Was verbindet die Arche-Jugend, die Deutsche Waldjugend, die Jugendfeuerwehren Flensburgs und die Monsterkicker? Nun, sie sind allesamt im Flensburger Jugendring organisiert! … und wer oder was ist der Flensburger Jugendring?!?
Der Flensburger Jugendring e. V. wurde 1949 gegründet und nimmt nun schon seit über 70 Jahren seine satzungsgemäßen Aufgaben sehr gewissenhaft wahr. Immer wieder werden allerdings auch in Flensburg die Fragen zur Zukunft der Jugendverbandsarbeit, zu ihrer Ausrichtung und zu ihrer Alltagsqualität laut.
Das Deutsche Jugendinstitut spricht in einer Studie mit dem Titel „Jugendringe – Kristallisationskern der örtlichen Jugendarbeit“ lediglich von einem einzigen Kriterium, das alle Jugendringe in Deutschland in ihrer Aufgabenstellung eint. Jugendringe „haben die Aufgabe, die Interessen ihrer Mitgliedsorganisationen und die der Kinder und Jugendlichen in ihrer Region zu bündeln und gegenüber anderen zu vertreten“. Dieses, da sind sich der ehrenamtliche Vorstand, die Geschäftsführung und die Mitglieder des Flensburger Jugendrings (kurz FJR) sicher, geschieht in Flensburg vorbildlich. Das Verbandsleben ist bunt und vielfältig, und die gelebte Vielfalt wird durch die ideelle, beratende und auch finanzielle Begleitung der Verbände durch den Flensburger Jugendring unterstützt, gefördert und getragen.

Wie kam es eigentlich zur Gründung des FJR?

Nach den Ausführungen des langjährigen Geschäftsführers des FJR, Helge Affeldt, gehen die Gründungen der Jugendringe auf die damaligen Besatzungsmächte – in Schleswig-Holstein war es Großbritannien – zurück. Die Briten fanden es erforderlich, dass für die deutsche Nachkriegsjugend eine übergeordnete Jugendorganisation etabliert werden sollte, eingesetzt und verantwortlich betreut von staatlichen Stellen der noch ganz jungen Bundesrepublik Deutschland.
Der Landesjugendring Schleswig-Holstein e. V. wurde 1949 gegründet und hat heute 23 Mitgliedsverbände und zahlreiche Anschlussverbände mit mehr als 500.000 Mitgliedern. Die Mitglieder des Landesjugendrings, die Jugendverbände, verfügen über ca. 20.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sind die Hauptanbieter von Ferien-, Freizeit- und Jugendbildungsmaßnahmen im Lande. Dem Landesjugendring sind die Kreisjugendringe in den 15 Kreisen und kreisfreien Städten des Landes angegliedert. Der Landesjugendring ist die Interessenvertretung der Jugendverbände und der jungen Menschen in Schleswig-Holstein.
Das oberste Gremium des Landesjugendrings ist die Vollversammlung, die einmal jährlich stattfindet. Zwischen den Vollversammlungen berät und beschließt der Hauptausschuss über wichtige Vorhaben des Landesjugendrings. Der Vorstand führt die Geschäfte und bereitet die Beratungen und Beschlüsse der anderen Organe vor. Auf Bundesebene ist der Landesjugendring Schleswig-Holstein Mitglied im deutschen Bundesjugendring und gehört der zweimal im Jahr tagenden Konferenz der Landesjugendringe an.
Finanziert wird der Landesjugendring durch Beiträge der Mitgliedsverbände, Zuschüsse des Landes Schleswig-Holstein, durch die Jugendsammlung und Spenden. 

Wer gehört dem FJR an?

Die Anzahl der im FJR angeschlossenen Mitgliedsverbände lag in den letzten Jahren durchgängig bei 22 bis 25 Vereinen und Verbänden mit insgesamt weit über 5.000 Mitgliedern. Die Sportjugend Flensburg und die DGB-Jugend haben sich ebenfalls dem FJR angeschlossen, werden aber in der Mitgliederstatistik nicht berücksichtigt. Der FJR organisiert Lehrgänge zur Ausbildung von Jugendgruppenleitern/innen, Bildungsseminare und Workshops, er ist verantwortlich für den jährlich stattfindenden trilateralen Jugendaustausch der Partnerstädte Flensburgs und vertritt die Interessen der Jugend Flensburgs in verschiedenen Gremien.
Nach wie vor ist die Zusammenarbeit des FJR mit der Kommunalpolitik und der Verwaltung der Stadt Flensburg von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Mit seinem Sitz im Jugendhilfeausschuss (Sarah Kietz aus dem Vorstand, Helge Affeldt als Vertreter) hat der FJR einen direkten Draht zu vielen Kommunalpolitikern und einen Einblick in die kinder- und jugendrelevanten Themen Flensburgs. Daneben sind die Kontakte zur Oberbürgermeisterin und zum Stadtpräsidenten sehr persönlich und niedrigschwellig. Zudem gibt es zu allen Fraktionen von Offenheit geprägte persönliche Kontakte.
Naturgemäß ist die Verbindung zum Dezernat Jugend, Soziales und Gesundheit sehr intensiv. Hier gab und gibt es immer wieder Arbeitsfelder, bei denen es zu Überschneidungen kommt.
In den letzten Jahren hat sich der wertschätzende Umgang miteinander stets bewährt.
Der Flensburger Jugendring ist außerdem der Träger des Jugendtreffs „exxe“.

Der Jugendtreff „exxe“ – Geschichte des Gebäudes Zur Exe 25

Die frühesten Unterlagen für eine Bebauung tragen das Datum 09.08.1940. Auf einem Lageplan ist im Bereich des südwestlichen Teils des „Kleinen Exerzierplatzes“ (der heute noch vorhandenen „Exe“) eine aus drei Baracken bestehende Baugruppe zu erkennen. Westlich dieser Baugruppe ist ein alleinstehendes Gebäude, der spätere Jugendtreff „exxe“, eingezeichnet, bezeichnet als „Garage“ mit vier Pfeilen, die wohl Zufahrten für vier Fahrzeuge darstellen sollten. Der Plan ist ausweislich des Schriftfeldes von der „Bauleitung der Luftwaffe Flensburg“ erstellt worden. Vermutlich im Jahr 1942 wurden die Pläne in die Tat umgesetzt, und die Gebäude schließlich gebaut.
Aus einem Vermerk vom 23.04.1946 geht hervor, dass die Stadt die Gebäude gemietet hat mit dem Ziel, sie für die Unterbringung von Menschen brauchbar zu machen. Die Gebäude wurden seit 1947 teils als Altersheim von der Stadt Flensburg genutzt, aber auch für städtische Dienststellen, u. a. war das Kulturamt dort untergebracht.
Am 16.09.1960 wurde ein Umbau und eine Erweiterung des ursprünglichen Lager- und Garagengebäudes des Luftwaffenbauamtes zu einem „Clubhaus der Jugend“ nach einer Planung des Architekten Kurt Richter, Flensburg, vom Kreisjugendring beantragt. Der Bauantrag wurde noch 1960 genehmigt, das Gebäude dann im März 1962 fertiggestellt.
So fand der FJR hier seine endgültige Heimat, die er nach wie vor schätzt und ausgiebig für seine Belange nutzt.
1990 erfolgte eine Sanierung des „Jugendtreffs exxe“ nach der Planung des Flensburger Architekten Gunnar Carlsson. Das einstige Altersheim wurde im Jahr 2011 zu einem Hostel umgebaut.

Die Heimat des FJR ist die „exxe“

Das eben beschriebene Gebäude beherbergt nicht nur die Geschäftsstelle des FJR. Hier laufen viele Kommunikationsfäden zusammen, hier wird auch der Geschäftsbereich der „exxe“ bewirtschaftet, das Budget und der Zahlungsverkehr werden verwaltet, Berichte und Anträge werden geschrieben, Personalfragen geklärt… Auch die Vorstandssitzungen und die von der Satzung vorgegebenen Versammlungen werden von hier aus gesteuert und vor Ort durchgeführt, zudem ist auch immer der anschließende gesellige Teil mit gemeinsamem Tagesausklang, gemeinsamem Essen und gemeinsamen Pausen wichtig für das vertrauensvolle Miteinander aller Beteiligten …
Mindestens genauso wichtig ist das Haus als zentrale Anlaufstelle – mit seinen vielfältigen räumlichen Möglichkeiten, die es bietet: Vom separaten Kleinraum bis hin zum großen Saal. Die spezielle Lage vor Ort macht es möglich, dass man keine direkten Nachbarn mit den zahlreichen Aktivitäten stören kann, gerade bei den vielen Kindern und Jugendlichen, die täglich das Haus „bevölkern“, ein echter Pluspunkt für das Areal. Die „exxe“ ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Haus der offenen Tür“, das sich seit 1962 den Herausforderungen der offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen stellt.
„Konzeptionen entwickeln sich weiter, und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wechseln regelmäßig. Unser Anspruch, zum Wohle der nachwachsenden Generationen ein Haus zur Verfügung zu stellen, das als Ort des Vertrauens, der Freude sowie der Kreativität und als Freiraum, sich zu erproben, zur Verfügung steht, hat Bestand“, benennt der engagierte Geschäftsführer den hohen Stellenwert des Hauses …
In der Kinder- und Jugendarbeit der „exxe“ arbeiten neben hauptamtlichen Erziehern/-innen eine Vielzahl von Honorar- und Hilfskräften. Eingebunden in das sozialraumorientierte Konzept der Flensburger Jugendarbeit, ist „die exxe“ in unserer Heimatstadt ein „Haus der offenen Tür“, das sich an Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis achtzehn Jahren wendet. Das Gebäude ist zwar schon ein wenig „in die Jahre gekommen“, ist aber nach wie vor ein Anziehungspunkt für eine breite Zielgruppe. „Unsere jungen Gäste begegnen uns oft das erste Mal als kleine Kinder, und wir begleiten sie dann manchmal noch weit über den Schulabschluss hinaus“, weiß Helge Affeldt aus eigener Erfahrung zu berichten.

In der „exxe“ brummt es

In der „exxe“ ist (fast) immer was los! Über die Grenzen des Stadtteils hinaus wirkt ihre Breakdance-Kultur, und immer mal wieder Konzerte mit Flensburger Schülerbands bieten auch ganz jungen Künstlern die Chance, das erste Mal auf der Bühne zu stehen. Besondere Beachtung findet in den letzten Jahren die Aktion „Flensburger Stromfarben“, die Flensburg wirklich bunter macht. In diesem Fall arbeitet der FJR sogar generationsübergreifend, denn auch die Großeltern und ihr Enkelkinder können hier gemeinsam eine Stromkasten gestalten. Weitere Infos, insbesondere viele gelungene Fotos der schon verschönerten Stromkästen, sind unter www.flensburger-stromfarben.de nachzulesen.
„In den letzten Jahren liegt zunehmend ein Fokus unserer Arbeit auch auf jungen Menschen mit Fluchthintergrund. Für sie ist die „exxe“ ein zweites Zuhause geworden. Miteinander reden, spielen, basteln, feiern, oder sogar in den exxe-Urlaub fahren! Unsere neuen Gäste kommen in unserer Gesellschaft und Kultur an. Damit leisten wir einen erheblichen Beitrag zur Integration dieser Kinder und Jugendlichen“, ist Helge vom Mehrwert dieser Hilfe überzeugt.
So strömen ab 12:00 Uhr viele Kinder und Jugendliche in die „exxe“ und nutzen ihre Frei- und Angebotsräume. Sie fühlen sich hier wohl, erleben sich hier anders, als es zu Hause möglich ist. Ein Besuch der Exxe-Tanke bedeutet einfach: Freiheit und Freizeit tanken. Das funktioniert! „Wir sind davon überzeugt, dass unsere zielgruppenorientierten, attraktiven, pädagogisch betreuten, niederschwelligen und offenen Angebote, Projekte und Maßnahmen bei unseren Besucherinnen und Besuchern ankommen und geschätzt werden, dass wir unserer Aufgabe neben Schule und Elternhaus als „Dritte Sozialisationsinstanz“ mehr als gerecht werden. Bei uns geht was ab! Unsere Angebote sind passgenau. Alle finden ihren Platz, die nötige Zuwendung und Anreize – die „exxe“ bietet wirklich den Raum und die Zeit, sich zu erproben und zu spüren: Wir begrüßen Gruppen wie: Die Ernährungsprofis, Die Pizza-, Nudel- und Pommesfraktion, Die akustischen Bewegungsfreaks, Die Wettkämpfer*innen, Die Bildungshungrigen und und und …“
2019 wurde die „exxe“ von vielen unterschiedlichen Gruppen gebucht. Das Spektrum ist breit und sehr unterschiedlich. So gibt es einige Nutzungsanlässe, die direkt mit der Verbandsarbeit des FJR, wie Vorstandssitzungen, Vollversammlung und Arbeitskreise zusammenhingen. Zu den Mischformen aus Offener Jugend- und Jugendverbandsarbeit gehören z. B. das ein 14tägiges Medien-Workcamp in den Sommerferien oder die Trilatreffen sowie die Begrüßungsfete der Gewerkschaften für die neuen Azubis. Nutzungen, die eindeutig der Jugendarbeit zuzuordnen sind, sind das Training der Breakdance und Ninjutsu-Gruppe außerhalb des OG-Angebots, der Kennenlernabend der Pampelmusen-Ferienfahrt, sowie Angebote des Kinder- und Jugendbüros in unserem Haus wie Lifecheck.
Unter „Diverse“ können Deutschkurse, Selbstschulung des Spielmobilteams, Feste und Feiern, die „Fußball- und Grillengruppe“, die Afrikanisch-Deutsche Eltern-Kind-Jugendlichen-Gruppe, die „Friday for Future Eltern-Krabbelkind-Initiative“ genannt werden.
Helge Affeldt ergänzt: „Besonders freuen wir uns darüber, dass wir seit Januar 2020 eine hochwertige neue Küche installieren lassen konnten. Planung, Akquise von Zuschüssen (Nospa-Zuschuss) und vor allem Abrissarbeiten der 30 Jahre alten „Exxeküche“ liefen in Eigenleistung bereits 2019. Das Exxe-Team kann (beinahe) alles! So wurde auch im Herbst 2019 vom Team tatkräftig Hand angelegt und unser Begegnungsbereich Café saniert. Insgesamt ein tolles Ergebnis. Weitere Sanierungsmaßnahmen von unserer Seite werden folgen!“

Westkurs

Die „exxe“ ist Kooperationspartner der Gemeinschaftsschule West und ist tätig im sogenannten „Offenen Ganztag“. Es werden verschiedene Kurse von Kochen bis Tanzen angeboten. Zudem steht die „exxe“ für alle Schüler und Schülerinnen als Pausen-, Spiel- und Aufenthaltsort zur Verfügung. 

Flensburger Stromfarben

Wie in den letzten zehn Jahren erfolgreich praktiziert, dürfen Stromkästen der Stadtwerke durch Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern – also alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt – so gestaltet werden, dass Flensburg noch bunter und vielfältiger wird. Im Vorjahr 2019 standen die Kästen auf dem Friesischen Berg, der Westlichen Höhe und der Altstadt besonders im Visier der Akteure. Ein angepasstes Corona-Konzept sichert auch 2020 die Durchführung, denn die Stromfarben finden zum 10. Mal in Folge statt. Die angehenden Straßenkünstlerinnen werden dabei jedoch nicht sich selbst überlassen. Um den Teilnehmerinnen visionäre Impulse zu geben und ihnen bei der Ideenfindung und Gestaltung zur Seite zu stehen, begleitet und unterstützt ein Künstlerinnen- und Pädagoginnenteam des Jugendtreffs „die exxe“ die Arbeit der freien Künstlerinnen während des gesamten Projektzeitraums.

Waldwuchs Flensburg – Wir pflanzen Bäume für die Zukunft

Die Idee stammt von einem Flensburger Schüler: Der 11-jährige Jannis Ide wollte etwas Konkretes für den Klimaschutz tun – Bäume pflanzen für den Klimaschutz! In seiner Familie wurde die Idee leidenschaftlich diskutiert. Der erste große Schritt folgte: Die Familie kaufte ein 6.000 qm großes Wiesengrundstück vor den Toren Flensburgs, das aufgeforstet werden sollte. Der Flensburger Jugendring übernahm die Trägerschaft, Oberbürgermeisterin Simone Lange ist Schirmherrin.
Im November 2019 nahmen rund 120 Fünftklässlerinnen der Goetheschule an Themenworkshops zu „Klimawandel, Klimaschutz und Wald“ teil und pflanzten an den folgenden zwei Tagen 2.000 Bäume auf dem Wiesengrundstück. Das Projekt Waldwuchs hat inzwischen Fahrt aufgenommen. Viele Fachleute und Sponsoren unterstützen ideell und finanziell das neu gesetzte Ziel: „1.000 Bäume für Flensburg!“ Bereits im März 2020 fand eine weitere viel beachtete Aktion statt: Über 50 Kinder und Jugendliche aus Jugendzentren nahmen wiederum an einem Klimaworkshop teil und wurden dann praktisch in das Pflanzen von Bäumen eingewiesen. Sie erhielten Baumsetzlinge, die sie im Anschluss auf dem Außengelände ihrer Jugendhäuser einpflanzten. Das waren die ersten 130 der angestrebten „1.000 Bäume für Flensburg“. Unter dem Motto „Pflanzpaten gesucht – Bäume suchen ein neues Zuhause mit Familienanschluss“ werden mittlerweile Grundstücksbesitzerinnen gefunden, die in ihren Privatgärten Bäume pflanzen. Sie werden beraten, erhalten die Setzlinge kostenlos, und auch ihnen wird ein kompakter Klimaworkshop angeboten. Alle Beteiligten werden im Laufe der nächsten Jahre an der Entwicklung der gepflanzten Bäume sehen, was sie zum Wohle des Klimaschutzes geleistet haben. Jannis appelliert an alle Flensburgerinnen: „Ganz viele Bäume pflanzen – das hilft unserem Klima und sieht in der Stadt gut aus.“
Waldwuchs entwickelt stetig neue Ideen!

Rechtliche und finanzielle Grundlagen

Sowohl die Arbeit des Jugendtreffs „exxe“ als auch die des Jugendrings wird zu einem großen Teil durch die Stadt Flensburg gegenfinanziert. Da der FJR als gemeinnütziger Verein in der Lage ist, Fördergelder und Spenden entgegenzunehmen, ergeben sich hier allerdings unbürokratische Projekt- und Akquise-Kooperationen, in denen der FJR mit seiner Expertise als Projektträger fungiert und sehr eng inhaltlich mit den Projektpartnern zusammenarbeitet. Bei folgenden Projekten sind das Kinder- und Jugendbüro und der FJR beispielhaft gemeinsame Akteure:
Freizeitoffensive: Einwerben von Fördergeldern aus der Sparkassenstiftung. Zusammenarbeit mit ADS und Evangelischem Jugendwerk. Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, um ihnen eine Ferienfreizeit zu ermöglichen.
Bekleidungsoffensive: Einwerben von Fördergeldern aus der Sparkassenstiftung. Zusammenarbeit mit ADS und Evangelischem Jugendwerk. Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die Bekleidungsdefizite haben. Bedarfsanmeldung über Lehrer, Schulleitungen und Schulsozialarbeit. Waldwuchs Flensburg: Einwerben von Spenden, Fördergeldern, Teilnahme an Umwelt orientierten Ausschreibungen usw. Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden (u. a. Kinder- und Jugendbüro, TBZ, Bürgermeisterin, Stadtpräsident, Untere Naturschutzbehörde), Vereinen, Einzelpersonen und Institutionen. Entwicklung verschiedener Formate, um durch Baumpflanzaktionen einen umweltpädagogischen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten Medien-Security: Einwerben von Fördergeldern. Sponsoren sind die Stadtwerke Flensburg und ein Werbeunternehmen. In Zusammenarbeit mit Schulen und der Schulsozialarbeit werden Schülerinnen in Seminaren als „Peer-To-Peer-Expertinnen“ ausgebildet. Sie schulen dann ihre Mitschüler*innen mit dem Ziel eines verantwortungsbewussten, reflektierten Umgangs mit der sich rasant entwickelnden digitalen Welt.

Ausblick

Sämtliche im Artikel genannten Aktivitäten beschreiben die Vielfältigkeit sowie die unzähligen Aufgaben des FJR nicht in ihrem gesamten und vollen Umfang; zur weiteren Information über den Flensburger Jugendring e. V. empfehlen wir unbedingt den Besuch der vereinseigenen Homepage www.flensburger-jugendring.de. Hier werden auch die Vorstandsmitglieder persönlich vorgestellt, die in diesem Bericht aus Platzgründen leider etwas zu kurz gekommen sind.
Dort findet der interessierte Leser auch die Förderungsrichtlinien des Flensburger Jugendring e. V. – diese dürften für den einen oder anderen in der Jugendarbeit tätigen Ehrenamtler durchaus von Interesse sein!

Text: Peter Feuerschütz
Fotos: Benjamin Nolte

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