Von der Lagerschule Weiche ins Rathaus 1
… bitten wir Zeitzeugen, über ganz persönliche Erinnerungen zu berichten. In dieser Ausgabe kommt Horst Hitzke, 79, zu Wort.

Horst Hitzkes große Liebe, die er seit seiner Ankunft 1946 als Heimatvertriebener für Flensburg empfindet, ist ungebrochen. Er kam in Begleitung seiner Mutter, 36, und seiner drei jüngeren Schwestern von Stolp ( Slupsk an der Ostsee) an die Flensburger Förde. Die frische Ostseeluft war hier wie dort die gleiche. Das war tröstlich. Doch die Begleitumstände der Vertreibung durch die Polen, die mehrwöchige Odyssee, eingepfercht zu jeweils 60 Personen in Viehwaggons, mit Zwischenlagern in Stettin und Bad Segeberg, ausgeplündert und schließlich doch noch mit dem nackten Leben davongekommen zu sein, war kein Einzelschicksal. Es war nur eines unter vielen Tausenden. Vater Hitzke war bereits 1944 für Volk und Vaterland in Lettland gefallen. Die Nachricht von seinem Tod hatte die junge Witwe noch in der Heimat erreicht! Ihr Sohn Horst bewundert seine Mutter noch heute und sagt: „Sie war eine so starke Frau, eine Kämpferin, die alles getan hat, um uns vier Kinder gesund auf die sichere Seite zu bringen!“

Die Heimat der Vorfahren von Karl Adolf Horst Hitzke ist Hinterpommern in der Nähe von Stolp (Slupsk). Noch sein Urgroßvater lebte und arbeitete wie ein Leibeigener auf einem großen Gut. Sein Großvater war bei der Eisenbahn als Streckenarbeiter beschäftigt. Sein Vater, Jahrgang 1909, hatte den Beruf des Holzschnitzers erlernt.  In den Jahren der Weltwirtschaftskrise war er dann allen nur denkbaren Beschäftigungen nachgegangen, bis er schließlich beim Militär landete. Von  seiner Gesinnung her war der Vater halb Sozialdemokrat und halb Edelkommunist. Weil ihm klar war, dass ihm und seiner Familie diese politische Ausrichtung eines Tages hätte gefährlich werden können, ließ er zur Tarnung sicherheitshalber seinen Erstgeborenen auf die Namen Karl Adolf Horst ins Standesregister in Stolp eintragen. Das war im Jahre 1934!











 

Wegen der großen Wohnungsnot über 11 Jahre in Flüchtlingslagern verbracht 

Endstation Flensburg: Hitzkes fanden ihre erste Unterkunft im Heinz-Krey-Lager in Mürwik. Es folgten die Umzüge in die Lager-Luftschutzschule im Nordergraben (ehemalige katholische Schule), und im April 1948 ins Flüchtlingslager Flensburg-Weiche, wo sie bis 1957 wohnen bleiben mussten! Hitzke erinnert sich, dass im Dezember 1944 der allgemeine Schulbetrieb eingestellt worden war. Leicht zynisch betrachtet gestaltete sich sein Schulbesuch in Flensburg um so abwechslungsreicher: Waldschule, Marienschule, Voigtschule und schließlich im April 1948 die Umschulung auf die Barackenschule in Weiche. Die war mit der Einweisung der Familie ins Barackenlager Weiche einhergegangen.

Gegenüber den Verhältnissen in der Lager-Luftschutzschule im Nordergraben mit 50 Menschen in einem großen Raum war der Umzug in das Flüchtlingslager Weiche mit jeweils 12 Betten in vier Wänden ein sozialer Aufstieg!

Das Barackenlager Weiche war im Jahre 1930 in Verbindung mit dem Flugplatz Schäferhaus für das Militär errichtet worden. Das Wehrmachtslager zog sich von Schäferhaus – Ochsenweg und Alt Husumer Weg bis zum Handewitter Holz. Seit dem Zusammenbruch 1945 hatten diese Unterkünfte leer gestanden; für die Stadt Flensburg ein willkommenes Wohnquartier für die anrollenden Flüchtlingswellen.

 

Kostenlose Zuteilung auf Lebensmittelkarten für mittellose Flüchtlinge

„Bevor Mutters Kriegerwitwenrente nicht ausgezahlt wurde, gehörten wir zum Heer der Mittellosen“, erinnert sich Horst Hitzke. „Wir hatten nichts! Also konnte sich unsere Familie unter Vorlage der „Flüchtlingslebensmittelkarten“ ihre Nahrungsmittelzuteilung

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Mit Großvater noch zu Hause in Stolp, links Horst Hitzke und seine drei Schwestern

im Laden von Thomas C. Jessen in der Norderstraße abholen. Mit der ersten Auszahlung ihrer Versorgungsbezüge bekam meine Mutter auch die landesüblichen Lebensmittelkarten.“

Für Elfriede, diese lebenstüchtige Mutter von vier Kindern war es undenkbar, außerhalb ihrer beengten Barackenbehausung nichts weiter zu tun. Sie nähte aus jedem Fetzen Stoff die Bekleidung für sich und die Kinder, trug am frühen Morgen Zeitungen aus und arbeitete während der Saison an der Kartoffelsortieranlage, die im Lager an der Bahnlinie in Richtung Niebüll aufgestellt wurde. Hitzke sagt: „Wir wuchsen keineswegs abgeschottet sondern mit den vielen anderen Barackenkindern im Freien auf!“

Während der gesamten Flüchtlingslagerzeit gab es keine Bademöglichkeiten. Wenn Hitzke an die sanitären Anlagen im Barackenlager Weiche denkt überkommt ihn heute noch ein kalter Schauer. Es gab zwar Duschräume. Wenn aber überhaupt mal Wasser durch die Rohre floss, war es eiskalt und im Winter gefroren. Die Zentralheizung hatte längst kein Heizwerk mehr. Jede Barackenkammer wurde mit Kanonenöfen beheizt. Das Holz holten sich die Menschen aus dem Handewitter Wald. Rund um den Mückenteich war eines Tages alles abgeholzt. Erst ab 1949 wurde langsam wieder aufgeforstet.

 

Die Badeanstalt

Die Deutsche Wehrmacht hatte in Weiche, an genau der Stelle und mit den gleichen Innenmaßen des heutigen Schwimmbads in Weiche eine ganz primitive Badegelegenheit in Form eines rechteckigen Betonbeckens gebaut. 1945 war diese Anlage längst stillgelegt und mit Gras überwuchert. Bevor das Schwimmbad im Mai 1949 wieder in Betrieb genommen wurde rückte die Freiwillige Feuerwehr Weiche an, um das Becken mit eiskaltem Wasser aus dem Hydranten zu füllen. Unter den Eröffnungsgästen war auch Stadtrat Beyreis.

Wenn ein Wasseraustausch anstand wurde der Inhalt des Beckens kurzerhand in den Mückenteich abgelassen.

Als 1947 Werber vom Stadttheater im Flüchtlingslager auftauchten

Mutter Elfriede mit ihren vier Kindern – die gesamte Kleidung wurde von der Mutter selbst genäht, bestickt und gestrickt

Während Horst Hitzke als 13-Jähriger noch in der drangvollen Enge des Flüchtlingslagers der Luftschutzschule im Nordergraben lebte kam unvorstellbares Glück über ihn: Werber vom Stadttheater waren auf der Suche nach stimmbegabten Jungen und Mädchen für den Kinderchor. Erstmalig nach Kriegsende sollte in Flensburg „Carmen“ (Oper von Georges Bizet) aufgeführt werden. Das Stadttheater und die Luftschutzschule liegen zwar in unmittelbarer Nachbarschaft. Zu der Zeit aber war das Theater noch von den Engländern bis etwa 1948 zum Teil für ihre eigenen Varieté-Vorstellungen beschlagnahmt. Opernaufführungen fanden deshalb im Deutschen Haus statt.

Der Chordirektor und auch Kapellmeister Christian Thom prüften die Kinder höchstpersönlich. Dreimal mussten sie auf der Bühne des Deutschen Hauses vorsingen bevor die Auswahl getroffen wurde. So bildeten 30 Jungen und Mädchen einen Kinderchor – zunächst speziell für die Oper „Carmen“. Von da an gehörte Horst Hitzke dazu! Achtzigmal standen die Kinder mit der schönen Carmen, Micaela, Don José und Escamillo auf der Bühne. Pro Vorstellung gab es 2,50 Reichsmark. Horst Hitzke machte in der Statisterie weiter, wobei er durchgehend im Extrachor gesungen hat. Der wurde bei Bedarf dem professionellen Chor zur Seite gestellt. Insgesamt hat HItzke mit kurzen Unterbrechungen 40 Jahre im Extrachor gesungen. Mit „Carmen“ hatte alles begonnen – mit „Carmen“ hat er 2007 aufgehört. Natürlich lagen Welten zwischen der ersten Nachkriegsinszenierung und der von 2007. „Aber gerade die Veränderungen haben für mich die Arbeit im Extrachor so interessant gemacht,“ sagt Hitzke.

Und ein zweites Mal, am 6. Oktober 1961 kam nachhaltiges Glück über den passionierten Chorsänger. Das war der Tag, an dem er Jutta, seine spätere Frau beim Singen kennengelernt hatte! Dieses Datum ist fest in den Trauringen des Paares eingraviert. Hitzke fügt aber diesen Schilderungen gleich hinzu, dass Juttas Mutter eine Dänin und ihr Vater ein gebürtiger Flensburger war. Dennoch waren die Schwiegereltern überhaupt nicht davon begeistert, die Hand ihrer Tochter einem Fremden – einem Flüchtling zu geben. Das ging eigentlich gar nicht. Hitzke war zu der Zeit immerhin schon Stadtinspektor – was ihm einige Pluspunkte bei den Schwiegereltern eingebracht hatte. Einige Jahre zuvor, als Juttas Vater in seiner beruflichen Karriere Aussicht auf den Posten eines Landesbeamten hatte, wurde ihm dringend nahegelegt, seine Tochter Jutta sofort von der dänischen auf eine deutsche Schule zu bringen! Er tat es und bekam den Posten.

 

Vom Kopfgeld eine Geige

Mit dem Chorsingen am Stadttheater war Hitzkes Leidenschaft für die Musik entbrannt. Sein sehnlichster Wunsch war, Geige spielen zu dürfen. Als im Juni 1948 den Hitzkes fünf mal 40 D-Mark Kopfgeld ins Haus flatterten kaufte die Mutter ihrem Sohn eine Geige. Und sie bezahlte auch den Geigenunterricht, den Horst bei seinem Musiklehrer an der Lagerschule Weiche nehmen durfte. Von ihm bekam er eine klassische Grundausbildung auf der Violine. Später war Hitzke ein begehrtes Mitglied in der Schülerband an der Goethe-Schule und er spielte in der „Tip-Top-Band“, die mit drei bis sieben Musikern auftrat. „Wir spielten auf Klassenfesten und in Klubhäusern von Sportvereinen. Manchmal bekamen wir fünf D-Mark für unseren Auftritt und ein Bier obendrauf. Manchmal gab es aber auch gar nichts!“

 

Von der Lagerschule Weiche ins Rathaus

Horst Hitzke fing am 1. April 1950 als Verwaltungslehrling bei der Stadt Flensburg an. Viele unter den 100 Mitbewerbern hatten die Mittlere Reife, einige das Abitur. „Ich kam von der achtklassigen Lagerschule. Eine Ahnung davon was eine Stadtverwaltung überhaupt ist hatte ich nicht! Trotzdem bekam ich die Lehrstelle! Nur sieben von hundert männlichen Bewerbern sind angenommen worden!“ Hitzke hat diese Chance in der Förderung durch seinen damaligen Schulrektor Erwin Schirmer gesehen. Und er hat sie dankbar genutzt. Sein Lehrvertrag trägt die Unterschriften vom damaligen Oberbürgermeister I. C. Möller und von Stadtdirektor Friedrich Drews.

Hitzke fing im Steueramt mit der Veranlagung zur Hundesteuer an. Die kostete 40 D-Mark pro Jahr, heute 144 Euro! Die Lehrgänge fanden auf der Verwaltungsschule in Bordesholm statt.

„Nach Beendigung der dreijährigen Lehrzeit wurde ich Beamter mit einem 130 D-Mark-Gehalt im Monat. Als Angestellter habe ich 180 D-Mark bekommen“, erinnert sich Hitzke.

Während ihrer Ausbildung wechselten die Lehrlinge alle sechs Monate in ein anderes Amt. Die verschiedenen Ämter aber waren aus Platzmangel ausgelagert. Man konnte mit der Straßenbahn von Mürwik um die ganze Stadt fahren und kam an jeder Behörde vorbei. Man musste nur genau wissen, wohin man wollte! Das Rathaus selbst war zentral in den Gebäuden vom alten Kaufmannshof Holm 7 untergebracht.

Nach dem Krieg gab es eine Neuauflage der Aufgabengebiete, nach der beispielsweise Machtbezugnisse der Polizei der Stadtverwaltung übertragen wurden. So gab es im Rathaus die neue Behörde „Ordnungs- und Vollzugsamt“. Die war im ehemaligen Sommers Hotel an der Ecke Schiffbrücke/ Schiffbrückstraße untergebracht. Das Versicherungsamt befand sich im alten ZOB-Gebäude mit den Türmchen. Das Jugend- und Wohlfahrtsamt war im Verwaltungsgebäude am Nordertor. Hitzkes Ausbildung bis zur Inspektoren-Prüfung hat neun Jahre gedauert. Auch über diesen Zeitabschnitt äußert er sich dankbar gegenüber seinen hervorragenden Ausbildern, die mit Güte und Strenge teilweise auch wieder die Vaterrolle für ihn übernommen hatten. Hitzke sagt heute, er habe seine Vorgesetzten trotz ihrer oftmals sehr strengen Erziehungsmethoden verehrt und ihnen vertraut. Bei einem Tippfehler auf der Schreibmaschine gab es schnell mal etwas mit dem Lineal auf die Finger. Später war Hitzke der beste Maschinenschreiber! In der Schulverwaltung warf der Ausbilder mit dem Krückstock nach seinem Lehrling. Da kannte der nichts! „Die haben es alle gut mit mir gemeint“, entschuldigt er diese Übergriffe.

Hitzke hätte im Laufe seiner Rathauskarriere mindestens zweimal ein gutes Angebot in einer größeren Stadtverwaltung annehmen können. Aber er blieb. Er wollte nach solch einem schlimmen Start nicht ein zweites Mal seine Heimat mit dem ganzen Umfeld mit Freunden und Kollegen verlieren. So war er fast 30 Jahre Leiter des Jugendamts und brachte es dienstgradmäßig bis zum Magistratsrat!

 

Erst 1957 raus aus dem Barackenlager Weiche

Nach 9 Jahren Barackenlager griff auch für Familie Hitzke das „Flüchtlingslager-Räumungsprogramm“ der SBV unter Willi Sander! Der war Schlesier. „Wir bekamen unsere erste Mietwohnung mit gefliestem Bad und Balkon in der Mürwiker Straße. Das war ein

Ein Schluck aus der Flasche „Flensburger Edles Helles“ weckt in Hitzke Erinnerungen an die ersten Bundeswehrsoldaten aus Süddeutschland

unglaublicher Fortschritt!“

Hitzke: „Kaum jemand erinnert sich heute noch an die Reihenfolge der Nutzung des Geländes auf dem heute die Gartenstadt Weiche steht: Erst kam die Wehrmacht unter Hitler. Deren leerstehende Baracken dienten ab 1945 als Flüchtlingslager. Nach der Aufgabe des Lagers erfolgte der Bau der Briesenkaserne.“ Am Eingang zur Gartenstadt Weiche erinnert heute nur noch das ehemalige kleine Militär-Wachgebäude aus dem zweiten Weltkrieg. Die bunten Farbtupfer auf den roten Klinkersteinen weisen auf die aktuelle Nutzung als Jugendheim hin.

Beim Stichwort Briesenkaserne nimmt Hitzke einen Schluck „Flensburger Edles Helles“. Die Sommerhitze macht durstig. Dieses Bier weckt Erinnerungen in ihm: Als 1955 die Bundeswehr in Flensburg auftauchte wollte den Soldaten aus Süddeutschland das herbe Flensburger Pils nicht so recht schmecken. Einige Jungs konnten es angeblich gar nicht vertragen. Darauf soll die Brauerei reagiert und ein milderes Bier auf den Markt gebracht haben. Eben das „Flensburger Edles Helles“.

 

Meine Angst war, ein verknöcherter Bürokrat zu werden

Ein probates Mittel gegen die Angst, ein Bürokrat zu werden, war für Hitzke das Singen im Chor. Seine Abwehr gegen das Verknöchern steigerte er an den Beamtennachmittagen und Wochenenden zum Beispiel in seiner Befähigung als Profifischer. Er wollte unbedingt ein harter Mann sein! Später übte er sich in seiner Freizeit zunächst als Fahrlehrer – dann machte er die Ausbildung zum Busfahrer. Prüfungen jeder Art abzulegen waren für Hitzke willkommene Herausforderungen. Wenn sie oft auch sinnlos für ihn waren. Wie zum Beispiel sein C1 Patent zum Fahren von Fischerbooten. Aber neue Herausforderungen schärften ihm den Blick!

 

In der Stadt hat sich viel verändert

Hitzke erinnert sich: Wer auf dem Holm mal die Straßenbahnschienen zugeparkt hatte, musste nicht immer gleich das Abschleppen durch die Feuerwehr fürchten. Der Fahrzeughalter konnte sich glücklich preisen, wenn der Schaffner und einige beherzte Fahrgäste den Pkw mit kurzen Ruckbewegungen beiseitegeschafft hatten. Was damals noch ohne Strafzettel und kommerzielle Abschleppdienste möglich war wäre heute undenkbar! Nicht nur an den Norder- und Süderhofenden herrschten noch in den 1960er Jahren völlig andere Situationen als heute. In Hafennähe gab es zum Beispiel vier Tankstellen mit Tankwart: Norderhofenden gegenüber der Polizei, Süderhofenden an der Nikolaistraße, an der Schiffbrücke und hinter dem ZOB (heute Pro Domo). Bei Hochwasser konnte man nicht tanken!

 

Heimweh nach Stolp?

Heimweh hat Hitzke während all der Jahre kaum verspürt. Dass zufällig seine Geburtsstadt Stolp (heute Slupsk) Partnerstadt von Flensburg geworden ist, hat ihm gut getan. Als Leiter des Jugendamts (von 1969 – 1994) stand er mit der Partnerstadt Carlisle durch seine Jugendbetreuung in enger Verbindung. Als er eines Tages davon hörte, dass der Bürgermeister von Carlisle auch das polnische Slupsk zur Partnerstadt machen wollte, kam bei ihm Freude auf! So entstand ein „Dreiländer–Dreieck“ Flensburg – Slupsk – Carlisle! Als wir uns während unseres Rundgangs durch die Gartenstadt Weiche auf Spurensuche nach Hitzkes Vergangenheit im ehemaligen Flüchtlingslager Weiche befanden, überfiel ihn eine kaum zu beschreibende Melancholie. Wir standen auf den Fundamenten der Baracke, in der er über neun Jahre mit seiner Mutter und seinen drei Schwestern in Bescheidenheit seine Kindheit und Jugendzeit verbracht hatte. Zum Abschied betont Hitzke, dass es ihm gut getan habe, noch einmal über vergangene Zeiten gesprochen zu haben.

Renate Kleffel 

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