Liebe Leserinnen, liebe Leser,
seit etwa sieben Wochen hat sich das Leben weltweit teils dramatisch verändert, und ein Ende dieser mannigfachen Veränderungen in unserem Alltag ist noch lange nicht abzusehen. Wir in Schleswig-Holstein, insbesondere im nördlichen Landesteil, sind in vielen Bereichen noch recht gut dran – zumindest hat uns die Erkrankungswelle nicht mit der vollen Wucht getroffen, wie es in vielen anderen Bundesländern leider der Fall war, und stellenweise immer noch ist.
In dieser recht kurzen Zeit haben wir uns notgedrungen an zahlreiche neue Sprachbegriffe gewöhnen müssen, so etwa an den „Shutdown“ (das Herunterfahren) vieler liebgewonnener Freizeitaktivitäten, an den „Lockdown“ (die Ausgangssperre), der uns auch hart getroffen hat und immer noch trifft – wenngleich aktuell leichte Hoffnung aufkommt, haben doch unsere verantwortlichen Politiker (auf Bundes- und Landesebene) eine in Teilen leichte und vorsichtige Lockerung der genannten Maßnahmen beschlossen, zumindest bis in die Anfänge des Monats Mai hinein. Die bislang erzielten Erfolge seien ein kleiner Fortschritt und Erfolg im Kampf gegen COVID-19, doch dieser Erfolg sei zerbrechlich, vergaß Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht hinzuzufügen.
Themen, die uns im Winter 2019/2020 noch durchgehend beschäftigten, wie der Klimawandel, der Brexit, die Grundrente usw., sind aktuell völlig in den Hintergrund gerückt; ausschließlich die Corona-Krise mit ihren gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen für uns, für Europa, ja die ganze Welt, hat uns in den letzten Tagen und Wochen in Atem gehalten, nichts anderes hat uns seitdem beschäftigt. Teilweise ganz neue Begriffe wurden in unseren Wortschatz integriert: Systemrelevanz, Spuckschutz, Quarantäne (wird übrigens wie Karantäne – ohne „w“, ausgesprochen, kommt aus dem Französischen), Corona-Tests, Reproduktionszahl, Robert-Koch-Institut, Verdoppelung der Ansteckungsrate, die Johns-Hopkins-Universität, Home Office, Home Schooling, Virologen – alles geht uns inzwischen locker über die Lippen, im Sport sind es die Schlagworte wie Geisterspiele, Saisonabbruch, Saisonverlängerung – was mag da noch alles kommen? Andere Begriffe, wie Händewaschen, Desinfektion, Impfstoffe, Abstandhalten, Schutzmasken, Schutzbekleidung, Intensivbetten haben in den letzten Wochen eine ganz andere Gewichtung bekommen …
Altbekannte Schreckgespenster rücken in den Vordergrund, eine Rezession wird mit Sicherheit kommen, Hilfspakete für Deutschland, für die EU wurden und werden auf den Weg gebracht, Kurzarbeitergeld wird vielen Arbeitnehmern gezahlt, die Arbeitslosigkeit wird steigen. Es ist längst allgemeiner Konsens, dass es ein solches Szenario mit so dramatischen Folgen seit Ende des zweiten Weltkrieges 1945 weltweit nicht mehr gegeben hat!
Die Handball-Bundesliga-Saison ist jetzt offiziell beendet worden, mithilfe einer Quotientenregelung wurde THW Kiel offiziell zum Meister dieser Spielzeit erklärt, unsere SG zum Vizemeister. Die Bundesligafußballer hoffen darauf, die Spielzeit mit sogenannten Geisterspielen zu Ende spielen zu können – eine diesbezügliche Entscheidung steht noch aus.
Nun steht der Wonnemonat Mai vor der Tür, zu unserem Glück lädt das Wetter schon seit geraumer Zeit dazu ein, sich an der frischen Luft aufzuhalten, und trotz der vielen Einschränkungen tut unserer Seele die permanente Sonne offensichtlich gut. Bleiben Sie bitte weiterhin diszipliniert und halten Sie sich an die Vorgaben – die Lage ist immer noch ernst!
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Stöbern in der Ihnen vorliegenden Ausgabe; bleiben Sie gesund, und optimistisch gestimmt – halten Sie durch!

Ihr Team des Flensburg Journals!

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