Liebe Leserin, lieber Leser,

was war das doch für ein stürmischer Februar in diesem merkwürdigen Winter, die stürmische Sabine hat gleich am Monatsbeginn meteorologisch und politisch an vielen Grundfesten gerüttelt, und dabei so manches „K“ hinweggefegt: Thüringen wählte Kemmerich zum Ministerpräsidenten – dank einer Politikposse, wie man sie sich schräger nicht hätte ausdenken können; der anschließende Sturm blies ihn Tage später gleich wieder aus dem Amt, „Doppel K“ – Annegret Kramp-Karrenbauer, reagierte derart windelweich auf die fragwürdigen Umstände der Thüringen-Wahl, dass es sie veranlasste, die Kanzlerkandidatur dranzugeben, und auch den Parteivorsitz zum Jahresende abzugeben, Kardinal Marx kündigte an, nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender der Bischofs-Konferenz zur Verfügung zu stehen, schob allerdings Altersgründe für diesen Schritt vor, und schließlich der schon fast als bockig zu bezeichnende Rücktritt des vermeintlichen Hertha-Heilsbringers Jürgen Klinsmann, der im Stil eines pubertierenden Jünglings beim aufstrebenden Fußball-Bundesligisten die Klotzen schmiss.
Die Stürme hielten übrigens den ganzen Monat über an, im Dominospiel der Rücktritte fielen noch zahlreiche andere – kleinere – Steine um. Der politische Schaden war insgesamt größer als der angerichtete Sachschaden des Orkantiefs sowie des nachfolgenden zweiten Sturmtiefs an Häusern, Bäumen und Autos usw.
Trotz vieler Initiativen ist bis heute keine Lösung in Thüringen in Sicht, bei der Suche nach solchen bekleckern sich die etablierten Parteien nicht gerade mit Ruhm, die CDU ist aktuell damit befasst, einen neuen Parteivorsitzenden und möglichen Kanzlerkandidaten zu suchen, Kandidaten gibt es wohl mehrere: Einer hat sich bereits erklärt, andere lavieren noch rum. Am 23. Februar wählte Hamburg eine neue Bürgerschaft – es wird interessant zu sehen, ob die Parteien bereits für „Thüringen“ abgestraft wurden.
Schauen wir mal, was der bevorstehende März noch für Überraschungen parat hat: Der Frühling beginnt kalendarisch am Monatsersten, und wir hoffen, dass er auch wettermäßig demnächst Einzug hält, nicht nur Regen, Regen, Regen, sondern auch vermehrt Sonne im Köcher hat. Am Monatsende dürfen/müssen wir unsere Uhren bereits wieder auf Sommerzeit umstellen, und gedanklich dürfen wir uns auf die wärmere Jahreshälfte einstellen, mit allem, was dazu gehört: Balkon und Garten sowie Terrasse klarmachen, Urlaub planen – sofern noch nicht geschehen, und im Kleiderschrank die molligen Klamotten gegen die leichten und kurzärmligen tauschen.
Die norddeutschen Profiklubs stehen bereits wieder mitten im Spielbetrieb, bei den Fußballern steht zu befürchten, dass die Bremer im Sommer in Liga Zwei absteigen müssen – vielleicht spielen sie gar am Saisonende gegen den HSV in der Relegation um den letzten freien Platz in der Fußball-Bundesliga. Im Handball bereiten die Nordklubs uns viel Freude, im Wettrennen um den Meistertitel hat die SG noch beste Aussichten!
Wir sind wohl alle froh, wenn wir diesen sogenannten „Winter“ endlich überstanden haben – auf jeden sonnigen Wintertag (davon gab es vielleicht zwei) kamen gefühlt mindestens dreimal so viele Regen- und „Sturmtage“. Bleiben Sie uns wie gewohnt als treue Leserinnen und Leser auch im Frühjahr 2020 erhalten, haben Sie viel Freude an der Ihnen vorliegenden Ausgabe unseres Magazins,
Ihr Team vom Flensburg Journal wünscht
Ihnen einen erbaulichen März 2020!

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