Für die WiF gab es von Anfang an eine klare Grundposition: die Luftschlossfabrik ist eine kulturelle Bereicherung für die Stadt und unterstützenswert, aber die Stadt kann nur Projekte unterstützen, die sich im Legalen bewegen. Entsprechend musste die Luftschlossfabrik den Zustand einer illegalen Besetzung aufgeben. Dass die Stadt willig ist, hierbei zu helfen, hat sie mit über ein Jahr gehenden Gesprächen gezeigt. Und auch bei früheren illegalen Besetzungen zeigte sich der gute Wille. Bei der Besetzung des Bohlwerks, welches heute der Museumshafen ist, zeigte sich dieser ebenso wie bei der Vermietung der Hafermarkthäuser an die früheren Besetzer der Norderstraße-Häuser. In beiden Fällen konnten zunächst illegale Besetzungen in legale und die Stadt bereichernde Projekte überführt werden.

Leider hat dieses bei der Luftschlossfabrik nicht geklappt. Allerdings sollte man nicht zu einfachen Schuldzuweisungen greifen. Auf der einen Seite hat die immer wieder wechselnde Aktivistengruppe der Luftschlossfabrik es nicht geschafft, innerhalb von 2,5 Jahren eine juristisch verantwortliche Ansprechperson zu schaffen (sei es durch eine Privatperson oder einen Verein). Auf der anderen Seite hätte Politik ihre klare Position der Befristung des Projektes auf diesem Grundstück mit einem ebenso klaren Fahrplan für eine Neunutzung versehen können, auf die sich die Aktivisten hätten einstellen können. Und auch ein Oberbürgermeister sollte erkennen, wann eine Sache Chefsache ist und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen sind. Und schließlich hätten verschiedene politische Akteure – bis hin zu den Landtagsabgeordneten – das Thema nicht für ihre Profilierung und den verfrühten Oberbürgermeisterwahlkampf missbrauchen sollen.







Dank der Fehler aller Beteiligten wird an der Harniskaispitze nun ein leerer Platz entstehen, über dessen Zwischennutzung die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt mitreden sollen. Dabei sind für uns zwei Aspekte zentral: Erstens gibt es den unter Bürgerbeteiligung entwickelten Masterplan Hafen, der auch Anwendung finden sollte. Zweitens sollte, wenn man denn den Masterplan nicht weiter verfolgen möchte, ein Beteiligungsverfahren nicht nur zur Zwischennutzung der Harniskaispitze durchgeführt werden, sondern über die endgültige Nutzung des gesamten Ostuferbereiches.

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