In der Nacht zum 25. Oktober stellen wir die Uhren um eine Stunde zurück. Viele freuen sich über die zusätzliche Stunde Schlaf, doch auch die Winterzeit erfordert Anpassung. Studien zeigen, dass die Umstellung im Herbst besser vertragen wird als im Frühjahr. Dennoch klagen einige in den ersten Tagen über Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Die BARMER rät, trotz Zeitumstellung zur gewohnten Zeit aufzustehen. „Unsere innere Uhr liebt Regelmäßigkeit. Wer die zusätzliche Stunde für längeren Schlaf nutzt, riskiert abends Einschlafprobleme. Empfindliche Personen oder jene mit Schlafproblemen sollten sich vorbereiten, indem sie einige Tage vorher jeden Abend zehn bis fünfzehn Minuten früher ins Bett gehen“, sagt Dr. Anneke Riehl, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Schleswig-Holstein. Laut BARMER litten im letzten Jahr knapp acht Prozent der Schleswig-Holsteiner an ärztlich festgestellten Schlafstörungen, das sind über 233.000 Menschen. Für eine schnellere Anpassung empfiehlt die Krankenkasse, morgens viel Tageslicht zu tanken. „Tageslicht ist der wichtigste Taktgeber für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Schon wenige Minuten im Freien helfen, den Körper schneller an die neue Zeit zu gewöhnen“, so Riehl. Abends sollte man helles Kunstlicht meiden. Vor allem Smartphones, Tablets und Computer verzögern die Melatoninproduktion und erschweren das Einschlafen.
Fragen & Antworten
Wann wird auf Winterzeit umgestellt?
In Deutschland werden die Uhren am letzten Sonntag im Oktober um drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt.
Ist die Winterzeit oder die Sommerzeit gesünder?
Die Winterzeit entspricht eher unserem natürlichen Biorhythmus, da wir morgens Licht zum Aufwachen und abends Dunkelheit für die Melatoninproduktion benötigen, die unseren Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützt.
Wer leidet besonders unter der Zeitumstellung?
Besonders betroffen sind Menschen mit Schlafstörungen, Schichtarbeitende, Jugendliche und junge Erwachsene mit spätem Schlafrhythmus, Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie ältere Menschen mit einem stark strukturierten Tagesablauf.
Wie lange dauert die Anpassung an die Winterzeit?
Die meisten gewöhnen sich innerhalb weniger Tage an die neue Zeit. Bei empfindlichen Personen kann die Umstellung ein bis zwei Wochen dauern.
Text: BARMER Schleswig-Holstein
Foto: Envato.com















