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	<title>Kinderhospiz Archive - Flensburgjournal</title>
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		<title>Leben in Zeiten der Trauer – Trauerbegleitung im Katharinen Hospiz am Park</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2023 16:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendhospiz]]></category>
		<category><![CDATA[Katharinen Hospiz am Park]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeder Mensch trauert auf seine Weise, denn für Trauer gibt es keine Patentrezepte. Miteinander ins Gespräch kommen, liegt den MitarbeiterInnen des Katharinen Hospiz am Park am Herzen. Einen Ort finden, wo Raum ist für Schmerzen, Tränen, Wut, unausgesprochene Gedanken, Stille und … was immer in dieser Zeit bewegt. Doch was ist eigentlich Trauer? Trauer ist [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/leben-in-zeiten-der-trauer-trauerbegleitung-im-katharinen-hospiz-am-park/">Leben in Zeiten der Trauer – Trauerbegleitung im Katharinen Hospiz am Park</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Jeder Mensch trauert auf seine Weise, denn für Trauer gibt es keine Patentrezepte. Miteinander ins Gespräch kommen, liegt den MitarbeiterInnen des Katharinen Hospiz am Park am Herzen. Einen Ort finden, wo Raum ist für Schmerzen, Tränen, Wut, unausgesprochene Gedanken, Stille und … was immer in dieser Zeit bewegt.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/unsere-Mitte-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-73849" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/unsere-Mitte-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/unsere-Mitte-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/unsere-Mitte-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/unsere-Mitte-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/unsere-Mitte.jpg 800w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Doch was ist eigentlich Trauer?</h2>



<p>Trauer ist die natürliche Antwort der Seele auf einen schweren Verlust. Trauer ist dabei so unterschiedlich, wie Menschen selbst es sind. Während es sich für den einen Menschen richtig anfühlt z. B. schwarze Trauerkleidung zu tragen, so ist es für einen anderen Menschen richtig jetzt erst recht bunte Kleidung zu tragen. Wichtig ist: Es gibt kein pauschales „Richtig“ oder „Falsch“ – jede Form der Trauer hat ihre Daseinsberechtigung.<br>Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Unruhe, Angespanntheit – auch der Körper reagiert auf Trauer und ist in einem Ausnahmezustand. Begleitet wird die Trauer dabei von den unterschiedlichsten Gefühlen von A wie Angst bis Z wie Zorn oder Zärtlichkeit. Manchmal gegensätzlich, wie im Leben.<br>Trauer hat kein Verfallsdatum. Sie kommt und geht. Ist mal ganz präsent, dann wieder im Hintergrund. Für Außenstehende ist es oft nicht leicht zu verstehen. Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg. Vielleicht funktioniert man erst einmal, um dann plötzlich gar nichts mehr zu können. Ein anderer hält an täglichen Strukturen fest, weil es Sicherheit gibt. Rückzug, für sich sein, ist für manche Menschen die einzige Möglichkeit, die neue Situation auszuhalten. Wieder andere suchen das Gespräch, in der Familie, im Freundeskreis oder in einer Trauerbegleitung.<br>Trauerangebote im Katharinen Hospiz am Park können Menschen nach einem schweren Verlust helfen, die Trauer als Realität zu akzeptieren und auszuhalten, während sie auf dem Weg begleitet und unterstützt werden.<br>Ob Trauerbegleitung für Erwachsene oder für Kinder – ein erstes persönliches Gespräch ist immer der Anfang und dient dazu, Bedürfnisse in der Trauer zu erkennen und herauszufinden, wie sie unterstützt werden können.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="426" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Detailaufnahme-Lebensbuehne-2.jpg" alt="" class="wp-image-73841" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Detailaufnahme-Lebensbuehne-2.jpg 640w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Detailaufnahme-Lebensbuehne-2-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Detailaufnahme-Lebensbuehne-2-631x420.jpg 631w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Trauerangebote für Erwachsene</h2>



<p>Im Bereich der erwachsenen Trauerarbeit bietet das Katharinen Hospiz am Park mehrere Möglichkeiten an, um sich mit seiner Trauer auseinanderzusetzen, sich mit anderen Trauernden zu treffen und somit „gemeinsam weniger einsam“ zu sein – ein Satz, den das Lebenscafé ins Visier nimmt.<br>Im Lebenscafé ist das Motto „Gemeinsam – weniger Einsam“. Das Café findet in den Räumlichkeiten des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst in der Wrangelstraße 6 an jedem 1. Mittwoch im Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr statt. Gemeinsam kann über Erfahrungen gesprochen und auch verstanden werden, dass Trauer jeden Menschen treffen kann. Die Gruppe wird von geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geplant und begleitet. Eine Anmeldung ist bisher nicht erforderlich. Das Lebenscafé ist nicht barrierefrei.<br>Die offene Trauergruppe in der Natur wird nach einer Pause im Frühjahr 2023 wieder starten. Ziel dieser Trauergruppe ist es zusammen und in Ruhe in der Natur zu sein, ins Gespräch zu kommen, zuzuhören, zu schweigen, zu singen, Erinnerungen auszutauschen und sich dem Leben zuzuwenden in einer ungezwungenen und kraftgebenden Atmosphäre. Termine werden über die Homepage und die Social Media-Kanäle mitgeteilt.<br>Wer lieber eine Einzelbegleitung sucht, ist bei Trauergesprächen bei ausgebildeten Trauerbegleitern gut aufgehoben. Diese bietet das Katharinen Hospiz am Park im Bereich der Begleitung von Erwachsenen individuell nach Absprache ab März an.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/uroma-wohnt-in-der-urne-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-73850" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/uroma-wohnt-in-der-urne-1024x1024.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/uroma-wohnt-in-der-urne-300x300.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/uroma-wohnt-in-der-urne-150x150.jpg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/uroma-wohnt-in-der-urne-768x768.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/uroma-wohnt-in-der-urne-696x696.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/uroma-wohnt-in-der-urne-1068x1068.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/uroma-wohnt-in-der-urne-420x420.jpg 420w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/uroma-wohnt-in-der-urne.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Trauerangebote im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst</h2>



<p>Kinder brauchen Kinder, Jugendliche brauchen andere Jugendliche – das gilt nicht nur für die alltäglichen Dinge im Leben, sondern auch für die Trauer.<br>Bevor es losgehen kann, gibt es ein Erstgespräch mit den Eltern oder einem Familienangehörigen. Im nächsten Schritt wird ein Termin für die Kinder oder Jugendlichen vereinbart. In diesem Gespräch muss sich nicht sofort entschieden werden, ob an einem Angebot teilgenommen werden möchte. Genau wie Erwachsene, haben auch Kinder und Jugendliche oft erst einmal Bedenken sich einer Gruppe anzuschließen.<br>Sich gemeinsam aushalten, reden oder schweigen, kreativ werden und feststellen, dass man mit seinen Gefühlen nicht allein ist, sind wichtige Erfahrungen innerhalb einer Trauergruppe. So gibt es eine Trauergruppe für Kinder von 6-10 Jahren, die sich 14-tägig trifft und eine Trauergruppe für Jugendliche von 11-14 Jahren, die sich alle 4 Wochen trifft. Beim kreativen Arbeiten kommen die Kinder und Jugendlichen ins Gespräch – z. B. in der Kindertrauergruppe, dort ging es um die Frage: Was bedeutet für dich Glück?, und dabei wurden Glücks-elefanten nach indischem Vorbild aus Gips erstellt. Alexandra Krych, pädagogische Mitarbeiterin und systemische Trauerbegleiterin im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst erzählt: „Beim Gestalten der Elefanten sind wir ins Gespräch gekommen und zunächst waren die Definitionen sehr pragmatisch. Eis essen, Geschenke bekommen oder eine gute Note, usw. Aber dann sagte ein Mädchen, es wäre doch ein großes Glück, wenn es einen Zeit-Umkehrer geben würde. Dann wäre der Bruder vielleicht gar nicht raus gegangen, die Krankheit der Oma rechtzeitig erkannt worden und der Papa hätte sich früher Hilfe holen können. Es entstand ein tiefes Gespräch, mit der Erkenntnis, dass es diesen Zeit-Umkehrer leider nicht gibt, aber dafür jede andere Art von Glück. Ein Lächeln am Morgen von der Freundin, das Schnurren der Katze, ein Becher warmer Kakao oder ein Mensch der dich in den Arm nimmt.“<br>Im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst wird mit Kindern und Jugendlichen immer ganz individuell auf Augenhöhe kommuniziert. Wer nicht in eine Gruppe gehen möchte, kann von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin oder Mitarbeiter oder durch Alexandra Krych begleitet werden. Äußerungen im Alltag und Gefühle haben hier Platz. Wenn ein 14-jähriges Mädchen sagt: „Ich bin doch noch da, mein Leben geht ja weiter.“ Dann geht es in diesem Fall um ein Geschwisterkind, das jetzt mit der Familientrauer umgehen muss, mit seinem neuen Platz in der Geschwisterfolge. Sie wird von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin alle 14 Tage besucht und bekommt hier die Gelegenheit über alles zu reden, was an Gedanken und Gefühlen da ist. Sie bestimmt das Tempo und hat einen Menschen an der Seite, der zuhört, schweigt, redet oder lachen kann.<br>Manchmal gibt es auch besorgte Anrufe von Eltern. So erzählt Alexandra Krych weiter, dass ein Kind dessen Opa vor Kurzem gestorben war zur Mama sagte: „Ich will auch ein Schutzengel sein“ in der Gewissheit, dass Opa nach dem Tod einer ist und es genauso sein will, wie der geliebte Opa. Ein Satz, der im Herzen kurz zwickt, weil Erwachsene dem Ganzen eine andere Bedeutung geben als Kinder. Diese Trennung zwischen Tod und Leben ist für Kinder im Vorschulalter noch nicht so vorhanden. Für sie hat ein Schutzengel etwas Lebendiges, Aktives, etwas Hoffnungsvolles, denn Kinder leben im Hier und Jetzt. Auch Sätze wie „Uroma wohnt jetzt in der Urne“ sind ganz normal in der Trauer von z. B. Kleinkindern. Und warum auch nicht? Die Frage nach dem Wo, wo sind die Verstorbenen ist eine ganz typische Frage von Kindern, Jugendlichen und auch so manchem Erwachsenen. Als Tipp sagt Frau Krych: „Scheuen Sie sich nicht zuzugeben, dass es darauf keine wirkliche Antwort gibt. Es ist das Geheimnis, das sich erst offenbart, wenn es für jeden von uns so weit ist. Und doch suchen wir nach Antworten und müssen feststellen, es gibt kein Richtig oder Falsch. Für den einen ist es der Himmel, die anderen eine Parallelwelt, der nächste spürt den Verstorbenen als täglichen Begleiter, ein Schutzengel. Letztendlich ist es auch egal, wichtig ist, dass es für jeden ein tröstlicher Ort, ein tröstlicher Gedanke ist, mit dem es sich gut weiterleben lässt. Nicht alle Fragen brauchen auch eine endgültige Antwort.“<br>Ein weiteres Angebot ist das Cafe Zeitlos für Jugendliche ab 15 Jahren und junge Erwachsene. In Kooperation mit dem Jugendzentrum St. Johannis ist hier ein Trauerangebot für die dunklere Jahreszeit entstanden. Wir bieten von November bis März einen Sonntagnachmittag in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums an. Ein Team aus Jugendmitarbeitern, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen aus dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst sowie ein Schulseelsorger hat sich gefunden, um junge Menschen auf ihrem Trauerweg zu unterstützen. Ob mit Bildern, Texten, Musikstücken oder Kreativität, hier kommen die Jugendlichen ins Gespräch, über das, was gerade bewegt. Es ist ganz egal wie lange der Verlust zurückliegt.<br>Das Cafe öffnet am 19. Februar und 19. März in der Zeit von 15:00-18:00 Uhr wieder seine Türen.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Digitale Trauerbegleitung „Schreiben als Brücke“</h2>



<p>Dieses Hilfsangebot wurde 2019 für Jugendliche und junge Erwachsene geschaffen, die nicht zu einem Gespräch vor Ort kommen möchten. Online können sie sich anonym und in einer sicheren digitalen Umgebung mit ihrer Trauer auseinandersetzen.<br>„Schreiben als Brücke“ besteht aus einem Team von ehrenamtlich tätigen jungen Erwachsenen (Peers) und zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen. Das Ziel ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihrem Umgang mit Sterben, Tod und Trauer zur Seite zu stehen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="337" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/S_3_Header-Grafik-schreiben-als-bruecke.de_.jpg" alt="" class="wp-image-73847" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/S_3_Header-Grafik-schreiben-als-bruecke.de_.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/S_3_Header-Grafik-schreiben-als-bruecke.de_-300x126.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/S_3_Header-Grafik-schreiben-als-bruecke.de_-768x324.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/S_3_Header-Grafik-schreiben-als-bruecke.de_-696x293.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Das Leben wieder spüren</h2>



<p>Das eigene Leben geht weiter. Auch wenn man erstmal denkt, dass nach dem Verlust alles zu Ende ist. Daher auch der Name „Schreiben als Brücke“: Die Brücke zwischen Tod und Leben und zwischen einem Leben mit und einem Leben ohne den verstorbenen Menschen.<br>Das Team kann helfen, in der Trauer einen eigenen Weg zu finden. Sie gehen mit, während der/ die Ratsuchende den Weg und das Tempo bestimmt. Jede(r) wird so angenommen, wie er/ sie ist, mit allen Gefühlen, Gedanken und Handlungen. Es ist egal, welche Religion jemand hat, wie er/ sie lebt, wer und wie geliebt wird oder wie lange der Todesfall zurückliegt. Trauer ist ein überwältigendes Gefühl, das einen ohnmächtig und leidend zurücklassen kann. Die Peers und die hauptamtlichen MitarbeiterInnen von „Schreiben als Brücke“ glauben, dass jede/jeder die innere Stärke hat, die hilft, diese Krise zu überwinden und ins Leben zurückzufinden, denn jeder Jugendliche oder junge Erwachsene ist selbst die Expertin oder der Experte seines/ ihres Lebens!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="765" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Neles-traurige-Seite-3-765x1024.jpg" alt="" class="wp-image-73846" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Neles-traurige-Seite-3-765x1024.jpg 765w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Neles-traurige-Seite-3-224x300.jpg 224w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Neles-traurige-Seite-3-768x1028.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Neles-traurige-Seite-3-696x932.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Neles-traurige-Seite-3-314x420.jpg 314w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/Neles-traurige-Seite-3.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 765px) 100vw, 765px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Wie läuft eine Online-Begleitung ab?</h2>



<p>Das Team ist auf drei verschiedenen Wegen für Hilfesuchende da: per&nbsp;E-Mail, im Gruppenchat und in Einzelchats. Sandra Püschel, Projektverantwortliche von „Schreiben als Brücke“, erzählt, dass am Anfang immer der erste Schritt steht: eine Anmeldung auf der Homepage. „Dies geht anonym, sicher und kostet nichts. Direkt nach der Anmeldung können Nachrichten geschrieben werden, auf die wir uns innerhalb von 48 Stunden melden, um gemeinsam zu schauen, auf welchem Weg wir am besten unterstützen können. Die Entscheidung, in welcher Form oder wie intensiv die Begleitung erfolgen kann, liegt am Ende bei den Ratsuchenden“, so Sandra Püschel weiter.<br>Über das Beratungsportal können Nachrichten und Antworten abgeholt und an offenen Gruppen- und Einzelchats teilgenommen werden. Es können auch jederzeit individuelle Einzelchats vereinbart werden.<br>Die digitale Trauerbegleitung finden Sie auf:<br>www.schreiben-als-bruecke.de.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="73844" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_2216-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-73844" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_2216-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_2216-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_2216-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_2216-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/IMG_2216.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Neue Peers gesucht!</h2>



<p>Das Team der digitalen Trauerbegleitung sucht neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die zukünftig Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Trauer begleiten möchten.<br>Wer sich dafür Zeit nehmen möchte und zwischen 18 und 25 Jahre alt ist, ist beim Team von „Schreiben als Brücke“ richtig. Der nächste Vorbereitungskurs wird am 1. September starten.<br>Wer über Empathie, Fingerspitzengefühl, Ratgeberqualitäten und Lust am Schreiben verfügt, psychisch belastbar ist, die deutsche Sprache in Schrift beherrscht und verlässlich ist, schreibt bitte an sandra.pueschel@katharinen-hospiz.de.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="800" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/ich-will-auch-ein-schutzengel-sein.jpg" alt="" class="wp-image-73843" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/ich-will-auch-ein-schutzengel-sein.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/ich-will-auch-ein-schutzengel-sein-300x300.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/ich-will-auch-ein-schutzengel-sein-150x150.jpg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/ich-will-auch-ein-schutzengel-sein-768x768.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/ich-will-auch-ein-schutzengel-sein-696x696.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/02/ich-will-auch-ein-schutzengel-sein-420x420.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Alle Angebote sind kostenfrei</h2>



<p>Alle Trauerangebote des Katharinen Hospiz am Park sind kostenfrei und werden über Spenden finanziert, da die Möglichkeit auf Hilfe nicht vom finanziellen Hintergrund abhängig sein soll. Wer spenden möchte, kann dies entweder direkt an das Katharinen Hospiz am Park tun oder auch z. B. über eine Mitgliedschaft im Katharinen Hospiz Förderverein. Eine digitale Anmeldung finden Sie unter: <a href="http://www.katharinen-hospiz-foerderverein.de/mitgliedsantrag" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.katharinen-hospiz-foerderverein.de/mitgliedsantrag</a><br>Über Trauerangebote und auch weitere Leistungen des Katharinen Hospiz am Park können Sie sich online unter <a href="http://www.katharinen-hospiz.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.katharinen-hospiz.de</a> informieren.</p>
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		<title>30 Jahre Katharinen Hospiz am Park:„Den Tagen mehr Leben geben“</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/30-jahre-katharinen-hospiz-am-parkden-tagen-mehr-leben-geben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 10:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gebäude am nordöstlichen Rand des Christiansen-Parks, an der Kreuzung von Mühlenstraße und Stuhrsallee, ist ein schöner Bau. Es handelt sich um eine Villa von 1760. Rechts neben dem Haupteingang befindet sich die Klingel. Darüber glänzt ein Schild. „Ökumenisches Zentrum für Hospizarbeit und Palliativmedizin“, liest der Besucher unter der Überschrift „Katharinen Hospiz am Park“. Diese [&#8230;]</p>
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<p>Das Gebäude am nordöstlichen Rand des Christiansen-Parks, an der Kreuzung von Mühlenstraße und Stuhrsallee, ist ein schöner Bau. Es handelt sich um eine Villa von 1760. Rechts neben dem Haupteingang befindet sich die Klingel. Darüber glänzt ein Schild. „Ökumenisches Zentrum für Hospizarbeit und Palliativmedizin“, liest der Besucher unter der Überschrift „Katharinen Hospiz am Park“.</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" data-id="71636" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7837.jpg" alt="" class="wp-image-71636" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7837.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7837-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7837-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7837-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7837-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
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<p><br>Diese Institution besteht inzwischen seit 30 Jahren und hat sich mit dem Motto „Den Tagen mehr Leben geben“ einen guten Ruf über die Grenzen Flensburgs hinaus erarbeitet. Zu den interessierten Besuchern gehörten unter anderem der ehemalige Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen, die frühere Familienministerin Kristina Schröder oder der einstige Vize-Kanzler Franz Müntefering als Vorsitzender einer  Seniorenorganisation. Der Name „Katharinen Hospiz am Park“ hat sich längst eingespielt und führt doch immer wieder zu  Missverständnissen und zu staunenden Gesichtern bei den Zeitgenossen, wenn man ihnen erklärt, dass das Flensburger Hospiz eigentlich gar kein Hospiz ist, sondern eine Palliativstation. Als die Gründer diesen Namen vor drei Dekaden wählten, unterschied man die Begrifflichkeiten noch nicht so strikt und ahnte noch nicht, dass Pflegekasse und Krankenversicherung einmal eine haargenaue Gliederung  der Bereiche erforderlich machen würden. Ganz unabhängig von der eigentlichen Arbeit steht das hübsche Gebäude am Christiansen-Park  auch für den ersten Ansatz einer Kooperation zwischen den beiden Flensburger Krankenhäusern und kann im Rückblick als Prolog einer Entwicklung gewertet werden, die in einigen Jahren im neuen,  gemeinsamen Klinik-Standort am Peelwatt münden soll. 1992 gründeten die DIAKO und das Sankt-Franziskus-Hospital unter dem Namen „Katharinen Hospiz am Park“ eine gemeinsame Palliativstation mit sechs Betten. Ziel ist es, schwerstkranken und sterbenden Menschen einen Ort zu bieten, an dem Beschwerden bestmöglich gelindert werden und an dem eine einfühlsame Begleitung auch ihrer Angehörigen möglich ist, sodass ein würdiges Leben bis zum Tod möglich wird. Der  Unterschied zu einem stationären Hospiz: In einer solchen Einrichtung werden schwerkranke Menschen in der letzten Lebensphase über einige Wochen oder wenige Monate bis zu ihrem Tod gepflegt. Ein solches Angebot gibt es derzeit in Flensburg (noch) nicht. Doch auch auf der Palliativstation kommt es vor, dass Menschen sterben – oft weil sie sehr spät kommen. Von den 120 bis 140 Personen, die jährlich im „Katharinen Hospiz am Park“ betreut werden, können aber immerhin ca. ein Drittel soweit stabilisiert werden, dass sie nach Hause entlassen werden können, um dort zu sterben. Die Flensburger Protagonisten ließen sich vor 30 Jahren von der modernen Hospizbewegung inspirieren, die in den 1960er und 70er Jahren vor allem von der englischen Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders geprägt wurde. Man erfuhr sehr schnell, dass die Krankenkasse zwar die Aufenthalte decken würde, die Vielzahl der weiteren, notwendigen Angebote aber nur mit zusätzlichen Geldern zu realisieren sein würde. Deshalb wurde schon in der Pionierphase ein Förderverein für das „Katharinen Hospiz am Park“ initiiert – und später auch eine Stiftung. Klar war: Ohne Spenden würde das Konzept nicht funktionieren. Und auch nicht ohne das Ehrenamt. Ehrenamtliche werden in einem sechsmonatigen Kurs intensiv vorbereitet, damit sie dann sterbende Menschen, kranke Kinder sowie deren Angehörige und Familien begleiten können. Auch die Organisation von Festen, die Sitzwachen bei sterbenden Menschen und der Frühstücksdienst auf der Palliativstation gehören zu den Aufgaben. „Nirgends habe ich so viel über das Leben gelernt, wie in der Begleitung sterbender Menschen“, antworten die Ehrenamtler zumeist, wenn sie nach ihren gewonnenen Erfahrungen gefragt werden.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="2560" data-id="71597" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6632-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-71597" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6632-scaled.jpg 1920w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6632-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6632-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6632-1152x1536.jpg 1152w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6632-1536x2048.jpg 1536w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6632-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6632-1068x1424.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6632-315x420.jpg 315w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="395" height="527" data-id="71596" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/klinikclowns.jpg" alt="" class="wp-image-71596" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/klinikclowns.jpg 395w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/klinikclowns-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/klinikclowns-315x420.jpg 315w" sizes="auto, (max-width: 395px) 100vw, 395px" /><figcaption>Zwei Klinikclowns (Clowns im Einsatz e.V.)</figcaption></figure>



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<p>Auch die zwölf Mitglieder des Beirats erfüllen ihre Funktion ehrenamtlich. Es sind Vertreter der Krankenhäuser und des öffentlichen Lebens. Mediziner, Journalisten, Pastoren, Vertreter der Stadt und der Vorsitzende des Fördervereins bringen ihren Erfahrungsschatz ein. Als größter Erfolg dieses Gremiums gilt die Etablierung des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes in 2004, den ersten in Schleswig-Holstein. Bei der Betreuung eines Kindes wurde damals eine mangelnde Versorgungsmöglichkeit erkannt, was daraufhin lösungsorientiert im Beirat diskutiert wurde. Fünf hauptamtliche Mitarbeiterinnen und 42 ehrenamtliche Mitarbeitende beraten und begleiten Kinder, Jugendliche und deren Familien, die lebensbedrohliche Erkrankungen, Sterben, Tod und Trauer selbst oder in ihrem nahen Umfeld erleben. Auch Kindertagesstätten und Schulen können für diese Thematik Unterstützung anfordern. 2010 folgte ein weiteres Angebot: die „Spezialisierte ambulante Palliativ- Versorgung“, kurz SAPV. Hier geht es darum, dass schwerstkranke Patienten mit lebensverkürzenden Erkrankungen von palliativmedizinisch spezialisierten Ärzten und Pflegekräften zu Hause im Kreis der Angehörigen begleitet werden können. Für dieses wie auch andere Angebote des „Katharinen Hospiz am Park” gilt ein regionales Konzept. „Unsere Arbeit richtet sich nicht nur an die Menschen in Flensburg, sondern auch an die im Kreis Schleswig-Flensburg und in Nordfriesland“, erklärt Geschäftsführer Thomas Schwedhelm. Im Bereich der Trauerbegleitung durch das „Katharinen Hospiz am Park“ haben sich zwei Trauergruppen etabliert. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet „Das Lebenscafé“ in der Wrangelstraße statt. „Gemeinsam weniger einsam, Erfahrungen in der Trauer teilen“, lautet das Motto. Eine Teilnahme ist völlig unverbindlich. An jedem dritten Samstagnachmittag im Monat gibt es mit einer anderen Gruppe einen gemeinsamen Spaziergang in die Natur mit Gesprächen. Treffpunkt ist das „Katharinen Hospiz am Park“. Neben der Institution selbst besteht auch der angeschlossene Förderverein bereits seit 30 Jahren. Er wurde in der Gründungsphase als zusätzliches Instrument der Spenden-Akquise installiert. Zusätzlich unterstützt dieser Verein das „Katharinen Hospiz am Park“ in der Öffentlichkeitsarbeit und bei finanziellen Angelegenheiten. Die wichtigste Säule sind dabei die 1100 Mitglieder, womit der Förderverein deutschlandweit zu den größten seiner Art zählt. Bei einem Jahresbeitrag von 30 Euro für Singles, 50 Euro für Ehepaare sowie freiwilligen Extra-Spenden kommen jährlich 55.000 Euro zusammen. Dieses Volumen klingt stattlich und das würde der Förderverein mit dem neuen Vorsitzenden Michael Schwandt am liebsten ausbauen. Denn jährlich werden weit über eine halbe Million Euro an Spendengeldern benötigt – auch wenn sich viele wundern. „So viel Geld bei nur sechs Betten“, heißt es häufiger. Aber dieses Geld wird nicht für die sechs Betten benötigt, sondern ganz überwiegend dafür, das umfangreiche weitere Angebot sicherzustellen, für das es keine regulären Gelder gibt. Um diese Finanzierung und damit die Arbeit sicherzustellen, ist es wünschenswert, das Engagement für das Hospiz Flensburg zu einer gemeinsamen Sache in der Region zu machen. Wirtschaftsunternehmen – kleine, wie große, Privatpersonen – jüngere wie ältere. Einmal im Jahr werden alle Spender, die die Einrichtung mit über 2500 Euro bedachten, eingeladen – zu einer besonderen Prozedur. Seit Mai 2012 ziert ein Fisch des Flensburger Künstlers Hans-Ruprecht Leiß den Vorgarten vom „Katharinen Hospiz am Park“ – als plastisches Bildnis für das sich immer wieder erneuernde, reiche Leben. Erst im Juni brachte der Künstler für jede größere Spende vor den Augen der Spender eine Schuppe an. „In der Anmut des Fisches spiegelt sich die Schönheit der Schöpfung wider“, erklärt Hans-Ruprecht Leiß. „Und die Osterglocke im Maul ist das Symbol für das Katharinen Hospiz am Park.“ Zurück zum Förderverein, dem bislang eine große personelle Konstanz vergönnt war. </p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" data-id="71594" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7800.jpg" alt="" class="wp-image-71594" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7800.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7800-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7800-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7800-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_7800-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Der Flensburger Künstler Hans-Ruprecht Leiß an seinem Fisch</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" data-id="71595" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/foerderverein_hans.jpg" alt="" class="wp-image-71595" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/foerderverein_hans.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/foerderverein_hans-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/foerderverein_hans-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/foerderverein_hans-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/foerderverein_hans-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/foerderverein_hans-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/foerderverein_hans-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Hans-August Dethleffsen</figcaption></figure>
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<p>Gründungsvorsitzende war Elke von Hassel, die bis 2013 amtierte und den Stab dann an Hans-August Dethleffsen weitergab. Erst Ende April trat der nicht mehr zur Wahl des Vorsitzenden an. „Das ist der richtige Zeitpunkt, Kreativität und Innovation nehmen mit dem Alter nicht zu“, erklärt der 75-Jährige, der auch aus dem neunköpfigen Gesamtvorstand ausschied. „Es ist für alle Seiten besser, wenn ein klarer Schnitt gemacht wird.“ Die Amtsgeschäfte des Fördervereins übernahm Michael Schwandt. Der Bankkaufmann war schon Präsident beim „Lions-Club Flensburger-Schiffbrücke“. Diese Präsidentschaft erlebte auch Thomas Schwedhelm, Geschäftsführer des „Katharinen Hospiz am Park“. Man kam ins Gespräch. Da der  Rückzug von Hans-August Dethleffsen schon länger angekündigt war, schnupperte Michael Schwandt in den Förderverein. Dabei begegnete er vielen bekannten Gesichtern. Von „einem warmen Übergang“ spricht der Neue. „Ich bin nicht die Fachkraft in der Sterbebegleitung“, stellt er klar. „Vielmehr geht es um die Vernetzung, darum Leute zu motivieren, Mitglied zu werden und darum, neue Werbe-Möglichkeiten zu  kreieren.“ Der Förderverein betreibt Öffentlichkeitarbeit für das „Katharinen Hospiz am Park“. Vier Mal im Jahr erscheint der Katharinen-Brief und präsentiert viele Neuigkeiten aus dem Orbit zwischen hauptamtlichen Mitarbeitern, Leitung, ehrenamtlichen Mitarbeitern und natürlich dem Förderverein, dessen Mitglieder stets zum Sommerfest des „Katharinen Hospiz am Park“ eingeladen werden. Sonst begründet sich der Förderverein nicht über Aktivitäten. Das Anliegen ist es schließlich, nicht Vereinsmeierei zu betreiben, sondern mit kleinen Beiträgen eine gute und wichtige Sache zu unterstützen. Unter dem Dach des Fördervereins läuft auch „Bella Secunda“, der bekannte Second-Hand-Laden.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_8008.jpg" alt="" class="wp-image-71637" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_8008.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_8008-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_8008-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_8008-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/DSC_8008-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Inzwischen stehen hinter dieser karitativen Einrichtung in der Speicherlinie 34 rund drei Dutzend Frauen. Unter der Leitung von Karen  Hueck, die vor rund zwei Dekaden nach einem persönlichen Schicksalsschlag „sehr angetan“ war von der Arbeit des Hospizes, wuchs und entwickelte sich die Initiative für diesen guten „Geldbringer“ des Fördervereins. Menschen, die ihren Kleiderschrank aufräumen, spenden die Textilien an „Bella Secunda“. Karen Hueck und ihr Team sortieren  das eingegangene Gut und  verkaufen dann Blusen, Hosen, Pullover oder Schuhe, und zwar montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10.30 bis 14 Uhr. Am Ende eines Jahres beläuft sich der Umsatz auf 80.000 Euro. Davon müssen wegen der umfangreichen, ehrenamtlichen Arbeit nur Miete und Nebenkosten finanziert werden, sodass eine stattliche Summe für das „Katharinen Hospiz am Park“ verwendet werden kann. Zum „Katharinen Hospiz am Park“ gehört inzwischen auch das historische Waldrestaurant in der Marienhölzung. Das SAPV-Team hat dort Platz gefunden. Im letzten August öffnete erstmals das „Café Kauz“ seine Pforten. Der Name wurde nach einem Waldbewohner gewählt, der gerne im Schornstein nistete, während ein Team von über 30 Ehrenamtlichen von Freitag bis Sonntag Getränke und Kuchen serviert. </p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" data-id="71635" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/20220620_134054.jpg" alt="" class="wp-image-71635" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/20220620_134054.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/20220620_134054-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/20220620_134054-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/20220620_134054-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/20220620_134054-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/20220620_134054-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/20220620_134054-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" data-id="71641" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/S_1-3_1702_IMG_6850.jpg" alt="" class="wp-image-71641" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/S_1-3_1702_IMG_6850.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/S_1-3_1702_IMG_6850-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/S_1-3_1702_IMG_6850-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/S_1-3_1702_IMG_6850-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/S_1-3_1702_IMG_6850-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/S_1-3_1702_IMG_6850-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/S_1-3_1702_IMG_6850-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
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<p>Ganz frisch, am 20. Juni, erfolgte der Spatenstich für einen Neubau am Christiansen-Park, der dann nicht nur die sechs bisherigen Zimmer samt Betten aufnehmen soll, sondern auch sechs weitere bekommen wird. Ein Bauvorhaben, das eine lange Vorlaufphase hatte und einige Wendungen vollzog. Zunächst mussten etliche Alternativ-Standorte geprüft werden, da eine Bebauung am Rand des altehrwürdigen Christiansen-Parks nicht nur Freunde hatte. Eine bessere Lösung fand sich aber nicht. Als diese Vorarbeiten längst abgeschlossen waren und die praktische Umsetzung schon in Sichtweite, ergab sich mit dem geplanten Malteser-Diako Klinikum am Peelwatt die Notwendigkeit, die Palliativbetten dorthin zu verlagern. Damit war eine Förderung des Katharinen Hospiz am Park als Krankenhaus nicht mehr möglich. Die beiden Träger hielten trotzdem am Neubau für das „Katharinen Hospiz am Park“ fest. Bereits im Februar wurde das stark sanierungsbedürftige Nebengebäude, das Tom-Christiansen-Haus, abgerissen. Deshalb wurde der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst in die Wrangelstraße ausgelagert, um später in das bisherige Hauptgebäude einzuziehen. Sechs Betten des Neubaus sollen nach der Fertigstellung als stationäre Hospizbetten genutzt werden, die weiteren sechs Betten als Palliativstation wie bisher. Nach dem Umzug der Palliativstation in das Malteser-Diako Klinikum am Peelwatt werden die Betten im Katharinen Hospiz am Park dann ausschließlich als stationäre Hospizbetten betrieben. Das neue Gebäude soll zwischen den Bäumen eine Z-Form aufweisen und auf pfahlartigen Punktfundamenten errichtet werden, um das Wurzelwerk der geschützten  Gewächse zu schonen und um den Höhenunterschied im Gelände auszugleichen. Die Patientenzimmer sollen alle mit Blick auf den Christiansen-Park in das helle Ziegelwerk-Bauwerk eingegliedert werden. Auch die Finanzierung musste nochmals überdacht werden. Die beiden Träger sichern den Bau ab. Zudem fließen 250.000 Euro aus Rücklagen des Fördervereins ebenso ein wie 250.000 Euro von der Stadt Flensburg. Gut 2,0 Mio. Euro müssen nach heutigem Stand vom Katharinen Hospiz am Park als Kredit aufgenommen werden. </p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-71600" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566-1024x768.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566-1068x801.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566-265x198.jpg 265w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_8566.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Auf der Terrasse bei einer Aufführung von &#8222;Weltentor&#8220;</figcaption></figure></div>


<p><em>Text: Jan Kirschner <br>Fotos: Jan Kirschner, privat</em></p>



<p class="has-small-font-size"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/30-jahre-katharinen-hospiz-am-parkden-tagen-mehr-leben-geben/">30 Jahre Katharinen Hospiz am Park:&lt;br&gt;„Den Tagen mehr Leben geben“</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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