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	<title>Hugo Eckener Archive - Flensburgjournal</title>
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		<title>Vor 100 Jahren: Hugo Eckener und der fliegende „Friedensbote“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Sep 2024 10:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[100 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[fliegender Friedensbote]]></category>
		<category><![CDATA[Hugo Eckener]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 25. September 1924 herrschte schon morgens helle Aufregung in Flensburg. Luftschiff-Pionier Hugo Eckener hatte einige Tage zuvor angekündigt, mit dem neuen Zeppelin „ZR-3“ den längsten Testflug als „Deutschland-Fahrt“ auszuführen und dabei auch Flensburg, seine Geburtsstadt, zu überfliegen. Andererseits berichteten die Agenturen von einem Orkan in Südschweden. Sollte die Pioniertat wohlmöglich verschoben werden? Die Telefone [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/vor-100-jahren-hugo-eckener-und-der-fliegende-friedensbote/">Vor 100 Jahren: Hugo Eckener und der fliegende „Friedensbote“</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Am 25. September 1924 herrschte schon morgens helle Aufregung in Flensburg. Luftschiff-Pionier Hugo Eckener hatte einige Tage zuvor angekündigt, mit dem neuen Zeppelin „ZR-3“ den längsten Testflug als „Deutschland-Fahrt“ auszuführen und dabei auch Flensburg, seine Geburtsstadt, zu überfliegen. Andererseits berichteten die Agenturen von einem Orkan in Südschweden. Sollte die Pioniertat wohlmöglich verschoben werden? Die Telefone klingelten pausenlos in den Büros der Tageszeitungen, wo die aktuellen Funkmeldungen eintrafen. Stuttgart, Frankfurt, Göttingen, Hamburg – der Zeppelin näherte sich von Stunde zu Stunde. Viele konnten es nicht abwarten und bevölkerten schon ab Mittag die Straßen. Als sich dann die Nachricht herumsprach, dass der „ZR-3“ um 17.10 Uhr die Elbe überquert hatte und Kurs auf Rendsburg, Schleswig und Flensburg nahm, verdichteten sich die Menschenströme in der Fördestadt. Viele stiegen auf die Dächer der Geschäftshäuser, auf Hügel oder Bäume, ausgerüstet mit einem Fernglas. Die Sicht war nicht die beste: Die tiefe Sonne versteckte sich hinter den Wolken, die Dämmerung setzte ein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="719" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/XIV-Foto-B-08015-Stadtarchiv-wohl-1928-719x1024.jpg" alt="Vor 100 Jahren: Hugo Eckener und der fliegende „Friedensbote“" class="wp-image-80281" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/XIV-Foto-B-08015-Stadtarchiv-wohl-1928-719x1024.jpg 719w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/XIV-Foto-B-08015-Stadtarchiv-wohl-1928-211x300.jpg 211w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/XIV-Foto-B-08015-Stadtarchiv-wohl-1928-768x1094.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/XIV-Foto-B-08015-Stadtarchiv-wohl-1928-696x992.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/XIV-Foto-B-08015-Stadtarchiv-wohl-1928-295x420.jpg 295w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/XIV-Foto-B-08015-Stadtarchiv-wohl-1928.jpg 800w" sizes="(max-width: 719px) 100vw, 719px" /><figcaption class="wp-element-caption">Viele Schaulustige in Flensburg fanden sich auf den Dächern wieder</figcaption></figure></div>


<p>Dann tauchte im Süden ein Punkt auf, wuchs zunächst zu einer mattgrauen Scheibe. Als das Brummen der Motoren hörbar war, zeichneten sich die Umrisse des Luftschiffes ab. Um 18.05 Uhr drang aus vielen Kehlen: „Er kommt!“ Jubel und Schiffspfeifen begrüßten den Zeppelin. Zehn Minuten später schwebte ein 200 Meter langer Koloss über dem Südermarkt. „Ein gestreckter, schlanker Leib in stahlgrauer blitzsauberer Färbung“, schrieb das „Flensburger Annoncenblatt“. Das Luftschiff drehte eine Schleife über das „Alt-Flensburger Haus“, das heute als Eckener Haus bekannt ist. Hugo Eckener selbst ließ für Schwager, Schwester und einige Freunde einige Luftpost-Sendungen abwerfen. Über der Norderstraße entschwand der Zeppelin nach nur 25 Minuten aus dem Gesichtskreis der Flensburger und kehrte über Malmö und Berlin bis zum nächsten Nachmittag nach Friedrichshafen zurück.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="622" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/1924-lakehurst.jpg" alt="Vor 100 Jahren: Hugo Eckener und der fliegende „Friedensbote“" class="wp-image-80276" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/1924-lakehurst.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/1924-lakehurst-300x233.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/1924-lakehurst-768x597.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/1924-lakehurst-696x541.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/1924-lakehurst-540x420.jpg 540w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der „ZR-3“ über Lakehurst</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Mission des Luftschiffes</h2>



<p>Am Bodensee stand die Halle, in der der „ZR 3“ gebaut worden war. Nach dem Ersten Weltkrieg konnte die Zeppelin-Werft dieses Meisterwerk nur realisieren, da es als Reparationsleistung Deutschlands an die USA deklariert war. Hugo Eckener, Vorstandsvorsitzender der „Luftschiffbau Zeppelin“, wollte die Überführung des Fahrzeugs mit einer Technik-Demonstration paaren. Mit Erfolg: Die „Amerika-Fahrt“, wurde als erste Atlantik-Passage eines Luftschiffes zum Weltereignis. Als der „ZR3“ zwischen dem 12. und 15. Oktober 1924 von Friedrichshafen nach Lakehurst fuhr, überschlug sich die Presse rund um den Globus mit Schlagzeilen. Der Empfang in den Vereinigten Staaten war riesig. US-Präsident Calvin Coolidge bezeichnete den Zeppelin als „Friedensboten“.</p>



<p>Hugo Eckener war vor 100 Jahren eine weltbekannte Berühmtheit. Heute ist der Ruhm längst verblasst. In seiner Geburtsstadt spielt der 100. Jahrestag der „Amerika-Fahrt“ so gut wie keine Rolle. Zu hören war mal, dass auf dem Museumsberg eine Ausstellung vorbereitet werden solle. Daraus wurde allerdings nichts. 2010 hatte man die Einweihung eines „Hauses für Hugo Eckener“ im Nordertor gefeiert, um die Erinnerungen an dessen Lebensleistung wachzuhalten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="549" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_4122.jpg" alt="Vor 100 Jahren: Hugo Eckener und der fliegende „Friedensbote“" class="wp-image-80278" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_4122.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_4122-300x206.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_4122-768x527.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_4122-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_4122-696x478.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_4122-612x420.jpg 612w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_4122-100x70.jpg 100w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Flensburger Gedenkteller</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Keine Zeppelin-Ausstellung in Flensburg</h2>



<p>Als die „Phänomenta“ während der Corona-Pandemie neustrukturiert werden musste, wurden die Exponate 2021 eingelagert. „Die Eckener-Ausstellung haben wir viele Jahre gerne beherbergt und uns gefreut, auf diese Weise einen Beitrag zur Vermittlung der Flensburger Stadtgeschichte zu leisten“, teilt die „Phänomenta“ auf Anfrage mit. „Wir sind jedoch im Kern nie ein historisches Museum gewesen, sondern ein interaktives Science Center, das sich mit seinem pädagogischen Ansatz der spielerischen Vermittlung naturwissenschaftlicher Themen verschrieben hat.“ Immerhin: Die „Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte“ organisiert im Rathaus eine Filmvorführung mit dem Titel „Mit dem Zeppelin über den Atlantik“. Allerdings erst am 4. Dezember. Zehn Tage später jährt sich die Ernennung Hugo Eckeners zum Ehrenbürger Flensburgs zum 100. Mal.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="746" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_3033.jpg" alt="Vor 100 Jahren: Hugo Eckener und der fliegende „Friedensbote“" class="wp-image-80277" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_3033.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_3033-300x280.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_3033-768x716.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_3033-696x649.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC_3033-450x420.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frühere Ausstellung im Nordertor</figcaption></figure></div>


<p>Wesentlich mehr Jubiläums-Signale kommen aus Friedrichshafen. Dort wurde im Mai ein dritter „Zeppelin NT“ fertiggestellt und ins Ruhrgebiet überführt. Dort wird das neuartige Luftschiff zu Ausflugszwecken eingesetzt. Sein Name: „Hugo“. Am Bodensee gibt es zudem das Zeppelin-Museum, das mit Dauerausstellungen und Programm die Geschichte der Luftschiffe schildert. Und dazu gehört natürlich auch die „Amerika-Fahrt“ von 1924.</p>



<p><em>Jan Kirschner</em></p>
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		<title>Eckener Haus: Wie geht es weiter?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Mar 2024 23:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flensburg]]></category>
		<category><![CDATA[Das Eckener Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Hugo Eckener]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dunkle Wolken über Flensburg. Es gießt wie aus Kübeln. Passanten schreiten hastig durch die Norderstraße, zumeist mit einem Regenschirm in der Hand. Das Haus Nummer acht ist verhüllt und trägt „grün“. Ein Regenmantel, denkt man angesichts der Witterung. Es handelt sich um eine Schutzhülle, dahinter versteckt sich ein Gerüst. Das Gebäude soll aufwändig saniert werden. [&#8230;]</p>
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<p>Dunkle Wolken über Flensburg. Es gießt wie aus Kübeln. Passanten schreiten hastig durch die Norderstraße, zumeist mit einem Regenschirm in der Hand. Das Haus Nummer acht ist verhüllt und trägt „grün“. Ein Regenmantel, denkt man angesichts der Witterung. Es handelt sich um eine Schutzhülle, dahinter versteckt sich ein Gerüst. Das Gebäude soll aufwändig saniert werden. Eine mannshohe Stellwand dokumentiert das Innenleben und vor allem die Historie des denkmalgeschützten Objektes.</p>



<p>Das alte Kaufmannshaus trägt den Namen Eckener Haus, benannt nach den bekanntesten Inhabern. Diese Familie besaß das Prachtstück zwischen 1882 und 1913. Ihr berühmtester Spross war der Luftschiffpionier Hugo Eckener. Er lebte hier als Gymnasiast und als junger Redakteur der „Flensburger Nachrichten“ – bis er 1897 Johanna Maaß, die Tochter seines Verlegers, heiratete. Nach den Flitterwochen in Ägypten ließ sich das Paar in Süddeutschland nieder. Hugo Eckener ließ sich von den Zeppelinen begeistern, wurde einer ihrer größten Verfechter und erlangte mit dem ersten Atlantikflug im Oktober 1924 Weltruhm. Kurz darauf erhielt er die Flensburger Ehrenbürgerwürde. Das war vor fast exakt 100 Jahren.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="740" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/Eckener-wohl1929-HL-740x1024.jpg" alt="Das Eckener Haus" class="wp-image-78145" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/Eckener-wohl1929-HL-740x1024.jpg 740w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/Eckener-wohl1929-HL-217x300.jpg 217w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/Eckener-wohl1929-HL-768x1063.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/Eckener-wohl1929-HL-696x963.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/Eckener-wohl1929-HL-304x420.jpg 304w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/Eckener-wohl1929-HL.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der berühmteste Bewohner: Hugo Eckener</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Besitzer-Wechsel 1914</h2>



<p>Damals hatte bereits ein Verein seinen früheren Wohnsitz in der Norderstraße 8 übernommen. Der führte 1914 umfangreiche Änderungen durch. Die vorgesetzte Fassade von heute entstand, die Schaufenster verschwanden. Die verschiedenen Zimmer bekamen den Zeitgeist unterschiedlicher Stil­epochen verpasst – von Renaissance über Klassizismus bis Biedermann. Der Volksmund sprach nun vom „Alt-Flensburger Haus“. Später wurde in den einzelnen Räumen vieles überformt.</p>



<p>In den 1970er Jahren geriet der Verein ins Schlingern. Die Stadt sprang ein und erwarb das Gebäude. Verschiedene Konzepte und Pächter prägten die nächsten Dekaden, bis Flensburg das Eckener Haus im Jahr 2008 verkaufte – und acht Jahre später erneut erwarb. Dazu sahen sich die Stadtoberen aufgrund des schlechten Zustandes des leerstehenden Objektes gedrängt. „Seitdem wurde viel untersucht und viel überlegt“, erzählt der städtische Denkmalpfleger Eiko Wenzel. Im März 2019 bezifferte er den Sanierungsumfang auf vier bis fünf Millionen Euro. Inzwischen geht man von rund 14 Millionen Euro aus.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_9736.jpg" alt="Das Eckener Haus" class="wp-image-78144" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_9736.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_9736-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_9736-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_9736-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_9736-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sanierungsbedürftig: Blick ins Eckener Haus, 2017</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Sanierung: Untersuchungen und Vorbereitungen</h2>



<p>2021 wurde das Eckener Haus „eingetütet“ und die Bausubstanz unter die Lupe genommen. Je genauer man hinschaute, desto größer wurde der Schaden. Es gibt Risse im Mauerwerk und schadhafte Fugen. Die Fenster sind in einem miserablen Zustand. An den kleinen Sandsteinfiguren nagte der Zahn der Zeit. Sie sind bereits zum Restaurator. Auch ein Ofen wurde in seine Einzelteile zerlegt und verpackt. Ein Fenster, in dem sich der berühmte Maler Emil Nolde mit ein paar Kratzern verewigte, wurde ebenfalls bereits in Sicherheit gebracht.</p>



<p>Holzschutz und Schädlingsbekämpfung werden während der Sanierung ein großes Thema sein. Besondere Probleme bereitet der Dachstuhl oberhalb der ehemaligen Restaurant-Küche. Im Keller ist Wassereinfall keine Seltenheit – wohl wegen einer Umfunktionierung zum Luftschutzbunker im Zweiten Weltkrieg. Im Zuge der Kunstanalysen wurden hinter den Wänden so manche Kostbarkeiten entdeckt. „Was erhaltenswert und rekonstruierbar ist, soll gezeigt werden“, betont Eiko Wenzel.</p>



<p>Die nötige energetische Sanierung, moderne Haus­technik, neue Fluchtwege und die erforderliche Barrierefreiheit tragen ebenfalls ihren Anteil am Millionen-Projekt. Mike Barth, Inhaber von „Architekten Lorenzen“, spricht von einer „Herausforderung“. Denn: „Durch die jahrzehntelange Ruhe hat das Gebäude sehr gelitten.“ Zusätzlich soll zwischen Erdgeschoss und erstem Stockwerk ein Fahrstuhl eingebaut werden. Keller und Dachgeschoss werden zwar nicht einbezogen, dennoch meint der hiesige Kunsthistoriker Thomas Gädecke: „Ein so gewaltiger Eingriff in die Bausubstanz bricht Denkmalpflegern das Herz.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_3052-682x1024.jpg" alt="Das Eckener Haus" class="wp-image-78142" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_3052-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_3052-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_3052-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_3052-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_3052-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/02/DSC_3052.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wird das Eckener Haus bald wieder so aussehen?</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">So geht es weiter</h2>



<p>Das zukünftige Nutzungskonzept ist noch nicht fix, kann aber skizziert werden. Es soll ein Zentrum für geschichtliche Informationen und Kultur entstehen. Ausstellungen, Büros für Co-Working und Seminarräume sind angedacht. Unter dem Dach soll eine Wohnung für einen Autor oder Künstler eingerichtet werden. Einen Saal für Veranstaltungen gibt es im Anbau, der als Norderstraße 10 firmiert und 1976 errichtet wurde. Die Arkaden und die schmucklosen Fenster sollen in jedem Fall verschwinden. Stattdessen sollen weitere Räume und ein „Notausgang“ geschaffen werden.</p>



<p>Und das Zeitfenster? „Wir planen die öffentliche Information zum diesjährigen Tag der Städte­bauförderung am 4. Mai“, teilt Clemens Teschendorf, Sprecher der Stadt Flensburg, mit. „Ort, Zeit und Tagesordnung geben wir noch bekannt.“ Am 21. Mai soll der Städtische Umwelt- und Planungsausschuss „grünes Licht“ für die Sanierung geben. Danach sollen die Fördermittel beantragt werden. Der Baubeginn ist noch unklar. Zum Herbst, zum 100-jährigen Jubiläum des Atlantikflugs von Hugo Eckener, wird es wohl kaum etwas.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>
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