„Seit Beginn der Krise haben die Unternehmen großes Verantwortungsbewusstsein, Stärke, Durchhaltewillen und Kreativität bewiesen. Vielen von ihnen geht jetzt die Kraft aus. Bevor es zu spät ist, muss nun die Politik zu ihrer Verantwortung und ihren Zusagen stehen“, fordert Rolf-Ejvind Sörensen, Präsident der IHK Flensburg nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Runde zur Corona-Strategie. „Eine Verlängerung des Lockdowns verträgt sich nicht mit unzumutbaren Verzögerungen und bürokratischen Hürden bei den Finanzhilfen. Das Geld muss endlich ankommen.“ Immer mehr Leerstände in den Einkaufslagen der Innenstädte seien ein alarmierendes Signal. Er habe großes Verständnis für die Unternehmer vor Ort, die ihre Sorgen und ihren Unmut immer lauter äußerten. Zusätzlich sei nun noch ein erhöhter bürokratischer Aufwand zu befürchten, den die angekündigte Homeoffice-Verordnung voraussichtlich mit sich bringe. In vielen Bereichen der Wirtschaft ließen sich die Auflagen zudem gar nicht oder mit einem kaum leistbaren Aufwand umsetzen, zum Beispiel im Verarbeitenden Gewerbe.

„Viele unserer Mitgliedsunternehmen sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Ich versichere Ihnen: Wir werden nicht müde, uns als IHK für die Interessen unserer regionalen Unternehmen einzusetzen. Gemeinsam mit den Schwesterkammern in Kiel und Lübeck setzen wir den intensiven Dialog mit der Politik fort“, so der Präsident. Was in der öffentlichen Diskussion nicht übersehen werden dürfe: Wenn von „der Wirtschaft“ die Rede sei, gehe es am Ende immer um „die Menschen“. Sörensen: „Das Krisenmanagement wirkt sich auf unzählige Arbeitsplätze aus und hat allein dadurch eine enorme Dimension, die weit über die Interessen einzelner Betriebe hinausgeht.“

Text: Pressemeldung der IHK Flensburg
Bild: Envato.de

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