Liebe Leserinnen und Leser,

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt … In diesen Tagen beginnt die Adventszeit, die Vorweihnachtszeit, die in den vergangenen Jahren – außer 2020, stets geprägt war durch Weihnachtsfeiern, Adventssingen, Bummel über Weihnachtsmärkte, gemeinsames Punschen mit Freunden und Kollegen, Geschenke besorgen, überhaupt Vorbereitungen treffen für den Jahresabschluss mit Weihnachten und Silvester. In diesem Jahr ist vermutlich wieder vieles anders, aber wohl noch anders als in 2020. Bundesregierung und Ministerpräsidenten-Konferenz haben erst kürzlich formal das Ende der epidemischen Notlage und zeitgleich die neue Rechtsgrundlage für mögliche neue Corona-Regeln beschlossen.
Einen Lockdown wie im Vorjahr wird es wohl nicht mehr geben. Die Corona-Pandemie wird uns im bevorstehenden Winter weiterhin täglich beschäftigen, Impfungen sind das Allheilmittel gegen ein unkontrollierbares Ausufern der Pandemie. Blickt man in den Süden und Südosten des Landes, oder nach Österreich, kann einem angst und bange werden. Dort wurde wegen einer nie dagewesenen Inzidenz und überfüllter Intensivstationen sogar ein erneuter Lockdown angeordnet – ein Zustand, den wir für unser Bundesland unbedingt verhindern sollten.
Die Polarisierung unserer Gesellschaft nimmt seit Jahren zu, befeuert einst durch die Finanzkrise, später erste Flüchtlingskrise 2015, Klimakrise, aktuelle zweite Flüchtlingskrise, und seit fast zwei Jahren nun schon die Corona-Pandemie. Wir sollten uns dennoch der Situation stellen, sie annehmen und Fassung bewahren. Der Zusammenhalt unserer Gesellschaft sollte für jeden Einzelnen Vorrang haben, das christliche „Füreinander da sein“, und die nötige Solidarität mit den Älteren und Vorerkrankten können wir gerade in dieser Vorweihnachtszeit vorleben.
Ohne die für die kommenden Monate vorgesehenen Einschränkungsmaßnahmen schon jetzt zu kennen, wird auch der Winter 2021/2022 ein ganz anderer werden, als wir ihn uns vorgestellt und gewünscht haben. Doch wir sollten uns einfach einmal zurücknehmen, und uns an dem freuen, was wir haben: ein Dach überm Kopf, eine warme Wohnung, genug zu essen, und eine funktionierende ärztliche Versorgung. Das alles haben jene Menschen nicht, die gerade auf der Flucht sind, wie etwa die bedauernswerten Flüchtlinge an der belarussisch-polnischen Grenze. Nutzen Sie die freie Zeit für Spaziergänge und Bewegung an der frischen Luft, die bringen zudem den Kreislauf in Schwung und tun dem körperlichen Wohlbefinden gut. Das Heißgetränk nach erfolgter Rückkehr schmeckt dann umso besser. Bemühen Sie sich um innere Ruhe, Zufriedenheit, und persönliches Wohlbefinden.
Der Freizeit- und Sportbereich wird nach heutigem Stand nicht runtergefahren, und so kann man seinem Hobby mit den inzwischen fast selbstverständlich gewordenen Vorsichts- und Hygienemaßnahmen weiterhin nachgehen. Der „große“ Fußball und Handball rollen weiter – ob mit oder ohne Zuschauer, wird sich im Laufe der nächsten Wochen zeigen. Immer mehr gut abgeschottete und auch durchgeimpfte Profis infizieren sich – man sieht: Niemand ist vor diesem gefährlichen und tückischen Virus sicher.
Wir wünschen Ihnen, unseren Lesern und Geschäftspartnern, eine gesunde und erbauliche Vorweihnachtszeit, genießen Sie diese Wochen trotz der nötigen Einschränkungen, verleben Sie ein harmonisches Fest und einen gelungenen Jahreswechsel, und haben Sie es auch im nächsten Jahr gut in unserem wunderschönen und lebenswerten Flensburg!

Ihr Team des Flensburg Journals

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