Wieder hat eine Bankfiliale oder ein Geldautomat in meiner Nähe geschlossen. Über dieses Ärgernis ergab sich eine rege Diskussion in unserer Seniorenrunde. Durch Zufall fand ein guter Freund eine interessante Möglichkeit an Geld zu kommen. Er brachte mir einen Flyer der Nord-Ostsee Sparkasse mit: „Bargeld bis an die Haustür“.
Unser Geld-Bring-Service. Dieser Dienst steht seit Oktober 2014 zur Verfügung. Voraussetzung für diesen Service ist natürlich, dass der Kunde ein Girokonto bei der Sparkasse hat. Für ein geringes monatliches Entgelt kann per Telefon oder Internet wöchentlich Geld geordert werden. Es wird daraufhin in einem versiegelten Umschlag durch persönliche Übergabe eines Bankboten zugestellt (min. 100,00 Euro, max. 2000,00 Euro). Ein gewünschter einmaliger Betrag wird etwas teurer. Die Sparkasse hat mit dem Geld-Bring-Service auch dem demographischen Wandel und dem Sicherheitsaspekt Rechnung getragen. Weniger Bargeld zu Hause hat den Vorteil, dass es nicht in der Kaffeetasse oder im Wäscheschrank gebunkert werden muss. Interessant ist auch die Variante, bei Supermärkten und Tankstellen mit der ec-Karte Geld zu bekommen. Eine Übersicht über diese Partner kann man unter nospa.de/bargeldservice abrufen. Sprechen Sie Ihre/n Kundenberater/In auf die verschiedenen Möglichkeiten an. Das scheint mir eine Möglichkeit für viele ältere und/oder kranke Menschen zu sein, die ohne Angehörige vor Ort oder nicht in der Lage sind, zu den vielen ausgedünnten Filialen ihrer Bank zu kommen. Ungern wird ein Mensch aus der Nachbarschaft beauftragt Geld zu holen. Besonders Menschen vom Lande wird damit ein gutes Angebot gemacht und auch gerne angenommen. Die Volks- und Raiffeisenbank hat einen entsprechenden Service. Dazu schreibt die VR Bank Flensburg-Schleswig Nachfolgendes: „Als genossenschaftliche Bank sind wir unseren Mitgliedern verpflichtet. Sie genießen einige Vorteile, so auch den „Geld-Zuhause-Service“. Er ist nur unseren Mitgliedern in Kombination mit dem Kontomodell VR-Persönlich vorbehalten. Den „Geld-Zuhause-Service“ bieten wir in unserem Hause bereits seit 2006 an und verstehen ihn als echte Spitzendienstleistung im persönlichen Kontakt mit unseren Mitgliedern.“ Privatbanken, wie zum Beispiel die Deutsche Bank, schreiben mir auf Anfrage: „Für Probleme stehen wir den Kunden persönlich zur Verfügung. Zudem bieten wir an den meisten Standorten barrierefreie Automaten für Sehbehinderte und Rollstuhlfahrer an. Über die Cash Group stehen unseren Kunden im Stadtgebiet Flensburg an insgesamt 10 Standorten Automaten zur Verfügung.“ „Die Commerzbank betreibt mit rund 1.100 Filialen eines der dichtesten Filialnetze. Gemeinsam mit unseren Cash Group-Partnern bieten wir ein enges Netz von über 9.000 Geldautomaten (hier kann man kostenfrei Geld mit der ec-Karte abholen)“, antwortet die Pressestelle der Commerzbank. Auch bei Regional- und Privatbanken bestehen Verträge mit Tankstellen und einigen Großmärkten. Hier kann man beim Zahlen von Benzin oder Einkäufen mit der ec-Karte ab einer bestimmten Summe Bargeld erhalten. Fragen Sie an der Kasse nach! Der Rat der Privatbanken, durch eine gute Vollmachtregelung für das Abholen von Bargeld, ist nicht immer umsetzbar. Die Familien sind inzwischen weit verstreut, ein Mensch des Vertrauens nicht immer vorhanden.

Brigitte Wolff
Flensburg
Journal
„Mittendrin 50+“







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