Der Krieg in der Ukraine ist allgegenwärtig – und beschäftigt uns alle. Kaum einer hätte es für möglich gehalten, dass wir so einen brutalen Angriffskrieg noch einmal mitten in Europa erleben müssen. Die Auswirkungen, so viel ist klar, spüren wir auch hier in Flensburg: Unzählige Menschen fliehen vor dem Krieg, und suchen Schutz und Hilfe auch bei uns. Die Hilfsbereitschaft für die Ukrainer*innen ist dabei gewaltig, und zahllose Menschen, Unternehmen und Institutionen bekunden ihre Solidarität und unterstützen, wo sie nur können – auch in Flensburg.

Wie sehen die Hilfsleistungen in Flensburg aus?

Das Wichtigste bei der Unterstützung vor Ort sind eine enge Abstimmung sowie ein gemeinsames und koordiniertes Handeln im städtischen Integrationsnetzwerk. Zusammen mit der Flüchtlingshilfe Flensburg e. V., WIN Weiche, der AWO, dem Diakonischen Werk und verschiedenen städtischen Stellen, wie dem Einwanderungsbüro und der Stabsstelle Integration, konnten schnelle Hilfsangebote auf die Beine gestellt werden. Bei der Unterbringung und Versorgung unterstützen auch das DRK, das THW und die Flensburger Feuerwehren.
Die Stadt Flensburg konnte so unmittelbar nach Ausbruch des Kriegs zügig damit anfangen, Hilfsangebote zu schaffen, die sie seitdem stetig ausbaut. Bereits zum 1. März sind die ersten Geflüchteten in Flensburg angekommen und wurden in den städtischen Unterkünften aufgenommen und untergebracht. Die Aufnahmeangebote bestehen aus bereits vorhandenen großen Unterkünften und weiteren Notunterkünften, die für eine kurzfristige Unterbringung in mehreren Turnhallen geschaffen wurden sowie auch aus langfristigen Wohnangeboten. Zudem kommen einige Menschen auch im Privaten bei Angehörigen, Bekannten oder Hilfsbereiten unter.

Wie kann ich als Flensburger*in helfen?

Auf der eigens eingerichteten Seite www.flensburg.de/ukraine sind diverse Möglichkeiten aufgeführt, wie jede*r hier vor Ort in dieser schwierigen Situation helfen kann. Neben allgemeinen Informationen für Hilfssuchende und Hilfsbietende steht dort unter anderem, welche Sachspenden aktuell benötigt werden. Über ein Formular können auch Unterkünfte angeboten werden.
Besonders hilfreich, um Geflüchtete mit angemessenem Wohnraum zu versorgen, sind Unterkünfte, die längerfristig zur Verfügung stehen. Um dieses Ziel schneller zu erreichen, können auch kostenpflichtige Unterkünfte, wie z. B. Mietwohnungen, Wohngemeinschaften oder Ferienwohnungen an-geboten werden. Im Ukraine-Portal der Stadt Flensburg können entsprechende Angebote übermittelt werden.
Oberbürgermeisterin Simone Lange: „Wir benötigen zu allererst Wohnungen für die Menschen aus der Ukraine und bitten Sie alle herzlich um Unterstützung. Es ist die hilfreichste Form von Hilfe, den Menschen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.“

Hilfsbrücke Flensburg – Kielce – Winnyzja

Koordinierte Hilfe kann zum Beispiel dadurch geleistet werden, dass Hilfsgüter über definierte Routen in das Krisengebiet gebracht werden. Eine der zentralen Stationen hierfür ist die mit Flensburg befreundete polnische Stadt Kielce. Ab Kielce gehen regelmäßig Transporte mit Versorgungsgütern in die ukrainische Partnerstadt Winnyzja. Von dort aus erfolgt dann ein Weitertransport in die jeweiligen Gebiete. Gefragt sind Hilfsgüter in größerer Stückzahl, die über den genannten Weg weitergeleitet werden können. Eine vorherige Abstimmung ist bei der Planung solcher Hilfsleistungen essenziell.
Keinesfalls sollte in Eigeninitiative in die betroffenen Regionen bzw. an die ukrainische Grenze gefahren werden. Eine solche Fahrt kann mit großen Gefahren verbunden sein und kann vor allem auch die vor Ort aktiven Hilfsorganisationen behindern. Aktivitäten sollten nur nach Absprache mit den entsprechenden Hilfsorganisationen erfolgen.
Helfen Sie wie eben beschrieben hier vor Ort in Flensburg, damit die vielen Menschen versorgt werden können, die zu uns kommen.
Vielen Dank für Ihre tatkräftige Unterstützung!

Fotos: Stadt Flensburg / Benjamin Nolte

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