Jugendherbergen im Norden stellen sich auf Kurzentschlossene ein
Hamburg, 23.06.2026. Familien entscheiden sich zunehmend kurzfristig für ihren Sommerurlaub. Diese Entwicklung beobachten auch die Jugendherbergen im Norden. Viele Häuser des DJH-Landesverbands Nordmark e.V. verzeichnen bislang noch freie Kapazitäten in den Sommerferien – auch an den Küsten. Dies gilt für Familienaufenthalte wie auch betreute Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche.
„Familien buchen ihren Sommerurlaub heute deutlich kurzfristiger als noch vor einigen Jahren“, sagt Stefan Wehrheim, Geschäftsführer des Landesverbands Nordmark im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH). „Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit und steigende Lebenshaltungskosten führen offenbar dazu, dass viele Menschen ihre Reiseentscheidung erst relativ spät treffen.“
Diese Entwicklung wird in der gesamten Tourismusbranche beobachtet. Auch in den rund 40 Jugendherbergen des Landesverbands Nordmark in Schleswig-Holstein, Hamburg und dem nördlichen Niedersachsen zeigt sich der Trend. Anders als in früheren Jahren sind selbst kurz vor Beginn der Sommerferien noch Plätze verfügbar. Aktuell sind rund zehn Prozent weniger Übernachtungen von Familien und Einzelgästen für Juli und August eingebucht als im Vorjahr.
Die oft unbekannte Urlaubsalternative
Vielen Familien sei dabei nicht bewusst, dass Jugendherbergen längst nicht mehr ausschließlich Klassenfahrten oder Gruppenreisen vorbehalten sind. Zahlreiche Häuser sind auf Familien eingestellt und verfügen über Spielmöglichkeiten, großzügige Außenanlagen und familienfreundliche Aufenthaltsbereiche. „So finden Kinder schnell Anschluss unter Gleichaltrigen“, weiß Stefan Wehrheim aus eigener Erfahrung. „Das macht den Urlaub entspannt für Eltern und Nachwuchs gleichermaßen“, erklärt der Familienvater. Viele Jugendherbergen liegen zudem in unmittelbarer Nähe zu Nord- und Ostsee, an Seen, im Grünen oder in Städten.
Ein weiterer Pluspunkt: Eltern müssen nicht selbst einkaufen und kochen. Das abwechslungsreiche Frühstücksbuffet ist bei den Jugendherbergen im Norden immer inklusive. Weitere Verpflegung kann günstig mit gebucht werden.
„Gerade für Familien spielen neben den Kosten auch Planungssicherheit und Leichtigkeit eine wichtige Rolle“, so Wehrheim. „Dazu gehören beispielsweise kurze Wege, kindgerechte Angebote und oft auch Ausstattung wie Babybett, Kinderstuhl und Spielzimmer. Nun hoffen wir auf gutes Wetter und spontane Buchungen in der Ferienzeit.“ Die kurze Anreise dürfte angesichts hoher Spritpreise auch ein Argument für Nordlichter sein, in Norddeutschland ihren Urlaub zu verbringen.

Kurzfristige Preisreduktion
Um Familien die Urlaubsentscheidung zu erleichtern, bieten viele Jugendherbergen im Norden im Juli und August eine besondere Sommeraktion: Familien erhalten einen Last-Minute-Rabatt von zehn Prozent auf Übernachtung und Frühstück. Darüber hinaus bieten die Jugendherbergen mit der sogenannten „Familienauszeit“ mehrtägige Komplettpakete für bis zu fünf Personen an. Die Angebote richten sich auch an Alleinerziehende oder Großeltern mit Enkeln und sollen insbesondere Familien ansprechen, die die Jugendherbergen erstmals kennenlernen möchten.
Lösung für Betreuungsengpässe
Neben Familienaufenthalten bieten die Jugendherbergen im Norden in den Sommerferien auch betreute Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche an. Ein Beispiel sind die Englisch-Camps in den Jugendherbergen Mölln, Glückstadt und Wittdün auf Amrum. Dort lernen die Teilnehmenden spielerisch Englisch, indem sie gemeinsam Sport treiben, Ausflüge unternehmen oder kreative Aktivitäten auf Englisch erleben. Begleitet werden die Programme von Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern.
„Ferienfreizeiten ermöglichen Kindern und Jugendlichen nicht nur abwechslungsreiche Ferien, sondern auch Gemeinschaftserlebnisse und neue Erfahrungen“, sagt Wehrheim. „Für viele Familien sind sie zugleich eine Möglichkeit, Ferienzeiten und Beruf besser miteinander zu vereinbaren.“
Für die Sommerferien 2026 sind in mehreren Häusern des DJH-Landesverbands Nordmark noch freie Plätze verfügbar.
Text: DJH-Landesverband Nordmark e. V.
Fotos: (c)DJH-Landesverband Nordmark e. V















