Liebe Leserin, lieber Leser,

leider hat der August wettermäßig kaum das gehalten, was uns Juni und Juli – zumindest teilweise – suggeriert haben: Einen erneuten Supersommer a la 2018. Jetzt steht schon der September vor der Tür – der meteorologische Beginn des Herbstes, ein Herbst, der hoffentlich nochmal so golden wird wie der des Vorjahres.
Apropos Herbst – nachdem Mitte August fast überall die Ferien bzw. der Urlaub endeten, startet jetzt die zweite Jahreshälfte durch. Die Menschen sind wieder daheim im Alltag angekommen, und entsprechend häufen sich wieder die hiesigen Freizeitangebote, siehe Veranstaltungskalender und Terminspalte …
Klima und Klimawandel sind mittlerweile das große Thema selbst in der Weltpolitik geworden, die Stadt Flensburg hat die Zunahme von Extremwetter am 31. Juli in Form eines sintflutartigen Starkregens zu spüren bekommen, als nahezu alle tiefer gelegenen Orte überflutet wurden, Autos, Keller und Garagen im Wasser teilweise oder komplett versanken.
Die Parteienlandschaft hierzulande spürt auch in vollem Umfang den Sinneswandel in der Bevölkerung, die Grünen erleben seit Wochen einen noch vor kurzem ungeahnten Aufschwung, die Volksparteien dagegen schwächeln weiter, insbesondere die SPD findet sich in einem Dauersinkflug in allen Umfragen, die jetzt anstehenden Landtagswahlen in drei östlichen Bundesländern verursachen bei den Politikern längst heftige Bauchschmerzen.
Die SPD wird seit dem Nahles-Rücktritt kommissarisch von einem Dreiergremium geführt, und erstmals soll ein Votum aller Parteimitglieder die neue Parteispitze bestimmen. Die formelle Wahl soll auf einem Parteitag im Dezember 2019 erfolgen. Unsere Flensburger OB Simone Lange wird erneut für den SPD-Vorsitz kandidieren, sie tritt zusammen mit dem Oberbürgermeister von Bautzen als Doppelspitze an. In Flensburg löst Langes Absicht kontroverse Meinungen aus, die einen finden es gut, dass jemand von der Basis (Kommune) national Verantwortung übernehmen will, die anderen geben zu bedenken, dass sie bei positivem Wahlausgang eine Doppelbelastung (OB und Parteivorsitz) zu stemmen haben wird, und fragen sich berechtigt, wie sie das Problem zeitlich, für alle Seiten zufriedenstellend, zu lösen gedenkt. Inzwischen ist die Zahl der Bewerber für den Posten stark gestiegen, auch Parteiprominenz wie Finanzminister Olaf Scholz ist im Rennen, fraglich ob Lange eine echte Chance hat gewählt zu werden. Im Bildungsmonitor 2019 fiel Schleswig-Holstein erneut um einen Platz auf Rang 11 zurück, nicht gerade ein Ruhmesblatt für die Landesregierung. Die zuständige Ministerin hat wohl schon einiges angeschoben, doch reicht das noch lange nicht aus, um mit anderen Bundesländern Schritt zu halten. Unserer Wirtschaft droht eine Rezession, insbesondere der Export scheint unter dem internationalen Handelskrieg und dem wie auch immer ausgehenden Brexit verstärkt zu leiden. Die Binnennachfrage ist immer noch sehr hoch; wir hoffen, dass das noch möglichst lange so bleibt.
Auch im „großen“ Ballsport ist der Alltag wieder eingekehrt, Fußball- und Handball-Bundesliga sind in die neue Spielzeit gestartet. Uns Nordlichtern steht eine lange Anreise bevor, wollen wir mal ein Fußballspiel der 1. Liga im Stadion erleben – wir sollten alle dem HSV die Daumen drücken, dass er im Mai 2020 den Sprung zurück ins Oberhaus schaffen wird. Bleibt noch der Handball: Die SG als amtierender Deutscher Meister wird uns hoffentlich erneut viel Freude bereiten, und zumindest um den deutschen Titel mitspielen. Eine oder mehrere Etagen tiefer wird in Flensburg auch attraktiver Sport geboten, etwa bei SC Weiche Flensburg 08 oder bei DHK Flensborg, TSV Nord oder TSB Flensburg …
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Stöbern in unserer September-Ausgabe, bleiben Sie uns gewogen, und genießen Sie den Spätsommer 2019 in Flensburg!

Ihr Team vom Flensburg Journal!

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