Immobilien als Alternative zur Aktie geben Stabilität und Sicherheit

Aktionäre haben seit Anfang des Jahres teilweise erhebliche Verluste hinnehmen müssen. Das ändert jedoch nichts am Sinn und der Rentabilität der Anlageform – eine bestimmte Laufzeit vorausgesetzt. Dennoch sind die Aussichten gemischt. Ökonomen erwarten eine weltweite Rezession. Welche Alternative ist krisenresistenter als Dividendenpapiere, und worauf kommt es dabei an?

Immobilien bieten Inflationsschutz

Weil Angst ein machtvoller Verbündeter sein kann, herrschte bei vielen Anbietern von Immobilien bis vor Kurzem noch Hochbetrieb. So hat die Sorge vor der steigenden Inflation viele Investoren in die vermeintlich sichere Immobilienanlage getrieben. Man sah hierin die letzte Möglichkeit, das Vermögen lukrativ und somit sicher anzulegen.
Eine Umfrage des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) zeigt, dass knapp 40 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Kapitalanlage-Immobilien für das geeignete Mittel halten, sich nachhaltig gegen Geldentwertung abzusichern.
„Betongold“ suggeriert Beständigkeit und Sicherheit auch in schwierigen Zeiten. Doch gilt das wirklich ohne Risiken für den Käufer?
Durch die anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten und die steigende Inflation stehen bei vielen Menschen Immobilien als Anlageform obenan. Dies merken Käufer und Investoren auch bei den Preisen, die in manchen Teilen Deutschlands inzwischen Rekordhöhen erreicht haben.
Laut Baukredit-Vermittler Interhyp hat sich Wohneigentum im bundesweiten Schnitt im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 stark verteuert, weil noch zu Jahresbeginn die Nachfrage boomte. Den bundesweiten Durchschnittspreis im ersten Halbjahr 2022 beziffert das Unternehmen mit 538.000 Euro. Das sind elf Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2021 und liegt um 85 Prozent höher als zehn Jahre zuvor.
Viele Argumente sprechen nach wie vor für ein Investment in Immobilien. So bewegen sich die aktuellen Zinsen noch immer deutlich unter dem Inflationsniveau und der Immobilienmarkt wird wegen ständig steigender Wohnungsnachfrage mit gleichzeitig einhergehender Knappheit in einigen Regionen unverändert präsent sein.
Entscheidend für den Wert einer Immobilie, sowohl heute und zukünftig, sind mehr denn je die Lage, die Substanz und vor allem die Wirtschaftskraft und die Infrastruktur vor Ort – und eben nicht, wie immer wieder behauptet, das allgemeine Zinsniveau. Hinzu kommen weitere Markteffekte, die vor jedem einzelnen Kauf zu prüfen sind.
Doch stimmen die Parameter, funktionieren Immobilien als Inflationsschutz meist sehr gut. So übertraf der Anstieg der Wohnimmobilienpreise in den vergangenen Jahren die Teuerungsrate deutlich. Während sich Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser nach Angaben des Statistischen Bundesamts zwischen 2010 und 2020 um circa 65 Prozent verteuerten, stiegen die Verbraucherpreise im selben Zeitraum lediglich um etwa 13,5 Prozent.
Wer aber auf der Suche nach 1A-Lagen in renommierten Städten jeden Preis akzeptiert, droht in eine Falle zu laufen. Denn bei steigenden Zinsen – einer Begleiterscheinung grassierender Inflation – würden auch die Finanzierungskosten steigen. Käufer müssen daher bereits für den Kredit mehr bezahlen und deshalb bei der Immobilie selbst noch genauer hinschauen.
Dennoch gehört auch für institutionelle Investoren die relative Sicherheit von Immobilien zum festen Bestandteil des Portfolios. Großinvestoren wie z. B. Versicherer haben in Deutschland einer Umfrage zufolge anteilig so stark in Immobilien investiert wie nie zuvor.
Die Immobilienquote in ihren Anlageportfolios erreichte zuletzt trotz steigender Zinsen mit 12,1 Prozent ein Rekordniveau, meldete die Beratungsgesellschaft EY. Im Vorjahr waren es 11,5 Prozent. Damit hat sich die Immobilienquote binnen zehn Jahren in etwa verdoppelt.
Fazit: Immobilien als Kapitalanlage sind als nicht beliebig vermehrbarer Sachwert mit erheblichem Marktpotenzial ein Invest, das in jedes gut diversifizierte Portfolio gehört, denn „Betongold“ ist Krisenschutz. Allerdings gilt das nicht für jede Immobilie. Deshalb ist eine Prüfung des Invests unverzichtbar!

Lars Pommerening
Geprüfter Finanzanlagenfachmann (IHK)
Business Coach (IHK)
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