Liebe Leserin, lieber Leser,

am letzten Oktober-Wochenende wurde die Uhr wieder um eine Stunde zurückgestellt – von der Sommerzeit auf die Winterzeit; zeittechnisch sind wir somit bereits im „Winter“ angekommen, das Jahr 2019 neigt sich jetzt wirklich allmählich seinem Ende entgegen.
Der November stand und steht schon immer für die Zeit der Besinnung, die Wochenenden mit dem Totensonntag sowie dem Volkstrauertag stehen stellvertretend für diese Zeit der inneren Einkehr. Spätestens im letzten Drittel des Monats November beginnt hierzulande die Vorweihnachtszeit; es finden überall in Stadt und Land die traditionellen Weihnachtsmärkte statt, und ab sofort strebt das Jahr seinem Abschluss mit Weihnachten und Silvester entgegen.
Die internationale politische Lage ähnelt dem hiesigen Oktoberwetter: Neben einzelnen hellen Abschnitten herrscht häufig düstere Stimmung vor: Der unselige Krieg in Nordsyrien (hoffentlich hält der vereinbarte Waffenstillstand), mit daraus resultierenden möglichen weiteren Flüchtlingsströmen, die erneut wie 2015 in Richtung West- und Nordeuropa wandern könnten, die Ohnmacht der Deutschen sowie anderer Europäer bei politischen Konsultationen in dieser Angelegenheit – wer kann und/oder will eigentlich auf Erdogan positiven Einfluss nehmen? Der europäische Dauerbrenner „Brexit“ kam mit einem kleinen Zwischenhoch daher, einem überraschend vereinbarten Deal zwischen EU und UK, der allerdings noch im britischen „Parliament“ abgesegnet werden muss, aktuell „grüßt allerdings täglich das Murmeltier“.
Am kürzlich vereinbarten Klimapaket der Bundesregierung ist immerhin zu begrüßen, dass man überhaupt ein solches Programm auf die Beine gestellt hat, trotz mancher Unzulänglichkeiten zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung – die seit langem geführte Klima-Debatte samt der „Fridays for Future“-Demos der Schülerinnen und Schüler zeigen endlich einmal Wirkung in der Bundespolitik.
Soeben fand die in 2019 letzte Landtagswahl in Thüringen statt – bei einer weiteren „Klatsche“ für die GroKo-Parteien wird es bestimmt ein erneutes politisches Bauchgrummeln in Deutschland geben. Der kürzlich zum Glück glimpflich verlaufene Terroranschlag in Halle hat bedrückend deutlich aufgezeigt, dass eine weitere Radikalisierung im Lande unbedingt verhindert werden muss, damit die bislang durchaus gelebte Toleranz und Fremdenfreundlichkeit sowie Gastfreundschaft in Deutschland gegenüber Fremden nicht aus Sicht unserer Gäste umschlägt ins befürchtete Gegenteil. Dass die beiden Flensburger christlichen Krankenhaus-Trägergesellschaften Diako und St. Franziskus Hospital nun mit einer gemeinsamen Trägergesellschaft den angekündigten Klinik-Neubau betreiben werden, ist eine sehr gute Entscheidung für die medizinische Versorgungssicherung im gesamten Grenzland. 2026 soll das modernste Krankenhaus Deutschlands inklusive Kindertagesstätte, Boardinghouse und ökumenischem Bildungszentrum auf dem Gesundheitscampus in Flensburg stehen.
Unsere Profi-Handballer und -Fußballer wickeln ein strammes Programm in diesen Wochen ab, zahlreiche – auch schwere – Verletzungen deuten darauf hin, dass in Zukunft wohl bei der Terminierung der vielen, vielen Spiele umgedacht werden sollte, eine Reduzierung zumindest der Gesundheit der Spieler zugutekäme.
Wir wünschen unseren Lesern und Leserinnen einen entspannten und glücklich machenden November, genießen Sie einfach die Vorzüge der dunkleren Jahreszeit, bleiben Sie uns gewogen, und nehmen Sie sich die Zeit, in Ruhe unser Flensburg Journal zu lesen!

Ihr Team vom Flensburg Journal!

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