Experimentieren, selbst ausprobieren und erforschen – das ist das Motto des Science Centers in Flensburg.
Wer während des Besuchs der Ausstellung zusätzliche Informationen und Hintergründe zu den erforschten Phänomenen abrufen möchte, kann dies an den neuen Lerninseln tun, die nun nach und nach in Betrieb genommen worden sind und noch werden. Los ging es am 9. November 2023 mit den ersten fünf Lerninseln im größten Ausstellungssaal, an denen die dort vorhandenen Mitmachstationen erklärt werden.

Der Geschäftsführer der PHÄNOMENTA Achim Englert freut sich auf die neuen Lerninseln: „Mit den Info-Stationen bieten wir ein intensiveres, nachhaltigeres Besuchserlebnis. Die Auseinandersetzung mit den Exponaten wird um ein attraktives Element ergänzt.“
Umgesetzt werden konnte das Projekt durch eine Fördermaßnahme im Rahmen des Programms „Digitaler Masterplan Kultur“ der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek. Möglich wurde so die Beauftragung des Dataport Kultur-Kompetenzzentrums, die nach einer detaillierten Bedarfsermittlung in Kooperation mit dem Team der PHÄNOMENTA die passende Software entwickelt hat.

PHÄNOMENTA Flensburg startet Betrieb der neuen digitalen Lerninseln

Das System ist Open-Source-basiert und wird auf einem Server in der PHÄNOMENTA betrieben. Es bietet den Besuchern eine Übersicht zu den ausgestellten Exponaten, von der aus dann direkt Informationen, Erklärungen und eine Übersicht zu thematisch verbundenen Exponaten abgerufen werden können. Zunächst werden Erklärungen zu den Stationen aus dem größten Ausstellungssaal sowie Inhalte zu über 50 weiteren Stationen auf dem System abrufbar sein. Stückweise wird der Inhalt vervollständigt und ausgebaut. Der große Vorteil der digitalen, direkt editierbaren Technik ist, dass die Inhalte immer weiter optimiert sowie neue Stationen in kurzer Zeit in das System aufgenommen werden können. Schrittweise wird die ganze Ausstellung mit den neuen Lerninseln ausgestattet werden.

„Neben der sehr guten Zusammenarbeit mit dem PHÄNOMENTA-Team war die Zusammenführung von Kultur, Wissenschaft und Bildung das Herausragende an diesem Projekt. Dass wir dies darüber hinaus noch mit der Open-Source Strategie des Landes Schleswig-Holstein koppeln konnten, macht das Projekt im Norden einmalig“, meint Lars Mischak von Dataport.

Berit Johannsen, stellvertretende Direktorin der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, ergänzt: „Die Lerninseln sind ein zentraler Bestandteil der digital-analogen Strategie der PHÄNOMENTA. Sie erweitern in sinnvoller Art und Weise mittels digitaler Selbstlernangebote die Erlebbarkeit der analogen Exponate. Durch die Entwicklung einer Open-Source-basierten Software besteht für andere Museen oder Edutainment-Einrichtungen die Möglichkeit einer Nachnutzung.“

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