<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>SG-Spieler-Portrait Archive - Flensburgjournal</title>
	<atom:link href="https://flensburgjournal.de/tag/sg-spieler-portrait/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://flensburgjournal.de/tag/sg-spieler-portrait/</link>
	<description>Dein Magazin für Flensburg und Umgebung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 25 Feb 2026 11:17:06 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.5</generator>
	<item>
		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-marko-grgic/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-marko-grgic/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Grgic]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=85903</guid>

					<description><![CDATA[<p>Torjäger, Shooting-Star, Nationalspieler – trotz seiner erst 22 Jahre steht Marko Grgic schon sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Das Interesse an seiner Person nahm im Sommer mit dem Wechsel vom ThSV Eisenach zur SG Flensburg-Handewitt nochmals zu. Rekordwerte in den sozialen Medien wurden schließlich im Januar regis­triert, als die Europameisterschaft die Handball-Fans wie ein Magnet [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-marko-grgic/">Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Torjäger, Shooting-Star, Nationalspieler – trotz seiner erst 22 Jahre steht Marko Grgic schon sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Das Interesse an seiner Person nahm im Sommer mit dem Wechsel vom ThSV Eisenach zur SG Flensburg-Handewitt nochmals zu. Rekordwerte in den sozialen Medien wurden schließlich im Januar regis­triert, als die Europameisterschaft die Handball-Fans wie ein Magnet anzog. Im Finale warf Marko Grgic fünf Tore, 13 Millionen TV-Zuschauer schauten zu. Danach nahm er mit seinen Teamkollegen die Silbermedaillen entgegen, wurde von Bundeskanzler Friedrich Merz in der Kabine begrüßt und ließ den Abend mit der DHB-Auswahl gesellig ausklingen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85896" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088-696x464.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Marko Grgic – ein Teenie-Schwarm?</figcaption></figure></div>


<p>Am nächsten Vormittag holte ihn Freundin Mia vom Hotel in Silkeborg ab. Es ging zurück nach Flensburg. „Nach fünf Wochen bei der Nationalmannschaft wollte ich nur noch schlafen“, verrät das Rückraumass. „Im Kopf musste ich erst einmal kapieren, dass ich mich nicht mehr auf das nächste Spiel vorzubereiten brauchte.“ Es ließen sich sogar ein paar Tage ohne Training einschieben. Endlich konnte sich Marko Grgic wie eine „Couchpotato“ fühlen oder Flensburgs Innenstadt genießen. Zusammen mit seiner Freundin. Sie war einst Bundesliga-Handballerin, zog mit in den hohen Norden und kümmert sich nun um das Marketing oder die Pressearbeit des schleswig-holsteinischen Handballverbandes.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85898" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612-696x463.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Erste Profi-Station: ThSV Eisenach</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Handball in den Genen</h2>



<p>Nicht an Handball denken – das fällt Marko Grgic schwer. Denn in seinem Orbit haben praktisch alle mit seiner sportlichen Leidenschaft zu tun. Er stammt aus einer echten Handballer-Familie. Er hatte das runde, hüpfende Ding, das man so gut werfen und prellen kann, schon als Dreikäsehoch in der Hand. Seine Mutter spielte in der Oberliga, sein älterer Bruder steht im Kader des Drittligisten HG Saarlouis. Und dann ist da noch sein Vater. Danijel Grgic war Bundesliga-Handballer in Eisenach, als Sohn Marko geboren wurde, spielte für die kroatische Nationalmannschaft und den HC Zagreb. Heute ist er Co-Trainer beim Bundesligisten TVB Stuttgart und traf in dieser Funktion schon zwei Mal auf seinen Sprössling. „Vor und nach dem Spiel sieht man sich, in den 60 Minuten blendet man das Private aus“, beschreibt Marko Grgic diese besondere Konstellation. „Man ist so voll mit Adrenalin, dass man gar nicht wahrnimmt, wer auf der anderen Bank sitzt.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-682x1024.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85899" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627.jpg 800w" sizes="(max-width: 682px) 100vw, 682px" /></figure></div>


<p>Sein Weg in die Nationalmannschaft war anders als bei den anderen. Das zeigte auch die Reportage „Goldjungs“ auf, die die ARD eine Woche vor dem Start der Europameisterschaft ausstrahlte. Marko Grgic reifte in der Jugend nicht in einem Nachwuchsleistungszentrum, das mit einem Bundesliga-Klub gekoppelt ist, sondern im Unterbau der HG Saarlouis. Beim Drittligisten endete die Karriere des Vaters, da ließ sich die Familie nieder, und da kletterte ein Talent die Jahrgangsstufen hoch, ohne den Experten so richtig aufzufallen. Das „Juwel aus dem Saarland“ genoss die Nähe zur Familie und den Freunden länger als gleichaltrige, ambitionierte Spieler und wurde über Jahre vom Vater oder dem Bruder trainiert. Als Marko Grgic mit 18 Jahren bei den Männern von Saarlouis in der Drittklassigkeit debütierte, trug er die Rückennummer 17 – so wie einst sein Vater.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85897" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hohe Belastung und Druck bei der SG</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Von Saarlouis nach Eisenach</h2>



<p>Im Sommer 2022 der Tapetenwechsel: von der Saarschleife an die Wartburg. Die Rückkehr an den Geburtsort und an den ehemaligen Familiensitz kannte keinen Hauch von Nostalgie. „Entscheidend waren allein die sportlichen Gründe“, betont Marko Grgic. „Ich konnte in Eisenach in der zweiten Bundesliga spielen, auch die Strukturen waren etwas professioneller.“ Es war die goldrichtige Entscheidung. Die Thüringer stiegen auf, und der Youngster mauserte sich zum Leistungsträger in der Erstklassigkeit. Nun traf er auf etliche Idole seiner Jugend – auch auf den THW Kiel, für den er einst so geschwärmt hatte. „Mich hatte sehr beeindruckt, dass dieser Verein so viel gewonnen und alles auf den Erfolg ausgerichtet hat“, erklärt Marko Grgic. „Mit meinem eigenen Schritt in die Bundesliga war das Fan-Sein natürlich vorbei.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85895" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dialog über die beste Rückraum-Performance</figcaption></figure></div>


<p>Nun war er selbst ein Teenie-Schwarm. Seine Popularität wuchs noch mehr, als das Rückraumass im Mai 2024 sein erstes Länderspiel bestritt. Sein zweites war bereits ein Testspiel für die Olympischen Spiele. Im letzten Moment hatte das große Talent tatsächlich noch den Sprung auf den Olympia-Zug geschafft und erlebte tolle sportliche Momente in Paris und Lille. Am Ende hatte Marko Grgic eine Silbermedaille um seinen Hals hängen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="901" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85901" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747-266x300.jpg 266w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747-768x865.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747-373x420.jpg 373w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747-696x784.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bei diesem kleinen Titel soll es nicht bleiben</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die SG machte das Rennen</h2>



<p>In der kommenden Saison warf er noch mehr Tore für Eisenach. Er wurde Torschützenkönig, doch die Perspektiven unterhalb der Wartburg passten nicht mehr zu seinen. Das Mittelfeld war für seinen Ex-Klub das Höchste der Gefühle, der Jungnationalspieler wollte zu einem Spitzenklub. Die SG machte das Rennen und bekam den Wunschspieler nach zähen Verhandlungen schon im Sommer – ein Jahr vor dem ursprünglichen Vertragsende in Eisenach. „Die Entscheidung war Spitz auf Knopf – und dann war in drei bis vier Tagen allerhand zu regeln“, verrät Marko Grgic.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85894" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Atmosphäre von Herning</figcaption></figure></div>


<p>Er konnte sich noch nicht einmal richtig verabschieden. Das wurde Anfang Oktober nachgeholt, als die SG die Auswärtspartie in Eisenach zu absolvieren hatte. „Es war etwas ungewohnt, als Gegner für eine Nacht in die Stadt zu kommen, in der man vorher gewohnt hatte“, erzählt er. „Und als ich beim Abschlusstraining in der Halle war, hatte ich das Gefühl, dass ich dort gerade erst gespielt und trainiert hatte.“ Die besondere Rückkehr in den „Hexenkessel“ war für ihn ein erfolgreicher Genuss. Nun bestimmt die „Hölle Nord“ sein sportliches Leben. Ein Alltag, der auch die kommende Weltmeisterschaft in den Hintergrund rücken wird. Sie wird im Januar in Deutschland ausgetragen. „Das ist noch weit weg“, betont Marko Grgic. „Mit der SG habe ich in dieser Saison noch ein paar Monate, und dann kommt erst einmal die Hinrunde der nächsten Saison.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85902" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Olympia und EM: bislang zwei Mal Silber für Marko Grgic</figcaption></figure></div>


<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-marko-grgic/">Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-marko-grgic/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kent-robin-toennesen/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kent-robin-toennesen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 10:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Kent Robin Tönnesen]]></category>
		<category><![CDATA[sg flensburg handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=84415</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es sind nur noch wenige Minuten bis zu einem Heimspiel der SG Flensburg-Handewitt. In der GP Joule Arena erlischt das Licht. Einige Volunteers legen den letzten Feinschliff an einen provisorischen Tunnel an, der vom Kabinentrakt auf das Spielfeld reicht. Im dunklen Gang heben sich einige Schatten ab. Plötzlich setzen sie sich in Bewegung. Es sind [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kent-robin-toennesen/">Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es sind nur noch wenige Minuten bis zu einem Heimspiel der SG Flensburg-Handewitt. In der GP Joule Arena erlischt das Licht. Einige Volunteers legen den letzten Feinschliff an einen provisorischen Tunnel an, der vom Kabinentrakt auf das Spielfeld reicht. Im dunklen Gang heben sich einige Schatten ab. Plötzlich setzen sie sich in Bewegung. Es sind die Handballer der SG, die unter Musik und frenetischem Applaus in die „Hölle Nord“ einlaufen. Mittendrin Kent Robin Tönnesen, der nach sieben Profistationen in fünf verschiedenen Ländern seit Sommer das SG-Trikot trägt. Der 34-jährige Norweger wird von der Atmosphäre elektrisiert. „Es ist ein tolles Erlebnis, in Flensburg für Flensburg zu spielen“, sagt der 34-jährige Norweger, der einst mit vier verschiedenen Klubs gegen die SG spielte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3067.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen" class="wp-image-84420" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3067.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3067-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3067-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3067-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3067-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gelassener Trainingsauftakt</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Beginn einer Handball-Karriere</h2>



<p>Während der eindrucksvollen Zeremonie flitzen mit ihm ein Junge und ein Mädchen mit in die Halle. Es sind zwei Einlauf-Kids, die davon geträumt haben, einmal einem Handball-Star so nahezukommen. Kent Robin Tönnesen empfängt respektvolle Blicke von Kindern, die so alt sind wie er es war, als er mit dem Handball begann. So ähnlich wird er einst zu seinen beiden älteren Brüdern hochgeschaut haben.  „Sie waren meine Vorbilder, ich wollte unbedingt besser werden als sie“, verrät der Rückraum-Linkshänder. „Sie sind beide größer als ich und Rechtshänder.“ Die Idole der Kindheit schafften es in die erste norwegische Liga. Das Familien-Nesthäkchen profitierte ebenfalls von der guten Jugendarbeit im Stammklub Fjellhammer (Großraum Oslo), wechselte dann zum Erstligisten Haslum HK und feierte 2010 das erste von insgesamt 148 Länderspielen. Ein Einsatz für Norwegen war den beiden Brüdern nicht vergönnt gewesen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2359.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen" class="wp-image-84419" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2359.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2359-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2359-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2359-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2359-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2013-2015: HSG Wetzlar</figcaption></figure></div>


<p>Mit 21 Jahren zog Kent Robin Tönnesen aus dem Elternhaus aus und wechselte gleich ins Ausland. In Schweden beim IK Sävehof fremdelte der junge Handballer aber keineswegs. Er war in seine Geburtsstadt zurückgekehrt und konnte bereits die Sprache. Sein Vater ist nämlich Schwede und spricht mit seinem Sohn immer Schwedisch. Eine wesentlich größere Umstellung war dann 2013 der Sprung in die stärkste Liga der Welt zur HSG Wetzlar – sowohl sportlich wie sprachlich. „Wir waren dort zehn oder elf ausländische Spieler, sodass wir sehr viel Englisch miteinander redeten“, erzählt Kent Robin Tönnesen. „Nach einem Jahr nahm ich mir dann vor, Deutsch systematisch zu lernen – sonst wäre es nichts geworden.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_1229.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen" class="wp-image-84417" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_1229.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_1229-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_1229-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_1229-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_1229-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2015-2017: Füchse Berlin</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Von Wetzlar über Berlin und Ungarn nach Paris</h2>



<p>An der Seite des genialen Spielmachers Ivano Balic und unter der Obhut von Trainer Kai Wandschneider entwickelte er sich weiter. So wurden die Füchse Berlin auf ihn aufmerksam, und der persönliche Terminkalender verdichtete sich mit Europapokal-Partien. In der riesigen Stadt fokussierte sich das persönliche Leben weitgehend auf den Prenzlauer Berg – mit „Fuchsbau“ und „Füchse-Town“. Und am Ende der zwei Jahre in Berlin wurden Kent Robin Tönnesen und seine Frau Madelen glückliche Eltern ihrer Tochter Philippa.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2271.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen" class="wp-image-84418" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2271.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2271-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2271-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2271-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_2271-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2017-2021: Veszprém KC</figcaption></figure></div>


<p>Ab Sommer 2017 ging der Handball-Profi den nächsten Schritt: Mit Veszprém spielte er die Champions League, den höchsten Wettbewerb im Vereinshandball. Vorher hatte er sich Gedanken gemacht, wie das Leben in Ungarn wohl sein würde, dann war er positiv überrascht. Am Balaton ließ es sich sehr gut aushalten. Sportlich landeten viele ungarische Titel in der Vita, mit dem Triumph in der Champions League klappte es nicht ganz: 2019 stand Kent Robin Tönnesen mit Vesz­prém im Endspiel. Zwei Jahre später schloss er sich ausgerechnet dem Erzrivalen Pick Szeged an. „Der Wechsel war zu meinem Glück in der Corona-Zeit, da durften kaum Zuschauer in die Hallen“, schmunzelt der Norweger.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3183.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen" class="wp-image-84421" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3183.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3183-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3183-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3183-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_3183-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2021-2023: Pick Szeged</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Gegenwart bei der SG und das Privatleben</h2>



<p>Die nächste Station war Paris Saint-Germain. Er tauchte in den Orbit der starken französischen Liga ein, lernte die gute Organisation in einem Großverein kennen und feierte mit der Handball-Größe Nikola Karabatic dessen letzten Titel. Seit Sommer pocht das Sportler-Herz nun für die SG. Kent Robin Tönnesen hat einen Vertrag für nur eine Saison unterschrieben. Ob sein neuer Klub für seine Position bereits einen anderen Profi im Auge hat, wird sich zeigen. Er selbst denkt zumindest nicht an ein Karriereende im nächsten Jahr. „Körperlich fühle ich mich fit, und mir bringt Handball noch immer Spaß“, erklärt er. „Mich treibt die Motivation an, Titel zu gewinnen.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_7770.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen" class="wp-image-84416" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_7770.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_7770-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_7770-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_7770-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_7770-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nach Paris (2023-2025)
nun die SG</figcaption></figure>



<p>Kent Robin Tönnesen wohnt jetzt in Handewitt – mit Frau und Tochter. Wenn es die Zeit zulässt, schätzt er die Ruhe auf dem Glücksburger Golfplatz. „Golf ist ein schöner Ausgleich zum Handball, ich drehe gerne mit Freunden eine Runde“, sagt er und ergänzt mit einem Lächeln: „Ich müsste aber mehr spielen, um mein Handicap von 28 zu verbessern.“ Beim Handball macht man ihm nichts mehr vor. Schon jetzt freut er sich auf das nächste Heimspiel. Das Ambiente spricht Kent Robin Tönnesen sehr an. „In Flensburg ist es sehr familiär“, sagt er. „Nach unserem nicht so guten Start kamen viele Fans zu unserem Training. Sie sagten uns: Wir glauben an euch! Das macht etwas mit uns Spielern.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_5402.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen" class="wp-image-84422" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_5402.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_5402-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_5402-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_5402-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/09/DSC_5402-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fokussiert</figcaption></figure></div>


<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kent-robin-toennesen/">Das SG-Spieler-Portrait: Kent Robin Tönnesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kent-robin-toennesen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-jim-gottfridsson/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-jim-gottfridsson/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2025 22:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[Jim Gottfridsson]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=83043</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der 8. Juni dürfte bei der SG Flensburg-Handewitt legendär werden. Dann ist das letzte Heimspiel der Saison, und im Foyer der „Hölle Nord“ werden wieder die übergroßen Konterfeis der acht Vereinslegenden hängen. Man muss aber kein allzu großer Prophet sein, um vorauszusagen, dass nach dem Abpfiff ein neunter Spieler in diese ruhmreiche Galerie aufgenommen wird. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-jim-gottfridsson/">Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der 8. Juni dürfte bei der SG Flensburg-Handewitt legendär werden. Dann ist das letzte Heimspiel der Saison, und im Foyer der „Hölle Nord“ werden wieder die übergroßen Konterfeis der acht Vereinslegenden hängen. Man muss aber kein allzu großer Prophet sein, um vorauszusagen, dass nach dem Abpfiff ein neunter Spieler in diese ruhmreiche Galerie aufgenommen wird. Jim Gottfridsson hat fast 500 Spiele für die SG bestritten, weit über 1000 Tore erzielt und wird im Sommer nach zwölf Jahren im Klub nach Ungarn zu Pick Szeged wechseln. In seinen Abschiedsworten wird Stolz mitschwingen. „Es ist gar nicht selbstverständlich, zwölf Jahre in der Bundesliga zu spielen – und dazu nur für einen einzigen Verein“, sagt der 32-jährige Schwede.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83046" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2013: Frisch in Flensburg angekommen</figcaption></figure></div>


<p>Seine Zusammenarbeit mit der SG geht sogar über die zwölf Jahre hinaus. Es ist anderthalb Dekaden her, dass Ljubomir Vranjes als Team-Manager Kontakt zu einem großen schwedischen Talent aufnahm. „Wir trafen uns in Malmö“, erinnert sich Jim Gottfridsson. „Er hatte ein Trikot von Lasse Svan und einen Konter mit und erzählte mir von den Zielen der SG.“ Noch wäre der Schritt zu groß, meinte damals Ljubomir Vranjes, aber in ein oder zwei Jahren könnte es klappen. Das Rückraumass aus Ystad stand nun im Notizbuch des bekannten Landsmanns, der häufiger bei den Spielen zuschaute, während andere Klubs nur unpersönliche Angebote machten. Das beeindruckte Jim Gottfridsson, der schon im Sommer 2011 in Kristianstad im SG-Trainingslager auftauchte. Fast hätte es schon 2012 mit einem Wechsel geklappt, doch der Vertrag in Ystad versperrte diese Option.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erste Saison bei der SG, erster großer Erfolg</h2>



<p>Im Sommer 2013 marschierte der schwedische Neuzugang dann wirklich als SG-Spieler zu seinem ersten Training. Es war eine Krafteinheit im Förde-Fitness. Jim Gottfridsson war gut vorbereitet und hatte sich die Wochen zuvor einen persönlichen Trainer genommen. Nun war es Ljubomir Vranjes, inzwischen Chefcoach der SG, der die Ergebnisse an den Geräten kontrollierte. „Danach bildeten wir einen Kreis und Ljubo richtete ein paar Worte an die gesamte Mannschaft“, erzählt Jim Gottfridsson. „Er lobte meine Leistung, und ich bemerkte einige re­spektvolle Blicke der Teamkollegen, die alle Weltklasse-Spieler waren. Ich war stolz, denn ich war nun ein Teil dieser starken Mannschaft.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83049" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2014: Triumph in der Champions League</figcaption></figure></div>


<p>In der Rückraummitte war Thomas Mogensen zunächst der Platzhirsch. Im linken Rückraum hatte die SG aber ihre Verletzungssorgen. Schon in seiner ersten Saison stand Jim Gottfridsson viel auf dem Spielfeld – selbst im Final Four der Champions League 2014, bei dem die Nordlichter rauschende Momente erlebten und den europäischen Handball-Thron erklommen. „Der Erfolg war so überwältigend, dass ich in Köln sonst gar nicht so viel mitbekommen habe“, verrät der damalige Novize. „Als wir Jahre später endlich mal wieder in Köln waren, habe ich erst gemerkt, wie groß die Arena eigentlich ist. Das hatte ich damals gar nicht realisiert.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Tiefpunkt zu zwei Meisterschaften</h2>



<p>In der Siegesfeier auf dem Südermarkt teilte die SG mit, dass Jim Gottfridsson seinen Kontrakt langfristig verlängert hatte. So reibungslos lief es allerdings nicht immer. Innerhalb relativ kurzer Zeit brach sich der Rückraumspieler drei Mal den Mittelfuß. „Das war eine ganz schwere Zeit, da ich mir die Frage stellen musste, ob mein Körper für die enorme Belastung der Bundesliga überhaupt geeignet ist“, berichtet der rotblonde Skandinavier. „Zum Glück kehrte ich gestärkt zurück.“ Jim Gottfridsson trat als Angriffsstratege auf, verinnerlichte jeden Spielzug und reagierte so gut wie auf jede taktische Änderung des Gegners mit einer noch besseren Antwort.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83048" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Derbysieg mit der SG, Bad in der Fan-Menge</figcaption></figure></div>


<p>Das war auch für die SG ein Segen – vor allem in der Saison 2017/18. Mit ihrem neuen Trainer Maik Machulla hatte die Mannschaft zu Weihnachten schon zehn Minuspunkte angehäuft und wurde von vielen abgeschrieben. In der Rückrunde schob sich die SG immer näher an die Spitze. Schließlich lagen nur noch die Rhein-Neckar Löwen etwas besser. An einem Abend unter der Woche rechnete alles mit einem Sieg der Süddeutschen gegen Melsungen. „Ich schaute erst sieben Minuten vor dem Ende auf den Live-Ticker, es war sehr knapp“, erinnert sich Jim Gottfridsson. „Ich schwitzte vor Aufregung, und die Löwen verloren tatsächlich. Ich musste erst einmal in den Garten und Luft schnappen.“ Die SG hatte nun alle Vorteile und wurde nach zwei nervenaufreibenden Arbeitssiegen in Lübbecke und gegen Göppingen tatsächlich deutscher Meister. Die Erleichterung war riesig. „Besser feiern konnten wir ein Jahr später, als wir mit nur vier Minuspunkten deutscher Meister geworden sind“, meint der Handball-Profi. „Das muss man sich mal vorstellen: Wir waren in der so starken Bundesliga wirklich ein Jahr ungeschlagen geblieben.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83049" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2014: Triumph in der Champions League</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Was bringt die Zukunft?</h2>



<p>Jim Gottfridsson war über Jahre einer der Leistungsträger bei der SG, stand im Normalfall in der Startaufstellung. Das änderte sich, als Nicolej Krickau das Traineramt bei der SG übernahm. Die große Wertschätzung spürte das Rückraumass nicht mehr. Früher hatte der schwedische Spielmacher selbst damit kokettiert, seinen bis 2025 gültigen Vertrag nicht zu erfüllen. Im letzten Sommer wurde die Jahreszahl zur ultimativen Trennlinie einer Handball-Ehe. Jim Gottfridsson unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag bei Pick Szeged. „Ich habe das Gefühl, dass mein Körper die Belastung in der Bundesliga nicht mehr so ohne Weiteres mitmacht, diese Liga ist wirklich brutal“, erklärt er. „Außerdem fand ich, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sportlich noch einmal etwas zu probieren.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83044" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2019: die zweite Meisterschaft</figcaption></figure></div>


<p>An eine Rückkehr in die Bundesliga denkt er nicht. Vielmehr peilt Jim Gottfridsson langfristig eine neue Aufgabe im Handball an und plant, als Trainer in Südschweden anzufangen. Und: Wird man ihn irgendwann in Flensburg wiedersehen? Jim Gottfridsson lächelt und antwortet: „Am 8. Juni werde ich nicht ´Tschüss´, sondern ´Auf Wiedersehen´ sagen. Flensburg wird mir immer etwas bedeuten.“</p>



<p><em>Text + Fotos: Jan Kirscher<br></em></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-jim-gottfridsson/">Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-jim-gottfridsson/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Oskar Czertowicz</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-oskar-czertowicz/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-oskar-czertowicz/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2025 22:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Czertowicz]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=82429</guid>

					<description><![CDATA[<p>Spiel, Training und Freizeit – so einfach stellt sich der Laie das Leben eines Handball-Profis vor. Für Oskar Czertowicz, den 19-jährigen Nachwuchsmann der SG Flensburg-Handewitt, gestaltet sich der Tagesablauf allerdings weit komplexer. Häufiger geht der Blick zum Handy. „Der Trainingsplan ändert sich im Moment sehr oft“, erzählt er. Manchmal entscheidet sich erst kurzfristig, wo er [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-oskar-czertowicz/">Das SG-Spieler-Portrait: Oskar Czertowicz</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Spiel, Training und Freizeit – so einfach stellt sich der Laie das Leben eines Handball-Profis vor. Für Oskar Czertowicz, den 19-jährigen Nachwuchsmann der SG Flensburg-Handewitt, gestaltet sich der Tagesablauf allerdings weit komplexer. Häufiger geht der Blick zum Handy. „Der Trainingsplan ändert sich im Moment sehr oft“, erzählt er. Manchmal entscheidet sich erst kurzfristig, wo er trainieren und spielen soll. Seine ersten beiden Optionen sind der Drittligist DHK Flensborg und die A-Jugend der SG. Der junge Rückraumspieler taucht hin und wieder auch bei den Profis im Kader auf. Und den einen oder anderen Vormittag fährt er mit einigen anderen Nachwuchsleuten zum Kooperationspartner in Sonderborg. Jeder Tag ist anders, die Konstante ist der Handball. Oskar Czertowicz ist ein Talent, das davon träumt und dafür arbeitet, ein Handball-Profi zu werden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_6062.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Oskar Czertowicz" class="wp-image-82424" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_6062.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_6062-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_6062-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_6062-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_6062-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Unterwegs mit der A-Jugend der SG</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Von Polen ins Saarland</h2>



<p>Er stammt aus Polen. Er wurde 2006 in Kwidzyn geboren. Die Kleinstadt, die rund 100 Kilometer südlich von Danzig liegt, gehört zu den polnischen Handball-Hochburgen. Der dort ansässige Verein tummelt sich in der polnischen Superliga und traf in der European League sogar mal auf die SG. Einst gehörte ein gewisser Lukasz Czertowicz zum Kader von MMTS Kwidzyn. Der Vater von Oskar wechselte 2010 zum Zweitligisten Wilhelmshavener HV und nur ein Jahr später zur HG Saarlouis, wo die Familie auch nach dem Ende der Karriere wohnen blieb. „Ich war oft mit in der Halle, das hat mich natürlich dazu inspiriert, auch Handball zu spielen“, erzählt der Junior. Im Saarland durchlief er die Altersklassen von der F- bis zur B-Jugend.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_1897.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Oskar Czertowicz" class="wp-image-82425" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_1897.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_1897-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_1897-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_1897-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_1897-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ausgelassene Stimmung nach einem Sieg</figcaption></figure></div>


<p>Die HG Saarlouis hat eine gute Jugendarbeit, die Männer tummeln sich aber nur in der Drittklassigkeit. Bei Oskar Czertowicz wuchs der Wunsch, zu einer Akademie eines Erstliga-Klubs zu wechseln. Er wollte den nächsten Schritt wagen. Bei den Rhein-Neckar Löwen ergab sich tatsächlich ein Probe-Training. Doch die Corona-Pandemie stellte einen Umzug erst einmal hinten an. Der begabte Teenager hatte bald Kontakt zu anderen Vereinen – auch mit der „Flensburg Akademie“, die eine Einladung zu einem dreitägigen Schnupperkurs aussprach. Mit seinem Vater fuhr er im Juni 2021 die 900 Kilometer in den hohen Norden. „Es waren nur drei Tage möglich, da in Schleswig-Holstein die Sommerferien vor der Tür standen und diese im Saarland noch etwas auf sich warten ließen“, erinnert sich Oskar Czertowicz. Er trainierte unter Michael Jacobsen, Matthias Hahn und Simon Hennig in der A- und B-Jugend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Umzug in den hohen Norden</h2>



<p>Kurz darauf folgte ein Zoom-Meeting mit dem damaligen SG-Nachwuchskoordinator Michael Jacobsen. Die Entscheidung zum Umzug reifte allmählich. Nicht nur beim damals 15-Jährigen, sondern auch bei seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder. „Es hatten alle Lust auf etwas Neues, meine Mutter wollte sehr gerne mal am Wasser leben“, erzählt Oskar Czertowicz. „Es war aber schon eine Umstellung für uns. Vorher lebten wir im kleinen Dorf Überherrn, jetzt in einer Großstadt.“ Die Eltern fanden in der neuen Wahlheimat neue berufliche Aufgaben. Vater Lukasz lebt seine Handball-Begeisterung auch als Mannschaftsbetreuer der SG-Nachwuchsteams aus und schaut auch von der Bank aus zu, wie sich sein Sohn in der Jugend-Bundesliga schlägt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4693.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Oskar Czertowicz" class="wp-image-82427" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4693.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4693-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4693-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4693-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4693-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2023 feierte Oskar Czertowicz sein Profi-Debüt</figcaption></figure></div>


<p>Das Talent kommuniziert hauptsächlich mit Simon Hennig und Magnus Frisk, seinen Trainern bei der SG-Jugend und beim DHK. Normalerweise hat Oskar Czertowicz nur eine Übungseinheit am Tag. „Wenn das Training leicht ist oder schon früh am Vormittag stattfindet, gehe ich abends noch mal ins Fitness-Studio und trainiere Kraft“, erzählt er. „In jedem Fall ist es so, dass sich mein Leben im Vergleich zu Gleichaltrigen auf den Kopf gedreht hat. Ich gehe morgens zum Training und habe abends Schule, bei den anderen ist es andersherum.“</p>



<p>Im letzten Schuljahr besuchte er noch die Kurt-Tucholsky-Schule im Präsenz­unterricht. Wegen des Sports häuften sich allerdings die Fehlzeiten an. Als Lösung entpuppte sich eine an das Fördegymnasium angedockte Abendschule, wo der Handballer dienstags und mittwochs persönlich erscheinen soll. Die umfangreichen Hausaufgaben sind mit einem Online-Kurs kombiniert. Man merkt schnell: Ein junger Leistungssportler, der noch einen Schulabschluss machen möchte, hat nur wenig Freizeit. Die Freunde, mit denen sich Oskar Czertowicz mal trifft, sind auch Handballer. „Manchmal bin ich froh, wenn ich mal nichts zu tun habe“, schmunzelt der 19-Jährige.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Perspektiven und das polnische Nationalteam</h2>



<p>Er spielt übrigens noch in einer weiteren Mannschaft, im U21-Nationalteam von Polen. Mitte März fuhr er mit seinem Vater über 1000 Kilometer, um ins ostpolnische Olecko zu gelangen. Dort standen ein Lehrgang mit Junioren-Nationaltrainer Bartosz Jurecki, einst Kreisläufer beim SC Magdeburg, sowie Testspiele gegen Nordmazedonien und Algerien auf dem Programm. Als Gast aus Deutschland ist Oskar Czertowicz der Exot, er hat aber keine Verständigungsprobleme. „Wir sprechen in unserer Familie Polnisch“, erzählt er. „Nur mit dem Schreiben und Lesen auf Polnisch klappt es nicht ganz hundertprozentig, da ich immer eine deutsche Schule besucht habe.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4921.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Oskar Czertowicz" class="wp-image-82428" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4921.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4921-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4921-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4921-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC_4921-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Einsatz für den DHK Flensborg</figcaption></figure></div>


<p>Wenn Oskar Czertowicz jetzt am Flensburger Hafen in der Frühjahrssonne schlendert, weiß er nicht, ob es in zwölf Monaten wieder so sein wird. Noch ist offen, wie es ab Sommer weitergeht. Aber er kann sich sicher sein, dass es weitergeht. „Ich hatte Gespräche mit der SG, aber auch viele Angebote von anderen Vereinen“, erzählt das Handball-Talent. „Ich mache mir da keinen Stress, möchte es erst vor der Weltmeisterschaft geklärt haben.“ Dabei handelt es sich um die U21-Weltmeisterschaft, die Mitte Juni beginnt. Polen ist der Gastgeber und trifft in Plock auf Norwegen, Uruguay und Slowenien. „Wir wollen unbedingt ein gutes Ergebnis erreichen, auf dem die A-Nationalmannschaft aufbauen kann“, sagt Oskar Czertowicz. Für ihn persönlich soll das Turnier den nächsten Schritt in der Karriereleiter bringen.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner    </em></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-oskar-czertowicz/">Das SG-Spieler-Portrait: Oskar Czertowicz</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-oskar-czertowicz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SG-Portrait: Geschäftsführer Holger Glandorf</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-geschaeftsfuehrer-holger-glandorf/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-geschaeftsfuehrer-holger-glandorf/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 23:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Holger Glandorf]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=73093</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gebacken wird an der Schiffbrücke 66 schon lange nicht mehr. Zumindest nicht im engeren Sinne. Einst war dieses orange Gebäude am Flensburger Hafen der Sitz einer Brotfabrik, die längst saniert und zu einem „Innovationszentrum“ umgebaut wurde. Seit 2006 residiert im Komplex auch die SG Flensburg-Handewitt und backt dort nun ihre Handball-Titel. Jeden Tag geht Holger [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-geschaeftsfuehrer-holger-glandorf/">Das SG-Portrait: Geschäftsführer Holger Glandorf</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Gebacken wird an der Schiffbrücke 66 schon lange nicht mehr. Zumindest nicht im engeren Sinne. Einst war dieses orange Gebäude am Flensburger Hafen der Sitz einer Brotfabrik, die längst saniert und zu einem „Innovationszentrum“ umgebaut wurde. Seit 2006 residiert im Komplex auch die SG Flensburg-Handewitt und backt dort nun ihre Handball-Titel. Jeden Tag geht Holger Glandorf die Treppen hoch – zur Geschäftsstelle seines Klubs, die in der dritten und vierten Etage ihre Räumlichkeiten hat. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Innenförde. Den genießt Holger Glandorf allerdings weniger, da sein Büro auf der Innenhofseite liegt.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="73088" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3372.jpg" alt="" class="wp-image-73088" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3372.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3372-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3372-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3372-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3372-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Übergabe: Dierk Schmäschke und Holger Glandorf</figcaption></figure>
</figure>



<p>Seit nunmehr 150 Tagen ist der 39-Jährige als alleiniger Geschäftsführer im Amt. Seinen Posten gibt es nunmehr seit 27 Jahren bei Deutschlands nördlichstem Bundesligisten. Diese Funktion ergab sich aus der 1995 vorgenommenen wirtschaftlichen Ausgliederung der Profi-Handballer – um die Stammvereine TSB Flensburg und Handewitter SV aus der Haftung für den Erstliga-Spielbetrieb zu entlassen. Holger Glandorf ist der siebte Geschäftsführer der SG.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" data-id="73092" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_6697.jpg" alt="" class="wp-image-73092" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_6697.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_6697-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_6697-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_6697-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_6697-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zittern in der „Hölle Nord“</figcaption></figure>
</figure>



<p>Ins kalte Wasser geworfen wurde er nicht, er hat eine Zeit des Übergangs hinter sich. Nach der Beendigung seiner aktiven Handball-Karriere wechselte der gebürtige Osnabrücker im Sommer 2020 in das Team der Geschäftsstelle und unterstützte in verschiedenen Bereichen die Abläufe. Einst hatte er Sportmanagement studiert und absolvierte einen Lehrgang zum „European Handball Manager“. Im Frühling 2021 entschied der SG-Beirat um Boy Meesenburg, Holger Glandorf ab Januar 2022 als zweiten Geschäftsführer neben Dierk Schmäschke zu bestellen, um so einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen. In den folgenden sechs Monaten fungierte der langjährige Amtsinhaber als Vorsitz der Geschäftsführung und übergab die Aufgaben allmählich an Holger Glandorf.<br>Bei den Spielen in der „Hölle Nord“ steht er zumeist im Bereich hinter den Zeitnehmern und zittert mit. „Man ist doch sehr angespannt, das sportliche Ergebnis betrifft einen selbst direkt, aber man kann es nicht beeinflussen“, sagt der Manager. „Nach Niederlagen hatte ich früher gegrübelt und konnte nicht schlafen. Heute bin ich niedergeschlagen und kaputt.“ Eine natürliche Nähe zum Spielfeld ist ihm anzumerken. Kein Wunder: Hinter ihm liegt eine große Karriere als Handball-Profi. Einst erlebte Holger Glandorf die große Epoche der HSG Nordhorn mit, wurde 2007 mit der DHB-Auswahl Weltmeister und feierte seit 2011 etliche Titel mit der SG. Mit 2406 Treffern ist der ehemalige Rückraum-Star der beste Feldtorschütze der Bundesliga-Historie.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" data-id="73090" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_4560.jpg" alt="" class="wp-image-73090" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_4560.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_4560-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_4560-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_4560-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_4560-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Holger Glandorf ist einer der Rekordspieler der Bundesliga</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="759" height="1024" data-id="73087" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3131-759x1024.jpg" alt="" class="wp-image-73087" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3131-759x1024.jpg 759w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3131-222x300.jpg 222w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3131-768x1037.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3131-696x940.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3131-311x420.jpg 311w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3131.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 759px) 100vw, 759px" /><figcaption class="wp-element-caption">Deutscher Meister 2018</figcaption></figure>
</figure>



<p>Am 8. März 2020 spielte er mit seiner SG in Berlin. Dann war plötzlich Schluss: Es folgten der Corona-Lockdown, der Saison-Abbruch. Das bereits angekündigte Karriereende musste Holger Glandorf völlig unspektakulär auf der Couch vollziehen. Erst gut zwei Jahre später erhielt er noch sein Abschiedsspiel. Im August wurde er zusammen mit Lasse Svan verabschiedet und in die „Hall of Fame“ der SG aufgenommen.<br>Als Geschäftsführer hatte er da bereits mit ganzen anderen Abläufen zu tun als während seiner Laufbahn. Nun geht es primär um konzeptionelle und organisatorische Dinge. „In kleinen Schritten werden wir einige neue Ideen umsetzen“, betont Holger Glandorf. „Es geht aber nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern die über Jahre erfolgreiche Arbeit mit einem starken Team weiterzuführen.“ Neben den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle befindet er sich regelmäßig mit dem neuen Präsidenten Dierk Schmäschke und dem Beiratsvorsitzenden Boy Meesenburg im Austausch.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="73089" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3739.jpg" alt="" class="wp-image-73089" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3739.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3739-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3739-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3739-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_3739-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Es ist eine schnelllebige Zeit mit stets neuen Entwicklungen. „Wir hatten die Dauerkarten-Preise vor der Saison nicht erhöht, um die Leute nach der Corona-Pandemie wieder in die Halle zu locken“, erklärt Holger Glandorf. „Angesichts der aktuellen Kostensteigerungen hätten wir aber die Eintrittspreise anpassen müssen.“ Vor allem die Preise für Energie und Reisen schossen in die Höhe. Nach Einsparungspotenzial wird gesucht: Jetzt wird das Licht bei den Heimspielen erst später hochgefahren oder Charter-Flüge möglichst vermieden.<br>Man spürt, dass Holger Glandorf für seinen Sport Feuer und Flamme ist. Er übt einen Job aus, in dem man fast ständig erreichbar sein muss. „Wenn der sportliche Erfolg da ist, geht alles einfacher“, sagt er mit einem Lächeln. „Deshalb tun wir alles dafür, die besten Voraussetzungen für die Mannschaft zu schaffen.“ Wenn sich Bus oder Flugzeug in Bewegung setzen, befindet sich Holger Glandorf häufiger an Bord. Natürlich ist der enge Kontakt zu den Spielern wichtig. Aus eigener Erfahrung als Spieler weiß er: „Es kann nicht immer perfekt laufen, aber man muss immer die richtige Einstellung auf das Spielfeld bringen.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="73086" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1336.jpg" alt="" class="wp-image-73086" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1336.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1336-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1336-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1336-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1336-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abschiedsspiel mit Lasse Svan</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="779" height="1024" data-id="73085" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1246-779x1024.jpg" alt="" class="wp-image-73085" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1246-779x1024.jpg 779w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1246-228x300.jpg 228w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1246-768x1010.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1246-696x915.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1246-319x420.jpg 319w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/11/DSC_1246.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 779px) 100vw, 779px" /><figcaption class="wp-element-caption">Holger Glandorf mit seinen Söhnen</figcaption></figure>
</figure>



<p>Es gibt aber immer wieder Termine und Aufgaben, die einer Fahrt zu Auswärtsspielen entgegenstehen. Neben den organisatorischen Abläufen ist für einen Geschäftsführer das Wort „Perspektive“ wichtig. Es geht darum, Sponsoren-Verträge zu verlängern und vielleicht sogar neue Geldquellen zu erschließen, um so die Leistungsfähigkeit des Klubs auch für die Zukunft zu bewahren. Wenn die SG einen neuen Spieler verpflichtet oder mit einem aktuellen Akteur verlängert, ist er nicht nur in die Gespräche mit eingebunden, seine Unterschrift landet sogar unter dem Vertrag. Zuletzt war das bei Torhüter Kevin Möller der Fall, als dieser seinen Kontrakt bis 2027 ausdehnte. Eine lange Laufzeit, die Holger Glandorf mit Wohlwollen aufnahm. „Der Markt ist mittlerweile sehr umkämpft“, weiß der SG-Geschäftsführer. „Wir müssen immer frühzeitiger in die Kader-Planung gehen.“</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-geschaeftsfuehrer-holger-glandorf/">Das SG-Portrait: Geschäftsführer Holger Glandorf</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-geschaeftsfuehrer-holger-glandorf/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Johan Hansen</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-johan-hansen/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-johan-hansen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2022 16:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Johan Hansen]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=72788</guid>

					<description><![CDATA[<p>18 Inseln und nur 50.000 Einwohner – die Färöer gehören im Nordatlantik eher zu den abgeschiedenen Gegenden der Welt. Der Archipel ist bekannt für Schafe und Fischerei. „Touristen würde ich empfehlen, einen Rucksack zu nehmen und in der Natur zu wandern“, sagt Johan Hansen. „Überall gibt es Berge und grüne Wiesen. Vier bis sieben Tage [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-johan-hansen/">Das SG-Spieler-Portrait: Johan Hansen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>18 Inseln und nur 50.000 Einwohner – die Färöer gehören im Nordatlantik eher zu den abgeschiedenen Gegenden der Welt. Der Archipel ist bekannt für Schafe und Fischerei. „Touristen würde ich empfehlen, einen Rucksack zu nehmen und in der Natur zu wandern“, sagt Johan Hansen. „Überall gibt es Berge und grüne Wiesen. Vier bis sieben Tage genügen, um die wichtigsten Punkte abzulaufen.“ Er muss es wissen. Der 28-Jährige ist der erste Färinger bei der SG Flensburg-Handewitt und trat im Sommer auf Rechtsaußen in die großen Fußstapfen der SG-Legende Lasse Svan.<br>Mit 16 Jahren verließ Johan Hansen seine Heimat – wegen des Handballs. Im schroffen Klima der Inselgruppe hatte Johan Hansen einst wie so viele Jungen in Torshavn beim Klub „Kyndil“ – auf Deutsch Fackel – mit einer sportlichen Zweiteilung begonnen: im Sommer Fußball, im Winter Handball. Eines Tages kam ein dänischer Handball-Trainer auf die Färöer und sichtete einige Jugendspieler. Von Johan Hansen zeigte sich der Scout sehr angetan: „Du hast Talent, mach doch mal ein Probe-Training bei uns.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="72780" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0203.jpg" alt="" class="wp-image-72780" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0203.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0203-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0203-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0203-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0203-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" data-id="72781" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0221-hansen.jpg" alt="" class="wp-image-72781" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0221-hansen.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0221-hansen-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0221-hansen-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0221-hansen-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0221-hansen-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Dabei bestätigte sich der Eindruck. „Zwei Wochen später saß ich im Flugzeug und wechselte an die Akademie von Skanderborg“, erinnert sich der Linkshänder. Das Leben war nun ganz anders. Schule und Sport prägten den Alltag in Jütland. „Anfangs vermisste ich Familie und Freunde“, erzählt er. „Immerhin kamen meine Eltern wegen ihrer Arbeit mehrfach nach Dänemark, und an der Akademie waren viele junge Menschen, mit denen ich viel Spaß hatte.“ Zu der Zeit „veränderte“ sich auch der Name: Auf den Färöern hatten die Menschen Johan á Plógv favorisiert. „Ich habe zwei Nachnamen“, verrät er. „Der erste ist von meiner Mutter. Hansen ist von meinem Vater, den ich in Dänemark nicht buchstabieren musste.“ Fortan dominierte „Johan Hansen“ in den Spielerlisten.<br>Aus einem Schnupper-Jahr an der Akademie von Skanderborg wurde mehr. Der Insulaner blühte auf. Aus der Jugend schaffte er bald den Sprung in die dänische Erstklassigkeit und wechselte 2015 zu Bjerringbro-Silkeborg, einem der Top-Klubs in Dänemark. Anfangs musste er sich die Spielanteile noch gegen einen Routinier erkämpfen, doch nach einigen Jahren war Johan Hansen der Platzhirsch auf dem rechten Flügel.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="72786" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_5826.jpg" alt="" class="wp-image-72786" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_5826.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_5826-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_5826-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_5826-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_5826-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="72782" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2575.jpg" alt="" class="wp-image-72782" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2575.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2575-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2575-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2575-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2575-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Inzwischen zog er sich das Danebrog-Trikot über – mit Verspätung. Kurz vor seinem Abflug nach Skanderborg hatte er mit nur 16 Jahren im Männer-Nationalteam der Färöer debütiert. „Die Rede war von einem Trainingsturnier, dann galt das Finale aber doch als Pflichtspiel“, blickt Johan Hansen zurück. „Schließlich teilte der Verband mit, dass er kein Geld hätte, um irgendwelche Qualifikationsspiele für Europa- und Weltmeisterschaften zu spielen. Und für Dänemark konnte ich zunächst nicht auflaufen, da ich wegen des einen Einsatzes drei Jahre warten musste.“<br>Die Geduld sollte sich auszahlen. 2015 gehörte der Rechtsaußen zum dänischen Team, das bei der Junioren-WM in Brasilien Silber ergatterte. Auf der Männer-Ebene hatte er zunächst einen schweren Stand gegen Stars wie Lasse Svan und Hans Lindberg, doch nach einigen Jahren etablierte sich die jüngere Kraft. „Ich habe den Wechsel zur dänischen Nationalmannschaft nie bereut, ich habe schon viel erlebt“, erzählt Johan Hansen. „Ich gewann Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio, aber wenn ich nur einen Höhepunkt nennen müsste, dann war das 2019 die Gold-Medaille bei der WM in Dänemark.“ Eine große Begeisterung begleitete die dänischen Ballwerfer damals zum Titelgewinn.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1024" data-id="72783" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3056-700x1024.jpg" alt="" class="wp-image-72783" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3056-700x1024.jpg 700w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3056-205x300.jpg 205w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3056-768x1124.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3056-696x1019.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3056-287x420.jpg 287w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3056.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="748" height="1024" data-id="72784" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3173-748x1024.jpg" alt="" class="wp-image-72784" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3173-748x1024.jpg 748w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3173-219x300.jpg 219w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3173-768x1051.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3173-696x953.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3173-307x420.jpg 307w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_3173.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px" /></figure>
</figure>



<p>Damit stand der Emporkömmling auch in den Notizbüchern der Bundesligisten. Ab 2020 nahm ihn die TSV Hannover-Burgdorf unter Vertrag. Das Lernen der deutschen Sprache geriet zunächst in den Hintergrund. „Die Wahrheit ist, dass ich im ersten Jahr fast nur Englisch gesprochen habe“, erzählt Johan Hansen. „Trainer Carlos Ortega war Spanier, und wir hatten sieben Spieler vom Balkan. Zur letzten Saison kam dann Christian Prokop als neuer Trainer – und ich lernte Deutsch.“<br>Mit Hannover sprangen Platzierungen im Mittelfeld heraus. Der nächste logische Schritt: ein Top-Klub. Die SG musste die Nachfolge für Lasse Svan regeln und signalisierte großes Inter-esse. „Als mein Berater mich anrief, sagte ich ihm nur: Verhandle weiter, da möchte ich hin!“ Beide Seiten wurden sich einig. Nachdem ihn eine Oberschenkel-Blessur anfangs etwas ausbremste, konnte Johan Hansen inzwischen seine Qualitäten auf dem rechten Flügel unter Beweis stellen. Gegen die Füchse Berlin lief er erstmals im SG-Trikot in die „Hölle Nord“ ein. „Bei einem Heimspiel hatte ich noch nie so eine Atmosphäre erlebt“, strahlte er und gab sich sehr zuversichtlich: „Ich sehe nichts, was dagegen spricht, dass wir zu den Teams gehören, die um die Meisterschaft spielen werden.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_9319.jpg" alt="" class="wp-image-72787" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_9319.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_9319-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_9319-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_9319-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_9319-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Der Handball-Profi schaut gerne Serien und Filme, liebt es privat vor allem familiär. Im Mittelpunkt: die fast dreijährige Tochter. „Ich bin gerne zu Hause, wegen des Handballs sind wir ja oft unterwegs“, verrät Johan Hansen. Im Oktober war er mit der SG nach Lemgo und reiste dann direkt weiter zu einem einwöchigen Nationalmannschafts-Lehrgang in Kopenhagen und Stockholm.<br>Auf die Färöer kehrt er noch im Sommer für eine Woche zurück und sieht dann Eltern und Schwester. Mit seinem Bruder betreibt der Leistungssportler eine Kunst-Galerie in Torshavn. Sie bietet ein breites Spektrum der Inselkunst – von abstrakt bis Naturgemälde. „Meine ganze Familie malt gerne“, erzählt Johan Hansen. „Ich habe mich nicht wirklich anstecken lassen. Zumindest gibt es kein Bild von mir, das ich für so gut halte, dass ich es verkaufen würde.“ Beim Handball gibt er ganz gewiss eine bessere Figur ab.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-johan-hansen/">Das SG-Spieler-Portrait: Johan Hansen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-johan-hansen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SG-Spieler-Portrait: August Pedersen</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-august-pedersen/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-august-pedersen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 22:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[August Pedersen]]></category>
		<category><![CDATA[sg flensburg handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=72494</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die letzten Minuten laufen. Die Zuschauer begrüßen einen Debütanten: August Pedersen darf gegen Minden mitwirken und erzielt kurz darauf sein erstes Tor für die SG Flensburg-Handewitt. „Vor einem ersten Heimspiel in einem neuen Verein ist man immer besonders aufgeregt“, erzählt der 28-Jährige etwas später. „Aber dann hat man den Fokus auf das Spiel, und alles [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-august-pedersen/">Das SG-Spieler-Portrait: August Pedersen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die letzten Minuten laufen. Die Zuschauer begrüßen einen Debütanten: August Pedersen darf gegen Minden mitwirken und erzielt kurz darauf sein erstes Tor für die SG Flensburg-Handewitt. „Vor einem ersten Heimspiel in einem neuen Verein ist man immer besonders aufgeregt“, erzählt der 28-Jährige etwas später. „Aber dann hat man den Fokus auf das Spiel, und alles ist kein Problem. Die Atmosphäre war wie erwartet sehr gut – und anders als meine bisherigen Erfahrungen.“ Bei seinen Ex-Klubs in Norwegen und Silkeborg waren selbst bei Top-Spielen nicht mehr als 2000 Zuschauer in der Halle.<br>Ein paar Tage nach diesem aufregenden Debüt trifft das „Flensburg-Journal“ den Norweger im Anschluss an das Training in der Duburghalle. Einige seiner neuen Mitspieler hat er bereits liebgewonnen. Ein gemeinsamer Freundeskreis und die Golf-Passion verbinden ihn mit Magnus Röd. Göran Sögard wartet bereits im Vorraum. Die beiden wollen den Nachmittag zusammen verbringen, sie spielten einst in Norwegens Jugend-Teams zusammen. Und dann gibt es noch Johan Hansen. „Great Guy“, grinst August Pedersen und ruft von der Tribüne in der Duburghalle herunter: „Haben wir zusammen schon etwas erlebt?“ Dieser schaut kurz hoch, lacht nur und grinst: „Nein!“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2632.jpg" alt="" class="wp-image-72500" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2632.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2632-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2632-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2632-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2632-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Die beiden diesjährigen Neuzugänge sind fast gleich alt, beide sind Baujahr 1994. Sie kennen sich aufgrund zweier gemeinsamer Jahre in Silkeborg sehr gut. „Im Moment sehen wir uns nur beim Training und bei den Spielen, Johan wohnt ja mit seiner Familie in Handewitt und ich in Flensburg“, erklärt August Pedersen. Zwei Dinge hat ihm der andere Neuzugang voraus: Bundesliga-Erfahrung und umfangreiche Kenntnisse der deutschen Sprache.<br>Geboren wurde der norwegische Links-außen in Notodden. Das ist ein kleines Städtchen knapp zwei Stunden südwestlich von Oslo. Es ist bekannt für ein großes Blues-Festival. „Die Musik hat mich durchaus geprägt“, erzählt der Profi-Sportler. „Mein Vater spielt in einer Blues-Band.“ Der Handball übte auf ihn aber eine größere Faszination aus. Mit 16 Jahren zog er weg, um beim Handball entscheidende Fortschritte zu machen. August Pedersen spielte fünf Jahre für Haslum HK, dann zwei Jahre in Arendal, ehe der dänische Erstligist Bjerringbro-Silkeborg einen Drei-Jahres-Vertrag anbot.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="72495" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0351.jpg" alt="" class="wp-image-72495" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0351.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0351-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0351-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0351-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0351-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="72496" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0362.jpg" alt="" class="wp-image-72496" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0362.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0362-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0362-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0362-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_0362-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Für die letzte Saison kehrte er nach Norwegen zurück, entschied sich für Drammen HK, obwohl ihm durchaus Angebote von anderen Klubs vorlagen. „Nach anderthalb Jahren mit den Corona-Einschränkungen wollte ich dichter an der Familie in Norwegen sein“, verrät er. Der Rechtshänder hatte zudem eine Schulter-Blessur, die ihn zur Vorsicht mahnte. Es war ein „gutes Jahr“ in der Heimat. Im europäischen Challenge-Cup stürmte Drammen bis ins Halbfinale und in der norwegischen Liga auf Rang zwei.<br>Als sich einige hundert Kilometer weiter südlich der Abschied von Hampus Wanne abzeichnete, entstand der Kontakt zur SG. „August ist ein sehr ehrgeiziger und ein sehr ruhiger Typ, der eine sehr gute Einstellung gegenüber seinem Sport hat und über eine sehr starke Beinarbeit verfügt“, meint Coach Maik Machulla. „Man kann ihn als nordischen Wikinger, ja als einen norwegischen Terrier bezeichnen.“<br>Mitte Juli betrat August Pedersen echtes Neuland. Er bezog eine Wohnung im Flensburger Zentrum, schlenderte durch die Fußgängerzone und zur Hafenspitze – und spürte dabei, dass er mit vielen neuen Dingen konfrontiert werden würde: ein neuer Ort, ein neues Team, eine neue Sprache, ja eine neue Kultur. „Auch wenn einige norwegische Vereine sehr seriös daran arbeiten, sich einen Namen in Europa zu machen, ist die Bundesliga natürlich eine ganze andere Hausnummer“, weiß der 1,80 Meter große Ballwerfer. Er lächelt: „Handball in Deutschland ist ein besonderer Spaß.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-10 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="72497" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2422.jpg" alt="" class="wp-image-72497" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2422.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2422-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2422-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2422-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2422-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1069" data-id="72498" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2608.jpg" alt="" class="wp-image-72498" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2608.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2608-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2608-766x1024.jpg 766w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2608-768x1026.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2608-696x930.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2608-314x420.jpg 314w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Der 28-Jährige fühlt sich gut aufgenommen. Magnus Röd und Göran Sögard, die beiden Landsleute, helfen bei bürokratischen Dingen oder übersetzen schnell, wenn er beim Training oder während der Spiele etwas nicht versteht. Ein „kleiner Job“ wurde ihm in einer Mannschaftsbesprechung zugeteilt: August Pedersen ist Musikwart. Bei Kraft-Einheiten oder zum Warm-Up gibt es fetzige, elektronische Musik. „Typische Trainingsmusik“, schmunzelt der ernannte Experte. „Und nach den Spielen wird es etwas ruhiger, aber auch nur wenn wir gewinnen.“<br>Völlig ungewohnt im illustren SG-Kader: August Pedersen wartet noch auf sein erstes Länderspiel. Vielleicht füllt sich die leere Stelle im Lebenslauf ja mit dem Engagement in der Bundesliga. „Ich werde in jedem Fall hart arbeiten, um mich zu verbessern“, kündigt der Links-außen an. „Ich hatte immerhin schon Nominierungen ins B-Team.“ Außerdem war er für die diversen Jugend-Nationalmannschaften einst zu Weltmeisterschaften in Brasilien und Ungarn sowie zwei Mal zu Europameisterschaften in Österreich. Mit dem Sprung in den Männerbereich scheint er durch das Raster gefallen zu sein.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-11 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" data-id="72499" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2626.jpg" alt="" class="wp-image-72499" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2626.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2626-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2626-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2626-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2626-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="72501" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2640.jpg" alt="" class="wp-image-72501" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2640.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2640-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2640-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2640-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2640-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Bei der SG ist der Neuzugang allerdings als Backup für Emil Jakobsen angedacht. „Er ist ein fantastischer Spieler“, sagt August Pedersen. „Die SG und ich haben uns vor dem Wechsel über die Rahmenbedingungen unterhalten. Mir war vorher klar, auf was ich mich einlasse.“ Er hofft demnächst auf familiäre Unterstützung in der „Hölle Nord“. Seine Eltern sowie seine beiden Schwestern und der Bruder sind neugierig auf Flensburg. „Sie versuchen, aus Norwegen zu den Heimspielen zu kommen“, erzählt August Pedersen. „Aber unter der Woche ist es nicht einfach, wenn man auch beruflich eingespannt ist.“ Gegen Magdeburg könnte es klappen! Und dann ist da noch Freundin Mie. „Sie ist selbst Handballerin, spielt in Larvik erstklassig und ist deshalb auch sehr beschäftigt“, verrät August Pedersen. „Bislang schafften wir es, uns alle zwei Wochen zu sehen.“</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2862.jpg" alt="" class="wp-image-72503" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2862.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2862-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2862-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2862-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/10/DSC_2862-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div><p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-august-pedersen/">Das SG-Spieler-Portrait: August Pedersen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-august-pedersen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Lasse Svan</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-lasse-svan/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-lasse-svan/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2022 22:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[Lasse Svan]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Spielerportrait SG]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=71070</guid>

					<description><![CDATA[<p>Feiertag in Dänemark, Abschied für Lasse Svan: Der 38-jährige Handballer wurde in den letzten zwei Dekaden zwei Mal Weltmeister, einmal Europameister und einmal Olympiasieger, an Gründonnerstag bestritt er in Kopenhagen sein letztes von 246 Länderspielen für Dänemark. Nach dem glatten Erfolg über Polen folgten in der Royal Arena zu Kopenhagen eine offizielle Ehrung und stehende [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-lasse-svan/">Das SG-Spieler-Portrait: Lasse Svan</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/6-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-71076" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/6-1-1024x576.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/6-1-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/6-1-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/6-1-696x392.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/6-1-1068x601.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/6-1-747x420.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/6-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p>Feiertag in Dänemark, Abschied für Lasse Svan: Der 38-jährige Handballer wurde in den letzten zwei Dekaden zwei Mal Weltmeister, einmal Europameister und einmal Olympiasieger, an Gründonnerstag bestritt er in Kopenhagen sein letztes von 246 Länderspielen für Dänemark. Nach dem glatten Erfolg über Polen folgten in der Royal Arena zu Kopenhagen eine offizielle Ehrung und stehende Ovationen. „Fantastisch, überragend, großer Stolz – ich muss all diese Wörter benutzen, um diesen Moment zu beschreiben“, strahlt Lasse Svan noch immer, wenn er darauf angesprochen wird. „Als ich schließlich nach Hause kam, hat mir nichts leid getan. Es war der richtige Zeitpunkt aufzuhören.“<br>Dieser Schritt steht ihm in Kürze auch bei der SG Flensburg-Handewitt bevor. Die Zahl der verbliebenen Spiele ist an einer Hand abzuzählen. Einen Vorgeschmack auf eine Abschiedszeremonie erhielt der SG-Kapitän Anfang Mai, als er in Sonderborg der letzten Partie von Thomas Mogensen beiwohnte. Die beiden verbindet eine Freundschaft, seitdem sie vor 20 Jahren gemeinsam für das dänische Spitzenteam GOG Gud­me aufliefen. „Beim Abschiedsspiel von Mogi habe ich gefühlt, dass meine Zeit nun auch bald kommen wird“, erzählt Lasse Svan. „Ich versuche, die Gedanken zu verdrängen und den Fokus auf die Spiele zu legen.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/5-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-71075" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/5-1-1024x576.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/5-1-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/5-1-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/5-1-696x392.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/5-1-1068x601.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/5-1-747x420.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/5-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p><br>Seine Bilanz ist unglaublich: In 14 Jahren für die SG spielte er 650 Mal – so viel wie kein anderer in der Vereinsgeschichte – und traf rund 2500 Mal ins Tor. Ich erinnere mich noch gut an meine erste persönliche Begegnung mit ihm. Es war der 8. August 2008, der Tag, an dem die Olympischen Spiele in Peking eröffnet wurden. Lasse Svan, der damals noch den Nachnamen „Hansen“ trug, war an der dänischen Vorbereitung beteiligt, schaffte es aber nicht in den Kader, der nach China reiste. Stattdessen schloss sich der Rechtsaußen als Neuzugang der Testphase in Flensburg an. „Wir haben den schnellsten Spieler Dänemarks verpflichtet“, schnalzte SG-Sportdirektor und Landsmann Anders Dahl-Nielsen mit der Zunge.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/3-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-71073" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/3-1-1024x576.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/3-1-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/3-1-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/3-1-696x392.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/3-1-1068x601.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/3-1-747x420.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/3-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p><br>Lasse Svan war mit Sören Stryger unterwegs. Der Positionskollege hatte gerade seine Karriere bei der SG beendet und fungierte nun als Berater. Ich führte mit dem neuen Spieler ein Interview für die Tagespresse. Wir saßen im „Förde-Fitness“, sprachen auf Deutsch und Englisch. Es ging um seine bisherige Vita, seinen neuen Klub, seinen neuen Nachbarn Thomas Mogensen und sein Talent im Billard. Über Flensburg lag gewittrige Luft. Am Ende des Gesprächs fiel der Strom aus. Die Musik im Hintergrund verstummte, wir redeten im Halbdunkeln weiter. So entstand eine ganz besondere Atmosphäre. Aber ich hatte nicht geahnt, dass ich mit dem zukünftigen Rekordspieler der SG zusammensitzen würde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/1-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-71071" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/1-2-1024x576.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/1-2-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/1-2-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/1-2-696x392.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/1-2-1068x601.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/1-2-747x420.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/1-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><br>Einen Monat später bestritt Lasse Svan sein erstes Spiel für die SG. Es war gegen Balingen. „Für mein erstes Tor kam ich über den Rückraum, wobei ich von Frank Ettwein voll einen auf die Brust bekam“, erinnert sich der Linkshänder. „Das war schmerzhaft – aber der Ball war im Tor.“ Schnell wurde er Stammspieler und trug mit dazu dabei, dass sein Verein ab 2012 wieder zur europäischen und nationalen Spitze zählte. Die SG gewann die Champions League, zwei Mal die deutsche Meisterschaft, den DHB-Pokal und den Europacup der Pokalsieger. Alle wichtigen Titel errang Lasse Svan zumindest einmal. „Ich hatte stets die Lust, mich zu verbessern“, erklärte er einmal seinen großen Titel-Hunger. „Auch mit 30 oder 32 Jahren war ich nicht mit dem erreichten Niveau zufrieden, sondern sah immer noch Potenzial.“ Jetzt ist offenbar der Zeitpunkt gekommen, an dem es anders geworden ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/7-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-71077" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/7-1-1024x576.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/7-1-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/7-1-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/7-1-696x392.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/7-1-1068x601.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/7-1-747x420.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/7-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p><br>Von der Zukunft hat der Profi-Handballer klare Vorstellungen. Ab Mitte Juni will er erst einmal nichts anderes machen als Urlaub mit Familie und Freunden. „Ich will“, betont er, „meine Tage selbst gestalten.“ Sie werden nicht mehr dem Ablauf des Spielbetriebs gehorchen. Im November soll ein gemeinsamer Traum von ihm und Ex-Handball-Kollege Anders Eggert in Erfüllung gehen. Die beiden wollen in die USA fliegen und zwei Wochen lang in verschiedenen Städten Sport schauen: American Football, Basketball, Baseball und Eishockey.<br>Ab August beginnt für Lasse Svan in Kolding, wo seine Familie bereits wohnt, ein neuer Lebensabschnitt. Er möchte sich dann mit dem Mental-Coaching beschäftigen. Bereits vor zwei Dekaden hatte er selbst einen solchen Spezialisten getroffen. „Da lernte ich nicht so viel über Handball, aber umso mehr, wie ich mich auf dem Spielfeld und außerhalb verhalte“, verrät Lasse Svan. Vor rund zehn Jahren machte er parallel zum Handball eine Ausbildung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/4-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-71074" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/4-1-1024x576.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/4-1-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/4-1-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/4-1-696x392.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/4-1-1068x601.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/4-1-747x420.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/4-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p><br>Das Wissen nutzte ihm auch auf dem Spielfeld und in seiner Karriere. „Ich lernte mich viel besser selbst kennen“, erklärt der 38-Jährige. „Am wichtigsten ist es zu wissen, wie man aus einem Tief herauskommt. Denn ein solches Tief erlebt jeder Leistungssportler irgendwann. Es zu verkürzen kann letztendlich der Unterschied sein, ob man das höchste Niveau erreicht oder es nur für die Zweitklassigkeit langt.“<br>Lasse Svan schaffte es auf die absolute Spitze. In Kürze wird der Handball eine eher kleine Bedeutung in seinem Alltag bekommen. Die „Hölle Nord“ bleibt im Blickfeld. Denkbar ist, dass der diesjährige Jacob Cement Cup zu einem offiziellen Abschiedsspiel umgewandelt wird. Lasse Svan ist ohne Zweifel eine Vereinslegende und muss in die „Hall of Fame“ der Flens-Arena aufgenommen werden. Das wäre ein Feiertag in Flensburg.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/8-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-71078" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/8-1-1024x576.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/8-1-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/8-1-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/8-1-696x392.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/8-1-1068x601.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/8-1-747x420.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/05/8-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p class="has-small-font-size"><br><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-lasse-svan/">Das SG-Spieler-Portrait: Lasse Svan</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-lasse-svan/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SG-Portrait: Michael Jacobsen</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-michael-jacobsen/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-michael-jacobsen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2022 09:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jacobsen]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=70371</guid>

					<description><![CDATA[<p>Lüftungsrohre und ein Kabinenschrank bedecken die Betonwände, während an den Pinnwänden Bilder von den deutschen Meisterschaften und Pläne hängen. Keine Frage: Der frühere Lagerraum in der unteren Ebene der Flensburg-Akademie taugt auch als Büro. Handball-Coach Michael Jacobsen hat sein Notebook hochgefahren und startet eine Video-Konferenz mit den anderen Trainern im Nachwuchsbereich der SG Flensburg-Handewitt. Die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-michael-jacobsen/">Das SG-Portrait: Michael Jacobsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Lüftungsrohre und ein Kabinenschrank bedecken die Betonwände, während an den Pinnwänden Bilder von den deutschen Meisterschaften und Pläne hängen. Keine Frage: Der frühere Lagerraum in der unteren Ebene der Flensburg-Akademie taugt auch als Büro. Handball-Coach Michael Jacobsen hat sein Notebook hochgefahren und startet eine Video-Konferenz mit den anderen Trainern im Nachwuchsbereich der SG Flensburg-Handewitt. Die Themen sind vielschichtig: Ein ungarischer Trainingsspieler soll demnächst kommen, seine Unterkunft muss geklärt werden. Ohne Corona geht es nicht. Gerade erst sind A-Jugend und Junior-Team nach einer Zwangspause wieder ins Training eingestiegen. Wie ist die Belastung nach einer Quarantäne zu steuern? Vorsorglich wird ein weiteres Oberliga-Spiel verschoben.<br>Michael Jacobsen ist eigentlich Handball-Trainer, betreut die A-Jugend in der Jugend-Bundesliga und das Junior-Team in der Männer-Oberliga zusammen mit den beiden Kollegen Simon Hennig und Jürgen Bauer. Er hat aber auch viel Koordination und Administration an der Backe. Aufgaben, die alle Altersklassen, teilweise sogar den Kinderhandball, berühren. Spielverlegungen sind in Zeiten einer Corona-Pandemie zu einem häufigen Anliegen geworden. Für den Nachmittag ist ein Kraft-Training angesetzt. Michael Jacobsen steht auf und öffnet eine Schiebetür: Ein Kraftraum mit Gewichten und Geräten kommt zum Vorschein. Das Büro liegt ideal – für die Trainingssteuerung.<br>Dem Coach wurde der Sport praktisch in die Wiege gelegt. Es ist wohl kein Zufall, dass er am 30. Juni 1984, dem letzten Tag eines klassischen Sportjahres, an dem viele Profi-Verträge enden, in Kopenhagen geboren wurde. Michael Jacobsen wuchs in Kokkedal, einem kleinen Städtchen im Einzugsbereich der dänischen Hauptstadt, auf. Ein Schloss lockt die Touristen an, für Sport-Fans ist eher HUK Handball interessant. „Meine Eltern waren leidenschaftliche Handball-Trainer und richteten ihre gesamte Freizeit danach aus“, erzählt der Däne und schmunzelt: „Ich bin in der Halle groß geworden.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-12 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="70374" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_6419.jpg" alt="" class="wp-image-70374" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_6419.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_6419-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_6419-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_6419-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_6419-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1049" data-id="70375" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_8561.jpg" alt="" class="wp-image-70375" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_8561.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_8561-229x300.jpg 229w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_8561-781x1024.jpg 781w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_8561-768x1007.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_8561-696x913.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_8561-320x420.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Schon mit 14 Jahren war er als Trainer im Kinderbereich tätig. Die neuen Aufgaben interessierten ihn, während sich bei ihm gleichzeitig die Erkenntnis durchsetzte, dass es mit einer eigenen Karriere nichts wird. „Die Belastung für meinen Körper war hoch, und ich war wohl auch nicht gut genug“, erzählt Michael Jacobsen. Auch die Pläne für den eigenen Berufsweg blieben vage. Der junge Mann nahm ein Lehrer-Studium in den Fächern Sport, Dänisch, Geografie sowie Wirtschaft und Politik auf. Nach zwei Jahren zog er nach Viborg, wo er parallel eine Trainer-Ausbildung begann. „Eigentlich dachte ich nur an zwei bis drei Jahre, daraus wurde aber eine Entscheidung für das Leben“, sagt er mit einem Lächeln.<br>In Viborg lernte er zwei heutige Weggefährten kennen: Michael Döring, heute Athletik-Trainer bei der SG und Büro-Nachbar, und Akademie-Geschäftsführer Lewe T. Volquardsen, dessen Tochter damals in Viborg spielte. Michael Jacobsen ging aber zunächst nach Aarhus und verfolgte die Vision, mit einer Nachwuchsmannschaft in die zweite dänische Liga aufzusteigen. 2014 wollte er dort gerade verlängern, als sich Michael Döring meldete. Der stand inzwischen in Diensten der Flensburg-Akademie und brauchte einen guten Trainer für die A- und auch für die C-Jugend. Der Anfang war nicht leicht. Die Deutsch-Kenntnisse des Neuzugangs basierten auf drei Jahren Unterricht in einer längst vergessenen Schulzeit. „Sprachlich war es zunächst schwierig – auch weil das Englisch-Niveau der Jungen nicht ausreichte“, erinnert sich Michael Jacobsen. „Dazu kam noch die andere Handball-Philosophie bei der SG.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-13 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1347" data-id="70376" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9302.jpg" alt="" class="wp-image-70376" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9302.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9302-178x300.jpg 178w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9302-608x1024.jpg 608w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9302-768x1293.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9302-696x1172.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9302-249x420.jpg 249w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="690" height="1024" data-id="70377" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9361-690x1024.jpg" alt="" class="wp-image-70377" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9361-690x1024.jpg 690w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9361-202x300.jpg 202w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9361-768x1140.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9361-696x1034.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9361-283x420.jpg 283w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_9361.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 690px) 100vw, 690px" /></figure>
</figure>



<p>Nach zwei Jahren lief der Vertrag aus. Im SG-Nachwuchssektor herrschten Unklarheiten über die weitere Ausrichtung. Michael Jacobsen liebäugelte mit einer Rückkehr nach Aarhus, dann kam von der „großen“ SG, speziell von den Trainern Ljubomir Vranjes und Maik Machulla, der Impuls, den Jugendbereich aufzuwerten und mehr an die Strukturen der Profis anzupassen. „Ich durfte bleiben“, lächelt Michael Jacobsen. „Ich wollte es auch – und ich habe es nie bereut.“ Seitdem wurde der Austausch mit dem Kompetenz-Team der Lizenzspieler enger. Und da andere Köpfe im Nachwuchsbereich gingen, schulterte Michael Jacobsen nach und nach immer mehr Aufgaben im administrativen Bereich.<br>Er hat einen unbefristeten Vertrag und Wurzeln geschlagen. Zusammen mit Frau Sandra baute er in Harrislee. Sohn Sofus ist inzwischen ein Jahr alt und besucht den dänischen Kindergarten, um zweisprachig aufzuwachsen. Zuhause wird nur Deutsch gesprochen. „Wir fühlen uns total wohl in der Region“, sagt der Familienvater. Der einzige Nachteil: Die Verwandten leben im Hamburger Speckgürtel und in Kopenhagen. Es sind immer Reisen nötig, wenn die Großeltern ihren Enkel sehen wollen.<br>Für Hobbys hat Michael Jacobsen kaum Zeit. Die Familie und vor allem die „Passion Handball“ füllen den Terminplan. Wenn sich doch eine Lücke auftut, schaltet der Handball-Trainer das TV-Gerät ein und verfolgt die dänische Fußball-Liga. Er ist Anhänger des Traditionsklubs Bröndby Kopenhagen und war schon häufiger einer von 20.000 Zuschauern. „Nach einer langen Durstrecke war Bröndby im letzten Jahr endlich wieder Meister“, lächelt Michael Jacobsen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-14 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="70370" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0076.jpg" alt="" class="wp-image-70370" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0076.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0076-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0076-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0076-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0076-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="70369" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0064.jpg" alt="" class="wp-image-70369" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0064.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0064-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0064-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0064-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_0064-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Im Handball schnupperte er im Herbst drei Mal den Duft der großen Welt. Als Maik Machulla erkrankt zu Hause bleiben musste, half der Übungsleiter der Jugend drei Mal bei den Profis aus. In der Champions League ging es ins ostukrainische Saporischschja. „Dort, wo jetzt Krieg ist“, schüttelt Michael Jacobsen fassungslos mit dem Kopf.<br>Der Alltag geht weiter. In Unterbau geht es kontinuierlich darum, professionellere Strukturen zu schaffen und die Philosophie zu verändern – in Richtung einer deutsch-dänischen Mixtur. „Die jungen Spieler sollen mehr freie Entscheidungen treffen, wie es in Skandinavien üblich ist“, erklärt Michael Jacobsen. „Es soll aber auch eine in Deutschland übliche Komponente der Disziplin beinbehalten werden.“<br>Erfolglos ist die Flensburger Nachwuchsarbeit gewiss nicht. 2019 und 2020 stand die SG bei der A-Jugend ganz oben. „Es ist schön eine deutsche Meisterschaft zu gewinnen, noch wichtiger ist es aber, wo die Spieler fünf bis sechs Jahre später stehen werden“, betont Michael Jacobsen. Er registriert es immer mit Freude, wenn einer der Schützlinge irgendwo einen Profi-Vertrag erhält. So wie im Herbst Oscar von Oettingen, der für dreieinhalb Jahre beim dänischen Erstligisten Mors-Thy unterschrieb.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_2859.jpg" alt="" class="wp-image-70372" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_2859.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_2859-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_2859-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_2859-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/04/DSC_2859-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-michael-jacobsen/">Das SG-Portrait: Michael Jacobsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-portrait-michael-jacobsen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Møller</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kevin-moller/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kevin-moller/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2022 00:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Møller]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=69649</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dieser Filmtitel ist reichlich abgedroschen, war in diesem Fall aber absolut passend: „Kevin – Allein zu Haus“. Das geplante Gespräch mit Kevin Møller konnte nur telefonisch durchgeführt werden. Ein paar Tage vorher war beim Keeper der SG Flensburg-Handewitt ein Corona-Test angeschlagen. Er hatte eine kleine Erkältung, dann keine Symptome, musste sich aber dennoch in Quarantäne [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kevin-moller/">Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Møller</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dieser Filmtitel ist reichlich abgedroschen, war in diesem Fall aber absolut passend: „Kevin – Allein zu Haus“. Das geplante Gespräch mit Kevin Møller konnte nur telefonisch durchgeführt werden. Ein paar Tage vorher war beim Keeper der SG Flensburg-Handewitt ein Corona-Test angeschlagen. Er hatte eine kleine Erkältung, dann keine Symptome, musste sich aber dennoch in Quarantäne begeben. Da der 32-Jährige keine weitere Person infizieren wollte, weilten Freundin und die kleine Tochter in Dänemark. „Zum Glück hat die Fußball-Bundesliga gespielt – da lief das gesamte Wochenende viel Sport, auch Handball mit dem DHB-Pokal“, erzählt Kevin Møller. „In der Woche hatte ich einige telefonische Termine, und ich trainierte etwas zu Hause. Aber man geht sich schnell selbst auf die Nerven.“ Was zum Zeitpunkt des Gesprächs nicht zu erwarten war: Bereits tags darauf durfte der Handball-Profi aus der Isolation und mit seinem Team nach Wetzlar zum ersten Auswärtsspiel im neuen Jahr.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-15 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="69651" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_1569.jpg" alt="" class="wp-image-69651" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_1569.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_1569-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_1569-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_1569-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_1569-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="69653" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_2999.jpg" alt="" class="wp-image-69653" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_2999.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_2999-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_2999-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_2999-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_2999-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Zumindest vermasselte die Corona-Pandemie Kevin Møller und den anderen Dänen nicht die Europameisterschaft. Sie hatten nur eine Infektion im Team, obwohl sie – anders als die Deutschen – in Doppelzimmern schliefen und mit Tischtennis und Brettspielen dem Lager-Koller vorbeugten. „Wir hätten gerne das Finale bestritten“, bilanziert Kevin Møller. „Aber zum Glück sind wir nicht mit leeren Händen nach Hause gekommen.“ Bronze bedeutete nach WM-Gold und Olympia-Silber die dritte Medaille binnen zwölf Monaten. Der SG-Torwart war während des jüngsten Großturniers hinter dem Kieler Niklas Landin die Nummer zwei zwischen den Pfosten. Wenn er eingriff, hatte sich die Situation oft geändert. Das erfordert von einem Keeper ein rasches Umdenken, wie Kevin Møller erklärt: „Ich musste mich immer zwei Mal vorbereiten – zunächst auf das Spiel, dann für eine neue mögliche Strategie.“<br>Bei der SG bildet er ein Gespann auf Augenhöhe mit Benjamin Buric. Er weiß erst am Spieltag, ob er anfängt. Die Entscheidung trifft Cheftrainer Maik Machulla. Die Zusammenarbeit der beiden Torleute ist aber so weit gediehen, dass sie genau spüren, wann der Zeitpunkt gekommen ist, untereinander zu wechseln. „Nur zwei Mal in dieser Saison ging die Initiative zum Tausch von Maik aus“, verrät Kevin Møller. „Unser Ziel ist es, dass einer von uns beiden ein gutes Spiel abliefert. Wenn Torhüter und Abwehr funktionieren, können Jim und Co. ganz entspannt die Tore machen.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-16 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="69654" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3053.jpg" alt="" class="wp-image-69654" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3053.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3053-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3053-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3053-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3053-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1037" data-id="69656" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3318.jpg" alt="" class="wp-image-69656" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3318.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3318-231x300.jpg 231w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3318-790x1024.jpg 790w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3318-768x996.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3318-696x902.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3318-324x420.jpg 324w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Kevin Møller kam im Sommer ein zweites Mal zur SG. Als Junge gegangen, als Mann zurückgekehrt – diese Eigen-einschätzung wurde inzwischen mehrfach zitiert. Kevin Møller stand schon von 2014 bis 2018 im Tor der SG, war aber meist nur Ersatzkeeper. „Ich war nur 25 Jahre, unerfahren und wusste noch nicht, was man von mir erwarten würde und wie ich trainieren muss, um beständig Top-Leistungen zu bringen“, blickt der Profi zurück.<br>Auf Bildern vom 3. Juni 2018 hält er die silberne Meisterschale. In das Glücksgefühl mischte sich Wehmut. „Ich verließ meinen Herzensverein“, erinnert sich der Däne. „Auf der anderen Seite erwartete mich eine sehr interessante Möglichkeit, die man nicht so oft in einer Karriere bekommt.“ Er hatte ein Angebot des FC Barcelona angenommen, träumte von einem Sieg in der Champions League, was im letzten Moment seiner dreijährigen Barca-Episode gelang. Er spürte den „Mythos“ Barca, staunte über das große Vereinsgelände mit dem legendären Stadion „Nou Camp“.<br>Manchmal war Kevin Møller einer von 90.000 Fußball-Fans. Sein Herz schlägt weiterhin für Juventus Turin, aber im spanischen Fußball liegen die Sympathien nun bei Barca. Er bewunderte die Stars um Lionel Messi. „Als er dann hörte, dass ich zurück nach Flensburg gehe, wollte auch er wechseln und landete in Paris“, schmunzelt der Handballer. Er hatte den argentinischen Kicker einige Male auf dem Trainingsgelände gesehen, aber nie mit ihm gesprochen. Die Fußballer schweben auf einer eigenen Wolke. Im Vergleich zu den Ballwerfern, die den Kontakt mit ihren Zuschauern mögen, wirken die Fußballer unnahbar.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-17 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="69655" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3222.jpg" alt="" class="wp-image-69655" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3222.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3222-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3222-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3222-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_3222-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" data-id="69658" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_5631.jpg" alt="" class="wp-image-69658" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_5631.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_5631-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_5631-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_5631-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_5631-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Beim FC Barcelona herrscht definitiv ein anderes Flair als in Flensburg. „Ich mag die Barca-Spieler, wir haben uns alle umarmt, als wir uns im September zur Partie in der Champions League wiedertrafen“, erzählt Kevin Møller. „Aber in diesem Verein dominiert eine Mentalität, bei der nur die Titel zählen. Dagegen gibt es bei der SG einen Teamgeist, der einzigartig zu sein scheint, der die unterschiedlichen Persönlichkeiten akzeptiert und jeden Neuzugang schnell in die Gruppe integriert.“ Aber Barcelona hatte definitiv seine Reize. Der Torwart wollte die Stadt hundertprozentig erleben, wählte eine Wohnung mitten im Zentrum. Kaum aus der Haustür, da flanierte er bereits über die berühmte Promenade „La Rambla“. Zum Training war es etwas weiter. Je nach Verkehr 20 bis 50 Minuten. Die Teamkameraden Lasse Andersson und Thiagus Petrus hatten noch einen Platz im Auto frei.<br>Nun bildet der Rückkehrer eine Fahrgemeinschaft mit Mads Mensah. Anders als 2014 bezog er nicht wieder eine Wohnung in der Nähe des Nordermarkts, sondern er und Freundin Luise entschieden sich für ein Häuschen mit Garten in Handewitt. Ihr Leben hat sich im September total verändert, da ein Töchterchen das Licht der Welt erblickte. „Ich brauchte ein paar Wochen, um mich an die Vaterrolle zu gewöhnen“, erzählt Kevin Möller. „Am Anfang wollte ich bei allem behilflich sein. Meine Freundin sollte sich nur um das Essen für die Kleine kümmern – das konnte natürlich nicht funktionieren.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-18 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" data-id="69659" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8052.jpg" alt="" class="wp-image-69659" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8052.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8052-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8052-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8052-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8052-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" data-id="69657" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_4839.jpg" alt="" class="wp-image-69657" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_4839.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_4839-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_4839-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_4839-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_4839-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Es musste eine neue Balance zwischen Handball, Entspannung und Hausarbeit gefunden werden. „Wir sind wegen des Handballs hier – und darauf muss ich mich konzentrieren können“, betont der Profi, der im Januar wegen der Europameisterschaft einen Monat lang nicht in Handewitt war. Es beruhigte ihn, dass Freundin und Tochter Unterstützung von der Familie erhielten. „Es ist immer ein gutes Gefühl für mich zu wissen, dass die beiden nicht allein zu Hause sind.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8757.jpg" alt="" class="wp-image-69660" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8757.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8757-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8757-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8757-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/02/DSC_8757-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kevin-moller/">Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Møller</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kevin-moller/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
