Wie viel Spaß es machen kann, in Flensburg zu leben, welch hohen Freizeitwert die Stadt wegen ihres übersprudelnden Freizeitangebots zu bieten hat, wird Flensburgerinnen in diesem September wieder vor Augen geführt – im Rahmen der städtischen Veranstaltungswochen „FlensburgerLeben“. Ob Hobby-Gourmet, Frischluftfan oder kreative Seele – jeder kann fündig werden, denn die 95 Veranstaltungen und Workshops setzen sich aus den Bereichen „Kreatives, Kunst, Kultur“, „Sport und Bewegung“, „Kulinarisches“, „Unterwegs sein, Spaß und Unterhaltung“, „Gesundheit und Bildung“ zusammen. Die Angebote warten darauf, nach Lust und Laune von Flensburgerinnen ausprobiert, entdeckt und bei Gefallen vielleicht sogar dauerhaft in den Alltag übernommen zu werden.
Nebeneffekte können nette Bekanntschaften, vielleicht sogar Freundschaften mit Nachbarn oder Mitmenschen sein sowie ein Plus an Lebensqualität, das von den Veranstaltern ausdrücklich gewünscht wird.
„Singen mit Herz für die Seele“, „Siebdruck-Werkstatt“, „Hoch hinaus für Jung und Alt“, „Singlekitchen 50+“, „Open Stage: Musik trifft Poetry-Slam“, „Fahrrad-Workshop am eigenen Fahrrad“, „Bustour für Jung und Alt“ – so lauten nur einige der zahlreichen Angebote.
Auf die Beine gestellt haben diese engagierte Flensburger*innen aus Vereinen, Initiativen und Institutionen, denen es Freude bereitet, sich mit Leidenschaft und Kraft für ein gutes Miteinander in Flensburg einzubringen.

Stadt unterstützt Kreative bei Angebotserstellung, -vermarktung und -erprobung

Für die Stadt Flensburg ist dieses Engagement richtungsweisend und Orientierung in der alltäglichen Arbeit des Fachbereichs Soziales und Gesundheit.
„Es ist immer wieder erstaunlich und schön zu sehen, wie viel Potenzial in unserer Stadt steckt – dank des unersetzlichen Engagements vieler Ehrenamtlicher. Das wollen und müssen wir fördern und honorieren“, sagt Maria-Theresia Schlütter, Sozial- und Gesundheitsdezernentin.
Das tut die Stadt z. B., indem sie immer wieder kreative Ideen bzw. die Menschen dahinter mit ihren Vorhaben unterstützt. Wie das im Rahmen der Veranstaltungswochen „FlensburgerLeben“ geschieht, weiß Björn Staupendahl von der Fachstelle 50+*, der die Fäden für die Veranstaltungswochen fest in der Hand hält:
„Einige Menschen, die eine Idee haben und ihr Angebot präsentieren wollen, nutzen die ‚FlensburgerLeben‘, um herauszufinden, ob das Angebot bei den Flensburgerinnen und Flensburgern ankommt. Manchmal wenden sich auch Menschen an uns, die besondere Dinge können, aber nicht wissen, wo und wie sie ihre Fähigkeiten bekanntmachen oder weitervermitteln können. Oder es entstehen im Austausch mit uns ganz neue Ideen und Angebotsformen.“
Die Stadt Flensburg fördert solch innovative Vorhaben, bietet mit „FlensburgerLeben“ eine Plattform und übernimmt die Werbung. So haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder neue kreative Ideen umsetzen lassen und teilweise auch neu etablieren können.
Aber auch bereits existierende Angebote finden im Programm Platz. In diese kann im September ganz unverbindlich mal hineingeschnuppert werden. „Für alle Teilnehmenden bedeutet FlensburgerLeben ein überwiegend kostenfreies, sowie unverbindliches Ausprobieren und Mitmachen“, fasst Staupendahl zusammen.

Begegnung und Miteinander im Vordergrund

Der Leiter seines Fachbereichs „Soziales und Gesundheit“ Thomas Russ erklärt, worauf es der Stadt ankommt: „Im Vordergrund stehen für uns die Begegnung und das Miteinander. Wir glauben, dass Menschen die Angebote annehmen, weil sie ein Interesse an dem Angebot haben. Das Alter spielt dann oftmals keine Rolle“.
Bester Beweis sind die vielen positiven Rückmeldungen, die in den vergangenen Jahren nach Beendigung der Wochen im Fachbereich eingingen. So erinnern sich Russ und Staupendahl beispielsweise an den Schnupperkurs im Stand-
up-Paddling in 2018.
Hier sei der Trainer mit gestandenen 65 Jahren der erfahrenste und fitteste auf dem Brett gewesen und hätte Teilnehmerinnen im Altern von 29 bis 79 Jahren um sich geschart. Diese seien allein durch das gemeinsame Interesse zusammenführt worden und hätten auch im Nachhinein den Kontakt noch aufrechterhalten. Insgesamt habe man hier eine durchweg positive Bilanz ziehen können – sowohl für die Anbieterinnen, die neue Mitglieder und Unterstützerinnen gewinnen konnten, als auch die Teilnehmerinnen, die ein neues Hobby gefunden hätten.

Zuständig: Fachstelle 50+ – aber warum?

Wer wissen möchte, warum im Rathaus die Fachstelle 50+ zuständig ist, dem gewährt Björn Staupendahl einen kleinen Rückblick in die Vergangenheit:
„Vor über 45 Jahren rief man in der Stadt Flensburg die ‚Aktive Seniorenwoche‘ ins Leben. Damals luden Theater, Tanztee und Spaziergänge ganz gezielt die Flensburger Seniorinnen und Senioren ein. Angebote aufzeigen, Unterhaltung und Aktivität standen schon damals im Fokus“, weiß Staupendahl zu berichten. 2007 öffnete sich die Veranstaltungsreihe, die ab sofort in „Flensburg aktiv – Begegnung der Generationen“ umbenannt worden war, dann auch den jüngeren Mitmenschen mit dem Ziel, Jung und Alt zusammenzuführen.
„Doch gerade in den vergangenen Jahren hat sich das Bild der „Älteren“ noch mehr gewandelt. Menschen im Seniorenalter sind gesünder, aktiver und fitter denn je. Angebote, die vor 20 Jahren der Generation der Seniorinnen gefiel, passen heutzutage nur noch vereinzelt“, weiß Staupendahl aus der Erfahrung in seinem Arbeitsgebiet. Stadtverwaltung, Politik und Seniorenbeirat beschlossen daher 2016 eine weitere Neuausrichtung, mit der auch der Zeitraum von einer auf drei Wochen ausgedehnt wurde, in denen nun statt seinerzeit 16 heute bis zu rund 100 Veranstaltungen zusammengetragen wurden. Was geblieben ist, ist das Engagement des Seniorenbeirats, der sich zwar nach wie vor, mittlerweile aber explizit neben Alt auch für Jung einbringt. Und eben die Zuständigkeit der Veranstaltungskoordination: „Dass die Fachstelle 50+ zuständig ist, ist der Tradition geschuldet“, schließt Staupendahl den Rückblick. Auch ein weiteres Stück Tradition hat man bewusst beibehalten: Wie seit 1987 findet auch in diesem Jahr die Verleihung des „Queisser-Seniorenpreis“ statt, bei der zwei Seniorinnen für ihr langjähriges Engagement geehrt werden. Wer es 2019 sein wird, erfahren Interessierte am 18. September in der Bürgerhalle des Rathauses Flensburg. Alle weiteren Informationen zu den städtischen Veranstaltungswochen „FlensburgerLeben“ gibt es bei der Stadt Flensburg in der Fachstelle 50+ bei Björn Staupendahl (0461-852743). Unter www.flensburg.de/flensburgerleben steht das diesjährige Programmheft online zur Verfügung, gedruckte Exemplare gibt es an vielen Stellen in Flensburg und insbesondere in der Stadtbibliothek und natürlich im Rathaus.
Text und Fotos: Stadt Flensburg

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