber großen Anklang fanden sie nicht. Es war am 10. April 1946, als der vermutlich letzte Zug den Flensburger Bahnhof gen Ostgebiete verließ. Die Gegenrichtung war stärker frequentiert. Allein am 25. Mai trafen 1500 Menschen im hohen Norden ein. Die Kapazitätsgrenzen waren längst erreicht. Die Neuankömmlinge wurden zur Schule in der Schlossstraße geschickt. Ende Juni wurden 170 Flüchtlinge in einer Badebaracke am Kraftwerk untergebracht. Der Magistrat der Stadt hatte die Fertigung von insgesamt 10.000 hölzernen Bettgestellen beauftragt.

Von offizieller Seite war man bemüht, die Situation der neueingetroffenen Menschen zu verbessern. Es gab einen Flüchtlingsausschuss und eine Anlaufstelle am Holm. Als Referent für Flüchtlingsfragen wurde Kurt Poppe eingesetzt. Er war einst Rektor in der westpommerschen Hafenstadt Kolberg gewesen und setzte sich bis zu seinem überraschenden Tod im Juni 1946 mit einigen Weggefährten sehr für seine ostdeutschen Schicksalsgenossen ein. In erster Linie ging es um Wohnplätze, Ernährung und Kleidung, aber auch um kulturelle Teilhabe. Da wurden Flüchtlinge zum volkstümlichen Konzert „Klänge aus Wien“ ins Deutsche Haus eingeladen oder im Flüchtlingslager „Schäferhaus“ ein bunter Tag mit Kaffeetafel, Abendessen, Puppenbühne und Tanz organisiert.

Es ging aber auch darum, Diskriminierungen zu bekämpfen. Tatsächlich verlangte die Stadtbücherei bis Juli 1946 von jedem Benutzer die Bürgschaft eines Einheimischen. Und als in verschiedenen Parks der Stadt nahezu alle blühenden Pflanzen gerupft wurden, prangerte eine Ur-Flensburgerin via Presse die „Flüchtlingsfrau“ an, die „auf unserem schönen alten Friedhof ihren kleinen Jungen dazu anhielt, in den Anlagen und selbst auf den Gräbern die ersten Frühlingsblumen zu pflücken.“

Gute Zusammenarbeit und extremistischer Widerstand

Für einen schonenden Umgang mit den Grünflächen warb auch Oberbürgermeister Jacob Clausen Möller in der Versammlung des Stadtrates am 15. Mai 1946. Als er kurz zuvor den Sitzungssaal betreten hatte, erhoben sich die Ratsherren von ihren Plätzen. Inzwischen war er genau ein Jahr im Amt und forderte in einer längeren Rede, dass sich alle mit ganzer Kraft für den Wiederaufbau ihrer Heimatstadt einsetzen sollten. „Weiter so“, schloss der Oberbürgermeister. Der Berichterstatter vom „Flensburger Tageblatt“ bezeichnete die Stimmung im Stadtrat, als „ein wohltuendes Bild zügiger Zusammenarbeit aller Parteien und Gruppen, denen durch gewissenhafte und gründliche Vorarbeit der entsprechenden Ausschüsse die Beschlussfassung merklich erleichtert wurde“. Die Aufgabenverteilung von Stadtverwaltung, Kommunalpolitik und Militärregierung hatte sich offenbar eingependelt.

Allerdings hatten sich nicht alle Zeitgenossen mit den politischen Verhältnissen im besetzten Nachkriegsdeutschland abgefunden. Mit einem extremen Beispiel setzte sich das Obere Militärgericht Ende Juni 1946 auseinander. Letztendlich wurden der 43-jährige Peter Jürgensen und sein Sohn Richard zum Tode verurteilt, da sie in Flensburg-Weiche eine Rechtsausleger-Organisation nach dem Muster des Jugendwiderstandes „Edelweiß-Piraten“ aufbauen wollten. Sieben weitere Angeklagte bekamen Jugendstrafen von fünf oder sechs Jahren. Die Gruppe hatte sich mehrfach im Bahnhof Weiche getroffen. Die Teilnehmer begrüßten sich mit „88“ oder „Heil Hitler“ und sinnierten über Sabotage-Akte – wie das Sprengen von alliierten Flugzeugen –, um so die Briten zum Verlassen von Deutschland zu bewegen.

Stück für Stück zur Normalität

Die große Mehrheit der Deutschen begrüßte die aktuelle politische Entwicklung oder arrangierte sich mit ihr. Kleine Erfolgsmeldungen taugten als Stimmungsaufheller und bildeten kleine Mosaiksteine für das sogenannte Wirtschaftswunder, das noch nicht zu erahnen war. Anfang April 1946 wurde der deutsch-dänische Postaustausch bei Pattburg wiederlebt, einen Monat später hielt erstmals ein Express-Zug aus Paris im Flensburger Bahnhof. Wenige Tage später meldete sich die deutsche Zollschule zurück. Im Juni lief ein 5000-Tonnen-Frachtdampfer vom Stapel der Werft, dann wurde das Naturwissenschaftliche Museum der Stadt im Nordergraben wieder der Öffentlichkeit zugängig gemacht.

Der Alltag erhielt Stück für Stück seine Normalität zurück. Herrlich ein kleiner Aufsatz, der am 27. April 1946 im „Flensburger Tageblatt“ erschien: „Am Südermarkt ist Hochbetrieb. Der Schutzmann mit den weißen Handschuhen hat alle Hände voll zu tun, um den Verkehr zu regeln. Die großen Wagen jagen heran und sind sehr ungeduldig, wenn sie auch einmal einen Augenblick warten müssen. Bremsen werden scharf angezogen, und mancher Fahrer schimpft schon wieder friedensmäßig auf Radler und Fußgänger. Die Radfahrer haben es wie immer eilig und schieben sich auch durch die dichteste Wagenkette noch wunderbar hindurch. Den Fußgängern ist der Bürgersteig viel zu eng, besonders weil Frau Jensen ihrer Freundin mitten im Gewühl noch unbedingt erzählen muss, dass es auf Tante Klaras Geburtstag noch richtigen Bohnenkaffee gegeben hat. Aber wozu ist denn auch die Fahrbahn da? Eine Bremse quietscht, ein Autofahrer schimpft, ein Fußgänger tut furchtbar erstaunt und kümmert sich nicht drum. Am Südermarkt ist Hochbetrieb!“

Ausflüge nach Glücksburg oder zum Jahrmarkt

Der Mai 1946 brachte einige sonnige Tage. Es kam zu einer „Invasion von Flensburgern“ in Glücksburg. Die Fördedampfer „Albatros“, „Habicht“ und „Libelle“ waren oftmals überfüllt, ebenso Strand, Wald und Cafés. Viele nahmen ein erstes kaltes Bad. Auch viele Schulausflüge hatten Glücksburg als Ziel. Die Mädchen des Flensburger Oberlyzeums und das städtische Versehrtenwerk bereiteten derweil ein Volksfest für die Himmelfahrtstage vor. Die Menschenmassen strömten in zwei Mürwiker Hallen. Ein Irrgarten erwies sich für viele als knifflig, bis sie nach draußen in den Hof fanden, wo Karussells und die große Schaukel von Kindern belagert waren. Die Mädchen hatten „Rumpelstilzchen“ und „Die fromme Helene“ einstudiert. Die Vorführungen waren ebenso ausverkauft wie das Kasperle-Theater und die Schattenspiele. Abends legte eine Tanzkapelle los. Das Volksfest wurde letztendlich sogar um einen Tag verlängert, da sich der Nordwestdeutsche Rundfunk zu einer Reportage angekündigt hatte. Die Ausstrahlung war seit Himmelfahrt wieder über die Mikrowellen-Frequenz des Flensburger Senders möglich, da dieser ein Jahr nach Kriegsende wieder ans Netz gegangen war.

Flensburg musste sich mit dem feuchtesten Juni seit 1885 anfreunden. Dennoch herrschte zu Pfingsten und in den Tagen danach ein reges Treiben auf der Exe. Da dieser Platz bis auf ein kleineres Flüchtlingslager geräumt war, konnte der im Winter abgesagte Frühlingsmarkt doch noch stattfinden. Karussells und Schaukeln drehten sich, Leierkastenmusik erklang, die Schaubudenbesitzer boten weithin vernehmbar ihre „sensationellen“ Darbietungen an. Mit dem Riesenrad und einer „Fahrt zum Mond“ ging es in die Luft. Kinder lachten über einen unsterblichen Kasper, während ältere und jüngere Paare im Zelt tanzten. Ein Mann zertrümmerte mit bloßer Faust massive Steine und bot jedem, der ihm nacheifern konnte, 1000 Mark. Das war im Juni 1946 ein kaum erreichbares Vermögen…

Text: Jan Kirschner  

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