Wohnen ohne Tapete liegt im Trend, denn viele lieben den klaren und edlen Look verputzter Innenwände. Der Weg dorthin scheint einfach: Die alte Tapete abziehen – und fertig. Oft kommen dann vergilbte Flecken, poröser Putz, schleierartige Rückstände zum Vorschein. Vor allem in Altbauten zeigt sich unter der alten Wandverkleidung nicht selten ein Untergrund, der weit von „spachtelfertig“ entfernt ist. Und doch lassen sich solche Flächen zuverlässig überarbeiten – wenn die Vorbereitung stimmt.

Wichtig: Wandprobleme lassen sich nicht einfach überrollen. Verfärbungen wie Nikotin oder alte Wasserflecken können selbst durch Anstriche oder Tapeten nicht dauerhaft kaschiert werden. Sandende oder stark saugende Untergründe sorgen zudem dafür, dass der frische Rollspachtel nicht gleichmäßig abbinden kann – das Ergebnis sind Flecken, Unebenheiten oder Haftungsprobleme. Auch Kleisterreste oder dünne Tapetenfragmente verhindern ein sauberes Ergebnis. „Die beste Spachtelmasse kann ihr Leistungspotenzial nicht erfüllen, wenn der Untergrund ungenügend vorbereitet ist“, erklärt Daniel Gille, Experte für Spachtelmassen beim Baustoff-Hersteller Saint-Gobain Weber.

Deshalb beginnt der Weg zur neuen Wand nicht mit dem Spachtel, sondern mit einer passenden Grundierung. Saugende, kreidende oder leicht sandende Untergründe benötigen einen Tiefengrund – er reduziert die Saugkraft der Fläche und sorgt für eine gleichmäßige Trocknung. Bei schwierigen Fällen wie Wasserflecken oder Nikotinrückständen kommt ein spezieller Sperrgrund zum Einsatz. Er verfestigt die Fläche, reguliert die Saugfähigkeit und verhindert das Durchschlagen alter Verunreinigungen. Nur so entsteht eine stabile, neutrale Basis für die weitere Beschichtung.

Ist die Wand entsprechend vorbereitet, lässt sich der Rollspachtel direkt auftragen. Produkte wie der gebrauchsfertige weber Rollspachtel Malerfinish „to go“ werden mit einer Farbwalze möglichst gleichmäßig auf die Fläche aufgebracht – das erleichtert das anschließende Glätten mit einem Spachtel. Je nach Anspruch und Zustand der Fläche kann ein zweiter Spachtelgang erforderlich sein. Wer eine besonders hochwertige Oberfläche wünscht, etwa für Glanzfarben oder Lasuren, sollte sich für einen zweiten Spachtelgang entscheiden und den getrockneten Auftrag zusätzlich schleifen.

Rollspachtel bietet eine verlässliche Lösung – auch dann, wenn die Wand auf den ersten Blick alles andere als unkompliziert aussieht. Weitere Informationen und Verarbeitungshinweise gibt es online unter weber-heimwerker.de. Wer sich die Arbeit nicht selbst zutraut, kann sich fachkundige Unterstützung holen.

txn-Foto: ajlatan /AdobeStock/SG Weber

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