Große Ehre und Anerkennung für den Volleyballer Flensburgs der ersten Stunde: Erhielt er erst bei der alljährlichen Meisterehrung durch die Stadt sowie den Sportverband Flensburg Mitte September 2020 im Flensburger Stadion den Ehrenbecher überreicht für seine Verdienste um den Flensburger Sport, setzte der Vorstand seines hiesigen Vereins TSB Flensburg doch tatsächlich „noch einen oben drauf“: Auf der Jahreshauptversammlung des TSB Flensburg einige Wochen später wurde Leo Holtmann für seine Verdienste und engagierte Arbeit als Trainer und Macher in der Volleyballsparte mit der „Goldenen Verdienstnadel“ des Vereins ausgezeichnet. Das ist die höchste Auszeichnung, die der Verein an verdiente Mitglieder zu vergeben hat. Entsprechend erfreut und gerührt zeigte sich der so Geehrte und versicherte glaubhaft, dass er die Nadel immer mit Stolz und großer Verbundenheit tragen werde!
Leo Holtmann ist unbestritten Flensburgs „Mister Volleyball“! Dieser Ehrentitel wurde ihm nicht unbedingt in die Wiege gelegt, den hat er sich in einem guten halben Jahrhundert in zahlreichen Sporthallen in der Region, ach was Deutschlands, und teilweise darüber hinaus, redlich erworben: Als Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Schiedsrichterausbilder, Motivator, Abteilungsleiter und und und … doch der Reihe nach!

Erste Schritte

Das Licht dieser Welt erblickte Leo am ersten Weihnachtsfeiertag 1950 im nordrhein-westfälischen Aachen, aufgewachsen und großgeworden ist er jedoch in Würselen, einer Stadt mit rund 40.000 Einwohnern, wenige Kilometer vor den Toren Aachens gelegen. Nach absolvierter achtjähriger Volksschule begann er als 14jähriger Jüngling bei Garbe-Lahmeyer & Co., einem ehemaligen Elektrotechnik-Unternehmen mit Sitz in Aachen, eine Lehre als Dreher. Mit knapp 17 Jahren war er Geselle in dem Metier, und arbeitete noch rund 2 Jahre im gleichen Betrieb im erlernten Beruf. Sein Traum war ein Maschinenbau-Studium – doch waren die dafür nötigen Voraussetzungen für ihn nicht umsetzbar. Ein Arbeitskollege gab ihm eines Tages den Tipp, sich als Zeitsoldat bei der Marine zu bewerben: „Dort kannst Du nach abgeleisteter Dienstzeit Deinen Traum vom Studium verwirklichen!“
Diese Idee setzte sich bei Leo fest, er bewarb sich umgehend bei der Bundeswehr als Zeitsoldat. Sein größtes Problem dabei: Er war noch nicht volljährig (das wurde man damals erst mit 21 Jahren), benötigte für die Bewerbung die Einverständniserklärung der Eltern – doch seine Mutter lehnte den Wunsch ihres Sohnes kategorisch ab. Schließlich unterschrieb dann doch der Vater die erforderliche Erklärung. Bei der Marine musste jeder angehende SaZ (Soldat auf Zeit) erst die Freiwilligenannahmezentrale in Ebkeriege bei Wilhelms­haven erfolgreich durchlaufen. Dort wurde Leo bescheinigt, dass er besonders geeignet für die Fernmelderei sei – obwohl er sich ja eigentlich in Richtung Technik/Maschinenbau ausbilden lassen wollte. Er unterschrieb dennoch für die vorgesehene Verwendung, die eine Ausbildung zum Wirtschaftskorrespondenten in Englisch vorsah, wurde als SaZ auf 8 Jahre eingestellt, und bald darauf mit 19 Jahren zur obligatorischen Grundausbildung in Glückstadt eingezogen.

Matrose bei der Bundesmarine, 1970

Flensburg – privat und dienstlich zur Heimat geworden

Im Juli 1970 kam Leo das erste Mal in die Region Flensburg nach Glücksburg-Meierwik, die Versetzung nach der beendeten Grundausbildung war die Ursache für den Umzug in den hohen Norden. Es dauerte nicht sehr lange, nur rund 3 Monate, dann lernte er hier seine künftige Frau kennen, und er hatte sich sehr schnell in beide verliebt, Freundin und Flensburg, und beide längst lieben gelernt. Die Familie Holtmann hat in Flensburg ihre Heimat gefunden.
Nach einigen Jahren als Fernmelder in „Twedter Feld“ beim Marinefernmeldesektor 71 bewarb Leo sich für die Offiziersausbildung, nach weiteren Tests seiner Kenntnisse und Fähigkeiten sollte er zum Informatikoffizier ausgebildet werden. Leo wurde Berufssoldat, und durchlief erfolgreich die Offiziersausbildung an der Marineschule, wurde anschließend als Informatikoffizier im Programmierdienst für viele Jahre beim damaligen Marinefernmeldestab 70 in Mürwik eingesetzt. Fast 20 Jahre hat er als Programmieroffizier für das Aufklärungsflugzeug der Marine Breguet Atlantic, die BR1150 SIGINT, gearbeitet. Zig-mal ist er zur Firma ESYSTEMS nach Greenville (Texas/USA) gereist, um den „Vogel“ immer wieder auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Seine letzten Dienstjahre – verbunden mit der Beförderung auf einen herausgehobenen Dienstposten – verbrachte er schließlich als „Abteilungsleiter Ausbildung und Nutzerbetreuung“ beim Flottenkommando in Glücksburg-Meierwik. Im Jahr 2005 endete seine Dienstzeit, er war nun ein Pensionär und Ruheständler. Doch der vermeintliche Ruhestand fand überwiegend in Sachen Volleyball statt.

Leo und der Sport

Als Jugendlicher war Leo begeisterter Wasserspringer, brachte für den Sport auch das nötige Talent und Geschick mit. Bei der Marine war Sport zwar stets ein wichtiger Faktor, eine Sportart wie Wasserspringen aber nur schwer regelmäßig zu trainieren und auszuüben.
Wie er zum Volleyball kam? „An einem nasskalten Abend im Oktober 1970 hat mich ein Kamerad mit zum SV Adelby genommen, in die Sporthalle an der Ringstraße“, kann er sich noch bestens an den entscheidenden Moment erinnern. „Da traf ich auf einige Flensburger Volleyballer der ersten Stunde wie etwa Hako Glunde, Jupp Find­eisen, und Jochen Radeke, die leider alle nicht mehr unter uns weilen. Die Ästhetik und der Reiz des Volleyballspiels nahmen mich sofort gefangen, und haben mich bis heute nicht mehr losgelassen!“
Umgehend trat Leo dem SV Adelby bei und begann dort Volleyball zu spielen. „Angetrieben von der erlebten Faszination mit den Jungs vom SV Adelby habe ich bei der Marine von Beginn an versucht, meinen Kameraden das Volleyballspiel nahezubringen.“ Und dass das gut geklappt hat und auf fruchtbaren Boden im Kollegen- und Kameradenkreis gefallen ist, belegen die zahllosen Titel, die Leos Teams bei diversen Marinemeisterschaften gewonnen haben.
„Mein schönster Erfolg als Athlet war der Gewinn der allerersten Marinemeisterschaft 1979 in Brake/Unterweser vor mehr als 1.600 Zuschauern anlässlich der Einweihung einer neuen Großsporthalle“, schwelgt Leo gern in Erinnerungen an jene Zeiten. Insgesamt wurde Leo zwischen 1975 und 1995 15mal Flottenmeister Volleyball als Spielertrainer, und sogar 7mal Marinemeister Volleyball als Spielertrainer (zwischen 1988 und 2000) – eine fürwahr stolze Bilanz!

Anfang Jugendarbeit, 1986

Was hat ihn inspiriert, als Volleyballtrainer zu arbeiten?

„Meinen ersten Job als Übungsleiter übernahm ich dann 1976 als Trainer der damaligen Bezirksliga-Damen beim SV Adelby. Die Freude, den Menschen etwas von dieser phantastischen Sportart vermitteln zu können, hat mich seither immer angetrieben. So habe ich 1980 zunächst an der Bundeswehr-Sportschule in Warendorf die Ausbildung zum Fachsportleiter Volleyball durchlaufen, ein Jahr später ebenfalls dort die C-Lizenz als Trainer und Schiedsrichter bestanden.
Bis 1985 betreute ich als Trainer ausschließlich Erwachsene von der Bezirksliga (TSV Munkbrarup, TSV Lindewitt) bis hinauf zur Verbandsliga (TSB Flensburg). 1985 durchlief ich beim schleswig-holsteinischen Volleyball-Verband SHVV die Ausbildung zum B-Trainer und B-Schiedsrichter. Dem folgte dann 1987 die Zulassung als Schiedsrichterprüfer der Stufe C und 1995 der Stufe B.
Seit 1986 habe ich mit wenigen Ausnahmen (1999 und 2000 SV Adelby Verbandsliga und 2005 bis 2010 TSV Husum 1875 Verbands- und Regionalliga) nur noch mit Jugendlichen (zumeist Jungs) gearbeitet. Davon allein 10 Jahre von 1986 bis 1995 beim TSB Flensburg. Bereits hier konnte ich viele tolle Erfolge mit den Jungs der Jahrgänge 1971 bis 1978 feiern.
Die Kinder und Jugendlichen waren und sind der Nektar, aus dem ich die Energie für mein sportliches Schaffen schöpfe. Die Erlangung einer Trainer A-Lizenz konnte ich leider nie in Betracht ziehen, da mein Beruf mit vielen wochenlangen Auslandsaufenthalten dies nicht zuließ.“
Neben der Trainerarbeit war Leo zusätzlich als Schiedsrichterausbilder für den Verband tätig. „Das habe ich gemacht, weil es mir wichtig war, dass wir immer genügend eigene Schiedsrichter bei uns im Verein hatten, und die Prüflinge nicht extra nach Kiel oder Lübeck zur Aus- oder Fortbildung reisen mussten. In den 90er Jahren habe ich daneben noch eine Studienarbeit verfasst, wie man Kindern das Pfeifen beibringen kann, und zusätzlich den Jugendschiedsrichterschein für unseren Verband entwickelt“, unterstreicht Leo beeindruckend sein außerordentliches Engagement für den geliebten Volleyballsport.

Erster Landesmeistertitel, 1988

Die sportliche Gegenwart der letzten 10 Jahre

Nach der Beendigung seines Engagements in Husum im Jahr 2011 suchte und fand Leo in seinem „alten“ Verein TSB Flensburg erneut die sportliche Heimat. Dort gab es seinerzeit in der Volleyball-Abteilung keine Jugendgruppe. Aus einer ersten Trainingsgruppe mit gerade einmal fünf Jungs sind inzwischen 96(!) Jugendliche in allen Jugendspielklassen geworden, insgesamt umfasst die Volleyballsparte aktuell 158 Mitglieder.
Im Jugendbereich beim TSB wird versucht, Volleyball als Leistungssport zu betreiben, die Erwachsenen spielen hingegen eher im Freizeitbereich und treiben Breitensport. Bereits im Gründungsjahr 2011 wurden die Jungs der U13 Landesmeister. Seitdem sind unzählige Landesmeistertitel in der Halle und beim Beachvolleyball dazugekommen. Im Jahr 2015 wurden die U16-Jungs Norddeutscher Meister und qualifizierten sich für die Deutsche Meisterschaft (DM) in Magdeburg, belegten dort einen herausragenden Platz 7. Weitere Mannschaften unterschiedlicher Altersklassen konnten in den Folgejahren ähnliche Erfolge erzielen. Insgesamt erreichten die Jugendmannschaften vom TSB seither 3mal einen 7. Platz bei den nationalen Meisterschaften. Dazu kommen noch herausragende Erfolge im Beachvolleyball bei den Jungen – zuletzt zweimal hintereinander in 2020 und 2021 die Deutsche Vizemeisterschaft von Bo Hansen und Hennes Nissen bei der U18 Deutschen Beachvolleyballmeisterschaft. Sie krönten ihre Erfolgsbilanz mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im U19 vor rund zwei Wochen in Laboe!
Ebenfalls im Beachvolleyball haben erst kürzlich zwei Mädchen vom TSB Flensburg bei den Dänischen Meisterschaften in der Altersklasse U14 für ein überragendes Ergebnis gesorgt, die in der ersten Augusthälfte 2021 in Kopenhagen durchgeführt wurden. Dort gingen Karla Rask und Lotta Reinicke an den Start und wurden prompt „Dänische Vizemeister“! In dieser Altersklasse gibt es hierzulande noch keine nationalen Meisterschaften.
„Wir haben so viele gute Volleyballer, dass wir bei den älteren Jugendlichen keine Anfänger mehr aufnehmen können, weil uns dazu einfach die notwendigen Hallenzeiten fehlen“, stellt Leo Holtmann zufrieden den Volleyballern der SG TSB Flensburg/SV Adelby ein gutes Zeugnis aus. Die Spielgemeinschaft aus beiden genannten Vereinen ist eine Erfolgsgeschichte für den Flensburger Sport. In vielen Ballsportarten ist es mittlerweile üblich, dass sich die Vereine einen zusätzlichen einprägsamen Namen geben – im Eishockey gibt es die Kölner Haie, die Mannheimer Adler, im Handball die Berliner Füchse oder die Eulen, auch die allgemein bekannten Rhein-Neckar Löwen. Die Flensburger Jugend-Volleyballer nennen sich seit 2014 „Flensburg Seahawks“.

Seahawks Girls, 2018

Flensburg „Seahawks“

Und sie sind auch als „Seefalken“ überaus erfolgreich: „Wir waren 2018 mit den U18-Jungs zur Deutschen Meisterschaft in Bitterfeld, das war ein Riesenerlebnis für uns alle“, sagt Holtmann, der mit dem dort erreichten 11. Platz hochzufrieden war. „Unser Ziel ist es, jedes Jahr die Endrunde zu erreichen, um einmal gegen die Besten spielen zu dürfen. Schon in der Vorrunde haben wir in jenem Jahr gegen den neuen Deutschen Meister vom ASV Dachau gespielt. Die haben im ganzen Turnier keinen Satz abgegeben. Das ist schon ein großer Unterschied. Aber es macht meinen Jungs großen Spaß, sich mit den Besten messen zu dürfen.“
Welche Teams ihm bei den Flensburg „Seahawks“ besonders am Herzen liegen? „Eigentlich alle, aber ich versuche derzeit gemeinsam mit den anderen Trainern unseren U14- und U16-Mädchen und Jungen das Spiel beizubringen. Ein weiteres aktuelles, neues und spannendes Projekt ist die Betreuung unserer Volleyball-Nestflüchter. Das sind Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren, die wir spielerisch an das Ballspiel heranführen. Daneben bilde ich noch mehrere junge Athleten/innen vereinsintern zu Jugendtrainern aus und leite noch so nebenher die Volleyballabteilung des TSB Flensburg mit aktuell über 150 Mitgliedern“, berichtet Leo mit leuchtenden Augen.

Seahawks, 2018
Training mit den „Nestflüchtern“, 2019

Ein Blick zurück

Was ist Dir aus den vielen Jahren besonders in Erinnerung geblieben? „Mein schönster Erfolg als Athlet war wie erwähnt der Gewinn der allerersten Marinemeisterschaft 1979. Als Trainer gab es unsagbar viele, tolle Erlebnisse. Ganz oben sicher mein allererster Gewinn einer Norddeutschen Meisterschaft in der Altersklasse U18 mit den Jungs vom TSV Husum. Dieses Team wird mir nicht nur deshalb unvergessen bleiben. Sehr schön auch die vielen tollen Jugendcamps in den Sommerferien in Sankt-Peter-Ording und später in Husum. Und ein wenig stolz bin ich auch darauf, dass doch einige meiner Schützlinge später überregional in Bundesligen und bei Europa- und Weltmeisterschaften im Hallen- und Beachvolleyball erfolgreich waren“, zieht Leo ein bemerkenswertes Fazit.

„Treibst Du selbst noch aktiv Sport?“

Leo muss kurz überlegen, ehe er sich wie folgt äußert: „Sagen wir mal so: Ich kann immer noch alles vormachen, was ich meinen Schützlingen abverlange. Es fällt mir aber zunehmend schwer, längere Zeit auf dem Feld zu stehen. Das Springen versuche ich aufgrund meiner Kniearthrose zu vermeiden. Ansonsten Schwimmen, Sauna, viel E-Bike fahren, mit dem Hund meines Sohnes spazieren gehen. Was man mit 70 Jahren halt so macht.“ „Nicht schlecht für einen Mann seines Alters“, denkt sich der Fragesteller.

Was sind Deine Pläne in „Corona-Zeiten“ und danach?

„Die Pandemie hat uns die Saisonhöhepunkte total vermasselt. Einen Tag, bevor wir im März 2020 zur Norddeutschen Meisterschaft der U20 nach Warnemünde aufbrechen wollten, wurde alles runtergefahren. Besonders bitter war das für die Jungs des Jahrgangs 2001. Für sie war es die ultimativ letzte Chance noch einmal zu Deutschen Jugend-Meisterschaften zu fahren. Hat aber leider nicht geklappt! Danach habe ich akribisch an tragfähigen Lösungen für ein Training unter Corona-Bedingungen sowohl draußen im Sand als auch in der Halle gearbeitet. Nach dem ersten Lock-Down im Frühsommer und Sommer 2020 konnten wir so ein Stück Normalität zuerst auf den Beachfeldern und später in der Halle anbieten. Aber nachdem die Saison gut für uns angelaufen war, kam dann doch im Herbst 2020 der zweite Lock-Down.
Jetzt hoffe ich sehr, dass wir unsere Athleten/innen trotz fehlender Spielmöglichkeiten bei der Stange halten können, und die ersten Lockerungen im Hallensportbereich ab Jahresmitte 2021 uns wieder allmählich in die Spur bringen. Im Breitensportbereich gibt es im Verein schon einen größeren Mitgliederschwund. Wir versuchen mit unseren Mitteln mit den Jugendlichen auf Leistung zu trainieren. Das veranlasst bisher noch alle dabeizubleiben. Ich hoffe sehr, dass wir bald wieder wie in früheren Zeiten in die Halle dürfen – wenngleich ich an einen geregelten Wettkampf auf absehbare Zeit nicht so recht glauben kann. Aber wie sagt man: die Hoffnung stirbt zuletzt. „Never quit!“ – Das ist unser Wahlspruch!“

Ehe, Beruf und Sport – wie passt das zusammen?

Leo denkt einen Moment lang nach: „Wie soll ich das am besten sagen? Ohne das Verständnis meiner tollen Frau Deli wäre das alles gar nicht möglich. Was sie mir alles zugesteht, ist mit einem einfachen „Dankeschön“ nicht aufzuwiegen. Im Beruf musste sie schon oft auf mich verzichten, weil mich Dienstreisen häufig ins Ausland führten. Aber auch wenn ich dann zu Hause war, ging es oftmals gleich wieder in die Halle zum Sport. Seit meiner Pensionierung ist das Volleyballspiel meine Hauptbeschäftigung geworden. Obwohl es mir manchmal schon etwas schwer fällt, brenne ich doch immer noch für meinen Sport. Eigentlich hatte ich mir die 70 Jahre als Ziel fürs Aufhören gesetzt. Aber wer mich kennt weiß, dass Volleyball für mich sehr belebend ist. Solange mein Körper und vor allem meine Frau mich weiter tragen, wird es wohl noch weitergehen …“

Der Förderverein

Leo macht sich zu guter Letzt für eine Institution stark, die ihm besonders am Herzen liegt:
Den Förderverein für Jugendvolleyball e. V., mit Sitz in Flensburg, Harniskai.
„Wichtig wäre mir noch unseren Förderverein für Jugendvolleyball zu erwähnen. Den habe ich zusammen mit einigen Eltern im Jahre 2005 damals noch beim TSV Husum ins Leben gerufen. Die meisten Mitglieder waren und sind auch heute Eltern von ehemaligen oder aktuellen Athleten/innen. Durch die vielen Zuwendungen seitens des Vereins wurden unsere Teilnahmen an regionalen oder überregionalen Meisterschaften überhaupt erst finanzierbar. Diese Zuwendungen reichen jedoch nicht aus, um eine umfassende Unterstützung und Förderung gewährleisten zu können.“
Einziger Zweck des Fördervereins ist folgerichtig die Unterstützung und Förderung des Jugendvolleyballsports im nördlichen Landesteil Schleswig-Holsteins. Mithilfe der vom Förderverein erzielten Beiträge und Spenden sollen die Jugendvolleyballer generell, aber auch aktuelle und künftige Talente – unabhängig von der finanziellen Situation im Elternhaus – gefördert werden. Der Spendenbeitrag wird ausschließlich eingesetzt:
• zur gezielten Talentförderung
• zur Unterstützung bei Wettkämpfen
• zur Unterstützung von Freizeitmaßnahmen
• zur Bezuschussung bei der Beschaffung von notwendigen Sport- und Trainingsgeräten.

„Der Förderverein könnte gut noch weitere Spender oder Mitglieder gebrauchen. Bei Interesse darf man sich gerne melden. Weitere Infos finden Interessierte auf der Homepage der Flensburg „Seahawks“ www.flensburg-seahawks/foerderverein-seahawks.“
Leo appelliert abschließend an alle Freunde des Volleyballsports: „Werden Sie Mitglied oder spenden Sie für den Förderverein. Eine Spendenbescheinigung werden wir Ihnen gerne ausstellen. Übrigens haben wir seit Gründung des Vereins noch nie den Beitrag erhöht. 2 Euro im Monat, also 24 Euro im Jahr sind sicher nicht viel, können aber sehr viel Positives für unseren Sport bewirken!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Das Flensburg Journal bedankt sich bei Leo Holtmann für ein außerordentlich interessantes Gespräch über einen attraktiven Mannschaftssport, der es verdient hätte, hier bei uns im Norden noch größeres Ansehen und weitere Anerkennung zu erfahren!

Mit Leo Holtmann sprach Peter Feuerschütz,
Fotos: privat, Seahawks

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