Fred Macom
Fred Macom

Friedrich Christian (Fred) Macom wurde in dritter Generation der Macoms am 14. Oktober 1930 in dem ursprünglichen Katen- und Fischerdorf Twedter Holz geboren. Twedter Holz und die Nachbargemeinden Fruerlund, Engelsby und Twedt sind im Jahre 1910 nach Flensburg eingemeindet worden.
Traditionell wurden die erstgeborenen Söhne der Macoms mit dem Vornamen des Großvaters Friedrich Macom getauft. Wenn auch im Laufe der letzten hundert Jahre zwischen Twedter Holz und Fahrensodde gebietsmäßige Veränderungen zu Gunsten des ständig anwachsenden Stadtteils Mürwik vorgenommen worden sind – Straßennamen und Hausnummern wurden verändert, neue Wohngebiete und Straßen kamen hinzu – so ist doch der Name Macom wie ein Urgestein in Twedter Holz geblieben!

Friedrich Macom, ein Name der so gar nicht zu Twedter Holz passt







Wie unser Chronist Fred Macom schmunzelnd berichtet, gab es immer mal wieder Rätselraten über den Ursprung seines französischen Namens. Besonders seine Lehrer auf der Adolf-Hitler-Schule (heute Goetheschule) bohrten erfolglos nach. Sicher ist, dass einer der vielen protestantischen Glaubensflüchtlinge, ein Hugenotte im 16. Jahrhundert dem vorrevolutionären Frankreich entkommen konnte und hier sesshaft geworden ist. Ein Vorfahre der Macoms von Twedter Holz! Natürlich haben sich die Macoms selbst immer wieder mit ihrer Herkunft beschäftigt. Wenn sie als Urlauber durch Frankreich reisten, fühlten sie sich von Macon, der Stadt mit den bekannten Beaujolais-Weinen, besonders angezogen – natürlich nur als ‚fast’ Namensvettern.
Aber auch Friedrich, der Vorname unseres Chronisten stand einige Male auf dem Prüfstand. Ganz am Anfang war es eine Zigeunerin, die dem kleinen Friedrich einmal über das Haar strich und gesagt hatte, dass ein Kind doch so nicht heißen könne! „Aber wie denn sonst“? soll Friedrichs Mutter daraufhin gefragt haben. „Fredi!“ Auf der Adolf-Hitler-Schule ging es auf Anordnung des Klassenlehrers dann wieder rückwärts: „Fredi, so heißt doch kein deutscher Junge! Du bist Friedrich!“ Außerhalb der Schule wurde dann aus Fredi Fred Macom – bis heute!

1931: Umzug in das stillgelegte Schulgebäude in Twedter Holz 55
(heute Twedter Holz 11)

Fred Macom kam im Jahre 1930 im Haus seines Onkels Heinrich Sievers, damals Twedter Holz 16, heute Fördestraße 50, zur Welt. Bereits ein halbes Jahr später konnte die junge Familie das stillgelegte Schulgebäude beziehen. Freds Vater hatte es gekauft und im Laufe der Jahre unterkellert und gründlich saniert.
Freds Großvater Friedrich Macom, Jahrgang 1870, war Kätner und Fischer. Er lebte mit seiner Frau Sophie und den vier Söhnen in seiner kleinen Kate Strandfrieden 55, direkt unten am Wasser.

Zwischen Twedter Holz und Fahrensodde

Das Elternhaus unseres Chronisten Fred Macom war die ehemalige Schule Twedter Holz – und bestand bis 1930 als zweiklassige Volkschule, die Freds Vater und seine drei Brüder besucht haben. Neben Rektor Carl Jensen unterrichteten noch zwei weitere Lehrer. Jeder Lehrer war für alle Unterrichtsfächer zuständig.
Wenn Fred Macom seine Großeltern besuchte, lief er zu Fuß über den holprigen Schluchtweg Strandfrieden, der später ausgebaut und im Jahre 1954 in Twedter Strandweg umbenannt worden ist. Dieser Weg war die offizielle Verbindung zwischen oben und unten. Unten lag die Förde direkt vor der Haustür der Großeltern. Das Wasser wurde zu Freds Element. Bis heute!
Wenn immer möglich, ließ sich Fred an der Hand seines Großvaters mit Geschichten aus dessen Vergangenheit in die Gegenwart führen. „Ich hörte ihm sehr gerne zu!“
Der alte Kätner und Fischer Friedrich Macom besaß in Fahrensodde das zwei Hektar große Gelände rund um seine Kate. Die Kate stammte noch aus der ehemaligen Ziegelei. Großvaters Besitz reichte nach Norden bis zum heutigen dänischen Parkplatz und hangaufwärts, wo heute die Wochenendhäuser stehen. Durch den Hang zieht sich eine Ost- und eine Westschlucht. Die Grundstücksgrenze verlief an der Straße Strandfrieden, die in Twedter Strandweg umbenannt worden ist. Als Kätner unterhielt Großvater Friedrich Macom eine Kuh, ein Schwein, Hühner, Enten und Gänse. Das Stallgebäude lag neben der Kate. Die Kuh graste im Sommer auf dem Hanggelände und auf der Weide, dort wo sich heute der dänische Parkplatz befindet. Landwirtschaft zu betreiben war an den Hängen allein schon wegen der dichten Brombeerflächen nicht möglich. Um einen kleinen Obst- und Gemüsegarten anlegen zu können, musste das hohe Unkraut mit den Händen ausgerissen werden.

Das mag ich
Das mag ich Ich liebe es Ich muss lachen Einfach WOW! Das macht mich traurig Das macht mich wütend

Weitere Artikel anzeigen
Lade mehr Serien

Jetzt gleich kommentieren:

avatar
  
smilegrinwinkmrgreenneutraltwistedarrowshockunamusedcooleviloopsrazzrollcryeeklolmadsadexclamationquestionideahmmbegwhewchucklesillyenvyshutmouth
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Auch interessant

Als Marktbeschicker auf dem Südermarkt

In unserer Serie „Flensburger Straßen und Stadtteile“ bitten wir Zeitzeugen, uns von ihren…