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	<title>Bluthochdruck Archive - Flensburgjournal</title>
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	<description>Dein Magazin für Flensburg und Umgebung</description>
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		<title>Über 18.600 Menschen in Flensburg von Bluthochdruck betroffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2025 15:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[AOK]]></category>
		<category><![CDATA[Bluthochdruck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Online-Coach Bluthochdruck unterstützt Betroffene mit neuen Funktionen In Flensburg ist fast jeder Vierte von zu hohem Blutdruck betroffen. Im Jahr 2023 waren insgesamt über 18.600 Menschen ab 20 Jahren an Bluthochdruck, der sogenannten Hypertonie, erkrankt. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. Das sind 24,5 Prozent der Gesamtbevölkerung in Flensburg. Die hohe [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Online-Coach Bluthochdruck unterstützt Betroffene mit neuen Funktionen</h2>



<p>In Flensburg ist fast jeder Vierte von zu hohem Blutdruck betroffen. Im Jahr 2023 waren insgesamt über 18.600 Menschen ab 20 Jahren an  Bluthochdruck, der sogenannten Hypertonie, erkrankt. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. Das sind 24,5 Prozent der Gesamtbevölkerung in Flensburg. Die hohe Betroffenheit zeigt sich auch bei der Verordnung von Arzneimitteln: Für alle  gesetzlich Krankenversicherten in Schleswig-Holstein verordneten die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in 2023 insgesamt 5,3 Millionen Packungen blutdrucksenkender Mittel. Damit entfielen 23,3 Prozent aller Verordnungen im Fertigarzneimittelmarkt auf Blutdruck-Senker. „Ein anhaltend und unzureichend therapierter Bluthochdruck zählt zu den Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allerdings ist Hypertonie mit den heute verfügbaren Methoden gut behandelbar. Medikamente, die den Blutdruck  senken, sind unverändert die am meisten verordneten Arzneimittel in Schleswig-Holstein“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Stefan Kölpin. Insgesamt zahlten die gesetzlichen Krankenkassen in Schleswig-Holstein dafür rund 123 Millionen Euro.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Blutdruck messen – Blutdruck kennen</h3>



<p>Dabei ist ein zu hoher Blutdruck mit einer medikamentösen Therapie gut behandelbar. „Voraussetzung ist, dass die Blutdruckwerte bekannt sind. Das ist häufig nicht der Fall. Allerdings haben nur diagnostizierte Patientinnen und Patienten auch die Chance, eine ärztliche Therapie zur Blutdrucksenkung und damit zur Vermeidung der Hypertoniefolgen zu erhalten“, so Kölpin. Bei der Einnahme ist wichtig, die Medikamente regelmäßig einzunehmen und auf keinen Fall ohne ärztliche Rücksprache abzusetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gesunder Lebensstil hilft</h3>



<p>Neben der regelmäßigen Medikamenteneinnahme lässt sich ein zu hoher Blutdruck durch einen gesunden und möglichst stressfreien Lebensstil mit einer abwechslungsreichen und salzarmen Ernährung, regelmäßiger Bewegung, wenig Alkohol, einer deutlichen Reduzierung von Übergewicht und dem Verzicht auf Nikotin günstig beeinflussen und manchmal sogar vermeiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Online Coach Bluthochdruck mit neuen Funktionen</h3>



<p>Um Patientinnen und Patienten im Alltag dabei zu unterstützen, ihre Blutdruckwerte nachhaltig durch einen gesünderen Lebensstil zu senken, wurde der Online-Coach Bluthochdruck entwickelt und jetzt aktualisiert. Das digitale Programm steht Hypertonie-Betroffenen kostenfrei zur Verfügung. Neben Informationen zu Ursachen und möglichen Folgen von Bluthochdruck, die korrekte Blutdruckmessung und -dokumentation sowie über Risikofaktoren haben Nutzerinnen und Nutzer Zugriff auf Anleitungen aus den Bereichen Entspannung, Stress-Management, Motivation, Bewegung und gesunde Ernährung. Neu hinzugekommen sind außerdem weitere Tagebuch-Funktionen, in denen das Bewegungs- und Ernährungsverhalten sowie die Medikation dokumentiert werden können, eine Mediathek mit allen Videos des Coaches auf einer Seite sowie ein digitales 4-Wochen-Programm zur Yoga-Atmung. Zum Online-Coach Bluthochdruck: <a href="http://www.aok.de/online-coach-bluthochdruck">www.aok.de/online-coach-bluthochdruck</a>.</p>



<p><em>Pressemitteilung AOK NordWest<br>Foto: AOK/Colourbox//hfr.</em></p>
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		<title>Mit der richtigen Ernährung gegen Krankheiten vorgehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 May 2023 10:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bluthochdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
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		<category><![CDATA[Schilddrüsenerkrankungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gesunde Ernährung ist nicht nur hilfreich im Hinblick auf die Fitness und das allgemeine Wohlbefinden, sie kann – richtig eingesetzt – gravierende, krankheitsbedingte Beschwerden lindern oder sogar heilen.Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu erkennen, dass das, was dem einen guttut, dem anderen unter Umständen schadet. Um herauszufinden, was für einen selbst nun hilfreich ist, ist [&#8230;]</p>
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<p>Gesunde Ernährung ist nicht nur hilfreich im Hinblick auf die Fitness und das allgemeine Wohlbefinden, sie kann – richtig eingesetzt – gravierende, krankheitsbedingte Beschwerden lindern oder sogar heilen.<br>Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu erkennen, dass das, was dem einen guttut, dem anderen unter Umständen schadet. Um herauszufinden, was für einen selbst nun hilfreich ist, ist eine qualifizierte Ernährungsberatung genau die richtige Anlaufstelle. Ein Ernährungsberater kann Ihnen dabei helfen, Ihre Ernährungsgewohnheiten zu verbessern und Ihre Gesundheitsziele zu erreichen. Er berücksichtigt Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele und erstellt Ihnen einen individuellen Ernährungsplan. Er gibt Ihnen Tipps zur Lebensmittelzubereitung, Lebensmittelwahl und Ihrem Essverhalten.<br>Zudem hilft er Ihnen, gesunde Essgewohnheiten zu entwickeln, die Sie langfristig durch Ihren Alltag hindurch begleiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Krankheiten durch die Ernährung positiv beeinflussen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Diabetes</h3>



<p>Bei der Behandlung dieser chronischen Erkrankung, die durch einen hohen Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist, spielt die richtige Ernährung eine enorm wichtige Rolle. Eine Ernährungsumstellung kann Ihnen dabei helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und die Insulinempfindlichkeit zu verbessern. Eine Ernährung, die reich an Ballaststoffen, Vollkornprodukten, Obst und Gemüse ist und den Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln und raffinierten Kohlenhydraten begrenzt, ist förderlich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bluthochdruck</h3>



<p>Auch der Blutdruck lässt sich durch die Ernährung beeinflussen. Essen Sie viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, mageres Eiweiß und gesunde Fetten und verzehren Sie salzige und verarbeitete Lebensmittel nur in Maßen, um zu hohen Blutdruck zu senken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Herzkrankheiten</h3>



<p>Reduzieren Sie das Risiko von Herzkrankheiten durch eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, magerem Eiweiß, gesunden Fetten und Ballaststoffen ist und den Verzehr von gesättigten Fetten, Transfetten und zuckerhaltigen Lebensmitteln begrenzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schilddrüsenerkrankung</h3>



<p>Die richtige Ernährung kann Ihnen dabei helfen, den Stoffwechsel zu regulieren und die Symptome der Schilddrüsenerkrankung zu reduzieren. Gleichen Sie den Jod- und Selenmangel bei einer Unterfunktion der Schilddrüse aus oder kurbeln Sie bei einer Überfunktion den Stoffwechsel an.<br>Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine Ernährungsberatung kein Ersatz für eine medizinische Behandlung ist und dass es immer ratsam ist, vor Beginn einer Ernährungsberatung einen Arzt zu konsultieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ihre Ernährungsberatung in Flensburg</h2>



<p>Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Ihre Ernährung umstellen, um Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an Coach Lars Herzog, Ernährungscoach und EMS-Personaltrainer für Flensburg und den Kreis Schleswig-Flensburg. Weitere Informationen finden Sie auf folgender Website: <a href="http://www.koerpercare.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.koerpercare.de/</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">57 Kilo in einem Jahr!</h2>



<p>Mareike aus Flensburg: „Mit dem Ernährungsplan von Lars habe ich in weniger als einem Jahr mehr als 57 kg abgenommen. Nicht nur die auf mich abgestimmten Lebensmittel und Essenspläne, sondern auch das persönliche 1:1-Coaching mit Lars waren meine persönlichen Gamechanger. Körpercare ist top!“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="74648" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Vorher2.v2-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-74648" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Vorher2.v2-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Vorher2.v2-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Vorher2.v2-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Vorher2.v2-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Vorher2.v2.jpg 800w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorher</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="688" height="1024" data-id="74646" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Nachher4-688x1024.jpg" alt="" class="wp-image-74646" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Nachher4-688x1024.jpg 688w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Nachher4-202x300.jpg 202w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Nachher4-768x1143.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Nachher4-696x1036.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Nachher4-282x420.jpg 282w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/05/Nachher4.jpg 800w" sizes="(max-width: 688px) 100vw, 688px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nachher</figcaption></figure>
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		<title>Bluthochdruck weltweit größte Gesundheitsgefahr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2022 00:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bluthochdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Jacobs Institut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Studien beleuchten Zusammenhänge und Ernährungsursachen Bluthochdruck (Hypertonie) ist weltweit der Hauptrisikofaktor für Behinderung und vorzeitigen Tod (GBD 2019 Risk Factors Collaborators, 2020) &#8211; und wird in diesem Zusammenhang weithin stark unterschätzt. Die Zahl der Personen mit Bluthochdruck hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt; 1,28 Milliarden Menschen sind weltweit betroffen (Stand: 2019). Dies [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Neue Studien beleuchten Zusammenhänge und Ernährungsursachen</h2>



<p>Bluthochdruck (Hypertonie) ist weltweit der Hauptrisikofaktor für Behinderung und vorzeitigen Tod (GBD 2019 Risk Factors Collaborators, 2020) &#8211; und wird in diesem Zusammenhang weithin stark unterschätzt.</p>



<p>Die Zahl der Personen mit Bluthochdruck hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt; 1,28 Milliarden Menschen sind weltweit betroffen (Stand: 2019). Dies entspricht knapp einem Drittel aller Personen von 30-79 Jahren. Bluthochdruck verursacht Herzinfarkte, Schlaganfälle und Organschäden (z.B. Nierenversagen). Jährlich sind weltweit 8,5 Millionen Todesfälle sind auf Bluthochdruck zurückzuführen. Betroffen sind sowohl Länder mit niedrigem, mittlerem und hohem Einkommen (WHO, 2021; NCD-RisC, 2021).</p>



<p>Fast die Hälfte aller Betroffenen (46 %) weiß nichts von seinem/ihrem Bluthochdruck und über die Hälfte (58 %) wird nicht behandelt. Dabei existieren einfache und günstige Behandlungsmöglichkeiten. Durch die Umstellung der Ernährung und des Lebensstils (mehr Bewegung, Verzicht auf Rauchen und Alkohol) lassen sich der Blutdruck und das Gesundheitsrisiko bereits erheblich reduzieren. Sind diese Maßnahmen nicht ausreichend, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung (WHO, 2021; NCD-RisC, 2021). Doch auch Hypertoniker unter ärztlicher Behandlung weisen häufig deutlich zu hohe Blutdruckwerte auf, weil der Blutdruck sich dynamisch ändert, meist nicht täglich gemessen und medikamentös nicht richtig eingestellt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Warum industriell verarbeitete Lebensmittel so schädlich sind und die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit dramatisch erhöhen</strong></h3>



<p>Industriell stark verarbeitete Lebensmittel (z.B. Fertiggerichte, Fast Food, Wurstwaren, Snacks, Süßigkeiten) werden in immer größerem Umfang angeboten und vom Verbraucher gerne angenommen. Diese Lebensmittel sind zwar praktisch und lecker, aber in größeren Mengen potentiell tödlich:</p>



<p>Eine neue italienische Studie, die 1171 Teilnehmer mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen über 10 Jahre beobachtete, ergab, dass der Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln (HVL) die Sterblichkeit drastisch erhöht: bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 65 %! Das Viertel der Teilnehmer mit dem höchsten Anteil an HVL (Q4) nahm &gt;= 11,3 % der Lebensmittel als HVL auf. Beim Vierteil mit dem niedrigsten HVL-Anteil (Q1) lag dieser bei &lt; 4,7 %. Bei hoher HVL-Aufnahme war das allgemeine Sterblichkeitsrisiko im Vergleich zur niedrigen HVL-Aufnahme um 38 % erhöht und das Sterblichkeitsrisiko in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 65 %. Es konnte eine lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung festgestellt werden (Bonaccio et al., 2022).</p>



<p>Industriell verarbeitete Lebensmittel haben in der Regel eine unnatürliche, säurebildende und somit gesundheitsschädliche Mineralstoff-Zusammensetzung. Sie enthalten viel Phosphat und Salz (Natriumchlorid), welche bei der Verarbeitung zugesetzt werden, sowie wenig Kalium, Calcium und Magnesium, welche dabei verloren gehen. Diese stark säurebildende Ernährung schädigt die Nieren, was durch den häufig hohen Proteinanteil der industriellen und tierischen Lebensmittel noch verstärkt wird. Die Nierenleistung nimmt nach und nach immer mehr ab, was die Übersäuerung verstärkt und Bluthochdruck begünstigt. Die Verschlechterung der Nierenfunktion wurde in der Studie als maßgeblicher Faktor für die starke Zunahme der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit identifiziert.</p>



<p>Industrielle Lebensmittel sind zudem häufig reich an Kalorien, gesättigten oder gehärteten Fetten, Zucker und Salz, so dass sie auf vielfältige Weise den Körper krank machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Natriumreduzierter Salzersatz</strong> <strong>senkt Sterblichkeitsrisiko deutlich</strong></h3>



<p>Alleine eine Reduktion von Natrium in der Ernährung kann das Sterblichkeitsrisiko bereits stark reduzieren: In einer Studie wurde bei über 20.000 Personen mit Bluthochdruck und/oder Schlaganfall in der Vorgeschichte die Auswirkung einer Natriumreduktion untersucht. Knapp fünf Jahre lange verwendete die Versuchsgruppe einen natriumreduzierten Salzersatz (75 % Natriumchlorid und 25 % Kaliumchlorid), während die Kontrollgruppe normales Speisesalz (100 % Natriumchlorid) nutzte. Im Versuchszeitraum war in der Gruppe mit dem Salzersatz das Risiko für einen Schlaganfall um 14 % niedriger als in der Kontrollgruppe, das Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Ereignisse und das Risiko zu sterben 13 % bzw. 12 % niedriger (Neal et al., 2021).</p>



<p>Eine Natriumreduktion kann eine medikamentöse Therapie auch wirkungsvoll ergänzen. In einer Studie durchliefen Patienten mit therapieresistenter Hypertonie, die im Schnitt drei bis vier Blutdrucksenker nahmen, zwei Studienphasen: Eine Woche lang ernährten sie sich koch-salzarm (1,15 g Natrium = 2,88 g Kochsalz), eine Woche lang kochsalzreich (5,7 g Natrium = 14,25 g Kochsalz). In der kochsalzarmen Phase sank bei den Studienteilnehmern der systolische Blutdruck im Schnitt um fast 23 mmHg, der diastolische Blutdruck um etwa 9 mmHg (Pimenta et al., 2009).</p>



<p>Die TOHP- (<em>trials of hypertension-</em>)Studien waren Interventionsstudien mit etwa 3000 Teilnehmern im Alter zwischen 30 und 54 Jahren, die einen hoch-normalen Blutdruck (130-139/85-89 mmHg) hatten. Diejenigen Teilnehmer, die ihre tägliche Natriumzufuhr um 1 g (entspricht 2,5 g Salz) reduzierten, erlitten in der Nachbeobachtungszeit von 10-15 Jahren 30 % weniger kardiovaskuläre Ereignisse: Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herztode und Operationen an den Herzkranzgefäßen (Cook <em>et al.</em>, 2007).</p>



<p>In einer Interventionsstudie mit 1981 Bewohnern von Seniorenresidenzen wurde die Wirkung von kaliumangereichertem, natriumreduziertem Speisesalz insbesondere auf die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit untersucht. Nach 31 Monaten hatten die Personen in der Interventionsgruppe (kaliumangereichertes Salz) im Vergleich zur Kontrollgruppe (normales Speisesalz) eine um 39 % niedrigere Herz-Kreislauf-Sterblichkeit, sie erlitten 70 % weniger Herzversagen, 50 % weniger zerebrovaskuläre Erkrankungen (z.B. Schlaganfälle) und entwickelten um 25 % seltener einen Diabetes mellitus (Chang <em>et al.</em>, 2006).</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kalium, der unterschätze Lebensretter</strong></h3>



<p>Der Natrium-Kalium-Haushalt spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation des Blutdrucks. Während Natrium den Blutdruck erhöht, senkt Kalium als dessen Gegenspieler den Blutdruck.</p>



<p>Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte sind die gesündesten Lebensmittel &#8211; aus zahlreichen Gründen. Für die Blutdrucknormalisierung besonders wichtig ist ihr hoher Gehalt an Kalium sowie das Verhältnis von Magnesium zu Calcium von etwa 1:2. Diese Mineralstoffe werden in der wissenschaftlich bestens belegten DASH-Diät gegen Bluthochdruck besonders betont. Am wichtigsten ist dabei das Kalium, das in Gemüse und Obst überwiegend als basenbildendes Kaliumcitrat vorliegt. Hülsenfrüchte und Nüsse liefern neben den Mineralstoffen auch viel Arginin, welches den Blutdruck über die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) senken kann.</p>



<p>Das Food and Nutrition Board der USA empfiehlt für Erwachsene 4,7 g Kalium am Tag, da diese Menge erforderlich ist, um &#8222;Bluthochdruck, Salzsensitivität, Nierensteine, Osteoporose oder Schlaganfall vorzubeugen bzw. sie zu vermindern oder zu verzögern&#8220; (Institute of Medicine, 2005). 75 % der Männer und 90 % der Frauen in Deutschland erreichen diese US-Empfehlung nicht (MRI, 2008).</p>



<p>Die US-amerikanische Follow-Up-Studie von Ascherio <em>et al.</em> (1998) mit 43.738 Teilnehmern über einen Zeitraum von acht Jahren zeigte: Kaliumsupplemente senkten bei Hypertonikern das Schlaganfallrisiko um 58 % (4,3 g Kalium/Tag vs. 2,4 g Kalium/Tag), auch wenn die Kaliumaufnahme zu gering war, um den Blutdruck zu senken. Bei Personen, die zeitgleich kaliumausscheidende Diuretika einnahmen, konnte durch eine Kaliumsupplementierung das Schlaganfallrisiko sogar um 64 % gesenkt werden.</p>



<p>Die Metaanalyse von Larsson <em>et al.</em> (2011) aus zehn unabhängigen prospektiven Studien zeigt, dass das Ergebnis der Studie von Ascherio <em>et al.</em> (1998) kein Einzelfall ist: Im Durchschnitt konnte das Risiko für einen Schlaganfall pro Zufuhr von 1000 mg Kalium/Tag um 11 % gesenkt werden. Durch die zusätzliche Zufuhr von 1000 mg Natrium stieg das Risiko entsprechend an.</p>



<p>Kaliumcitrat in Gemüse und Obst ist auch besonders wichtig für die Erhaltung einer gesunden Nierenfunktion, die den größten Einfluss auf die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit hat. Kalium hat bei Nephrologen aber keinen guten Ruf. Ihre Patienten mit Nierenversagen dürfen nur noch eingeschränkt Kalium aufnehmen, da es von den kranken Nieren nicht mehr ausreichend ausgeschieden wird. Stark erhöhte Kaliumwerte im Blut können sogar lebensgefährlich werden. Eine gesunde Niere kann dagegen problemlos 15 g Kalium am Tag ausscheiden, wie Studien zeigen (Sebastian et al., 2006).</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ernährungsempfehlungen gegen Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen</strong></h3>



<p>Diese und unzählige weitere Studien belegen, dass die Ernährung einen starken Einfluss auf den Blutdruck und somit auf die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Sterblichkeit hat. Die <em>American Heart Association</em> (AHA &#8211; Amerikanische Herzvereinigung) hat 2021 ihren Leitfaden zu Ernährung und Lebensstil von 2006 überarbeitet. Zentrale Punkte der aktuellen Empfehlungen lauten: reichlicher Verzehr von Gemüse und Obst als Kaliumquelle, Hülsenfrüchte und Nüsse als Hauptproteinquelle, Kalorien- und Zuckerreduktion, Pflanzenfette statt tierischer Fette sowie die Reduktion von tierischen und stark verarbeiteten Lebensmitteln. In Deutschland viel zu wenig beachtet: &#8222;Wählen Sie Lebensmittel mit wenig oder gar keinem Salz und bereiten Sie diese salzarm zu.&#8220; (Lichtenstein et al., 2021)</p>



<p><strong>Senkt Blutdruck:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Kalium, Magnesium, Calcium</li><li>Gemüse, Obst</li><li>Nüsse und Hülsenfrüchte (Arginin)</li><li>Normalgewicht</li><li>Ausreichend gesunde Flüssigkeit</li><li>(mind. 2 Liter am Tag)</li><li>Regelmäßige körperliche Aktivität</li><li>Entspannung</li><li>Guter Schlaf</li></ul>



<p><strong>Erhöht Blutdruck:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Natriumchlorid (Salz) und Phosphat</li><li>Tierische Lebensmittel</li><li>industriell verarbeitete Lebensmittel</li><li>Übergewicht</li><li>Ungesunde Getränke und Wassermangel (das Blut verdickt)</li><li>Bewegungsmangel</li><li>Stress</li><li>Schlafmangel, Schlafapnoe</li><li>Rauchen und Alkoholkonsum</li><li>Starklakritz (enthält Glycyrrhizin)</li></ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Dr. Jacobs Ernährungsplan international bestätigt</strong></h2>



<p>Damit entsprechen die neuen AHA-Leitlinien weitgehend dem <strong>Dr. Jacobs Ernährungsplan</strong>, der bereits 2012 diese Empfehlungen aussprach. Der Ernährungsplan nach Dr. Jacob vereint die klinisch und epidemiologisch erfolgreichsten Ernährungskonzepte der Welt, berücksichtigt über 1400 wissenschaftliche Studien, eigene Erfahrungswerte sowie den Einfluss von Ernährungs- und Lebensweise auf die Insulin-, pH- und Redox-Balance: pflanzenbasiert und vitalstoffreich, fett- und salzreduziert.</p>



<p>Auch eine große, internationale Studie der EAT-Lancet Kommission aus <em>37 weltweit führenden Ernährungsmedizinern und Wissenschaftlern</em>, die 2019 in <em>The Lancet </em>eine gesunde, nachhaltige Ernährung vorstellt, bestätigt die Empfehlungen des Dr. Jacobs Ernährungsplans (Willet et al., 2019).</p>



<p><em>Literaturangaben zum Artikel finden Sie unter: <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.drjacobsweg.eu" target="_blank">www.drjacobsweg.eu</a></em></p>



<p><em>Pressemitteilung Dr. Jacobs Institut<br>Bild: Dr. Jacobs Institut</em></p>
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		<title>Bluthochdruck – Schleichende Gefahr</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2020 09:09:21 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bluthochdruck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als jeder Vierte in Schleswig-Holstein betroffen Kiel, 25. August 2020 – 27,2 Prozent der Schleswig-Holsteiner leidet laut BARMER-Arztreport 2020 an Bluthochdruck (Hypertonie). „Das Gefährliche an Bluthochdruck ist, dass er keine Schmerzen verursacht, aber zu lebensgefährlichen Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der BARMER in Schleswig-Holstein. Er rät, rechtzeitig [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mehr als jeder Vierte in Schleswig-Holstein betroffen</strong></h2>



<p><em>Kiel, 25. August 2020</em> – 27,2 Prozent der Schleswig-Holsteiner leidet laut BARMER-Arztreport 2020 an Bluthochdruck (Hypertonie). „Das Gefährliche an Bluthochdruck ist, dass er keine Schmerzen verursacht, aber zu lebensgefährlichen Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der BARMER in Schleswig-Holstein. Er rät, rechtzeitig auf Warnsignale des Körpers zu achten. „Wer längere Zeit Ohrensausen, Schwindel, Nasenbluten oder Kurzatmigkeit verspürt, sollte seinen Blutdruck ärztlich kontrollieren lassen. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck ist Risikofaktor Nummer eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann Nierenschäden verursachen“, so Hillebrandt. Zudem rät er zu regelmäßigen Check-up-Untersuchungen durch den Hausarzt. Diese Untersuchungen beinhalten eine Kontrolle des Blutdrucks. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Hitze im Sommer und hoher Blutdruck</strong></h2>



<p>Die Hitze im Sommer hat ihre Tücken. Hoher Blutdruck und Flüssigkeitsverlust können vermehrt zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, allgemeine Kreislaufprobleme und im Extremfall sogar zu einem Kreislaufkollaps führen. Zu den besonders gefährdeten Gruppen gehören ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, aber auch Menschen mit chronischen Erkrankungen. „Bei sehr hohen sommerlichen Temperaturen ist es wichtig, gleichmäßig über den Tag verteilt mindestens zwei Liter zimmerwarme und alkoholfreie Getränke wie Wasser, ungesüßte Säfte oder Tee zu trinken“, erklärt Hillebrandt. Was so banal klingt, ist besonders für ältere Menschen nicht immer leicht. „Senioren empfinden oft weniger Durst und vergessen das Trinken deshalb einfach. Für sie ist es hilfreich, die Tagesmenge der benötigten Flüssigkeit gut sichtbar bereit zu stellen oder einen Trinkplan zu führen“, empfiehlt er.</p>



<p>„Eine gesunde und ausgewogene Lebensweise reduziert die Risiken für Bluthochdruck“, sagt Hillebrandt. Wer mit dem Rauchen aufhöre, sich mehr bewege, den Konsum von Salz und Alkohol reduziere oder die Stressbelastung senke, stärke das Herz-Kreislauf-System. Ein Blutdruck von 120 zu 80 sei normal, ab einem Wert von 140 zu 90 und höher liege eine Hypertonie vor.</p>



<p><em>Quelle: Pressemitteilung BARMER Schleswig-Holstein <br>Bild: www.pixabay.com </em></p>
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