Die Wikingerzeit rückt Tag für Tag ein Stück näher. Der Verein „Valsgard“ veranstaltet wieder sein alljährliches Spektakel „Schlacht bei Wallsbüll“. Die Tore der Anlage und die Zugänge zum mittelalterlichen Markt werden am 15. und 16. August geöffnet. Am Samstag geht es um 11 Uhr los, am Sonntag bereits um 10 Uhr. Marktende ist am ersten Tag erst um 19 Uhr, am Sonntag schon um 17 Uhr.

Handwerk, Handel und Handfestes

Das Programm hat sehr viel historisches Flair. Etwas abseits der Anlage fliegen die Pfeile auf der Bogenbahn. Ein Skalde wird Geschichten erzählen und ein Wiki-Kinderquiz anbieten. Eine Modenschau verrät viel über den Zeitgeist vor 1000 Jahren. Eine kleine Vereinsgruppe wird ein wenig musizieren und sich von historischen Vorbildern leiten lassen. Das namensgebende Spektakel „Die Schlacht bei Wallsbüll“ wird täglich zwei Mal für Spannung sorgen. Zunächst ermittelt ein Wettkampf den besten Krieger, dann folgt die fast schon legendäre Kinderschlacht.

Der Veranstaltungstipp: „Schlacht bei Wallsbüll“ am 15. und 16. August

Handwerk und Handel werden gepriesen. Auf dem Marktgelände und der Wikingeranlage wird Mehl gemahlen, Metallware geschmiedet oder Leder bearbeitet. An vielen Ständen und Lagern können die Besucher mitmachen. Am Wallsbüller Dorfgemeinschaftshaus beginnt die (kulinarische) Gegenwart. Die Feuerwehr wird Grill und Fritteuse anschmeißen. Die Landfrauen setzen Kaffee auf und servieren Kuchen. Eine Schenke ist in Betrieb, und die Angler räuchern Fisch.

Permanente Siedlung „Valsgaard“

Während der Markt nach der „Schlacht bei Wallsbüll“ stets abgebaut wird, ist die Anlage „Valsgaard“ eine ständige Einrichtung. EU-Fördermittel und die Unterstützung der Gemeinde Wallsbüll ermöglichten einen Ort, an dem Geschichte für Jung und Alt erlebbar gemacht wird. „Valsgaard“ gilt als besonders gelungen und war schon mehrfach Schauplatz für Musik-Videos, Filme und Dokus. Die Anlage braucht aber auch Pflege. Zuletzt musste der freistehende Unterstand mit Naturstämmen abgestützt werden, damit sich das gesamte Bauwerk nicht weiter nach Osten und Süden neigen würde. Die Gemeinde Wallsbüll beauftragte weitere Maßnahmen.

Der Veranstaltungstipp: „Schlacht bei Wallsbüll“ am 15. und 16. August

Von Frühjahr bis Herbst schlüpfen zahlreiche Mitglieder des Vereins „Valsgaard“ in eine Gewandung der Wikingerzeit und freuen sich auf Stunden, die gerne zum Ausstieg vom Alltag genutzt werden, die aber auch das Wissen über eine vergangene Epoche erweitern. Es wird gebastelt, geflochten, geschmiedet und in den Holzhäusern geschlafen. „Wir wollen möglichst authentisch leben und mit Klischees aufräumen“, erklärt die Vereinsvorsitzende Helga Pitroff. Zu Pfingsten luden sie und ihre Mitstreiter zu „Open Thor“ ein. Einige Zelte unterhalb der Festung waren ein kleiner Vorgeschmack auf das sommerliche Spektakel, sonst spielte sich das Leben aber im mittelalterlichen Dorf ab. Die Veranstaltung „Schlacht bei Wallsbüll“ ist deutlich größer.

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