<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Bismarckstraße Archive - Flensburgjournal</title>
	<atom:link href="https://flensburgjournal.de/tag/bismarckstrasse/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://flensburgjournal.de/tag/bismarckstrasse/</link>
	<description>Dein Magazin für Flensburg und Umgebung</description>
	<lastBuildDate>Thu, 28 Mar 2024 12:36:06 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.5</generator>
	<item>
		<title>Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/goetheschule-und-bismarckstrasse-eckpfeiler-eines-flensburger-lebens-dr-heinrich-petersen/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/goetheschule-und-bismarckstrasse-eckpfeiler-eines-flensburger-lebens-dr-heinrich-petersen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 22:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Straßen und Stadtteile]]></category>
		<category><![CDATA[Bismarckstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Heinrich Petersen]]></category>
		<category><![CDATA[Goetheschule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=78573</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aus Tarup in die Welt und zurück nach Flensburg Mir sitzt eine wahrhaft imposante und beeindruckende Erscheinung gegenüber: Doktor Heinrich Petersen! Wir sind an einem grauen und regnerischen Tag in Glücksburg in seiner Wohnung zum Gespräch verabredet. Dr. Petersen hat sich für den Anlass gut angezogen, sitzt mir in weißem Oberhemd, Krawatte, Jackett und Tuchhose [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/goetheschule-und-bismarckstrasse-eckpfeiler-eines-flensburger-lebens-dr-heinrich-petersen/">Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Aus Tarup in die Welt und zurück nach Flensburg</h2>



<p>Mir sitzt eine wahrhaft imposante und beeindruckende Erscheinung gegenüber: Doktor Heinrich Petersen! Wir sind an einem grauen und regnerischen Tag in Glücksburg in seiner Wohnung zum Gespräch verabredet. Dr. Petersen hat sich für den Anlass gut angezogen, sitzt mir in weißem Oberhemd, Krawatte, Jackett und Tuchhose gegenüber. Er ist durchaus von seinem bemerkenswert langen Leben gezeichnet. Das steht ihm allerdings gut zu Gesicht. Immerhin befindet er sich aktuell gerade in seinem ersten „dreistelligen“ Lebensjahr – nachdem er vor gut einem Vierteljahr seinen 100. Geburtstag im Kreise seiner Familie und vieler Freunde feiern durfte.<br>Man hat mir im Vorwege gesagt, dass er zwar körperlich dem Alter etwas Tribut zollen musste, aber geistig und sprachlich in allerbester Verfassung sei. Dieser Einschätzung kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Es war schon erstaunlich, was mein Gegenüber alles aus dem Gedächtnis heraus und spontan zu erzählen wusste, dabei mit Namen, Ortsangaben, Gegebenheiten und Lebenssituationen bestens zurechtkam.</p>



<p>Sein langes und sehr bewegtes, abwechslungsreiches Leben könnte leicht mehrere Bücher füllen – das tut es im Übrigen auch. Zwei Bücher hat er als Co-Autor mit seinem Sohn bereits verfasst und veröffentlicht, an weiteren ist er augenblicklich dran, wie er mir versicherte.<br>Ich werde mich bemühen, die wesentlichen Ereignisse aus seinem Leben chronologisch darzustellen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_006.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78574" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_006.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_006-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_006-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_006-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_006-630x420.jpg 630w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Kindheit in Tarup</h3>



<p>Am 8. Dezember 1923 erblickte Heinrich Petersen das Licht der Welt. Seine Eltern lebten zu jener Zeit in Tarup, damals als eigenständiger Ort direkt vor den Toren der Stadt Flensburg gelegen. Der kleine „Heinz“ war der dritte Sohn des Dorfgendarms Heinrich Petersen. Die Eltern kamen aus einfachsten bäuerlichen Verhältnissen. Sie heirateten im August 1914, noch bevor Vater Heinrich als Soldat in den Ersten Weltkrieg ziehen musste. Der erste Sohn des frisch vermählten Paares wurde bereits im November des gleichen Jahres geboren, eine Tatsache, die der Mutter zeitlebens peinlich war. Nach Rückkehr aus dem Krieg wurde der Vater auf den Gendarmposten in Tarup versetzt, als seine zweite Verwendung nach einer kurzen Episode in Poppenbüll (Eiderstedt).</p>



<p>Der kleine Heinz – so wurde er später nur gerufen – wuchs heran, wurde nach anfänglichen Problemen wegen fehlender Muttermilchzufuhr alsbald ein gesunder und „propperer“ Junge. Das lag auch an der guten Milch der eigens gekauften Kuh, die im Bäckerweg hinter dem eigenen Haus im Garten der Familie gehalten und aufgepäppelt wurde. Der noch kleine Heinz war wie seine älteren Brüder wissbegierig und neugierig aufs Leben. Die drei Jungs erlebten gemeinsam mit unzähligen Nachbarskindern eine schöne und meist sorglose Kindheit im ländlichen Tarup. Mit 6 Jahren wurde Heinz in die damals dreiklassige Volksschule Adelby eingeschult. Bei einem Fräulein Heißmann lernte er das ABC und das kleine 1&#215;1. Heinz war ein talentierter Schüler, dem beinahe alles sofort zuflog – bis auf das Zeichnen und Malen. Die schulische Idylle in Adelby ließ er dann im Alter von 10 Jahren hinter sich.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="544" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-Kalli-und-Heinrich-Petersen.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78579" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-Kalli-und-Heinrich-Petersen.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-Kalli-und-Heinrich-Petersen-300x204.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-Kalli-und-Heinrich-Petersen-768x522.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-Kalli-und-Heinrich-Petersen-696x473.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-Kalli-und-Heinrich-Petersen-618x420.jpg 618w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anna, Kalli und Heinrich Petersen</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Der Junge wächst heran</h3>



<p>Mit zehn Jahren wechselte er die Schule, besuchte jetzt die OR II – die Oberrealschule 2, die heutige Goetheschule. Die OR I war seinerzeit die Schule auf dem Museumsberg, heute Teil des dortigen Museums. Ostern 1933 wurde Heinz Teil der Klasse Sexta A, in die anfangs beinahe 40 Schüler gehörten.<br>Zu seinem Glück hatte man kurz zuvor die Aufnahmeprüfungen für weiterführende Schulen abgeschafft. „Von Begriffen wie Substantiv, Prädikat und Adjektiv hatte ich noch nie gehört“, schmunzelt unser Protagonist. Dafür gab es jedoch für jede Klassenstufe farblich unterschiedliche Schulmützen, die von den Schülern getragen werden mussten. Als jedoch die neuen Machthaber sich auch um die Ordnung an den Schulen kümmerten, wurden diese als vermeintliche Statussymbole abgeschafft.</p>



<p>Im ersten Jahr an der OR II merkte der Sextaner schnell, welche Wissensdefizite er aus der Grundschule mitführte. Das erste Diktat wurde als 3- (Drei Minus) benotet – damals war die Note 4 als schlechteste Bewertung ein „Ungenügend“. Dank häuslicher Nachhilfe durch seinen Vater holte Heinz Versäumtes jedoch recht schnell auf. So hatte er mit zunehmender Zeit an jener Schule immer weniger Probleme mit dem Lehrstoff.<br>Neben der ersten Fremdsprache „Französisch“ wurde als zweite Sprache „Latein“ unterrichtet – später die Voraussetzung überhaupt für die Aufnahme eines Medizinstudiums. Die Fähigkeiten und Qualitäten der Lehrkräfte waren damals genauso unterschiedlich wie die ihrer Schüler. „Meine Lateinlehrer waren nicht besonders gut, wir lernten wenig, schrieben dafür aber stets gute Noten“, weiß Heinrich Petersen zu erzählen.<br>Die Politik hielt alsbald auch Einzug in diese Schule: So beschloss der Magistrat der Stadt Flensburg im September 1933, die Schule in „Adolf-Hitler-Schule“ umzubenennen. Zudem wurde ein neuer Schulleiter und Direktor eingesetzt.<br>Wegen der Versetzung des Vaters auf einen Gendarmposten im nordfriesischen Achtrup im Jahr 1939 war Heinz für die letzten zwei Schuljahre nun als Fahrschüler unterwegs, fuhr täglich morgens mit der Eisenbahn nach Flensburg zur Schule und nachmittags wieder zurück.</p>



<p>Im Sommer 1940 reiste Heinz‘ Klasse zum letzten Mal ins Landschulheim der Schule nach Ulsnis an der Schlei. Das sollte die letzte unbeschwerte Lebensphase mit viel Sport, Spaß und Schabernack für Heinz und seine Klassenkameraden für sehr lange Zeit bedeuten.<br>„Ich gehörte leistungsmäßig meistens zum Mittelfeld der Klasse“, so Heinrich Petersen. „Meine Schulnoten waren daher durchweg durchschnittlich, so auch in meinem Abschlusszeugnis für das sogenannte Not-Abitur, das ich im Sommer 1941 ablegte. Das Not-Abitur galt als bestanden mit der Versetzung in die Klassenstufe „Obersekunda“ (11. Klasse). Nur ein „Ungenügend“ in Französisch trübte den guten Eindruck in jenem Zeugnis, übrigens eine Note, die ich stets als ungerecht empfand. Mit der schlechten Note wollte uns der damalige Schulleiter, „Chef Meier“ genannt, dazu zwingen, die unregelmäßigen Verben besser zu lernen. Er fragte diese täglich ab, und wer nur einen Fehler machte, wurde sogleich mit einer „5“ bestraft. So wurde jedem Schüler die Freude an der Fremdsprache genommen.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="540" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Willi-Heinz-und-Kalli-Petersen.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78586" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Willi-Heinz-und-Kalli-Petersen.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Willi-Heinz-und-Kalli-Petersen-300x203.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Willi-Heinz-und-Kalli-Petersen-768x518.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Willi-Heinz-und-Kalli-Petersen-696x470.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Willi-Heinz-und-Kalli-Petersen-622x420.jpg 622w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Willi, Heinz und Kalli Petersen</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Der Ernst des Lebens: Heinrich meldet sich freiwillig zur Wehrmacht</h3>



<p>Im Gegensatz zu vielen Klassenkameraden, die sich ebenfalls freiwillig zum Wehrdienst meldeten, ging Heinrich nicht zur Marine, sondern meldete sich zum Infanterieregiment 26 in Flensburg. Wie beinahe alle Heranwachsenden hatte das NS-Regime auch Heinz längst vereinnahmt. Er war in seiner Schulzeit aktiv beim Jungvolk, bei den sogenannten „Pimpfen“, die in ihrer Freizeit viele Aktivitäten wie Sport, Pfadfinder sein usw. betrieben – für die damalige Jugend eine attraktive und begeisternde Freizeitbeschäftigung.</p>



<p>Bei fast allen Deutschen war in jenen Jahren eine Art Aufbruchsstimmung zu spüren, unter der Führung von Hitler ging es den Menschen in Deutschland nach jahrelanger Krisenzeit endlich wieder besser, zudem war das Nationalbewusstsein wieder hergestellt nach verlorenem Krieg und jahrelanger wirtschaftlicher Unterdrückung durch die einstigen Siegermächte.<br>Die Entscheidung für das IR 26 in Flensburg traf der frischgebackene Abiturient bewusst, waren doch schon seine beiden älteren Brüder Willi und Kalli dort zum Wehrdienst angetreten. Im Sommer 1941 trat Heinrich seinen Militärdienst an, wurde direkt zur Offiziersausbildung nach Lüneburg eingezogen. Schon im August traf die Familie ein schwerer Schicksalsschlag, der Vater war plötzlich verstorben. „Ich erhielt eine Woche Sonderurlaub für das Begräbnis. Das war damals nicht selbstverständlich“, erzählt uns Heinrich.</p>



<p>„Die Grundausbildung für die spätere Laufbahn eines Infanterieoffiziers und die des Sanitätsoffiziers war kein Zuckerschlecken. Wir wurden körperlich stark gefordert, zudem waren einige Ausbilder das, was man heute wohl als „Schleifer“ bezeichnen würde. So wurden wir von einigen Vorgesetzten regelrecht schikaniert, und ich beschloss für mich nach Beendigung der anstrengenden Ausbildung:<br>So wirst du niemals deine untergebenen Soldaten behandeln! Den übelsten Schleifer haben wir aber drangekriegt: Es sollte einem Kameraden der „heilige Geist“ verpasst werden. Nun wurde von uns als „Opfer“ ein Kamerad ausgeguckt, dessen Vater in einer anderen Division als Offizier eingesetzt war. Der beschwerte sich anschließend über das Verhalten gegenüber seinem Sohn, mit dem Ergebnis, dass unser „Schikanier-Uffz.“ sofort unehrenhaft entlassen wurde!“</p>



<p><em>Anmerkung: „Heiliger Geist“ bedeutete früher im „Barras-Deutsch“ die nächtliche Prügelstrafe für diejenigen Kameraden, die sich unbeliebt gemacht haben, und wurde gern gegenüber den schwächeren Kameraden angewandt …</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="448" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Schule-in-Adelby.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78585" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Schule-in-Adelby.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Schule-in-Adelby-300x168.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Schule-in-Adelby-768x430.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Schule-in-Adelby-696x390.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Schule-in-Adelby-750x420.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schule in Adelby</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Die Kriegszeit in Russland</h3>



<p>Zur ersten sogenannten Frontbewährung ging es im Frühjahr 1942 für Heinrich als Bestandteil des Füsilier-Regiments 26 in den Krieg nach Russland, in den Kessel von Demjansk. Er und seine Kameraden hatten viele teils abenteuerliche Erlebnisse zu bestehen, wie etwa den ersten Flug in einer Transportmaschine bei stürmischem Wetter, bei dem selbst dem Piloten die Knie schlotterten. Waren in den ersten zwei Kriegsjahren noch alle Deutschen euphorisch ob der Erfolge der Wehrmacht, begann sich im Jahr 1942 das Kriegsglück allmählich zu wenden.</p>



<p>Zur weiteren Offiziersausbildung wurde er an die Kriegsschule ins damals noch nicht vom Krieg gezeichneten Dresden abkommandiert. Zum 1. Dezember 1942 wurde Heinrich zum Leutnant befördert, im Alter von 18 Jahren. Ein Lehrgang zur Führung einer Kompanie folgte, der neben der militärischen Schulung noch genügend Raum und Zeit ließ, um abends und an freien Wochenenden das nahe gelegene Berlin aufzusuchen und dort die kulturellen Vorzüge der deutschen Hauptstadt zu genießen. Nach dem Ausbildungsende wurde er bereits ein halbes Jahr später als Kompanieführer beim IR 26 eingesetzt und wurde als solcher an die Ostfront in den Krieg nach Russland geschickt. Dort sollte er eine ganze Zeitlang eingesetzt werden, erneut direkt an der Front, und ebendort den heftigen Angriff der Roten Armee im August 1943 hautnah miterleben. Den heranstürmenden Russen fast Auge in Auge gegenüberstehend, erlebte unser Protagonist so ziemlich alle Schrecklichkeiten, die ein Krieg so mit sich bringen kann. Die Umstände meinten es allerdings insofern gut mit ihm, dass er diese Zeit überlebte. Ihm kam außerdem das Glück zur Hilfe, dass er jeweils über Weihnachten und den Jahreswechsel die Feiertage auf Heimaturlaub verbringen durfte.</p>



<p>Zu Beginn des Jahres 1944 verlegte seine Truppe zurück ins Kurland. Der Rückzug ins Baltikum ging einher mit den zunehmenden Niederlagen der Wehrmacht in Russland.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="372" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Kirche-in-Adelby-rechts-die-alte-Schule.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78584" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Kirche-in-Adelby-rechts-die-alte-Schule.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Kirche-in-Adelby-rechts-die-alte-Schule-300x140.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Kirche-in-Adelby-rechts-die-alte-Schule-768x357.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Kirche-in-Adelby-rechts-die-alte-Schule-696x324.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kirche in Adelby, rechts die alte Schule</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Die erste Verwundung</h3>



<p>Die Rote Armee drängte nach Westen, das Kriegsglück wandte sich immer mehr gegen die deutsche Wehrmacht. Heinrich Petersen, von seinen Vorgesetzten stets nur „Pet“ genannt (weil er so seine Anordnungen und Befehle unterschrieb), erreichte bald mit seinen zurückweichenden Truppen wieder deutsches Gebiet. Dort erlitt er seine erste Kriegsverwundung. Ein Granatgeschoss der Russen explodierte in seiner unmittelbaren Nähe, ein Granatsplitter drang in seine Schläfe ein, ein weiterer traf die Unterlippe, ein dritter einen Fuß. Ein in der Nähe stehender Arzt versorgte sogleich die Verletzung an der Schläfe und sagte ihm, es sei nicht so schlimm: „Das wird schon wieder.“</p>



<p>Eine ordnungsgemäße Wundbehandlung fand jedoch nicht statt, das Feldlazarett musste noch vor der geplanten OP wegen der anrückenden Russen zügig geräumt werden, so wurde Heinrich auf einer wahren Odyssee kreuz und quer durch Deutschland per Zug verlegt, bis er schließlich ins rheinische Jülich gelangte. Dort wurde er, nach mehreren Wochen praktisch ohne ärztliche Versorgung, schließlich an der Schläfe operiert. Die lange nicht behandelte Verletzung hatte sich allerdings mittlerweile in eine schwere Erkrankung – einschließlich Hirnhaut­entzündung – ausgeweitet. Über einen Umweg nach Gotha kam er letztlich nach Flensburg ins Marinelazarett (die spätere Klinik Ost in Mürwik). Hier erfuhr er endlich eine gute und fachgerechte Behandlung und erholte sich schließlich von der schweren Verwundung und den OP-Folgen. Im anschließenden Erholungsurlaub verschlug es ihn in eine spezielle Genesenen-Kompanie nach Lübeck. Dort war er als gerade einmal 19-jähriger Leutnant unter anderem damit beschäftigt, verstorbene Kameraden würdig zu bestatten – was ihm wohl nach Meinung der an den Zeremonien teilnehmenden Kameraden ganz gut gelang.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="499" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Familie-Petersen-1929.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78581" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Familie-Petersen-1929.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Familie-Petersen-1929-300x187.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Familie-Petersen-1929-768x479.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Familie-Petersen-1929-696x434.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Familie-Petersen-1929-673x420.jpg 673w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Familie Petersen 1929</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Die zweite Verwundung</h3>



<p>Nach einigen weiteren Stationen kam er als Teil der 2. Marineinfanterie-Division schließlich nach Ostfriesland. Hier übernahm der Oberleutnant Heinrich Petersen bald sogar die rund 1.000 Mann starke Einheit als Kommandeur. Seine erste Amtshandlung war, den Leuten wieder anständiges Essen zu besorgen. Dort – unweit des Englischen Kanals, erlitt er seine zweite Verwundung. In der Nähe des Dorfes Holte, unterwegs auf Streife, trafen sie unvermutet auf kanadische Panzer. Beim Rückzug verspürte er plötzlich einen heftigen Schlag im linken Unterarm. Die Wunde blutete stark, Heinrich hatte einen Durchschuss im Arm erhalten. Die Verwundung geschah Ende April 1945, er wurde umgehend ins Lazarett nach Varel verlegt, der Krieg war für unseren Protagonisten somit beendet. Die Zustände im Lazarett waren zu jener Zeit katastrophal, für etwa 1.900 Verwundete stand dort gerade einmal ein einziger Chirurg zur Verfügung. Das Kriegsende erlebte er dort auf dem Krankenlager. Das Lazarett wurde kurz nach seiner Einlieferung an die Kanadier übergeben, jedoch weiter von deutschen Ärzten und Krankenschwestern betrieben. Man kümmerte sich rührend um ihn, insbesondere die Stationsschwester tat sich dabei hervor. Vor und nach jeder OP, von denen er insgesamt zwölf (!) über sich ergehen lassen musste, sorgte sie für den Transport in den OP-Raum und anschließend wieder zurück. Letztlich waren die ärztlichen Bemühungen um den Erhalt des Unterarms erfolglos. „Als ich aus der Narkose erwachte, schilderte mir ein sichtlich geknickter Operateur, dass er den Arm nicht hatte retten können. Ich war jedenfalls froh, dass das Martyrium mit den unerträglichen Schmerzen erst einmal ein Ende hatte“, schildert Dr. Petersen die Umstände um die Amputation. Ende September 1945 wurde er schließlich aus dem Lazarett und gleichzeitiger Kriegsgefangenschaft entlassen und kam zu seiner Mutter zurück, die mittlerweile in Husbyholz lebte. In der gut halbjährigen Zeit im Lazarett bekam er auch gelegentlich mal Besuch, so war einmal sogar sein Bruder Willi bei ihm. Diesem erzählte er damals das erste Mal von seinem Wunsch, später Medizin studieren und Arzt werden zu wollen. Sein zweiter Bruder Kalli galt seit 1943 in Rumänien als vermisst und ist offensichtlich dort gefallen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="479" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Gross-Tarup-um-die-Jahrhundertwende.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78583" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Gross-Tarup-um-die-Jahrhundertwende.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Gross-Tarup-um-die-Jahrhundertwende-300x180.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Gross-Tarup-um-die-Jahrhundertwende-768x460.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Gross-Tarup-um-die-Jahrhundertwende-696x417.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Gross-Tarup-um-die-Jahrhundertwende-701x420.jpg 701w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Groß-Tarup um die Jahrhundertwende</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Den Krieg überlebt</h3>



<p>Zurück im Großraum Flensburg, stellte er mit Erstaunen fest, dass die nördlichste Stadt Deutschlands wegen der vielen Flüchtlinge – mehrere 10.000 Menschen waren es wohl – mächtig groß geworden war. Sein persönliches Kriegsfazit lautete: Zwar körperlich beeinträchtigt, war es doch ein großes Glück für ihn, im Gegensatz zu vielen anderen Deutschen zum einen diese prägende Zeit überlebt zu haben, zum anderen auch die eigene Heimat nicht verloren zu haben.<br>Nun war unser Protagonist wieder Zivilist, ein freier Mann, allerdings vom Krieg gezeichnet.<br>Gleich im Monat Oktober 1945 meldete Heinz sich an seiner alten Schule zurück, der Goetheschule. Dort traf er seinen einstigen Lehrer Hans Brodersen, der jetzt als kommissarischer Schulleiter fungierte. „Ich besuchte bei meinem alten Lehrer nun diverse „Kurse“, war quasi wieder als Schüler an die ehemalige Schule zurückgekehrt.“</p>



<p>Der Hintergrund dieser Rückkehr war ein ganz existenzieller: Das einstige Not-Abitur reichte nicht zu einer späteren Zulassung zu einem Studium. „So nahm ich nach über 4 Jahren Abwesenheit wieder meine Schülertätigkeit auf“, schmunzelt unser Protagonist. Er schaffte mit diesem Einsatz schließlich Ende März 1946 das ersehnte „richtige“ Abitur, glänzte dabei als ein guter Schüler mit ordentlichen Noten. Bemerkenswert dabei eine besondere Notengebung: In Mathematik langte es nur zu einer „Drei“. Die Begründung für diese Note lautete: „Ausführung gut, doch im zeichnerischen Teil sind Defizite offensichtlich“ – so stand es tatsächlich unter der Arbeit. Dass er im Krieg einen Unterarm eingebüßt hatte, er mit Zirkel und Geo-Dreieck als Einarmiger große Probleme hatte, war für die Benotung scheinbar nicht relevant – heute wäre so eine Begründung sicher ein Skandal! Übrigens musste Heinz nach geschafftem Schulabschluss noch zwei weitere Operationen über sich ergehen lassen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="672" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-und-Heinrich-Petersen_1-672x1024.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78578" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-und-Heinrich-Petersen_1-672x1024.jpg 672w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-und-Heinrich-Petersen_1-197x300.jpg 197w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-und-Heinrich-Petersen_1-768x1170.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-und-Heinrich-Petersen_1-696x1061.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-und-Heinrich-Petersen_1-276x420.jpg 276w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Anna-und-Heinrich-Petersen_1.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 672px) 100vw, 672px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anna und Heinrich Petersen</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Das Medizinstudium</h3>



<p>Nun war der frischgebackene Abiturient (fast) am ersehnten Ziel, wollte sein Medizinstudium an der Uni in Kiel aufnehmen. Allerdings saß im Kultusministerium in Kiel ein Dezernent, der kurzerhand die Schulnoten aller schleswig-holsteinischen Abiturienten um zwei Noten herabsetzte. Das bedeutete für Heinz, der mittlerweile als Gasthörer in Kiel unterwegs war, dass er noch vor Antritt des regulären Studiums zwei sogenannte „Fleiß-Prüfungen“ abzulegen hatte, in denen er seine Studienfähigkeit nachzuweisen hatte. Doch auch diese Hürde meisterte er souverän, konnte im Herbst 1946 dann – endlich – als „ordentlicher“ Student sein Medizinstudium aufnehmen.<br>„Trotz dieser Anfangsschwierigkeiten habe ich im Laufe des Studiums sämtliche akademischen Prüfungen mit besten Noten bestanden“, ist Heinrich zu Recht stolz auf seine damaligen Leistungen. Galt es für viele aus der Mittelschicht damals noch als unmöglich, ein Studium zu finanzieren, erfuhr Heinz zufällig, dass der Staat für schwer kriegsbeschädigte Studenten Studienbeihilfen zahlte. „So hatte ich finanziell keine Sorgen. Und überhaupt: Trotz meiner Behinderung brauchte ich nie fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich ließ mir eine Spezialprothese bauen, mit der es mir möglich war, selbst im Anatomiekurs feinste Nervenfasern zu präparieren. Meine späteren Tätigkeiten als Facharzt konnte ich stets problemlos mit nur einer Hand bewältigen.“</p>



<p>Die Studienzeit in Kiel hat unser Gesprächspartner durchaus geschätzt und genossen. Er war nacheinander in mehreren privaten Studentenunterkünften untergebracht. Damals vermieteten Einheimische jeweils ein Zimmer an mehrere Studenten, fast immer in Vollpension. So war Heinrich erst in der Esmarchstraße bei Else Müller, anschließend am Jungfernstieg bei Frau Pässler und zuletzt in der Seelandstraße bei den Altmanns untergekommen – dort war es „Spitze“, wie er lächelnd betont. Heinz schloss sein Medizinstudium im Jahr 1952 mit der Note „Eins“ ab.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="355" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Dr.-Heinrich-Petersen.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78580" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Dr.-Heinrich-Petersen.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Dr.-Heinrich-Petersen-300x133.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Dr.-Heinrich-Petersen-768x341.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Dr.-Heinrich-Petersen-696x309.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dr. Heinrich Petersen</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Die ersten Arzt-Jahre</h3>



<p>Seine weitere Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin (Internist) fand beinahe komplett in Kiel statt. Er durchlief an der dortigen Uni-Klinik sämtliche 8 Abteilungen, seinen erforderlichen halbjährlichen Röntgen-Nachweis erbrachte er allerdings am Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster. Hatte er noch die ersten 18 Monate in Kiel praktisch umsonst gearbeitet, „kam ich noch in meinen Kieler Zeiten durch günstige Umstände in den Genuss eines Gehaltes etwa in Höhe der Zuwendungen für einen Studienrat“, verrät uns der einstige Jung-Mediziner seine damalige wirtschaftliche Situation.<br>Privat lief es nun ebenfalls gut für den angehenden Facharzt. Er heiratete seine Jugendliebe Maren und bald darauf, im Jahre 1956, kam das erste Kind auf die Welt; zwei weitere Kinder sollten später noch folgen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_011.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78575" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_011.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_011-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_011-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_011-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_011-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Autor mit seinem Werk</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Heinrich Petersen lässt sich in Flensburg nieder</h3>



<p>Als nun fertig ausgebildeter Arzt suchte Heinrich eine passende Gelegenheit für die Eröffnung einer eigenen Arztpraxis. Am liebsten wollte er sich in seiner alten Heimat in Flensburg niederlassen. Unterstützung erhielt er dabei von seinem Bruder Willi, der mittlerweile bei der Stadt Flensburg als Beamter wirkte und später im hiesigen Rathaus als Obermagistratsrat seine Karriere beendete. Die Brüder wurden fündig, hatten ihr Auge auf ein brach liegendes Grundstück in der Bismarckstraße geworfen, beinahe direkt gegenüber der Parsevalstraße. Auf besagtem Grundstück stand nach heftigen Regenfällen allerdings stets eine riesige Pfütze, weshalb einige Freunde und Bekannte davon abrieten, dort zu bauen. Doch die Petersens kannten auch den zuständigen Makler, erzielten einen fairen Preis, kauften schließlich das Grundstück für 10 D-Mark pro qm. Nach dem Erwerb haben sie das Stück Land noch zwei Jahre lang erst einmal als Schrebergarten genutzt. Der junge Herr Doktor hatte für den Kauf des Landes seine Rente kapitalisieren lassen und konnte so das gesamte Anwesen bar bezahlen. Dann ging es doch los: Das (heutige) Hinterhaus wurde gebaut. Als Architekten und Bauherrn engagierte er den Architekten Grundmann, der damals im noch über 100.000 Einwohner großen Flensburg recht bekannt war und seinerzeit für den Bau vieler Arztpraxen verantwortlich zeichnete.</p>



<p>Ende März 1960 war es dann soweit: Dr. med. Heinrich Petersen eröffnete in Flensburg in der Bismarckstraße 92-94 seine internistische Praxis. Würde sich der Aufwand gelohnt haben?<br>Die Antwort lautete: Ja!! Der erste Patient ließ nicht lange auf sich warten, „und bereits gegen Mittag des Eröffnungstages waren sämtliche 12 Wartezimmer-Stühle besetzt“, denkt Heinrich Petersen heute noch gern an seinen ersten Tag als Arzt in Flensburg zurück.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_014.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78576" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_014.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_014-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_014-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_014-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/20240215_Petersen_014-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zum 100. Geburtstag von den Enkeln</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Als praktizierender Internist tätig</h3>



<p>Die gut besuchte Praxis am ersten Tag war kein Zufallsprodukt. Schnell etablierte sich Dr. med. Heinrich Petersens Arztpraxis in Flensburg, die Zahl der Stammkunden wuchs und wuchs, der „Laden brummte“ und entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte. So traute sich unser Doktor auch bald, das Gebäude um das sogenannte Vorderhaus zu erweitern. „Wurde anfangs noch viel improvisiert, betrieb ich nach Fertigstellung des nun kompletten Gebäudes in der Bismarckstraße 92-94 bald eine richtig große Praxis“, weiß der Arzt zu erzählen. Der Bann war sozusagen gebrochen, die nun großzügig eingerichtete Praxis wurde sein Zuhause und Arbeitsbereich zugleich, wohnte er doch mit seiner Familie im gleichen Gebäude.</p>



<p>Bis zum Jahr 1986 praktizierte er dort erfolgreich als Internist, beschäftigte teilweise bis zu 14 Mitarbeiter in den vielen Räumlichkeiten, einschließlich Labor. Zehn Jahre lang war er außerdem für die nicht weit entfernte Marine als Marine-Vertragsarzt tätig, später als Senior auch noch acht Jahre lang als sogenannter KV-Vertreter.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="511" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Geburtshaus-in-Tarup.jpg" alt="Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen" class="wp-image-78582" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Geburtshaus-in-Tarup.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Geburtshaus-in-Tarup-300x192.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Geburtshaus-in-Tarup-768x491.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Geburtshaus-in-Tarup-696x445.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/03/Geburtshaus-in-Tarup-658x420.jpg 658w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Geburtshaus in Tarup</figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Der (Un-)Ruhestand</h3>



<p>Im Jahre 1986 ging Heinrich Petersen in den lang geplanten Ruhestand. Das bedeutete allerdings nicht, dass er nun untätig wurde und ein geruhsames Dasein führen wollte. Einige lange geplanten Reisen sollten nun folgen, manche lange brachliegenden Hobbies warteten nur darauf, endlich intensiviert werden zu können. „Zwar dachten meine Kinder wohl: Nach der Übergabe der Praxis kann unser Vater doch gar nicht ohne seine geliebte Arbeit“, doch meine Familie sollte sich in der Hinsicht gewaltig täuschen“, so der ehemalige Arzt.<br>Schon zuvor jahrelang Mitglied beim hiesigen Verein der Musikfreunde und dort engagiert, ließ er dieses Engagement jetzt wieder aufleben, nahm sogar Kompositionsunterricht.</p>



<p>Und dann gab es ja auch noch seine ureigene Familie, drei mittlerweile erwachsen gewordene Kinder, allesamt beruflich auf den Spuren des Vaters wandelnd. Auch die Kinder waren in ihren Beziehungen nicht untätig, insgesamt sieben Enkelkinder zählte der Opa Heinrich Petersen, die er mit großer Freude heranwachsen sah. Längst hat Heinrich Petersen seinen Altersruhesitz, eine geräumige Wohnung in Glücksburg unweit des Schlosssees, bezogen, lebt dort heute noch weitgehend selbstbestimmt und zufrieden mit sich und seinem Dasein.</p>



<p>Zahlreiche Einheimische treffen ihn regelmäßig auf Glücksburgs Straßen und Wegen, wenn er sich draußen an der frischen und gesunden norddeutschen Luft erholt. „Auch heute noch drehe ich beinahe jeden Tag meine Runde im Rollstuhl durch Glücksburg“, erzählt uns abschließend Heinrich Petersen, „lediglich Schnee, Eis und echtes „Schietwetter“ halten mich davon ab.“ Seinen 100. Geburtstag feierte er im vergangenen Dezember mit rund 140 Gästen in entspanntem und schönem Ambiente in einem Restaurant in Freienwill.<br>Das Flensburg Journal bedankt sich bei Dr. Heinrich Petersen für ein überaus interessantes und bemerkenswertes Gespräch. Wir wünschen ihm von Herzen weiterhin alles Gute, vor allem Zufriedenheit, Gesundheit und den Erhalt seines phantastischen Gedächtnisses und Erinnerungsvermögens!</p>



<p><em>Mit Dr. Petersen sprach Peter Feuerschütz<br>Fotos: Benjamin Nolte, privat</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/goetheschule-und-bismarckstrasse-eckpfeiler-eines-flensburger-lebens-dr-heinrich-petersen/">Goetheschule und Bismarckstraße – Eckpfeiler eines Flensburger Lebens – Dr. Heinrich Petersen</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/goetheschule-und-bismarckstrasse-eckpfeiler-eines-flensburger-lebens-dr-heinrich-petersen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Andreas Ingwersen – Ein Nordlicht mit besonderem Faible für Flensburg</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/andreas-ingwersen-ein-nordlicht-mit-besonderem-faible-fuer-flensburg/</link>
					<comments>https://flensburgjournal.de/andreas-ingwersen-ein-nordlicht-mit-besonderem-faible-fuer-flensburg/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2023 10:41:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Straßen und Stadtteile]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Ingwersen]]></category>
		<category><![CDATA[Bismarckstraße]]></category>
		<category><![CDATA[flensburg]]></category>
		<category><![CDATA[Friseurmeister]]></category>
		<category><![CDATA[Hafermarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Südermarkt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://flensburgjournal.de/?p=76854</guid>

					<description><![CDATA[<p>Andreas Ingwersen. Schon der Name klingt norddeutsch. Der große und schlanke sowie sportlich wirkende Herr, der mir an einem schönen Spätsommertag die Tür zu seinem Zuhause öffnet, wirkt übrigens genauso authentisch und nordisch. Das Flensburg Journal ist an diesem Tag zu Gast bei dem kürzlich in den Ruhestand gewechselten und stadtbekannten Friseurmeister Andreas Ingwersen, für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/andreas-ingwersen-ein-nordlicht-mit-besonderem-faible-fuer-flensburg/">Andreas Ingwersen – Ein Nordlicht mit besonderem Faible für Flensburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Andreas Ingwersen. Schon der Name klingt norddeutsch. Der große und schlanke sowie sportlich wirkende Herr, der mir an einem schönen Spätsommertag die Tür zu seinem Zuhause öffnet, wirkt übrigens genauso authentisch und nordisch. Das Flensburg Journal ist an diesem Tag zu Gast bei dem kürzlich in den Ruhestand gewechselten und stadtbekannten Friseurmeister Andreas Ingwersen, für den das „Friseur sein“ stets mehr war und ist als „nur“ ein Beruf – eher schon eine Berufung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Ein-Lieblingsort.jpg" alt="" class="wp-image-76846" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Ein-Lieblingsort.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Ein-Lieblingsort-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Ein-Lieblingsort-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Ein-Lieblingsort-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Ein-Lieblingsort-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Lieblingsort</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Im Norden geboren und aufgewachsen</h2>



<p>Er ist ein Kind der Großstadt, zumindest was seinen Geburtsort angeht. „Ich bin in Hamburg geboren“, verrät uns unser Gesprächspartner, „an einem frühlingshaften Tag im Mai 1963.“</p>



<p>Doch schon bald zogen seine Eltern um: Vom großstädtischen Hamburg in eine nordfriesische Kleinstadt, ins beschauliche Leck. „Dort in einem ländlichen Umfeld habe ich eine schöne Kindheit und Jugendzeit erlebt, bin zur Schule gegangen und habe meinen Hauptschulabschluss gemacht“, blickt er gern auf seinen ersten Lebensabschnitt zurück. Nach der Schulzeit kam die Berufsausbildung: Der junge Andreas wechselte in eine Lehrstelle am Ort, erlernte in einem ortsansässigen Geschäft den Beruf des Einzelhandelskaufmanns. Er arrangierte sich zwar mit diesem Ausbildungszweig, den seine Eltern für ihn ausgewählt hatten, doch hatte er, soweit er zurückdenken kann, eigentlich schon immer einen anderen und ganz konkreten Berufswunsch: Andreas wollte schon immer Friseur sein und werden!&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Wechsel nach Flensburg</h2>



<p>Mit einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung auf der Habenseite wagte Andreas den Wechsel in die nahegelegene Großstadt nach Flensburg: Er begann eine Ausbildung zum Friseur bei einem bekannten hiesigen Friseursalon: Beim Salon Lager­pusch direkt am Südermarkt lernte er das Friseurhandwerk von der Pike auf, in einer zweijährigen Umschulung ab dem Jahr 1981. Sein schon immer gehegter Berufswunsch ging somit in Erfüllung, und „das Haareschneiden war für ihn die ersehnte Erfüllung“, wie er uns mit leuchtenden Augen verrät. „Damit einhergehend und verbunden war der Umzug aus dem Elternhaus in Leck ins große Flensburg. Meine erste eigene Wohnung bezog ich in der Nähe der Ausbildungsstätte, ich wohnte nun in der unteren Bismarckstraße, unweit vom Hafermarkt gelegen, in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung mit Sitzbadewanne – eine überschaubare und passende neue Heimat, die ich mir von meinem damaligen Friseurgesellengehalt gerade so leisten konnte“, denkt er an seine Anfänge in Flensburg zurück.</p>



<p>Nach der Ausbildung zum Friseur wechselte Andreas innerhalb von Flensburg zu einem anderen Arbeitgeber: Er war fortan für den Salon „Die Locke“ im Einsatz, wechselte vom Südermarkt in die Große Straße – die Hausnummer 8 blieb allerdings die gleiche. „Damals war noch Peter Woye das „Gesicht“ der Locke“, erinnert sich unser Protagonist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Lehrling zum Friseurmeister</h2>



<p>Ziemlich früh entschied sich Andreas, den nächsten beruflichen Schritt zu machen und die Ausbildung zum Friseurmeister in Angriff zu nehmen. Er meldete sich dafür bei der Friseurmeisterschule in Oldenburg/Niedersachsen an. Diese Institution heißt offiziell „Fachlehranstalt Oldenburg &#8211; für Friseure und Kosmetiker e. V.“, ist bundesweit bekannt. Seit der Gründung 1946 haben dort einige tausend Schüler die Meisterprüfung im Friseurhandwerk abgelegt. „Ein halbes Jahr Vollzeit habe ich in Oldenburg alles Erforderliche gelernt, bin dann als 23jähriger junger Mann als frisch-gebackener Friseurmeister nach Flensburg zurückgekehrt – mit dem erklärten Ziel, mich hier eines Tages als Friseur selbständig zu machen und einen eigenen Salon zu betreiben.“&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="76848" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meister-bei-der-Arbeit-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-76848" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meister-bei-der-Arbeit-768x1024.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meister-bei-der-Arbeit-225x300.jpeg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meister-bei-der-Arbeit-696x928.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meister-bei-der-Arbeit-315x420.jpeg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meister-bei-der-Arbeit.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Meister bei der Arbeit</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="76851" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Veranstaltung-Deutsches-Haus-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-76851" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Veranstaltung-Deutsches-Haus-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Veranstaltung-Deutsches-Haus-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Veranstaltung-Deutsches-Haus-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Veranstaltung-Deutsches-Haus-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Veranstaltung-Deutsches-Haus.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Veranstaltung Deutsches Haus</figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">„Vater Staat“ ruft</h2>



<p>Den Ambitionen des jungen und frischgebackenen Friseurmeisters setzte allerdings die Bundeswehr ein Stoppzeichen vor: Andreas Ingwersen wurde als Wehrpflichtiger von der Bundeswehr einberufen. </p>



<p>„Ich wurde als „Flieger“ zur Teilstreitkraft Luftwaffe eingezogen, absolvierte die Grundausbildung in Rahlstedt nahe meiner Geburtsstadt Hamburg. Zu meinem großen Glück wurde ich im Anschluss als Gefreiter nach Stadum nahe Leck versetzt, zum damaligen AG (Aufklärungsgeschwader) 52. Auf Antrag wurde ich dort bald ein sogenannter „Heimschläfer“, konnte fortan bei meinen Eltern in Leck in meinem einstigen Kinderzimmer wohnen. So ging die Zeit der Wehrpflicht recht entspannt für mich vorbei, ich wurde sogar auf Antrag vorzeitig entlassen, hatte damit meine Staatsbürgerpflichten erledigt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Schritt in die Selbstständigkeit</h2>



<p>Nach Flensburg zurückgekehrt, arbeitete Andreas wieder im erlernten Beruf, war bereits auf der Suche nach einem geeigneten Friseursalon, den er eines Tages in Eigenregie übernehmen und führen könnte. Mittlerweile war er privat innerhalb Flensburgs umgezogen.</p>



<p>Er wohnte jetzt im Johannisviertel, in der Karlstraße Nummer 6, direkt über dem damaligen Eichamt Flensburg gelegen. Weiterhin als Geselle bei der „Locke“ in der Großen Straße tätig, bekam der angehende Selbstständige natürlich geplante Veränderungen im nahe gelegenen Umfeld des Geschäfts mit. So blieb es ihm nicht verborgen, dass einige Häuser weiter auf der gleichen Straßenseite in Richtung Nordermarkt etwas in Planung war.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Schoenes-Flensburg.jpg" alt="" class="wp-image-76850" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Schoenes-Flensburg.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Schoenes-Flensburg-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Schoenes-Flensburg-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Schoenes-Flensburg-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Schoenes-Flensburg-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schönes Flensburg</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der eigene Friseursalon</h2>



<p>Andreas Ingwersen erinnert sich: „Das ehemalige Café Preußer – jahrzehntelang eine Flensburger Institution &#8211; wurde damals in ein Friseurgeschäft umgebaut.“ Auf dem Hinterhof ist übrigens Kay Preußer, Sohn des einstigen Café-Betreibers und mittlerweile Eigentümer und Vermieter des Hauses, noch mit einer kleinen Backstube aktiv, in den Wintermonaten bis zum Osterfest hin! Die Anfänge sind unserem Gesprächspartner nach wie vor präsent – als ob es erst gestern gewesen wäre: „Am 09.09.1990 starteten wir zu dritt in den oberen Räumen des ehemaligen Café Preußer in der Großen Straße 18. Nach und nach wuchs der Salon und wurde größer, die Ausstattung wurde verfeinert, es kamen immer mehr Kunden, und die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich stetig“, erzählt Andreas Ingwersen von den Anfängen. Er war rückblickend ein über mehr als 30 Jahre hinweg gefragter Hairstylist – Kompetenz, Professionalität und schöpferische Ideenentwicklung waren und sind sein Erfolgsgeheimnis, die Erfüllung individueller Frisurenwünsche sowie die Exklusivität waren und sind das Markenzeichen des Salons „Friseur Fasson“ in Flensburg – so hieß nämlich der Ingwersen-Friseursalon über die langen Jahre durchgehend. „Wir boten unseren Kunden nicht nur ein harmonisches Ambiente, einen guten Service und höchst professionelle Friseurdienstleistungen, sondern auch ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis. Dabei legten wir größten Wert auf eine gute, individuelle, typgerechte Beratung.“ Wie war seinerzeit die Situation in der Großen Straße?</p>



<p>Andreas Ingwersen erinnert sich gern an jene Jahre: „Der Zusammenhalt aller Gewerbetreibenden und Kaufleute in der Großen Straße war vorbildlich. Wir kamen bestens miteinander aus, pflegten eine gute Nachbarschaft, überhaupt half man sich gegenseitig in Notsituationen.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" data-id="76843" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000239.jpg" alt="" class="wp-image-76843" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000239.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000239-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000239-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000239-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000239-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Salon</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" data-id="76844" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000247.jpg" alt="" class="wp-image-76844" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000247.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000247-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000247-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000247-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/AI-1000247-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vor dem Salon</figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die Liebe zu Flensburg entwickelt sich</h2>



<p>Eigentlich schon mit dem Zuzug in die Fördestadt hatte diese es ihm angetan. „Anfangs war es erst nur die Gegend, in der ich mich beruflich und privat aufhielt – also hauptsächlich die Innenstadt zwischen Hafermarkt, Südermarkt, sowie die Hafenspitze, an der ich meine ersten freien Abende und Wochenenden verbrachte, überhaupt die auch heute noch atemberaubende Schönheit unserer Stadt.“ Mit der Zeit erweiterte er seinen Horizont, ging auf Entdeckungstour in die weitere Umgebung, zog größere Kreise bei seinen Erkundigungen.</p>



<p>Einige Jahre später zog Andreas Ingwersen erneut innerhalb der Stadt um, diesmal führte es ihn in die Wrangelstraße. „Auch dort oben auf der Westlichen Höhe habe ich mich auf Anhieb wohlgefühlt, bin stets zu Fuß zur Arbeit in die Große Straße runterspaziert, genoss unterwegs die frische Luft und die zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten auf diesen Routen.“ Besonders faszinierte ihn der Alte Friedhof. „Das war für mich vom ersten Tag an ein guter Ort zum Innehalten, ich entdeckte zu meiner eigenen Verwunderung immer wieder neue Kleinode, die ich vorher gar nicht wahrgenommen hatte. Ich habe oft und gern auf einer der vielen Bänke gesessen, die Ruhe und die Stimmung ebendort auf mich einwirken lassen.“&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Andreas findet sein endgültiges Zuhause</h2>



<p>Längst war er ein anerkannter und viel beschäftigter selbstständiger Friseurmeister, war in der sogenannten „Mitte des Lebens“ angekommen. Er suchte in jener Zeit nach einer Bleibe, in der gern den Rest seines privaten Lebens verbringen würde. Diese Gelegenheit bot sich ihm im Jahr 2008, und er griff beherzt zu: Andreas bezog ein neu erbautes und modernes Reihenhaus in Mürwik nahe des Flensburger Stadions, ist seitdem in der Arndtstraße zu Hause, und „rundum glücklich und zufrieden mit meiner häuslichen Situation“, wie er gern bekennt. „Das Haus ist längst zu meinem Lebensmittelpunkt geworden, die Lage ist genauso, wie ich es mir immer gewünscht habe: Nette Nachbarn, ein ruhiges Umfeld, dennoch stadtnah gelegen, fußläufig in der Nähe eines Einkaufszentrums, der Volkspark in wenigen Schritten erreichbar, in die Innenstadt ist es auch nicht weit – schon gar nicht mit dem Fahrrad, meinem mittlerweile bevorzugten Fortbewegungsmittel.“&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vorm-Zuhause.jpg" alt="" class="wp-image-76853" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vorm-Zuhause.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vorm-Zuhause-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vorm-Zuhause-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vorm-Zuhause-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vorm-Zuhause-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorm Zuhause</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Schritt in den Ruhestand</h2>



<p>Als gerade einmal 60jähriger Mensch ist man in der heutigen Zeit nicht automatisch schon pensionsreif. Das bestätigt uns auch gern unser Gesprächspartner, doch er ergänzt zu dem Thema: „Die Arbeit als Friseurmeister hat mich stets ausgefüllt, gefordert und mir Erfüllung bereitet, bei der Kundschaft habe ich Jung und Alt gleichermaßen geschätzt, doch mit zunehmendem Alter habe ich für mich selbst gespürt, dass Arbeit allein nicht alles gewesen sein sollte, wenn man sich mal die Muße nimmt, für sich selbst eine Lebensbilanz zu ziehen. Vor einigen Jahren hat mir zudem mein Körper schon mal signalisiert, dass ich doch mit meinen Kräften haushalten sollte. Nun, was soll ich sagen: Ich habe auf diese Signale gehört, für mich persönlich entschieden, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“, so Andreas Ingwersen. Und er fährt zu dem Thema fort: „Es ergab sich die Gelegenheit, meinen Friseursalon zu verkaufen und in kompetente fachmännische Hände zu übergeben. Die Rahmenbedingungen passten für mich, das mir liebgewonnene und von mir stets geschätzte Personal konnte seinen Arbeitsplatz behalten und auf Wunsch übernommen werden. Jetzt betreibt seit dem 1. Januar 2023 offiziell Ryf Friseure den Salon „Fasson Flensburg“, hat natürlich das eine oder andere im Laden geändert und umgestaltet – wie es halt nach einer Geschäftsübergabe durchaus üblich ist. Im Vorjahr 2022 haben wir alles Formelle eingetütet, nun ist die Übergabe vollzogen, alles ist zu meiner Zufriedenheit geregelt.“</p>



<p>Mittlerweile ist Andreas Ingwersen auch im sogenannten „Ruhestand“ angekommen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vor-dem-Flensburger-Wahrzeichen.jpg" alt="" class="wp-image-76852" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vor-dem-Flensburger-Wahrzeichen.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vor-dem-Flensburger-Wahrzeichen-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vor-dem-Flensburger-Wahrzeichen-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vor-dem-Flensburger-Wahrzeichen-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Vor-dem-Flensburger-Wahrzeichen-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vor dem Flensburger Wahrzeichen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Ruhestand</h2>



<p>„Heute weiß ich diesen Ruhestand sehr zu schätzen. Er eröffnet einem nämlich Möglichkeiten, von denen man früher nicht zu träumen wagte. Als selbstständiger Friseurmeister war ja für mich nicht automatisch mit dem Ladenschluss gleichzeitig Feierabend – nein, dann wartete noch jede Menge „Papierkram“ und Bürokratie auf mich. Im Laufe der Jahre wurde diese zusätzliche Arbeit im Übrigen nicht weniger oder gar zur Routine, eher das Gegenteil war der Fall.“ Er hat für sich beim Eintritt in den Ruhestand beschlossen, das komplette Kalenderjahr 2023 als seine persönliche Auszeit zu betrachten. Nach diesem Jahr will er für sich entscheiden, ob und wo er möglicherweise in seinem neuen Lebensabschnitt nachbessern könnte und möchte. „Ich will die für mich ungeheure Menge an gewonnener freier Zeit jetzt nutzen, um zahlreiche früher aufgeschobene Dinge nachzuholen. Angefangen mit der aktuellen Möglichkeit, jederzeit meine mittlerweile 88jährige Mutter zu treffen und mit ihr gemeinsame Unternehmungen zu starten. Daneben habe ich mich schon mit vielen Freunden getroffen, mit ihnen gemeinsame freie Tage und Stunden verbracht und diese bewusst genossen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hobby Fotografie</h2>



<p>Bereits vor Jahren hat Andreas das Fotografieren für sich entdeckt, diese Form der Freizeitgestaltung längst zu einem ausfüllenden Hobby entwickelt. „Inzwischen bin ich aus meiner Sicht technisch gut gerüstet fürs Fotografieren. Motive gibt es in Hülle und Fülle, insbesondere meine vielen Lieblingsorte haben es mir angetan. Es gibt unzählige tolle Flecken und Ecken hier oben im Norden – ob nun in Flensburg, Glücksburg, oder auch an der Nordsee, hier insbesondere auf der Insel Sylt, die ich schon als Junge liebgewonnen hatte auf zahlreichen Ausflügen mit meinen Eltern. Auch eigentlich die gesamte Ostseeküste bis weit über die deutsche/polnische Grenzregion bei Usedom und Wollin habe ich bereist und auf vielen Bildern und Fotos festgehalten.“</p>



<p>Überhaupt sein Hobby Fotografie – auf dem Gebiet hat er sich inzwischen zu einem Künstler gemausert, der einen geschulten Blick für lohnenswerte Motive entwickelt hat und tolle Fotos geschossen hat – seine zahlreichen Alben zuhause zeugen davon. Neben der Fotografie ist er ein Mensch, der gern in der freien Natur und draußen auf Achse ist. Er ist gern draußen unterwegs, betätigt sich ebenso gern sportlich, vorzugsweise auf dem Fahrrad.</p>



<p>„Ich bin inzwischen stolzer Besitzer eines E-Bikes geworden, weiß diese bequeme Art der Fortbewegung sehr zu schätzen, insbesondere auf längeren Radtouren in der Region. Dabei fahre ich auch gern mal ins Landesinnere Schleswig-Holsteins, denn auch dort gibt es schöne Flecken Erde zu entdecken, etwa den Winderatter See, der in ein phantastisches Naturschutzgebiet eingebettet ist.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="731" height="1024" data-id="76847" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meerfarben3-731x1024.jpg" alt="" class="wp-image-76847" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meerfarben3-731x1024.jpg 731w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meerfarben3-214x300.jpg 214w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meerfarben3-768x1075.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meerfarben3-696x974.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meerfarben3-300x420.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Meerfarben3.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px" /><figcaption class="wp-element-caption">Meerfarben</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="76845" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Amanita-muscaria-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-76845" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Amanita-muscaria-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Amanita-muscaria-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Amanita-muscaria-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Amanita-muscaria-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Amanita-muscaria.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Amanita muscaria</figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Flensburgs schönste Ecken und Plätze</h2>



<p>Beim Thema „Flensburg“ gerät Andreas Ingwersen ins Schwärmen. „Wenn mich meine Freunde und Bekannten besuchen, kommen wir um bestimmte Orte und Plätze nicht herum: die unlängst fertiggestellten neuen „Wasserspiele“ am Museumsberg, natürlich die Hafenspitze sowohl auf dem Ost- als auch dem Westufer, der Museumshafen und die alten Schiffe, die Einkaufsmeile mit dem Holm und der Großen Straße, einschließlich der Roten Straße, mit den vielen attraktiven Hinterhöfen. Ausgangs- und Startpunkt jeder Exkursion ist eigentlich immer der für mich jetzt in der Nachbarschaft gelegene Wasserturm mit seiner tollen Aussichtsplattform, daneben unbedingt auch die „Norder“. Die Norderstraße, die sich ja inzwischen zu einer regelrechten „Szenestraße“ gemausert hat.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Zukunft</h2>



<p>Ganz bewusst lässt unser Protagonist offen, wie sich zukünftig sein Leben gestalten wird. „Ich werde erst nach Ablauf des Jahres am Ende meiner Auszeit entscheiden, wie ich die kommenden Jahre verbringen und gestalten werde. Vielleicht werde ich sogar noch einmal stundenweise in meinem alten Beruf tätig – schauen wir mal“, lächelt ein entspannter Andreas Ingwersen. Eines können wir aber dennoch mit ziemlicher Sicherheit vermuten: Er wird auch künftig regelmäßig mit dem E-Bike in der Region und der Stadt unterwegs sein, dabei schöne und sehenswerte Motive fotografisch festhalten.</p>



<p>Das Flensburg Journal wünscht ihm einen ausgefüllten und glücklichen Ruhestand, natürlich die dafür nötige Gesundheit, sowie weiterhin viel Freude am Leben und selbstredend auch eine gute Zeit in seinem heimatlichen Umfeld in Deutschlands landschaftlich schönster Region, dem hohen Norden in und um Flensburg herum!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Niehuuser-See.jpg" alt="" class="wp-image-76849" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Niehuuser-See.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Niehuuser-See-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Niehuuser-See-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Niehuuser-See-696x392.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/Niehuuser-See-747x420.jpg 747w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Niehuuser See</figcaption></figure></div><p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/andreas-ingwersen-ein-nordlicht-mit-besonderem-faible-fuer-flensburg/">Andreas Ingwersen – Ein Nordlicht mit besonderem Faible für Flensburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://flensburgjournal.de/andreas-ingwersen-ein-nordlicht-mit-besonderem-faible-fuer-flensburg/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
