Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was läuft uns bloß die Zeit davon: Die erste Jahreshälfte ist schon wieder passé, vor einigen Tagen hatten wir bereits den längsten Tag des Jahres, den Sommerbeginn, passend dazu ein durchaus sommerliches Wetter, sogar auch den für das Land so nötigen Regen – der Sommer kann endlich kommen, und mit ihm die ersehnten Sommerferien der Schüler in diesen Tagen, einhergehend mit dem verdienten Jahresurlaub für viele unserer Mitbürger. Der Juni war der Monat der vielfältigen und zahlreichen – teilweise schon unübersichtlichen – Lockerungen der Corona-Einschränkungen, unter denen die Gesellschaft seit einem Vierteljahr litt, und teilweise immer noch leidet. Zahlreiche Branchen haben aufgeatmet, Tourismus und Gastronomie dürfen endlich wieder Gäste empfangen und bedienen, Freizeitparks öffnen wieder ihre Pforten, und tatsächlich erkennen wir im schönsten Bundesland Deutschlands vielerorts, dass die Urlauber schon da sind, gefühlt sind es mehr als in den Vorjahren – kein Wunder, ist der Urlaub doch „dank Corona“ in heimischen Regionen in 2020 so attraktiv wie lange nicht. Die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Covid19-Virus bewegen sich seit Wochen hierzulande, insbesondere in Schleswig-Holstein, auf niedrigem Niveau, die Vorsichtsmaßnahmen scheinen tatsächlich Erfolg zu bringen, die vielfachen (weit über 1.000!) Ansteckungen bei Tönnies in Gütersloh sollten uns demütig machen – „Corona“ wird uns wohl noch länger begleiten. Im außereuropäischen Ausland sieht es jedoch nicht so günstig aus wie hierzulande, die Fernsehbilder von anderen Kontinenten demonstrieren leider eindrucksvoll, dass ein Ende der Pandemie noch nicht abzusehen ist. Das betrifft uns Deutsche insofern, als dass wir ein Exportland sind, und unsere Exporte in die besonders betroffenen Kontinente und Länder wohl noch länger nicht ihr vorheriges Niveau erreichen werden. Die Regierung hat ein zig-Milliarden schweres Konjunkturprogramm beschlossen, gewaltige Zahlen schwirren durch unsere Köpfe – wer soll das später mal alles bezahlen? Werden die Maßnahmen wirken, die Mehrwertsteuersenkung für 6 Monate, das Hilfspaket für Eltern mit Kindern – um nur einige Punkte zu nennen? Anfang 2021 werden wir es vielleicht wissen, und vielleicht wissen wir dann hier in Flensburg auch, was inzwischen aus unserer Werft geworden ist, und ob dann auch „unsere“ Karstadt-Filiale bereits ihre Pforten geschlossen hat. Weiter werden wir wohl noch bis Ende Oktober auf Großveranstaltungen verzichten müssen – man erinnere sich, dass jetzt eigentlich Fußball-EM wäre, das SHMF liefe, die Kieler Woche hätten wir vor Wochenfrist erlebt, für den Sommer geplante Konzerte sind sowieso von fast allen Künstlern längst weit ins nächste Jahr verschoben worden. Seit Mitte Juni sind unsere Außengrenzen wieder offen, endlich können unsere dänischen Nachbarn uns und wir sie wieder normal besuchen; insbesondere für unsere Stadt und Region eine ganz wichtige Sache! Die Landtagsabgeordneten haben sich einhellig dafür ausgesprochen, ihre Diäten um 2,5 Prozent zu erhöhen (das macht bei einer Diät von 8.600 Euro mehr als 200 Euro aus!). Während in vielen anderen Landesparlamenten sowie im Bund auf eine Erhöhung verzichtet wurde, haben unsere Volksvertreter damit leider ein absolutes Negativbeispiel in Sachen Solidarität abgegeben. Im Bundesliga-Fußball sind viele Entscheidungen gefallen, spätestens Mitte Juli wissen wir dann, ob es die Nord-Derbies zwischen HSV und Werder demnächst in der Ersten oder Zweiten Liga – oder gar nicht – geben wird …
Wir hoffen, dass Ihnen die vorliegende Ausgabe des FLJ gefällt, genießen Sie die Sommerferien und Ihren hoffentlich erholsamen Sommerurlaub 2020!

Ihr Team des Flensburg Journals!

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