Was die Corona-Krise für die Ausbildungs- und Studienwahl der Abiturienten bedeutet.

Damit die Abiturienten des aktuellen Jahrgangs nicht zu den Corona-Verlierern gehören, sind innovative Lösungen für die berufliche und universitäre Orientierung gefordert.

Man mag derzeit nicht tauschen wollen mit den Lehrern und Abiturienten des aktuellen Abiturjahrgangs. Home Schooling, Wechselunterricht, krankheitsbedingte Stundenausfälle, eine Schul-Digitalisierung, die ihren Namen nicht verdient und auf der anderen Seite Abiturprüfungen, die keine Rücksicht auf all die Einschränkungen nehmen – so zumindest der aktuelle Stand. Eine durchaus anspruchsvolle Situation für alle Beteiligten.

Ein Thema, dem aktuell jedoch kaum Beachtung geschenkt wird, ist der massive Wegfall von Angeboten für die berufliche und universitäre Orientierung in den Schulen. Schülermessen sind gestrichen bzw. finden lediglich in stark eingeschränkter Form digital statt, die Berufsberatung von der Arbeitsagentur – ohnehin meist nicht das beliebteste Angebot – kam stellenweise komplett zum Erliegen und Tage der offenen Tür an Universitäten und reale Besuche in Vorlesungen wurden ins Web verlegt. Vorträge von externen Experten aus der Wirtschaft oder von Bildungsträgern an Schulen sind größtenteils ersatzlos gestrichen.

Was viele heute noch nicht voraussehen, ist der Umstand, dass ein Wegfall der beruflichen und akademischen Orientierung im Zweifel für die Abiturienten ein ungemein größerer Malus ist als ein Abischnitt, der Corona-bedingt vielleicht um 0,2 schlechter ausfallen kann. Denn fehlt ein fundiertes Beratungsangebot für die Wahl des richtigen Studiums oder einer Ausbildung, droht in wenigen Jahren die ohnehin schon sehr hohe Quote an Studienabbrechern nochmals zu steigen. 2018 brachen 27% aller Bachelorstudenten ihr Studium ab. Einer der Hauptgründe war u.a. die mangelnde Motivation der Studenten, aufgrund nicht ausreichender Information über die Inhalte und die Organisation des Studienfachs und somit mit falschen Erwartungen zum Studium.

Auch bei den Ausbildungsberufen lag die Abbrecherquote im Jahr 2018 über 26 % wie dem Berufsbildungsbericht des Bundesinstituts für Berufsbildung zu entnehmen ist. Mit zu den häufigsten Gründen zählen demnach die sog. berufsbezogenen Gründe, also falsche Berufswahl aufgrund mangelnder Informationsangebote zur Berufsorientierung oder falschen Vorstellungen von den Inhalten und Anforderungen des angestrebten Berufs.

Verschärft wird diese Situation in diesem wie auch bereits im vergangenen Jahr durch den Wegfall von vielen Gap Year Angeboten im Ausland. Corona-bedingte Einreisebeschränkungen haben viele beliebte Destinationen wie USA, Kanada und Australien in unerreichbare Ferne rücken lassen. Wer kein Interesse an einem Gap Year im Inland, wie z.B. einen Bundesfreiwilligendienst, ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr hat, schreibt sich zwangsläufig mit gerade einmal 17 oder 18 Jahren, ohne fundierte Berufs- und Studienberatung an einer Hochschule ein. Die Quote der frustrierten und gescheiterten Studienbeginner wird in wenigen Semestern in den Statistiken ablesbar sein.

Der Beratungsbedarf von Eltern und Schülern ist in den letzten Monaten massiv gestiegen, wie Frank Möller, Gründer und Geschäftsführer der INITIATIVE auslandszeit GmbH, die die führende Orientierungsplattform www.nach-dem-abitur.de betreibt, zu berichten weiß: „Uns haben in den letzten Wochen und Monaten unzählige Anfragen erreicht, welche Alternativen es zu den etablierten Gap Year Angeboten gibt und wo man Hilfestellung für private Studienberatungen bekommt.“ Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen mjndset aus München initiierte Möller daher ein speziell auf die Abschlussjahrgänge zugeschnittenes Online-Angebot mit dem Namen „kickstarter“. „Unser Ziel ist es, den Abiturienten jetzt schnell und unkompliziert ein digitales Angebot für eine fundierte Studien- bzw. Ausbildungsberatung zu machen“, so Martin Sommerhäuser, Mitbegründer von mjndset. „Auf Basis ihrer individuellen Stärken, Interessen und Werte lernen die Schüler und Absolventen ihre Persönlichkeit kennen und können so eine gesicherte Entscheidung zum Studiengang oder einer Ausbildung treffen“, so Sommerhäuser weiter, der mit seinem Unternehmen auch individuelle Studienberatungen und Coachings durchführt. Frank Möller, der mit INITIATIVE auslandszeit GmbH bereits seit über 10 Jahren als führendes Unternehmen in Deutschland jungen Menschen Orientierung nach der Schule mit Schwerpunkt Auslandsaufenthalte gibt, hat für die Schulabgänger aber einen Rat: „Wie es genau mit den Lieblingsdestinationen USA, Kanada oder Australien weitergeht, kann man aktuell leider noch nicht abschätzen. Daher sollten alle, die an einem Gap Year in Übersee interessiert sind, die Zeit jetzt nutzen, um sich intensiv auf ihre Auslandszeit vorzubereiten.“ Einen spezifischen Test zu diesem Thema stellt das Unternehmen unter www.auslandszeit.de/auslandszeit-test/ kostenfrei für alle Interessierten zur Verfügung.

Gemeinsam berichten Möller und Sommerhäuser zudem, dass der Bedarf an privaten Beratungsangeboten für die Zeit nach dem Abitur in den letzten Jahren massiv gestiegen sei. Neben vielen Tipps und Checklisten zur Wahl des richtigen Gap Years steht auf der Website www.nach-dem-abitur.de mit dem Orientierungs-Kurs „kickstarter“ nun auch ein innovatives Angebot bereit, das mit mehr als 25 Videos und begleitenden Testungen, Checklisten und Work Books die Entscheidung, wie es nach dem Abi weitergehen soll, massiv erleichtert.

Pressemitteilung INITIATIVE auslandszeit GmbH
Bild: INITIATIVE auslandszeit GmbH

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