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	<title>Sport Archive - Flensburgjournal</title>
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	<description>Dein Magazin für Flensburg und Umgebung</description>
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		<title>SG-Handballer des Jahres: Johannes Golla</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 09:53:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Golla]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Abschied hatte Gala-Charakter. Nach seinem letzten Heimspiel für die SG Flensburg-Handewitt wurde Johannes Golla zunächst vom Flensburg Journal als „SG-Handballer des Jahres“ ausgezeichnet. Dann verschwand er zusammen mit den anderen Spielern in den Katakomben, um kurz darauf in die nun verdunkelte „Hölle Nord“ zurückzukehren. SG-Präsident Dierk Schmäschke bedachte den scheidenden Kapitän mit einer Lobeshymne. [&#8230;]</p>
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<p>Dieser Abschied hatte Gala-Charakter. Nach seinem letzten Heimspiel für die SG Flensburg-Handewitt wurde Johannes Golla zunächst vom Flensburg Journal als „SG-Handballer des Jahres“ ausgezeichnet. Dann verschwand er zusammen mit den anderen Spielern in den Katakomben, um kurz darauf in die nun verdunkelte „Hölle Nord“ zurückzukehren. SG-Präsident Dierk Schmäschke bedachte den scheidenden Kapitän mit einer Lobeshymne. Er selbst kramte einen Zettel hervor. Der Abschied fiel ihm nicht leicht. „In Flensburg haben wir uns immer willkommen gefühlt, in Flensburg haben wir nun unsere besten Freunde“, sagte Johannes Golla mit dankbaren Worten. Mit Blick zu den Fans schloss er: „In dieser Halle habe ich mich auf jedes Heimspiel gefreut, es gibt so viele unvergessliche Momente.“ Gemeinsam mit Kevin Möller drückte er einen Buzzer: Die SG hatte in diesem Moment zwei weitere Vereinslegenden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abschiedsrunde und Entscheidung</h2>



<p>Im letzten Sommer lagen diese Momente noch weit entfernt. Da wurde Johannes Golla aber erstmals etwas wehmütig. Dem deutschen Nationalspieler wurde bewusst, dass er in seine achte und letzte Saison mit der SG gehen würde und ihn fortan häufiger ein „letztes Mal“ begegnet. Vorbereitung, Bundesliga-Start, Heimderby, Rückrunden-Auftakt, Titelchance und schließlich das letzte Heimspiel gegen den ThSV Eisenach – eine Kette emotionaler Ausschläge lässt sich mühelos erstellen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="716" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_4957.jpg" alt="SG-Handballer des Jahres: Johannes Golla" class="wp-image-87142" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_4957.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_4957-300x269.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_4957-768x687.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_4957-469x420.jpg 469w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_4957-696x623.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">16. Juli 2018: Das erste SG-Training</figcaption></figure></div>


<p>Ihre Ouvertüre hatte sie Mitte Dezember 2024, als die hiesige Fan-Gemeinde zwei Mal erschüttert wurde. Zunächst musste sie die Nachricht verdauen, dass ihr Klub den damaligen Trainer Nicolej Krickau beurlaubte. Nur wenige Tage später wurde bekannt, dass Kapitän Johannes Golla einen Fünf-Jahres-Vertrag bei der MT Melsungen unterschrieben hat, der Juli 2026 in Kraft treten würde. Der Abschied von Flensburg war damit verkündet. „Wenn man Stadt und Halle 700 Kilometer weiter gen Süden verlegen könnte, wären wir geblieben“, erklärt der Handball-Profi im Rückblick. „Meine Frau und ich hatten damals zwei sehr kleine Kinder und keine familiäre Unterstützung in der Nähe. Deshalb entschieden wir uns dazu, in Richtung Heimat zu gehen – zu Familie und Freunden, die wir seit 2018 nur wenig gesehen haben.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die hessische Heimat</h2>



<p>Anfang dieses Jahres war plötzlich in verschiedenen Medien zu lesen, dass die MT Melsungen den Gürtel enger schnallen müsste, sich das Gehalt von Johannes Golla nicht mehr leisten könnte und die SG um ein Bleiben des Leistungsträgers buhlen würde. Von den Vereinen und vom Spieler gab es kurz darauf Dementis, hinter den Kulissen gab es aber Gespräche. „Wir stehen natürlich zu der Entscheidung, die wir getroffen haben“, sagt Johannes Golla heute. „Aber unsere Kinder sind älter geworden, und wir sind noch besser in der Stadt angekommen, als wir es damals waren.“ Keine Frage: Der Abschied fällt schwer.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_5812.jpg" alt="SG-Handballer des Jahres: Johannes Golla" class="wp-image-87143" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_5812.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_5812-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_5812-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_5812-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_5812-696x464.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">9. Juni 2019: die Meisterschaft</figcaption></figure></div>


<p>Für die MT Melsungen hatte der kräftige Kreisläufer einst seine ersten Bundesliga-Partien bestritten. Seine Heimat liegt aber gut zwei Autostunden entfernt. Aufgewachsen ist Johannes Golla im Rheingau, wo sich Flusslandschaft, Burgen, Städtchen und Weinhänge begegnen. In Erbach, einem Ortsteil von Eltville, sind dem berühmten Sohn Ehrenschilder gewidmet. Seine ersten Vereine hießen JSG Eltville, TuS Dotzheim und SG Wallau. Dann wechselte er in die nahe hessische Landeshauptstadt und spielte mit der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden in der Jugend-Bundesliga. Die MT Melsungen wurde auf das Talent aufmerksam.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Durchbruch und Erfolge</h2>



<p>Den Durchbruch schaffte Johannes Golla aber erst 2018 mit dem Wechsel in den hohen Norden. „Wir hatten damals einige neue Spieler auf entscheidenden Positionen“, blickt er zurück auf seine ersten Tage in Flensburg. „Wir konnten aber den Flow aus der ersten Meister-Saison mitnehmen und gewannen schnell Selbstvertrauen.“ Mit der SG wurde Johannes Golla nicht nur auf Anhieb deutscher Meister, er selbst imponierte mit einer unheimlich hohen Konstanz in Angriff und Abwehr. Blitzschnell wurde er im Klub zu einer festen Größe – ebenso in der deutschen Nationalmannschaft, wo er im Herbst 2021 das Kapitänsamt übernahm. Die Höhepunkte bislang: Silber bei den Olympischen Spielen 2024 und bei der Europameisterschaft 2026.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_8090.jpg" alt="SG-Handballer des Jahres: Johannes Golla" class="wp-image-87145" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_8090.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_8090-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_8090-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_8090-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_8090-696x464.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwei neue SG-Legenden: Kevin Möller und Johannes Golla</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Kein Titel zum Abschied</h2>



<p>Es gab aber auch Tiefpunkte. Besonders extrem war die eine Woche im April 2023, als ausgerechnet beim Final Four in Köln die Siegesserie der vorangegangenen Wochen riss und direkt danach gegen BM Granollers alle Träume in der European League platzten. Der langjährige Trainer Maik Machulla musste danach gehen. „Das alles war eine bittere Erfahrung, die nur schwer aufzuarbeiten war“, weiß Johannes Golla noch heute.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_7899.jpg" alt="SG-Handballer des Jahres: Johannes Golla" class="wp-image-87144" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_7899.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_7899-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_7899-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_7899-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/06/DSC_7899-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gegen Eisenach: Eines der letzten Tore für die SG</figcaption></figure></div>


<p>Eine längere titellose Phase endete 2024 mit dem Triumph in der European League. 2025 wurde dieser Erfolg wiederholt. Der Hattrick misslang. „Vor der Saison war es mein Traum, mich mit einem Titel aus Flensburg zu verabschieden“, hatte Johannes Golla vor dem Event in Hamburg gesagt. Dort gab es im Halbfinale ausgerechnet gegen die MT Melsungen, seinem zukünftigen Klub, die entscheidende Niederlage. Irgendwann in der kommenden Saison wird er mit dem nordhessischen Klub in der „Hölle Nord“ aufkreuzen. „Ich muss aufpassen, dass ich auch wirklich in die Gästekabine gehe“, sagt Johannes Golla mit einem Grinsen.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>
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		<title>Benjamin Lamce künftig im Weiche-Trikot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 22:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sportvereine]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Lamce]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[SC Weiche Flensburg 08]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Talent kommt vom Hamburger SV II Der SC Weiche Flensburg 08 hat den nächsten Neuzugang perfekt gemacht. Ab der neuen Saison 2026/27 wird Benjamin Lamce das Trikot des nördlichsten deutschen Regionalligisten tragen. Der 20-Jährige kommt vom Liga-Rivalen Hamburger SV II und bringt die Erfahrung aus 24 Regionalliga-Spielen mit. Nach Ilir Serifi (VfR Neumünster), dem Duo [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Talent kommt vom Hamburger SV II</h2>



<p>Der SC Weiche Flensburg 08 hat den nächsten Neuzugang perfekt gemacht. Ab der neuen Saison 2026/27 wird Benjamin Lamce das Trikot des nördlichsten deutschen Regionalligisten tragen. Der 20-Jährige kommt vom Liga-Rivalen Hamburger SV II und bringt die Erfahrung aus 24 Regionalliga-Spielen mit. Nach Ilir Serifi (VfR Neumünster), dem Duo Brandolf Duah und Nick Selutin vom ETSV Hamburg sowie Bjarne Schneider (TSB Flensburg U 19) ist er der fünfte externe Neuzugang beim SC Weiche in diesem Sommer.</p>



<p>Dominic Hartmann, Sportlicher Leiter beim Viertligisten, freut sich: „Benjamin hat über Jahre beim HSV eine erstklassige Ausbildung genossen. Er ist ein sehr ballsicherer Spieler, der mit seiner Kreativität immer wieder Lösungen auf dem Platz findet und dabei konstant seine Leistung abruft.“ Unser Ex-Kapitän ergänzt: „Trotz seines jungen Alters verfügt er bereits über eine hohe Spielintelligenz und eine professionelle Einstellung. Wir freuen uns sehr, dass er sich für unseren Weg entschieden hat, und sind überzeugt, dass er unsere Mannschaft sportlich wie menschlich bereichern wird.“ Ganz ähnlich äußert sich auch Tim Wulff, der sich ebenso freut, dass der Wechsel geklappt hat. Unser Cheftrainer: „Benjamin Lamce ist ein sehr gut ausgebildeter Spieler mit sehr gutem Passspiel. Wir hatten ihn schon länger auf unserem Radar. Daher freuen wir uns, dass er sich für uns entschieden hat. Sein Spiel ist wenig fehlerbehaftet. Deshalb kann er auch mal Ruhe ins Spiel bringen, wenn es hektisch wird.“</p>



<p>Der SC Weiche Flensburg 08 hat den nächsten Neuzugang perfekt gemacht. Ab der neuen Saison 2026/27 wird Benjamin Lamce das Trikot des nördlichsten deutschen Regionalligisten tragen. Der 20-Jährige kommt vom Liga-Rivalen Hamburger SV II und bringt die Erfahrung aus 24 Regionalliga-Spielen mit. Nach Ilir Serifi (VfR Neumünster), dem Duo Brandolf Duah und Nick Selutin vom ETSV Hamburg sowie Bjarne Schneider (TSB Flensburg U 19) ist er der fünfte externe Neuzugang beim SC Weiche in diesem Sommer. Dominic Hartmann, Sportlicher Leiter beim Viertligisten, freut sich: „Benjamin hat über Jahre beim HSV eine erstklassige Ausbildung genossen. Er ist ein sehr ballsicherer Spieler, der mit seiner Kreativität immer wieder Lösungen auf dem Platz findet und dabei konstant seine Leistung abruft.“ Unser Ex-Kapitän ergänzt: „Trotz seines jungen Alters verfügt er bereits über eine hohe Spielintelligenz und eine professionelle Einstellung. Wir freuen uns sehr, dass er sich für unseren Weg entschieden hat, und sind überzeugt, dass er unsere Mannschaft sportlich wie menschlich bereichern wird.“ Ganz ähnlich äußert sich auch Tim Wulff, der sich ebenso freut, dass der Wechsel geklappt hat. Unser Cheftrainer: „Benjamin Lamce ist ein sehr gut ausgebildeter Spieler mit sehr gutem Passspiel. Wir hatten ihn schon länger auf unserem Radar. Daher freuen wir uns, dass er sich für uns entschieden hat. Sein Spiel ist wenig fehlerbehaftet. Deshalb kann er auch mal Ruhe ins Spiel bringen, wenn es hektisch wird.“</p>



<p>Der am 3. November 2005 geborene Benjamin William Lamce debütierte am 22. September 2024 beim 5:0-Sieg des HSV II gegen den VfB Oldenburg in der Regionalliga. Bei der 2:3-Niederlage der jungen Rothosen im Manfred-Werner-Stadion am 5. September 2025 wurde er kurz vor Schluss eingewechselt, sodass er die Atmosphäre in Flensburg bereits kennt. Beim HSV II wurde er auf vielen Positionen eingesetzt, ob als Innen- oder Außenverteidiger oder auch davor im Mittelfeld. „Eigentlich habe ich – gefühlt – mit Ausnahme des Torwarts überall schon gespielt“, sagt er, um zu ergänzen: „Aber ich sehe mich klar als Sechser oder Achter, jedenfalls im Zentrum.“</p>



<p>Der Mittelfeldakteur mit deutschen und albanischen Wurzeln ging die ersten Schritte auf dem Fußballplatz als Knirps im Verein seines Vaters VfR Neumünster. Nach einem Abstecher ausgerechnet zum Lokalrivalen PSV Neumünster wurde er zunächst bei Holstein Kiel (2016-2018) und danach in der Akademie des Hamburger SV weiterausgebildet. Für den Club mit der Raute bestritt er über 40 Spiele in der Bund in der A-Juniorenbundesliga, ehe er vor zwei Jahren den Sprung in die U 21 des Hamburger SV schaffte. Beim Trainingsspiel zwischen dem HSV-Nachwuchs und Weiche am 2. April dieses Jahres (3:2) stand er 90 Minuten lang unter direkter Beobachtung der Flensburger Trainer. Der Vater von Benjamin Lamce, Ervin Lamce, ist älteren Fußballfans in Schleswig-Holstein als langjähriger Spieler und Trainer des VfR Neumünster (1998-2013) bekannt. Er arbeitet seit langem im Scouting-Bereich des Hamburger SV.</p>



<p>Der SC Weiche Flensburg 08 freut sich sehr, dass Benjamin Lamce seine sportliche Laufbahn bei uns fortsetzen und hier die nächsten Schritte seiner Entwicklung gehen möchte. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, vor allem sportliche Erfolge und Verletzungsfreiheit.</p>



<p><em>Pressemitteilung SC Weiche Flensburg 08 Liga GmbH &amp; Co. KG<br>Foto: SC Weiche Flensburg 08 </em></p>



<p></p>
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		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Möller</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 22:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Möller]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende Juni wird ein Umzugswagen von Handewitt nach Svendborg rollen. Kevin Möller, Torwart der SG Flensburg-Handewitt, und seine Familie haben ein Haus auf der dänischen Insel Fünen gekauft – und werden es auch selbst beziehen. Nach insgesamt neun Jahren wird der Handball-Profi die SG verlassen, um seine Karriere beim dänischen Top-Klub GOG fortzusetzen. „Das war [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-kevin-moeller/">Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Möller</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Ende Juni wird ein Umzugswagen von Handewitt nach Svendborg rollen. Kevin Möller, Torwart der SG Flensburg-Handewitt, und seine Familie haben ein Haus auf der dänischen Insel Fünen gekauft – und werden es auch selbst beziehen. Nach insgesamt neun Jahren wird der Handball-Profi die SG verlassen, um seine Karriere beim dänischen Top-Klub GOG fortzusetzen. „Das war eine Entscheidung für die Familie“, betont Kevin Möller. „Sie war ungemein schwer, und sie fühlt sich auch immer noch so an.“ Der 36-Jährige erzählt von seinen Gedanken während der Rücktour vom erfolgreichen Europapokal-Viertelfinale in Hannover. Als er im Mannschaftbus saß und den Tag reflektierte, realisierte er, dass er noch sehr wenige Spiele im SG-Trikot absolvieren würde. Da bekam er Herzklopfen. Pulsschläge für den „Herzensverein“, wie er die SG bezeichnet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8007.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Möller" class="wp-image-86815" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8007.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8007-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8007-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8007-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8007-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2014: der erste Trainingstag</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die SG-Idole der Jugend</h2>



<p>Auch wegen seiner Vita hat der Däne eine enge Verbindung zu seinem Noch-Klub. Er stammt aus der Grenzregion, aus Bedsted bei Lügumkloster. Schon als Kind fuhr er oft über die Grenze: Einkaufstouren und Stippvisiten in Flensburg. In bester Erinnerung sind ihm auch die sportlichen Ausflüge mit seinem Vater und einigen Bekannten zur Jahrtausendwende. Es wurden nämlich die Handballspiele der SG in Förde- oder Campushalle angesteuert. Lars Christiansen, Christian Hjermind oder Matthias Hahn waren die großen Namen jener Zeit. Als Kevin Möller jüngst im Fan-Block einen Schal von 1997 entdeckte, befeuchteten sich seine Augen leicht. Diese Sonderedition hatte er einst auch getragen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8506.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Möller" class="wp-image-86816" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8506.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8506-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8506-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8506-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_8506-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2014: das erste Testspiel</figcaption></figure></div>


<p>Das damalige Torhüter-Gespann bildeten übrigens Sören Haagen und Jan Holpert. Sie waren die ersten Idole des Teenagers, denn er stand schon in seiner frühen Jugend im Gehäuse. Als er 15 Jahre alt war, entschied er sich für das Internat in Oure (Fünen), das auch heute noch in die Nachwuchsarbeit von GOG integriert ist. Kevin Möller wohnte in einer Vierer-WG. Erstaunlich: Einer der Mitbewohner war Niklas Landin. Die beiden Talente konnten nicht ahnen, dass sie beide einmal das höchste Niveau erreichen, gemeinsam im dänischen Nationalteam spielen und sich in schleswig-holsteinischen Landesderbys duellieren würden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die ersten vier Jahre bei der SG</h2>



<p>2014 schloss sich Kevin Möller der SG an. Die Geschehnisse des ersten Tages hat er immer noch genau vor Augen. Die gesamte Mannschaft hatte sich am Abend vor dem ersten Training beim damaligen Chefcoach Ljubomir Vranjes zu Hause in Handewitt getroffen. Es wurde gegrillt, es lief das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. „Plötzlich stand ich im Zimmer mit vielen Weltklasse-Spielern, die alle gerade die Champions League gewonnen und ihren Höhepunkt der Karriere erreicht hatten“, erzählt der Torwart. „Unter all diesen Handball-Legenden fühlte ich mich wie das kleine Kind.“ Kevin Möller fühlte sich definitiv größer, als er mit der SG 2015 den DHB-Pokal und 2018 sogar die deutsche Meisterschaft gewann.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_1569.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Möller" class="wp-image-86814" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_1569.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_1569-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_1569-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_1569-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_1569-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2015: der DHB-Pokal</figcaption></figure></div>


<p>Andererseits hatte er in den ersten vier Jahren einen schweren Stand – als zweite Kraft zwischen den Pfosten. Stammkeeper war Mattias Andersson. Ein Weltklasse-Mann, der aber auch auf seine Pole-Position im Kasten pochte und seinen Vertreter das spüren ließ. Überliefert ist ein denkwürdiges Zitat aus der Vorbereitung 2014. „Kevin nahm beim ersten Training gleich meine Getränkeflasche – nicht gut!“, sagte damals Mattias Andersson. „Und das Trainingslager hat gezeigt, dass er schnarcht – auch nicht gut!“</p>



<p>Der zweite SG-Torwart musste sich zumeist mit kürzeren Einsatzzeiten begnügen. „Ich kann mich noch an das erste Auswärtsspiel in Magdeburg erinnern“, verrät Kevin Möller. „Ich kam in der zweiten Hälfte, um Mattias zu entlasten, hatte keinen guten Lauf und wurde bald wieder ausgewechselt.“ Es kam vor, dass er nach Spielschluss die Kabine mit keinem glücklichen Gesicht verließ. Das bemerkten einige Mitspieler. Einmal kam Rückraum-Legende Thomas Mogensen hinter ihm hergeeilt, um sich nach der Gemütsverfassung zu erkundigen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_9228.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Möller" class="wp-image-86818" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_9228.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_9228-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_9228-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_9228-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_9228-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Europapokal-Party 2025</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Weg nach Barcelona und die Rückkehr</h2>



<p>Es war wohl folgerichtig, dass Kevin Möller nach vier Jahren über einen Tapetenwechsel nachdachte und das Angebot des ruhmreichen FC Barcelona annahm. Es war eine spannende Zeit in einem großen Klub – und einer interessanten Stadt. Zum Abschluss bejubelte der Keeper sogar die Champions League. „Ich bereue nichts“, sagt er. „Beim FC Barcelona habe ich viel gelernt. Ich wäre nicht derselbe Kevin, wenn ich seit 2014 immer für die SG gespielt hätte.“</p>



<p>Im Sommer 2021 kehrte er zur SG zurück. Mit einem nationalen Titel klappte es nicht, aber bislang zwei Mal feierte er die European League. 2024 und 2025 durfte Kevin Möller die Trophäe hochstemmen und dann in Hamburg mit der Mannschaft und den Fans feiern. „Beim zweiten Mal war es doch ganz anders für mich, ich war plötzlich so müde geworden“, verrät Kevin Möller. Das letzte Mai-Wochenende könnte den Hamburg-Hattrick bringen. Die Vorfreude ist groß. „Es sind nur Handballverrückte in der Halle, sodass man eine besondere Leistung auch besonders genießen kann“, weiß der 36-Jährige.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_0881.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Kevin Möller" class="wp-image-86813" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_0881.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_0881-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_0881-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_0881-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/05/DSC_0881-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2021 bis 2026: ein Gespann mit Benjamin Buric</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Abschied aus Flensburg</h2>



<p>Danach folgen nur noch das Heimspiel gegen Eisenach und die Auswärtspartie in Berlin, ehe sich der Fokus auf seinen neuen Klub richten wird. „Ich gehe davon aus, dass GOG mit dem neuen Kader den Abstand zu Aalborg verkürzen wird“, erzählt Kevin Möller. „Hoffentlich erreichen GOG und die SG die Champions League und kommen dann in dieselbe Gruppe – das wäre für mich persönlich der absolute Hammer.“ Aber auch ohne ein solches Königsklassen-Highlight möchte er häufiger in Flensburg vorbeischauen, um ein Teil des achten Mannes zu sein – so ähnlich wie früher als Teenager.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner </em></p>
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		<title>Die SG-Story: Die Duburghalle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 22:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Duburghalle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von der Waldstraße geht bei einem Supermarkt ein gepflasterter Weg ab. Diesen nutzen die Handballer der SG&#160;Flensburg-Handewitt fast täglich. Denn an einigen Parkplätzen vorbei gelangen sie so zur Duburghalle, ihrem Trainingsdomizil. Diese Sportstätte hat einen ganz besonderen Charme, da sich hier Profi- und Jugend-Handballer täglich die Türklinke reichen. Sie ist allerdings auch rund 90 Jahre [&#8230;]</p>
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<p>Von der Waldstraße geht bei einem Supermarkt ein gepflasterter Weg ab. Diesen nutzen die Handballer der SG&nbsp;Flensburg-Handewitt fast täglich. Denn an einigen Parkplätzen vorbei gelangen sie so zur Duburghalle, ihrem Trainingsdomizil. Diese Sportstätte hat einen ganz besonderen Charme, da sich hier Profi- und Jugend-Handballer täglich die Türklinke reichen. Sie ist allerdings auch rund 90 Jahre alt und soll schon sehr bald modernisiert werden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="563" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/blitz-00.jpg" alt="Die SG-Story: Die Duburghalle" class="wp-image-86507" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/blitz-00.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/blitz-00-300x211.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/blitz-00-768x540.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/blitz-00-597x420.jpg 597w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/blitz-00-696x490.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/blitz-00-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Handball-Partie Anfang der 1970er</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Vom Exerzierhaus zur Sporthalle</h2>



<p>Die Duburghalle ist ein Relikt einer Militär-Infrastruktur, die einst den Flensburger Norden prägte. Zum Komplex der Duburgkaserne gehörte eine Exerzierhalle, in der auch Sport betrieben wurde. Für den 1. März 1933 ist ein erstes Handball-Turnier dokumentiert. Vermutlich fand dieses aber noch nicht auf dem heutigen Standort statt, denn in den Unterlagen der Stadt Flensburg ist verzeichnet, dass die „Sporthalle Exerzierhaus“ in den Jahren 1937 und 1938 errichtet wurde. Es existiert auch ein Bauplan.</p>



<p>In der Nachkriegszeit wurde die Kaserne nicht mehr militärisch genutzt. Als „ehemaliges Wehrmachtsgut“ blieb sie unter der Regie des Oberfinanzpräsidenten in Kiel, wurde aber zusammen mit dem Sportplatz an der Eckener Straße ab dem 10. Januar 1946 vom Städtischen Amt für Gesundheitswesen verwaltet. Es wurde ein Mietvertrag über 1367 Reichsmark aufgesetzt. Zum vorhandenen Equipment zählten Medizinbälle und auch Turngeräte wie Barren und Pferd. Die Fensterscheiben fehlten allerdings zunächst fast alle. Die elektrische Beleuchtung funktionierte anfangs nicht, sodass die Duburghalle bei Dunkelheit nicht benutzt werden konnte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/03170007.jpg" alt="Die SG-Story: Die Duburghalle" class="wp-image-86506" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/03170007.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/03170007-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/03170007-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/03170007-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/03170007-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/03170007-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/03170007-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im März 2002 weihte der TSB Flensburg die „neue“ Duburghalle ein</figcaption></figure></div>


<p>Auch bei ausreichender Helligkeit musste der Sportbetrieb sich mit bescheidenen Verhältnissen begnügen. Das Spielfeld war für Handball etwas zu kurz und zu schmal. Über dem rauen Holzfußboden hingen nur drei Deckenscheinwerfer. Dennoch drängten sich bei Landesmeisterschaften bis zu 1000 Zuschauer in die Halle. Die kleine Tribüne war zum Brechen voll, an den Seitenlinien zogen sich jeweils eine Stuhlreihe, und dahinter standen etliche Handball-Interessierte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wilde Zustände vor der Duburghalle</h2>



<p>Die spartanischen Verhältnisse krönten die fehlenden sanitären Anlagen. Die Sportler mussten ohne Umkleidekabinen, Toiletten und Heizung auskommen. Es gab am Eckener Sportplatz eine Baracke, aber die war vielen zu weit entfernt. Das Flensburger Liegenschaftsamt notierte im November 1951: „Es sind keine Toiletten vorhanden, sodass die Sportler und Zuschauer ihre Notdurft im Freien verrichten müssen.“ Eine Investition in die Infrastruktur war mehr als angebracht. Das Finanzamt Flensburg, als örtlicher Vertreter der Bundesvermögensstelle, lehnte allerdings eine Kostenübernahme ab. Die Begründung: „An die Stadt ist keine Sporthalle, sondern lediglich ein Exerzierhaus vermietet worden.“</p>



<p>Die Stadt als Mieter wagte sich nicht allein an den Ausbau. Allerdings mehrte sich der Unmut, da auch die Zuwegung immer wieder ein Klagelied auslöste. Sie war unbeleuchtet, und das als Abgrenzung gedachte Drahtgitter wurde immer wieder von Kindern heruntergedrückt. Bei Veranstaltungen drangen so immer wieder Zuschauer auf das Nachbargrundstück, wo ein bakteriologisch-hygienisches Institut residierte. Dieses führte auch Tierversuche durch und unterhielt einige Ställe.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_3351.jpg" alt="Die SG-Story: Die Duburghalle" class="wp-image-86510" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_3351.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_3351-300x188.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_3351-768x480.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_3351-672x420.jpg 672w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_3351-696x435.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Trainingsbetrieb bei den SG-Profis</figcaption></figure></div>


<p>Im Frühling 1952 ließ das Finanzamt Flensburg die Duburghalle für Veranstaltungen sperren, da sie nicht den polizeilichen Vorschriften entsprach und kündigte das Mietverhältnis  zum 30. Juni, da die Stadt dem Bau eines Sanitärtraktes nicht nachgekommen war. Die Flensburger Verwaltung reagierte schnell. Sie ließ an drei Ausgängen eine Notbeleuchtung aufstellen und die Zuwegung nicht nur reparieren, sondern auch mit zwei Lichtmasten versehen. Zudem kursierte ein erster Kostenvoranschlag für Toiletten, Waschräume und Umkleiden. Die Sperrung der Duburghalle wurde aufgehoben, der Mietvertrag zu neuen Bedingungen verlängert. Die Baumaßnahmen wurden aber nicht in Angriff genommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zähe Verhandlungen zwischen Stadt und Bundesvermögensstelle</h2>



<p>Im Mai 1956 besichtigten die Bundesvermögensstelle und Vertreter der Stadt die Duburghalle. Die Flensburger Bauaufsicht schrieb danach an das Liegenschaftsamt: „Wir müssen fordern, dass der Betrieb in der Halle eingestellt wird oder entsprechende Vereinbarungen getroffen werden. Mit dem Vertreter der Bundesvermögensverwaltung stimmten wir überein, dass eine Klärung der Verhältnisse nur erreicht werden kann, wenn seitens der Stadt das bisherige Pachtverhältnis aufgelöst wird.“ Der Liegenschaftsausschuss folgte diesem Vorschlag – in der Hoffnung die Sportstätte nach dem Einbau sanitärer Anlagen wieder anmieten zu können.</p>



<p>Im Dezember 1956 war die Oberfinanzdirektion zur Kostenübernahme für die Toiletten bereit, wenn die Stadt einen Erbbaurechtsvertrag über 30 Jahre abschließen würde. Während der Verhandlungen zeigte die Bundesvermögensstelle erstmals eine Verkaufsbereitschaft. Das Landesbauamt stellte im Dezember 1957 den Wert der Duburg­halle fest: 181.000 D-Mark. Das war dem städtischen Sportausschuss zu teuer für ein Objekt, das „keine Toi­letten, keine Umkleideräume, kein Wasseranschluss und keine Heizungsanlage“ hatte. Das Flensburger Liegenschaftsamt nahm eine eigene Wertschätzung vor: 126.000 D-Mark. Im März 1958 ging ein Schreiben an die Oberfinanzdirektion.</p>



<p>Eine Antwort ließ auf sich warten. Erst am 15. Dezember 1958 antwortete die Bundesvermögensstelle, pochte aber auf einen höheren Preis. Die Verhandlungen blieben zäh. Zum 30.&nbsp;Dezember 1960 war eine erste Etappe abgeschlossen: Die Stadt kaufte den Eckener Platz samt Baracken für 125.000 D-Mark. Die Duburghalle rückte indes etwas in den Hintergrund, da in Flensburg plötzlich das Modell einer Mehrzweckhalle diskutiert wurde. Für einen Komplex für Messen, kulturelle Events und Sportveranstaltungen mit 3200 bis 4000 Sitzplätzen war die Zeit aber noch nicht reif.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_0309.jpg" alt="Die SG-Story: Die Duburghalle" class="wp-image-86508" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_0309.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_0309-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_0309-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_0309-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_0309-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Immer im Februar empfängt die SG ihre Medaillengewinner – in der Duburghalle</figcaption></figure></div>


<p>Im August 1963 traf plötzlich diese Meldung im Flensburger Rathaus ein: „Der Bundesvermögensstelle liegt die Genehmigung zum Verkauf der Duburghalle ohne besondere Bedingungen und Auflagen vor.“ Der Kaufpreis betrug allerdings 210.000 D-Mark. Die Stadt zögerte. Die Bundesvermögensstelle drohte am 10. März 1964: „Bei Scheitern der Verhandlungen übernimmt die Bundeswehr die Halle.“ Bürgermeister Helmuth Christensen trug daraufhin die Flensburger Interessen im Bonner Finanzministerium vor. Der Vorgang lief im Schnecken-Tempo weiter – bis der Bund im April 1966 den Anspruch auf eine Eigentumsübertragung anerkannte. Da sie rückdatiert zum 1. August 1961 vorgenommen wurde, erhielt Flensburg sogar einiges an Pacht erstattet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nach gut 20 Jahren: Endlich der Anbau</h2>



<p>Die sanitären Anlagen fehlten immer noch. Die Stadt stellte schnell eine Kostenschätzung auf: 180.000 D-Mark. Da aber auch eine neue Zwischendecke, eine Heizung und neuer Fußboden nötig waren, summierte sich das Investitionsvolumen auf über eine halbe Million D-Mark. Das Projekt wurde gestückelt: Eine erste Rate für die sanitären Einrichtungen kam in den Haushalt 1967. Zu einem Zeitpunkt, als die publikumsträchtigen Spiele bereits in der neuen Idraetshalle der dänischen Minderheit angepfiffen wurden.</p>



<p>Im März 1969 besichtigte der Sport­ausschuss die Duburghalle. „Sie ist für den Sport unentbehrlich“, betonte die Kommunalpolitik. Im folgenden Sommer wurde eine neue Mauer an der Fensterseite gezogen. Für 1970 wurden Heizung, Decke und Schwingboden in Angriff genommen. Unter der kleinen Tribüne entstanden neue Räume, die so hoch waren, dass aus den letzten Reihen der Blick auf das Tor weitgehend versperrt war. Schulen und Vereine nutzten die Duburghalle.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neuer Eigentümer und Modernisierungspläne</h2>



<p>Kurz nach der Jahrtausendwende übernahm der TSB Flensburg, Stammverein der SG Flensburg-Handewitt, die Sportstätte und ließ sie bis 2002 umfangreich sanieren. Damals wurde die Duburghalle um immerhin sechs Meter verbreitert. Anfang 2019 erfolgten einige Nachbesserungen. Jetzt beleuchten 40 LED-Lampen mit einer Leistung von 700 Lux die Spielfläche. Es gab auch einen neuen Anstrich. An die Wände wurden Banner gehängt. Darauf stehen sportliche Tugenden wie „Passion“ und „Respekt“. Auf der anderen Seite erinnern einige Plakate an die Meilensteine der SG-Geschichte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_6937.jpg" alt="Die SG-Story: Die Duburghalle" class="wp-image-86505" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_6937.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_6937-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_6937-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_6937-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC_6937-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2025 nutzte Italien die Duburghalle zur Vorbereitung auf die WM</figcaption></figure></div>


<p>Auf der To-Do-Liste steht aber noch weit mehr. „Punktemäßig sind wir weit oben in der Bundesliga, aber von den Trainingsbedingungen her sind wir weit unten angesiedelt“, weiß SG-Geschäftsführer Holger Glandorf. Der TSB-Vorsitzende Frerich Eilts stimmt ihm zu: „Die Duburghalle ist eine Sportstätte von vorgestern – was den baulichen Zustand und die Ausstattung angeht.“</p>



<p>Der TSB als Inhaber hat bereits vor einiger Zeit ein Konzept und einen Investitionsplan aufgestellt. Teilweiser Abriss, Anbau und Erweiterung stehen auf der Agenda. So sollen ein Athletikraum sowie ein Kabinentrakt entstehen. Auch energetisch besteht dringender Sanierungsbedarf. Der kalkulierte Kostenrahmen für alle Maßnahmen zusammen: rund 3,5 Millionen Euro. Das Land und die Stadt haben angekündigt, mit jeweils einer Million Euro zu unterstützen. Für die restliche Summe laufen die Gespräche noch. „Anfang April haben wir den Bauantrag eingereicht“, erklärt Frerich Eilts. „Nach den Sommerferien wollen wir anfangen.“ Es ist mit einer Bauzeit von rund neun Monaten zu rechnen. Für diesen Zeitraum bräuchten die Handballer der SG und der Nachwuchs­akademie ein Ausweichquartier für ihr Training.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>
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		<title>Wählen Sie Ihren SG Handballer des Jahres 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 15:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Leserinnen und Leser des Flensburg Journals und alle Handballfans dieser Region haben wieder die Möglichkeit – wie in den vergangenen Jahren –  ihren Handballer des Jahres 2026 der SG-Flensburg-Handewitt zu wählen. Hier sehen Sie alle Spieler abgebil­det, gekennzeichnet mit ihrer jeweiligen Trikotnummer. Wie bei allen großen Wettkämpfen haben Sie die Möglichkeit, folgende Plätze zu [&#8230;]</p>
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<p>Die Leserinnen und Leser des Flensburg Journals und alle Handballfans dieser Region haben wieder die Möglichkeit – wie in den vergangenen Jahren –  ihren Handballer des Jahres 2026 der SG-Flensburg-Handewitt zu wählen.</p>



<p>Hier sehen Sie alle Spieler abgebil­det, gekennzeichnet mit ihrer jeweiligen Trikotnummer.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="782" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/SG.Team_-782x1024.jpg" alt="Wählen Sie Ihren SG Handballer des Jahres 2026" class="wp-image-86413" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/SG.Team_-782x1024.jpg 782w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/SG.Team_-229x300.jpg 229w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/SG.Team_-768x1005.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/SG.Team_-1173x1536.jpg 1173w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/SG.Team_-321x420.jpg 321w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/SG.Team_-696x911.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/SG.Team_-1068x1398.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/SG.Team_.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 782px) 100vw, 782px" /></figure></div>


<p>Wie bei allen großen Wettkämpfen haben Sie die Möglichkeit, folgende Plätze zu vergeben:</p>



<p>Platz 1 (20 Punkte)<br>Platz 2 (10 Punkte)<br>Platz 3 (5 Punkte)</p>



<p>Der Spieler mit der höchsten Punktzahl wird dann als SG-Handballer des Jahres 2026 am Saisonende – im letzten Punktspiel &#8211; mit einem entsprechenden Pokal ausgezeichnet.</p>



<p>Doch auch Sie können mit Ihrer Teilnahme gewinnen. Unter allen Einsendern verlosen wir eine Vielzahl an interessanten Preisen, wie zum Beispiel:</p>



<p>• Restaurant-Gutscheine<br>• Eintrittskarten für  Westküstenpark &amp; Robbarium<br>• Gutscheine für die Fördeland Therme<br>• Eintrittskarten für die Hofkultur<br>• Tank-Gutscheine<br>• Fahrkarten Schlei-Schifffahrt <br>• Fitness-Gutscheine<br>• Eintrittskarten Barfußpark Schwackendorf<br>• Eintrittskarten für die SG Flensburg-Handewitt</p>



<p>und viele Dinge mehr … lassen Sie sich überraschen!       </p>



<p><strong>Einen Vordruck des Stimmzettels finden Sie hier: </strong></p>



<p><a href="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/Stimmzettel.pdf">https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/04/Stimmzettel.pdf</a></p>



<p>Wählen und gewinnen Sie – es lohnt sich auf alle Fälle!                                                        </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/waehlen-sie-ihren-sg-handballer-des-jahres-2026/">Wählen Sie Ihren SG Handballer des Jahres 2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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		<title>Das SG-Trainer-Portrait: Simon Hennig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 22:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Hennig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die SG Flensburg-Handewitt in den englischen Wochen steckt, also zwei Spiele zu bestreiten hat und manchmal nach nur 48 Stunden wieder auf das Spielfeld muss, gibt es einen im Stab, der schon einen Schritt weiter ist als die anderen: Simon Hennig. Der 34-Jährige ist seit letztem Sommer der Co-Trainer der SG, die rechte Hand [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-trainer-portrait-simon-hennig/">Das SG-Trainer-Portrait: Simon Hennig</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn die SG Flensburg-Handewitt in den englischen Wochen steckt, also zwei Spiele zu bestreiten hat und manchmal nach nur 48 Stunden wieder auf das Spielfeld muss, gibt es einen im Stab, der schon einen Schritt weiter ist als die anderen: Simon Hennig. Der 34-Jährige ist seit letztem Sommer der Co-Trainer der SG, die rechte Hand von Chefcoach Ales Pajovic. Er beschäftigt sich frühzeitig mit der Analyse des Gegners, sichtet etliche Videos, stellt prägnante Szenen zusammen und entwickelt taktische Ideen. „Ich sehe mich in einer beratenden Funktion“, sagt der Assistent. „Letztendlich ist es Pajo, der entscheidet, was wir machen und es so auch mit der Mannschaft kommuniziert.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_8385.jpg" alt="Das SG-Trainer-Portrait: Simon Hennig" class="wp-image-86231" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_8385.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_8385-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_8385-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_8385-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_8385-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die rechte Hand von Ales Pajovic</figcaption></figure></div>


<p>Mit Simon Hennig setzt die Profi-Abteilung des Bundesligisten erstmals auf einen Trainer aus „dem eigenen Stall“. Er stammt aus der Region. Als Dreikäsehoch spielte er zunächst Fußball beim Handewitter SV. In der Grundschule war er in einer Klasse mit Maximilian Lipp. Sein Vater Peter war einst Torwart bei der SG und trainierte die Jungen in der Wi­kinghalle. „Meine Familie war ohnehin handballaffin“, verrät Simon Hennig. „Meine Großeltern hatten 40 Jahre lang eine Dauerkarte, meine Mutter hat lange gespielt, und mein Vater war mal Bundesliga-Trainer bei den Frauen des TSV Jarplund-Weding.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die ersten Idole: Jan Holpert und Lars Christiansen</h2>



<p>Die „großen“ Handballer der SG verfolgte er schon zu den Zeiten der Fördehalle. „Ich war dort mit meinen Großeltern“, erzählt er. „Wir saßen dort im Sitzplatzbereich hinter dem Tor.“ Die Erinnerungen wurden mit der deutschen Meisterschaft 2004 konkreter. Die große Party an der Campushalle mit Legenden wie Jan Holpert oder Lars Christiansen. Wie jeder Junge, der aus Flensburg oder Handewitt kommt und für die SG spielt, träumte Simon Hennig davon, einmal Profi zu werden. „Bei mir war dieser Traum auch mit 17 oder 18 Jahren noch präsent“, sagt er. „Dann hatte ich allerdings eine Knieverletzung mit Knorpelschaden. Da war mir bewusst, dass ich eine andere Karte spielen muss.“ Die des Handball-Trainers.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/P9030695.jpg" alt="Das SG-Trainer-Portrait: Simon Hennig" class="wp-image-86225" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/P9030695.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/P9030695-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/P9030695-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/P9030695-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/P9030695-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/P9030695-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/P9030695-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2004: Simon Hennig (rechts) mit Blaženko Lacković</figcaption></figure></div>


<p>Nach dem Abitur absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Jugendhandball-Förderverein „get in touch“. Dann studierte er auf Lehramt und verdiente sich als Handball-Trainer von Kinder-Mannschaften etwas dazu. Schließlich bot ihm Lewe Volquardsen an, in die damals von ihm geführte „Flensburg Akademie“ einzusteigen. Aus Teilzeit wurde bald Vollzeit. Nun trainierte Simon Hennig auch die A-Jugend oder die U23 und übernahm 2022 die sportliche Leitung der Nachwuchs­akademie. „Mir hat es immer sehr viel Spaß gemacht, mit Jugendlichen zu arbeiten und sie zu fördern“, betont er.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="827" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_5685.jpg" alt="Das SG-Trainer-Portrait: Simon Hennig" class="wp-image-86230" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_5685.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_5685-290x300.jpg 290w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_5685-768x794.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_5685-406x420.jpg 406w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_5685-696x719.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2012: Als Spieler trug Simon Hennig die Nummer 22</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Reiz der Bundesliga</h2>



<p>Es reizte ihn aber ungemein, für „seinen“ Verein in der Bundesliga tätig zu sein. Es war im Frühling 2024, als feststand, dass der bisherige Co-Trainer Mark Bult in Nordhorn eine Chefrolle annehmen konnte. Simon Hennig bekundete zartes Interesse. Die SG entschied sich für Anders Eggert als Unterstützung von Nicolej Krickau, aber der Nachwuchsmann bekam erste Aufgaben bei den Profis. Im Training beobachtete er taktische Aspekte und führte bei den Spielen bestimmte Statistiken. Bei Heimspielen saß er direkt hinter der Bank, bei Auswärtsspielen vor dem Bildschirm – das Handy immer griffbereit.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_3082.jpg" alt="Das SG-Trainer-Portrait: Simon Hennig" class="wp-image-86228" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_3082.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_3082-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_3082-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_3082-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_3082-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gesprächsbedarf mit Trainern und Spielern</figcaption></figure></div>


<p>Vor zwölf Monaten wurde der Posten des Co-Trainers wieder frei – nun neben Ales Pajovic. Jetzt bewarb sich Simon Hennig offiziell. „Es gab Unterstützung aus dem Umfeld und gute Gespräche mit Pajo, Ljubomir Vranjes und auch Holger Glandorf“, berichtet er. „Ich hatte zwar keine Erfahrung als Trainer in der Bundesliga, konnte aber wohl so weit überzeugen, dass es kein allzu großes Risiko sein würde, mit mir zu arbeiten.“ Er schied aus der „Flensburg Akademie“ aus und unterstützte Ales Pajovic im Trainingsalltag und bei der Vorbereitung noch mehr als zuvor.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_4912.jpg" alt="Das SG-Trainer-Portrait: Simon Hennig" class="wp-image-86229" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_4912.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_4912-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_4912-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_4912-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_4912-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2023 gab es ein kurzes Spieler-Comeback in der Oberliga</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Alltag eines Co-Trainers</h2>



<p>Am auffälligsten ist diese Unterstützung bei den Heimspielen in der „Hölle Nord“ – wobei die letzten zwei Stunden vor dem Anpfiff eher im Verborgenen stattfinden. In der Kabine und den Katakomben geht es um Taktik, um eine technische Besprechung und die Abläufe der Mannschaft. „Wenn dann das Licht ausgeht, gehe ich ganz entspannt zu meinem Platz“, lächelt Simon Hennig. Wenn die Hallenbeleuchtung wieder anspringt, beobachtet er die Angriffskonzeption, tauscht Details mit verschiedenen Akteuren aus und hat die Halbzeitbesprechung im Hinterkopf. Die zweiten 30 Minuten laufen nach einem ähnlichen Muster ab. Und danach gibt es eine Nachbetrachtung der abgelaufenen 60 Minuten – dann rückt sehr schnell das nächste Spiel in den Fokus.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_2031_THO.jpg" alt="Das SG-Trainer-Portrait: Simon Hennig" class="wp-image-86227" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_2031_THO.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_2031_THO-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_2031_THO-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_2031_THO-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/03/DSC_2031_THO-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Jugendtrainer betreute Simon Hennig diverse Mannschaften</figcaption></figure></div>


<p>Bei Simon Hennig dreht sich an einem normalen Tag viel um Handball. In der Freizeit sind drei „F“s die wichtigsten Bezugspunkte: Frau, Familie und Freunde. Sonst dominiert weiterhin der Sport. Aktiv geht er ins Fitnessstudio oder schwingt sich aufs Fahrrad. Auf dem Bildschirm laufen viele Sportarten. Die Olympischen Winterspiele waren für ihn ein echtes Highlight. Er sieht aber auch sehr gerne NHL oder Tennis. „Fußball hat bei mir nicht die höchste Priorität“, sagt der 34-jährige Lokalmatador mit einem Lächeln. „Ich hoffe aber sehr, dass auch in der nächsten Saison der Norden in der Fußball-Bundesliga gut vertreten sein wird.“</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>
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		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Grgic]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[SG-Spieler-Portrait]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Torjäger, Shooting-Star, Nationalspieler – trotz seiner erst 22 Jahre steht Marko Grgic schon sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Das Interesse an seiner Person nahm im Sommer mit dem Wechsel vom ThSV Eisenach zur SG Flensburg-Handewitt nochmals zu. Rekordwerte in den sozialen Medien wurden schließlich im Januar regis­triert, als die Europameisterschaft die Handball-Fans wie ein Magnet [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-marko-grgic/">Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Torjäger, Shooting-Star, Nationalspieler – trotz seiner erst 22 Jahre steht Marko Grgic schon sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Das Interesse an seiner Person nahm im Sommer mit dem Wechsel vom ThSV Eisenach zur SG Flensburg-Handewitt nochmals zu. Rekordwerte in den sozialen Medien wurden schließlich im Januar regis­triert, als die Europameisterschaft die Handball-Fans wie ein Magnet anzog. Im Finale warf Marko Grgic fünf Tore, 13 Millionen TV-Zuschauer schauten zu. Danach nahm er mit seinen Teamkollegen die Silbermedaillen entgegen, wurde von Bundeskanzler Friedrich Merz in der Kabine begrüßt und ließ den Abend mit der DHB-Auswahl gesellig ausklingen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85896" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_3088-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Marko Grgic – ein Teenie-Schwarm?</figcaption></figure></div>


<p>Am nächsten Vormittag holte ihn Freundin Mia vom Hotel in Silkeborg ab. Es ging zurück nach Flensburg. „Nach fünf Wochen bei der Nationalmannschaft wollte ich nur noch schlafen“, verrät das Rückraumass. „Im Kopf musste ich erst einmal kapieren, dass ich mich nicht mehr auf das nächste Spiel vorzubereiten brauchte.“ Es ließen sich sogar ein paar Tage ohne Training einschieben. Endlich konnte sich Marko Grgic wie eine „Couchpotato“ fühlen oder Flensburgs Innenstadt genießen. Zusammen mit seiner Freundin. Sie war einst Bundesliga-Handballerin, zog mit in den hohen Norden und kümmert sich nun um das Marketing oder die Pressearbeit des schleswig-holsteinischen Handballverbandes.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85898" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4612-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Erste Profi-Station: ThSV Eisenach</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Handball in den Genen</h2>



<p>Nicht an Handball denken – das fällt Marko Grgic schwer. Denn in seinem Orbit haben praktisch alle mit seiner sportlichen Leidenschaft zu tun. Er stammt aus einer echten Handballer-Familie. Er hatte das runde, hüpfende Ding, das man so gut werfen und prellen kann, schon als Dreikäsehoch in der Hand. Seine Mutter spielte in der Oberliga, sein älterer Bruder steht im Kader des Drittligisten HG Saarlouis. Und dann ist da noch sein Vater. Danijel Grgic war Bundesliga-Handballer in Eisenach, als Sohn Marko geboren wurde, spielte für die kroatische Nationalmannschaft und den HC Zagreb. Heute ist er Co-Trainer beim Bundesligisten TVB Stuttgart und traf in dieser Funktion schon zwei Mal auf seinen Sprössling. „Vor und nach dem Spiel sieht man sich, in den 60 Minuten blendet man das Private aus“, beschreibt Marko Grgic diese besondere Konstellation. „Man ist so voll mit Adrenalin, dass man gar nicht wahrnimmt, wer auf der anderen Bank sitzt.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-682x1024.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85899" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4627.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /></figure></div>


<p>Sein Weg in die Nationalmannschaft war anders als bei den anderen. Das zeigte auch die Reportage „Goldjungs“ auf, die die ARD eine Woche vor dem Start der Europameisterschaft ausstrahlte. Marko Grgic reifte in der Jugend nicht in einem Nachwuchsleistungszentrum, das mit einem Bundesliga-Klub gekoppelt ist, sondern im Unterbau der HG Saarlouis. Beim Drittligisten endete die Karriere des Vaters, da ließ sich die Familie nieder, und da kletterte ein Talent die Jahrgangsstufen hoch, ohne den Experten so richtig aufzufallen. Das „Juwel aus dem Saarland“ genoss die Nähe zur Familie und den Freunden länger als gleichaltrige, ambitionierte Spieler und wurde über Jahre vom Vater oder dem Bruder trainiert. Als Marko Grgic mit 18 Jahren bei den Männern von Saarlouis in der Drittklassigkeit debütierte, trug er die Rückennummer 17 – so wie einst sein Vater.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85897" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4550-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hohe Belastung und Druck bei der SG</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Von Saarlouis nach Eisenach</h2>



<p>Im Sommer 2022 der Tapetenwechsel: von der Saarschleife an die Wartburg. Die Rückkehr an den Geburtsort und an den ehemaligen Familiensitz kannte keinen Hauch von Nostalgie. „Entscheidend waren allein die sportlichen Gründe“, betont Marko Grgic. „Ich konnte in Eisenach in der zweiten Bundesliga spielen, auch die Strukturen waren etwas professioneller.“ Es war die goldrichtige Entscheidung. Die Thüringer stiegen auf, und der Youngster mauserte sich zum Leistungsträger in der Erstklassigkeit. Nun traf er auf etliche Idole seiner Jugend – auch auf den THW Kiel, für den er einst so geschwärmt hatte. „Mich hatte sehr beeindruckt, dass dieser Verein so viel gewonnen und alles auf den Erfolg ausgerichtet hat“, erklärt Marko Grgic. „Mit meinem eigenen Schritt in die Bundesliga war das Fan-Sein natürlich vorbei.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85895" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_1655-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dialog über die beste Rückraum-Performance</figcaption></figure></div>


<p>Nun war er selbst ein Teenie-Schwarm. Seine Popularität wuchs noch mehr, als das Rückraumass im Mai 2024 sein erstes Länderspiel bestritt. Sein zweites war bereits ein Testspiel für die Olympischen Spiele. Im letzten Moment hatte das große Talent tatsächlich noch den Sprung auf den Olympia-Zug geschafft und erlebte tolle sportliche Momente in Paris und Lille. Am Ende hatte Marko Grgic eine Silbermedaille um seinen Hals hängen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="901" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85901" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747-266x300.jpg 266w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747-768x865.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747-373x420.jpg 373w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_4747-696x784.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bei diesem kleinen Titel soll es nicht bleiben</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die SG machte das Rennen</h2>



<p>In der kommenden Saison warf er noch mehr Tore für Eisenach. Er wurde Torschützenkönig, doch die Perspektiven unterhalb der Wartburg passten nicht mehr zu seinen. Das Mittelfeld war für seinen Ex-Klub das Höchste der Gefühle, der Jungnationalspieler wollte zu einem Spitzenklub. Die SG machte das Rennen und bekam den Wunschspieler nach zähen Verhandlungen schon im Sommer – ein Jahr vor dem ursprünglichen Vertragsende in Eisenach. „Die Entscheidung war Spitz auf Knopf – und dann war in drei bis vier Tagen allerhand zu regeln“, verrät Marko Grgic.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85894" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_9692-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Atmosphäre von Herning</figcaption></figure></div>


<p>Er konnte sich noch nicht einmal richtig verabschieden. Das wurde Anfang Oktober nachgeholt, als die SG die Auswärtspartie in Eisenach zu absolvieren hatte. „Es war etwas ungewohnt, als Gegner für eine Nacht in die Stadt zu kommen, in der man vorher gewohnt hatte“, erzählt er. „Und als ich beim Abschlusstraining in der Halle war, hatte ich das Gefühl, dass ich dort gerade erst gespielt und trainiert hatte.“ Die besondere Rückkehr in den „Hexenkessel“ war für ihn ein erfolgreicher Genuss. Nun bestimmt die „Hölle Nord“ sein sportliches Leben. Ein Alltag, der auch die kommende Weltmeisterschaft in den Hintergrund rücken wird. Sie wird im Januar in Deutschland ausgetragen. „Das ist noch weit weg“, betont Marko Grgic. „Mit der SG habe ich in dieser Saison noch ein paar Monate, und dann kommt erst einmal die Hinrunde der nächsten Saison.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Marko Grgic" class="wp-image-85902" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8615-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Olympia und EM: bislang zwei Mal Silber für Marko Grgic</figcaption></figure></div>


<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>
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		<title>Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 23:54:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im Januar ruht der Vereinshandball. Dafür greifen die Nationalteams nach den Sternen der Europameisterschaft, und zwar in Herning, Malmö und Oslo. Unser Reporter Jan Kirschner war zu Gast und blickt auf das Turnier mit lokaler Brille. Immerhin neun Spieler der SG Flensburg-Handewitt starteten in das Turnier – und man trifft viel Handball-Prominenz. Heimspiel-Atmosphäre Am ersten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/impressionen-von-der-handball-europameisterschaft-2026/">Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Im Januar ruht der Vereinshandball. Dafür greifen die Nationalteams nach den Sternen der Europameisterschaft, und zwar in Herning, Malmö und Oslo. Unser Reporter Jan Kirschner war zu Gast und blickt auf das Turnier mit lokaler Brille. Immerhin neun Spieler der SG Flensburg-Handewitt starteten in das Turnier – und man trifft viel Handball-Prominenz.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85593" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tobias Karlsson: nun schwedischer Team-Manager</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Heimspiel-Atmosphäre</h2>



<p>Am ersten Spieltag der Europameisterschaft ist in Herning der Oberrang geschlossen. Knapp 6000 Zuschauer versammeln sich in der Jyske Bank Boxen, um die Partie Deutschland gegen Österreich zu sehen, darunter viele deutsche Fans. Und das an einem Donnerstag. Am folgenden Samstag sind es schon 9000 Handball-Begeisterte. „Ich habe Flensburg-Trikots und bekannte Gesichter gesehen“, erzählt Johannes Golla, Kapitän der SG und im DHB-Team. Vereinskollege Marko Grgic staunt: „Unglaublich, wie viele selbst an einem späten Abend in der Woche nach Herning kommen.“ Wenn die Dänen spielen, ist der Handball-Tempel mit 15.000 Fans ausverkauft. Frenetischer Jubel brandet schon auf, wenn die Spieler zum Warmup erscheinen. Beim Anwurf entlädt sich ein Orkan. „Vi er röde, vi er hvide“ – während der 60 Minuten folgen dänische Party-Hits in Dauerschleife. „Diese Kulisse ist immer traumhaft, es ist die beste Stimmung in ganz Dänemark“, findet SG-Torwart Kevin Möller.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85592" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Domen Novak: in Oslo und Malmö für Slowenien im Einsatz</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Industrie-Konversion</h2>



<p>150 Jahre lang hatte Silkeborg eine bedeutende Papierfabrik. Heute wird das Gebäudeensemble anderwärtig genutzt. Gewerbe und Büros dominieren, es gibt aber auch ein Museum, ein Theater und ein Hotel. Hier hat sich die deutsche Mannschaft einquartiert. Die Handballer schlafen in Zweier-Zimmern. Die beiden SG-Spieler wohnen zusammen. „Unsere Höhle“, grinst Johannes Golla. „Das ist alles sehr ordentlich“, betont Teamkollege Marko Grgic. „Wir müssen nicht durch Kleidungsstücke schwimmen.“ In ihrer Freizeit spielen die beiden viel an der Play-Station, während im Nachbarzimmer der Brettspiel-Klassiker „Siedler von Catan“ für Furore sorgt.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-682x1024.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85591" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">Neue Rolle für Jim Gottfridsson</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Flensburger Dominanz</h2>



<p>Sechs SG-Spieler stehen zum Turnierstart im 19-köpfigen Aufgebot von Gastgeber Dänemark. Emil Jakobsen und Simon Pytlick teilen sich sogar das Zimmer. Lasse Möller feiert im zweiten Spiel gegen Rumänien sein EM-Debüt. Wenige Minuten später scheidet Lukas Jörgensen verletzt aus. Die bittere Diagnose: Kreuzbandriss. Niclas Kirkelökke und Kevin Möller sind die beiden anderen Akteure, die im Vereinsalltag ein SG-Trikot tragen. Außerdem stehen mit Mads Mensah, Simon Hald, Rasmus Lauge und Johan Hansen vier ehemalige SG-Spieler im dänischen Aufgebot. Emil Bergholt wechselt im Sommer nach Flensburg. Es sind wohl so viele, dass die SG beim Fußball-Trainingsspielchen nicht als Kriterium für die Mannschaftseinteilung taugt. „Da heißt es immer GOG gegen den Rest“, schmunzelt Kevin Möller.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85590" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schwedische Handball-Begeisterung</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein höflicher Torwart</h2>



<p>Ich sitze unter den Fotografen neben einem der beiden Tore. Kurz nach der Pause im deutschen Auftaktspiel gegen Österreich fliegt ein Abpraller auf mich zu. Er ist nicht hart. Ich kann den Ball stoppen, bin dabei aber bemüht, ihn nicht anzufassen. Wegen des klebrigen Harzes. Irgendwie kann ich den Ball mit dem Arm an Torwart Andreas Wolff übergeben. „Vielen Dank!“, sagt er mitten im Spiel und leitet den nächsten Angriff ein. Am nächsten Tag spricht mich der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober an, der die Szene beobachtet hatte. „Hätte das nicht etwas schneller gehen können“, scherzte er. „Du hast ja das Tempo rausgenommen.“ Aber, antwortete ich, vielleicht war es die Höflichkeit des Keepers, die die entscheidende Sekunde gekostet hatte.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85589" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Prämien</h2>



<p>Was ist der Gewinn einer Europameisterschaft wert? Für den deutschen Handball weiß man es. Denn kurz vor dem Start veröffentlichte der DHB eine Pressemeldung. Demnach sind für den Titel 575.000 Euro ausgelobt – für die gesamte Mannschaft. Der Einzug ins Finale bringt 430.000 Euro ein. Bronze ist 300.000 Euro wert. Der Einzug ins Halbfinale wird mit 180.000 Euro verbucht. Der bloße Gewinn der Vorrunden-Gruppe A spült 50.000 Euro in die Mannschaftskasse.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-682x1024.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85588" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">Isländische SG-Vergangenheit: Arnor Atlason (links) und Teitur Einarsson</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Handball-Jahrmarkt</h2>



<p>Im Herninger Messekomplex wird in zwei Hallen die Fan-Kultur gelebt. Sterne mit den Namen aller aktuellen Nationalspieler kleben auf dem Fußboden und zieren den Weg zum Eingang, der sich jeden Nachmittag für etliche Stunden öffnet. Für die Zuschauer gibt es Spielwiesen, Imbisswagen und eine Bühne, die als Plattform für Live-Musik oder Talkgäste dient. Ein Museum taucht in die 100-jährige dänische Handballgeschichte ein. Große Konterfeis der modernen Handballhelden zieren die Passage zwischen den beiden Hallen. In Originalgröße steht eine Foto-Troika als Selfi-Modell parat: Simon Pytlick, Emil Jakobsen und Mathias Gidsel.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85587" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Isländische Schwedische Handball-Begeisterung Handball-Begeisterung</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Gründungsväter und Goldjungs</h2>



<p>Kurz vor dem Turnierstart werden mehrere Dokumentationen auf den TV-Sendern gezeigt oder stehen in Internet-Plattformen zum Streamen bereit. Bei der „Generation Goldjungs“ gehört Marko Grgic zu den Protagonisten. Ein anderer 75-minütiger Streifen heißt übersetzt: „Gründungsväter – Der Aufstieg des dänischen Handballimperiums“. Zu Wort kommen mit Joachim Boldsen, Lars Christiansen, Mads Mensah, Simon Pytlick und Emil Jakobsen auch mehrere aktuelle und ehemalige SG-Akteure. Auch SG-Legende Lasse Svan wird interviewt. Er ist während der Europameisterschaft beim dänischen Sender „TV2“ als Experte im Studio.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85583" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lasse Svan (Mitte): Experte von TV2</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Anti-Handball</h2>



<p>Vor der Partie gegen Österreich lästert der deutsche Torwart Andreas Wolff über den kommenden Gegner, indem er dessen bevorzugte Sieben-gegen-sechs-Angriffstaktik als „Anti-Handball“ bezeichnet. Die Alpen-Ballwerfer hat bis Mai SG-Coach Ales Pajovic trainiert. Der Slowene sitzt nun unter den Zuschauern. Gegenüber einem österreichischen Radio-Sender rudert Andreas Wolff später zurück. „Ich habe das alles etwas überspitzt formuliert“, sagt er. „Sieben gegen sechs – das mag ich einfach nicht gerne anschauen.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-682x1024.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85586" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">Innenstadt von Malmö: Das Gesicht von Hampus Wanne</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Globetrotter</h2>



<p>Während sich die österreichischen Handballer aufwärmen, bearbeite ich direkt am Spielfeld ein paar Fotos. Kurz schaue ich von meinem Notebook hoch und blicke plötzlich in mir bekannte Augen. Eine Armlänge entfernt praktiziert Boris Zivkovic ein paar Dehnübungen. „Wie geht´s?“, grüßt er. Der österreichische Linkshänder hat Anfang 2024 für einige Monate bei der SG ausgeholfen. Seitdem stehen drei weitere Stationen in seiner Vita: Al-Qurain (Kuwait), Brest (Belarus) und nun Chartres (Frankreich).</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85584" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Emil Jakobsen: Gänsehaut-Feeling in der Boxen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Unpassendes Outfit</h2>



<p>Blaue Jeans und senffarbener Pullover – so starte ich nach Schweden. Hyllie ist gleich die erste Station nach dem Öresund. Einmal die Rolltreppe hoch – und man ist an der Malmö Arena. Das benachbarte Shopping-Center „Emporia“ mit seiner futuristischen Architektur ist am frühen Nachmittag allerdings weit belebter als der Spiel­ort der Handball-Europameisterschaft. In der schwedischen Kälte erblicke ich erst auf den zweiten Blick weitgereiste Handball-Fans. Sie kommen mit den Zügen aus Kopenhagen und tragen unter den Jacken dunkelblaue Trikots. Es sind Isländer. Zwei junge Frauen wedeln mit zwei Fähnchen ihrer Nation im eiskalten Wind. Drinnen versammeln sich etwa 2000 Isländer in einem Fan-Block und entfachen einen wahren Sturm. „Ej, ej, afram Island“ und andere Schlachtrufe donnern die gesamten 60 Minuten. Kroatien gewinnt dennoch knapp. Bei den Isländern stehen zwei ehemalige SG-Akteure im Aufgebot. Arnor Atlason (2012/13) ist Co-Trainer, Linkshänder Teitur Einarsson (2021-2024) kommt nur wenig zum Einsatz.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85582" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Tunnel voller Handball-Legenden</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Leere Plätze</h2>



<p>Der Oberrang in der Malmö Arena ist eher spärlich besetzt. Das Spiel des Gastgebers Schweden gegen Slowenien wollen offiziell nur 7745 Zuschauer besuchen – und das an einem Freitagabend. „Wir haben uns auch gewundert“, verrät Jim Gottfridsson und mutmaßt: „Vielleicht lag es an den Tagestickets. Es waren ja beim ersten Spiel 3000 bis 4000 Isländer und Kroaten in der Halle – und später nicht mehr.“ Für eine „Welle“ im Unterrang ist die Kulisse dennoch ausreichend.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-682x1024.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85580" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Neue Rolle</h2>



<p>SG-Legende Jim Gottfridsson ist im Sommer ins ungarische Szeged gewechselt. In Malmö grüßt sein Konterfei von einer Drehtür. In Deutschland ist gerade ein Micky-Maus-Heft erschienen – mit ihm als Donald-Duck-Verschnitt. Er ist immer noch sehr populär, spielt aber viel weniger als früher. Der Magdeburger Felix Claar ist die Nummer eins in der schwedischen Rückraumzentrale. „Ich sehe mich nach wie vor als einen wichtigen Teil der Mannschaft, meine Rolle hat sich aber verändert“, sagt Jim Gottfridsson selbst.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85579" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gefragter Interviewpartner: Marko Grgic</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Quartier am Marktplatz</h2>



<p>Am Hauptbahnhof von Malmö lächelt mich Jim Gottfridsson an – sein Konterfei besetzt eine Drehtür. Beim Gang zu meiner Unterkunft begegne ich Hampus Wanne. Der ehemalige SG-Links­außen ziert ein Plakat am Marktplatz. Ich habe ein recht günstiges Zimmer in einem altehrwürdigen Hotel ergattert. Es ist allerdings ziemlich klein und vor dem Fenster befindet sich ein Baugerüst. Der eigentlich schöne Blick auf Markplatz und Rathaus ist nur eine schemenhafte Silhouette. Einige Stunden später tobt das Nachtleben. Viele Taxis kurven zu später Stunde um den Marktplatz. Aus einer Party-Location wummern stampfende Beats. Am nächsten Tag ist es wieder ruhig. Ich besuche kurz den Platz „Lilla Torg“. Dort stehen zwei kleine Zelte, in denen Tischkicker, eine Torwand, ein überdimensionales Schachbrett und ein Bilderrahmen für Selfies warten. Eine Mini-Fan-Zone – kein Vergleich mit der von Herning.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85578" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Boris Zivkovic (Österreich) gegen Marko Grgic</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Medien-Alltag</h2>



<p>In Herning müssen die Journalisten etliche Treppen – hoch wie runter – erklimmen, um die Mixed Zone zu erreichen. Das ist der Ort, an dem Spieler und Trainer interviewt werden dürfen. In Malmö kommen die Akteure direkt in die Pressehalle. Es sind nur zehn Meter von meinem Arbeitsplatz bis zur Möglichkeit für einige kurze Spielanalysen. Für längere Gespräche dienen die Media Calls an den Tagen zwischen den Spielen. In Malmö finden diese im „Scandic Triangeln“ statt, einem Hotel mit 20 Stockwerken. Die Herausforderung für mich: Die Slowenen und die Schweden laden zur selben Zeit ein. Ich treffe mich also zunächst mit Domen Novak in einem Clubraum des dritten Stocks, dann geht es ins Erdgeschoss, wo mich bereits Tobias Karls­son erwartet.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85577" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">SG-Legende als Team-Manager</h2>



<p>Tobias Karlsson ist das gesamte Turnier bei der schwedischen Mannschaft. Der ehemalige Weltklasse-Abwehrspieler, der seine Karriere nach zehn Jahren bei der SG 2019 beendete, ist inzwischen Team-Manager der schwedischen Nationalmannschaft. In dieser Rolle unterstützt er die Trainer, beschäftigt sich mit Entwicklungskonzepten und plant viele Dinge rund um das Drei-Kronen-Team. Für die Tage zwischen den Spielen hat sich Tobias Karlsson ein „Pflicht-Büffet“ an Angeboten überlegt, aus denen sich die Spieler Regenerations- und Trainingsinhalte aussuchen können. „Wir haben festgestellt, dass die jüngeren Spieler eine ganz andere Gesprächskultur pflegen als die älteren und auch das Führungsteam“, erklärt der 44-Jährige.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85576" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Verrücktes Spiel</h2>



<p>Die Slowenen sind zunächst in Oslo und starten gegen die Schweiz eine gewaltige Aufholjagd. 16 Minuten vor Schluss liegen sie mit 22:29 zurück, am Ende haben sie mit 38:35 gewonnen. Mittendrin im Jubel steckt SG-Rechtsaußen Domen Novak. Mit seinem Nationalteam zieht er zur Hauptrunde nach Malmö um. Dort gibt es die erste Niederlage – gegen Gastgeber Schweden. Trotzdem schläft Domen Novak danach besser als in Oslo. „Dort waren die Matratzen eine Katastrophe“, erzählt der Slowene. &nbsp;</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>
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		<title>Europameisterschaft 2026: Ein skandinavisches Handball-Herz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 11:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[EM 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Europameisterschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Herning, Malmö, Kristianstad und Oslo – vom 15. Januar bis zum 1. Februar schlägt das Handball-Herz skandinavisch. Denn die kommende Europameisterschaft wird in Dänemark, Schweden und Norwegen ausgetragen. Das Zentrum der Handball-Begeisterung wird einmal mehr in Mitteljütland pulsieren: Die „Jyske Bank Boxen“ mit ihren 14.000 Plätzen wird Schauplatz für zwei der sechs Vorrunden-Staffeln, für eine [&#8230;]</p>
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<p>Herning, Malmö, Kristianstad und Oslo – vom 15. Januar bis zum 1. Februar schlägt das Handball-Herz skandinavisch. Denn die kommende Europameisterschaft wird in Dänemark, Schweden und Norwegen ausgetragen. Das Zentrum der Handball-Begeisterung wird einmal mehr in Mitteljütland pulsieren: Die „Jyske Bank Boxen“ mit ihren 14.000 Plätzen wird Schauplatz für zwei der sechs Vorrunden-Staffeln, für eine der beiden Hauptrunden-Gruppen sowie für Halbfinale und Endspiel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gastgeber Dänemark</h2>



<p>Die Fans der SG Flensburg-Handewitt werden hauptsächlich nach Herning blicken. Dort ist Gastgeber Dänemark gesetzt und könnte bis zu einem halben Dutzend Spieler der SG Flensburg-Handewitt aufbieten. Bei den November-Länderspielen waren Emil Jakobsen, Kevin Möller, Simon Pytlick, Lukas Jörgensen und Niclas Kirkelökke nominiert. Lasse Möller musste wegen seines Mittelhandbruchs kurzfristig absagen, sollte bis Januar aber wieder fit sein. „Bei so vielen guten Handballern in Dänemark kann man sich nie sicher sein“, meint das Rückraumass, das schon häufiger bei Großturnieren verletzt zuschauen musste.</p>



<p>Interessant: Dänemark ist zuletzt vier Mal in Folge Weltmeister geworden, wartet aber seit 2012 auf einen EM-Titel. In der Vorrunde heißen die Gegner Portugal, Nordmazedonien und Rumänien. Womöglich trifft das Danebrog-Team sogar auf einen SG-Spieler. Denn der erst 18-jährige Keeper Catalin Haidu, der in A-Jugend und Junior-Team zum Einsatz kommt, feierte im November sein Debüt in der rumänischen Nationalmannschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auch die DHB-Auswahl spielt in Herning</h2>



<p>Auch die DHB-Auswahl ist in Herning stationiert und würde es in der Hauptrunde mit Dänemark zu tun bekommen. Zunächst müssen aber Österreich, Spanien und Serbien bezwungen werden. Neben Kapitän Johannes Golla dürfte Rückraumass Marko Grgic gesetzt sein. Die dritte SG-Kraft könnte Luca Witzke sein. Der Spielmacher war im letzten Jahr bei der Weltmeisterschaft in Herning dabei, pausierte im Herbst allerdings wegen einer Schulter-Blessur und verpasste den letzten DHB-Lehrgang.</p>



<p>Die Norweger starten in Oslo und sollten hinter Frankreich, aber vor Tschechien und der Ukraine in die Hauptrunde einziehen, um dafür nach Herning überzusetzen. SG-Linkshänder Kent Robin Tönnesen stammt aus der Region Oslo, spielte dort die letzte Weltmeisterschaft, wurde aber für die November-Länderspiele in Trondheim nicht berücksichtigt. „Ich versuche meine Leistungen zu bringen und mich für weitere Einsätze zu empfehlen“, sagt der 34-Jährige. Eine Option auf Rechtsaußen wäre Aksel Horgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der schwedische Turnierstrang</h2>



<p>In Malmö ist Co-Gastgeber Schweden gesetzt. Erstmals seit rund 20 Jahren muss das Drei-Kronen-Team allerdings ohne SG-Spirit auskommen. Jim Gottfridsson verließ im Sommer die SG, Torwart Simon Möller kommt erst zur nächsten Saison nach Flensburg. Linksaußen Hampus Wanne und Teammanager Tobias Karlsson sind zwei weitere Akteure mit SG-Vergangenheit. Die Slowenen würden, wenn sie ihre Oslo-Gruppe mit Färöer, Schweiz und Montenegro meistern, die Hauptrunde in Malmö bestreiten. Zuletzt befand sich Blaz Blagotinsek angesichts seiner Länderspiel-Karriere zwar in einem Denkprozess, SG-Rechtsaußen Domen Novak ist aber eine Bank.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner  </em></p>
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		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 11:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Domen Novak]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo kommt denn der her? Es war mitten in der ersten Hälfte des Spitzenspiels gegen den SC Magdeburg, als der Ball nach einem Wurf der SG Flensburg-Handewitt vom Torwart zurückprallte und Domen Novak plötzlich durch den Kreis sprang. Den Ball fing er – zumindest gefühlt – direkt vor dem Gehäuse hoch in der Luft ab [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-domen-novak/">Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Wo kommt denn der her? Es war mitten in der ersten Hälfte des Spitzenspiels gegen den SC Magdeburg, als der Ball nach einem Wurf der SG Flensburg-Handewitt vom Torwart zurückprallte und Domen Novak plötzlich durch den Kreis sprang. Den Ball fing er – zumindest gefühlt – direkt vor dem Gehäuse hoch in der Luft ab und drückte ihn ins Netz. Die „Hölle Nord“ tobte: Was für ein Treffer, wie aus dem heiteren Himmel! Keine Frage: Der slowenische Rechtsaußen, der im Sommer die SG verstärkte, verfügt nicht nur über eine enorme Schnelligkeit, sondern auch über eine erstaunliche Sprungkraft. Eine Kostprobe gibt der 27-Jährige auch immer unmittelbar vor dem Anpfiff, wenn sich die Mannschaft noch einmal im Pulk versammelt und er einen Sprint mit einem mächtigen Satz beendet – direkt im Rücken der Teamkameraden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85140" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">In Flensburg gut angekommen</figcaption></figure></div>


<p>„Zur Aktivierung“, sagt er mit einem Lächeln. Wie hoch er springen kann, hat Domen Novak nach eigenen Angaben „lange nicht gemessen“. Und auch die Leichtathletik war bis auf das normale Schulpensum kein besonderes Steckenpferd. Sein Sport war schon als kleiner Junge der Handball. Zunächst war da allerdings eher der Anreiz, seinem großen Bruder nachzueifern, als wirklich an etwas Großes zu glauben. „Ich spielte, bis ich 17 oder 18 Jahre alt war, in meinem Stammklub Krim Ljubljana zusammen mit Freunden“, berichtet er. „Selbst als ich 20 Jahre gewesen bin, spielte ich mit Slovan Ljubljana nur in der zweiten Liga.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85144" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Feuer der „Hölle Nord“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Über Dobova und Celje in die Bundesliga</h2>



<p>Dann packte ihn der Ehrgeiz: Domen Novak wollte unbedingt in die slowenische Erstklassigkeit. „Ich fuhr dafür tatsächlich ein Jahr lang fast jeden Tag eine Stunde in die kleine Stadt Dobova“, erzählt er. Im Rückblick scheint er sich selbst über diesen Aufwand zu wundern. Aber es lohnte sich: Der slowenische Meister RK Celje zeigte Interesse. Im September 2019 spielte der Linkshänder das erste Mal in der europäischen Champions League und erzielte ausgerechnet gegen die SG und Benjamin Buric sein erstes internationales Tor. Ein Gruß aus der Zukunft?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-682x1024.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85141" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Wetzlar: Tor gegen Benjamin Buric</figcaption></figure></div>


<p>Das Tor zur Bundesliga öffnete sich im Frühling 2021. In Wetzlar wurde ein Platz auf der Rechtsaußen-Position frei. „Die HSG ist ein stabiler Erstligist, bei dem sich schon viele Spieler entwickelt haben“, dachte sich Domen Novak – und sagte zu. Damit betrat er Neuland, lebte erstmals im Ausland. Er war sehr froh, dass seine Frau Enja von Anfang an dabei war. Alles war eine große Umstellung. „Ich habe Deutsch gelernt, was ich vorher fast gar nicht konnte“, erzählt der Handball-Profi. „Sportlich war es eher eine Berg- und Talfahrt. Es gab doch einige heftige Niederlagen. Ich bekam aber viele Spielminuten, sodass Wetzlar für mich eine wichtige Station war.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Weg zur SG</h2>



<p>Mitten im letzten Jahr reifte ein anderer Kontakt. Ljubomir Vranjes war einst Nationaltrainer von Slowenien. Inzwischen war dieser zum Sportlichen Leiter der SG berufen worden und hatte auf seiner Liste auch Domen Novak, den er einst zu einem Lehrgang im Nationalteam eingeladen hatte. Das Angebot eines Top-Teams konnte der Umworbene nicht ausschlagen. Potenzielle Titel lockten. „Ich hatte vier  Jahre in Wetzlar alles gegeben, und Wetzlar hat mir geholfen“, betont er. „In einer Karriere kommt es aber manchmal vor, dass man nach einem gemeinsamen einen anderen Weg geht.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85142" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Kurios: Am ersten Spieltag musste die SG ausgerechnet in Wetzlar antreten. Es gab ein Remis. „Das war schon speziell, das erste Pflichtspiel mit meinem neuen bei meinem alten Verein zu spielen“, meint Domen Novak. „Der Punktverlust war schwierig, kann aber in der Bundesliga immer mal passieren.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Familienzuwachs für die Nummer 63</h2>



<p>Statt der 75 trug er nun die 63 – die steht für die Geburt seines kleinen Sohnes Teo, der am 6. März zur Welt kam. „Ich genieße jeden Moment mit ihm, immer gibt es etwas Neues“, sagt er mit einem sanften Lächeln. „Noch läuft er nicht, aber das kann nicht mehr so lange dauern.“ Seine kleine Familie ist der emotionale Rückzugsort. In der Freizeit geht es zu dritt an den Strand oder in die Nähe des neuen Wahldomizils am Flensburger Stadtrand.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85143" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Ehre, für Slowenien zu spielen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Rolle im slowenischen Nationalteam</h2>



<p>Im Januar wird Domen Novak seine Liebsten für einige Wochen verlassen: Die slowenische Nationalmannschaft ruft, die bei der Europameisterschaft zunächst in Oslo spielt. „Es ist eine gute Truppe mit guten Freunden“, sagt er. „In den letzten Jahren haben wir auch einige gute Ergebnisse erreicht.“ Der Höhepunkt war sicherlich der vierte Rang bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. „Es war ein besonderes Erlebnis, das leider viel zu schnell zu Ende war“, schwärmt der Handballer. „In einem riesigen Hochhaus waren fast alle Sportler untergebracht. Man traf Athleten aus aller Welt.“ In den nächsten Wochen bestimmt aber noch der Takt der SG den Alltag. Zwei Spiele pro Woche stehen im Programm. Oft geht es in der „Hölle Nord“ rund. „Das macht immer richtig Spaß, ich freue mich auf jedes Heimspiel“, sagt Domen Novak. „Die Halle ist sehr laut – da ist man so richtig froh, dass man dem Heimteam angehört.“ Und wenn er dann mit einer starken Aktion ein Tor wirft, ist es Zeit für einen weiteren Luftsprung. Manch einer wundert sich dann vielleicht wieder: Wo kommt denn der her?</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>



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