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	<title>Josef F. Menke Archive - Flensburgjournal</title>
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		<title>Rainer Christiansen –  Leiter des Menke Planetariums</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 08:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flensburger Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule Flensburg]]></category>
		<category><![CDATA[Josef F. Menke]]></category>
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		<category><![CDATA[Rainer Christiansen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sonne, Mond und Sterne prägen die Passion von Rainer Christiansen. Er ist der Leiter des Menke-Planetariums in Glücksburg, dem Astronomie-Juwel der Hochschule Flensburg. Privat lebt der Diplom-Ingenieur in Leck. In seinem Wohnzimmer liegt die Katze auf dem Sofa, ein Aquarium glänzt mit üppiger Vielfalt. Nichts deutet auf ein Sternen-Faible hin – auch nicht wenn über [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/rainer-christiansen-leiter-des-menke-planetariums/">Rainer Christiansen – &lt;br&gt; Leiter des Menke Planetariums</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Sonne, Mond und Sterne prägen die Passion von Rainer Christiansen. Er ist der Leiter des Menke-Planetariums in Glücksburg, dem Astronomie-Juwel der Hochschule Flensburg. Privat lebt der Diplom-Ingenieur in Leck. In seinem Wohnzimmer liegt die Katze auf dem Sofa, ein Aquarium glänzt mit üppiger Vielfalt. Nichts deutet auf ein Sternen-Faible hin – auch nicht wenn über „Alexa“ das  Licht anspringt. Die Treppen hoch erreichen Besucher allerdings kosmische Gefilde. Im Heimbüro hat Rainer Christiansen eine  Workstation stehen. Auf einer Festplatte ist die Planetariums-Software installiert. Es kam schon vor, dass der Nordfriese von zu Hause aus intervenierte, wenn das Programm in Glücksburg hakte.<br>Sein Geburtsort ist Leck. Jahrgang 1960. Als Junge benutzte Rainer Christiansen gerne ein Teleskop, um in den Abendhimmel zu  schauen. Bei Dunkelheit stapfte er oft ins Freie, um einen möglichst klaren Blick auf Sterne und Planeten zu bekommen. Ein großes  Erlebnis: die Mondlandung 1969. Es waren Sommerferien, die Großeltern erlaubten ihrem Enkel nachts um vier Uhr vor dem  Fernseher zu sitzen. Die Funk-Kommandos hat Rainer Christiansen noch immer im Ohr. Die Landung der Raumfähre und dann die ersten Schritte von Neil Armstrong auf dem Erdtrabanten – Bilder, die man nie vergisst. „Das hat geprägt“, sagt der 60-Jährige.  „Obwohl die Amerikaner damals mit einer technischen Ausrüstung zum Mond geflogen sind, die heutzutage jedes Handy  überbietet.“ Natürlich war er dabei, als ein Lehrer in den 70er Jahren einen Astronomie-Kurs an der Volkshochschule Leck anbot. Zum Programm gehörte auch eine Exkursion nach Glücksburg zur Sternwarte.<br>Noch spannender war allerdings der Flugplatz fast vor der Haustür in Leck, wo das Bundeswehr-Geschwader aktiv war. Als Kind  bewunderte Rainer Christiansen die Flieger. „Ich war jung und abenteuerlustig“, erinnert er sich. „Ich wollte selbst fliegen – so wie andere mit dem Fallschirm springen oder ein schnelles Auto fahren wollten.“ Mit 14 Jahren übte er sich bereits im Segelflug  innerhalb einer Bundeswehr-Sportgruppe. Es half, dass ein Onkel bei der Bundeswehr angestellt war. Später folgte der Motorflug.  Noch heute ist Rainer Christiansen als Fluglehrer und landesweit als Prüfer tätig.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-65897" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307-1024x768.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307-1068x801.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307-265x198.jpg 265w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4307.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Als Fluglehrer im Segelflugzeug</figcaption></figure></div>



<p>Nach der Realschule absolvierte der Teenager eine Ausbildung zum Radio- und Fernseh-Techniker. Er träumte von einer Karriere als Pilot. In einem letzten Test wurde ihm eine leichte Farb-Sehschwäche zum Verhängnis. Stattdessen verpflichtete er sich auf  acht Jahre bei der Bundeswehr. Die Elektronik-Kenntnisse brachten ihn zur Einheit, die die Funk- und Navigationsgeräte der  Flugsicherung wartete – direkt neben dem Tower in Leck. Es gab zahlreiche Lehrgänge, dann machte Rainer Christiansen an einer  Bundeswehrschule den Meister. Am Ende stand die Berufsförderung: Der Übergang zum Studium an der Fachhochschule Flensburg.<br>Da war er schon 27, schöpfte schon aus ganz anderen Erfahrungen als die Kommilitonen, die direkt von der Schule kamen. „Man  spricht ja vom lebenslangen Lernen“, weiß Rainer Christiansen. „Mit fortgeschrittenem Alter wird es aber nicht leichter.“ Sein Studium der Elektrotechnik lief dennoch. Die Astronomie spielte noch keine Rolle. Erst um 2000 herum sollte er an der FH mal  einen Wahlpflichtkurs „Astronomie“ initiieren. Vorerst rückten einige Windanlagen in Husum in den Fokus. Seine Diplomarbeit  beschäftigte sich mit den Schwingungen an Flügeln und am Turm. Diese maß er, schrieb eine Software zur Daten-Auswertung, um  letztendlich die Haltbarkeit des Materials bestimmen zu können. <br>Die Diplomarbeit betreute Professor Uwe Roose, der Leiter des Instituts für Physik. Es gab eine glatte Eins. „In dem halben Jahr  lernten wir uns persönlich kennen“, erzählt Rainer Christiansen. „Plötzlich hieß es: Es wird ein Platz frei.“ Eigentlich hatte er sich zur Universität Hamburg orientiert, spürte aber auch den Wunsch, in eine Anstellung zu kommen. So begann er im Februar 1991 als  Labor-Ingenieur an der damaligen Fachhochschule – zunächst auf zwei Jahre befristet. Die Physik hatte damals noch sechs  Professoren. Sie wurde bei der Umstellung von Diplom- auf Bachelor-Studiengänge verschlankt. <br>1995 verstarb Josef F. Menke. Er hatte eine gutgehende Firma in Glücksburg.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-65894" width="1003" height="752" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375-1024x768.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375-1068x801.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375-265x198.jpg 265w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3375.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1003px) 100vw, 1003px" /><figcaption>Mit Eric Armstrong (Mitte)m dem Sohn von Neil Armstrong (erster Mensch auf dem Mond) und Thomas Kraupe, Direktor des Planetariums Hamburg</figcaption></figure></div>



<p>Gleich nebenan in der Fördestraße 37 präsentierte sich sein Steckenpferd: eine Sternwarte und ein Planetarium. Der Enthusiast  hatte die Astronomie für jedermann zugängig gemacht. Die Erben traten an die Leitung der Hochschule heran, die wiederum an die Physik. Die Fachschaft organisierte einen Ortstermin, bei dem auch Rainer Christiansen anwesend war. Es gediehen Ideen für den  Betrieb. Eine Umrüstung war unvermeidbar: Die Technik stammte aus den 40er Jahren. Professor Uwe Roose wurde zum Leiter des Planetariums bestimmt. Rainer Christiansen avancierte – unausgesprochen – schnell zum Stellvertreter. „Immer wenn mich etwas  sehr interessierte, beschäftigte ich mich so intensiv damit, dass ich praktisch unentbehrlich wurde“, erklärt er. Früh, als andere  noch mit dem klassischen Overhead-Projektor hantierten, setzte er bei seinen Vorträgen schon auf Rechner und Beamer.  <br>Es war  eine intensive Zeit. Am Planetarium wurde ein zweiter Eingang für ein komplettes Flucht-System ergänzt, gepolsterte  Sitzmöbel  wurden angeschafft. Parallel zu den baulichen Veränderungen gründete sich der Förderverein „Sternfreunde  Glücksburg“. 2000 war  die Übergabe des Menke-Planetariums aus dem Familienbesitz offiziell, die Schenkung durch den Notar  besiegelt. <br>Der Dienstagabend etablierte sich als Hort der Fachvorträge. Rainer Christiansen übernahm das Thema „Das Sonnensystem“. Später ging zur Weihnachtszeit stets der „Stern von Bethlehem“ auf. Und irgendwie war jeder Vortrag etwas anders. „Zwar sprach ich immer über dasselbe Thema, aber kein Vortrag war wie der andere“, erzählt der Referent. „Ständig habe ich etwas angepasst  oder aktualisiert.“ Sondervorführungen für Schulklassen erfreuten sich schnell einer großen Beliebtheit – als Angebot eines „außerschulischen Lernorts“. Das war Astronomie hautnah, die den Namen der Hochschule in die Region trug, die Jugend für  Naturwissenschaft begeisterte und oftmals als Impuls für ein entsprechendes Studium wirkte.<br>2008 brauchte das Planetarium einen neuen Leiter. Uwe Roose war bereits im Ruhestand, wohnte in Kiel und wollte sich die  Fahrerei nicht mehr zumuten. Die Nachfolge wäre eigentlich eine Domäne der Professoren gewesen. Doch die waren inzwischen in  der Physik zur Rarität geworden. Uwe Roose schlug Rainer Christiansen vor. Er war weiterhin „nur“ Diplom-Ingenieur, hatte sich aber an der Hochschule einen Namen gemacht. Für eine große Veranstaltung hatte er einen Mars-Meteoriten herangeschafft. Dann startete er Ringvorlesungen zur Fliegerei oder zur Raumfahrt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3148-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-65893" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3148-1024x683.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3148-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3148-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3148-1536x1024.jpg 1536w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3148-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3148-1068x712.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3148-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3148.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit Prof. Jan Wörner, Generaldirektor der ESA (Europäische Weltraumorganisation) anlässlich einer Ringvorlesung 2016. Links: Prof. Jim Lacy von der HS Flensburg</figcaption></figure></div>



<p>Selbst bekannte Astronauten nahmen seine Einladung an. Rainer Christiansen holte sie selber vom Flughafen ab. „Ulf Merbold war  auch Segelflieger, da hatten wir gleich ein Thema“, plaudert er. „Und mit Thomas Reiter, der Jet-Pilot bei der Bundeswehr war,  hatte ich noch einen längeren Mail-Austausch.“ Von diesem Engagement ließ sich offenbar auch das Präsidium der Hochschule  beeindrucken: Der Diplom-Ingenieur bekam die Leitung des Planetariums übertragen. Eine Feierstunde würdigte den Wechsel.<br>Das Planetarium in Glücksburg ist mit seinen maximal 50 Plätzen und der sechs Meter breiten Kuppel ein kleines Refugium, aber  auch ein Hort modernster Technik. Lange bestimmte eine mechanisch-optische Methodik die Sternen-Shows. Ein Zeiss-Projektor fütterte die Kuppel. Die Bilder kamen aus einem Dia-Projektor, der aber stets manuell nachgesteuert werden musste. Die Macken  häuften sich, die Beschaffung von Ersatzteilen wurde immer schwieriger. Da bot sich auf einer Tagung der deutschsprachigen Planetarien in Kiel die Chance auf einen digitalen Sternenhimmel: Eine US-Firma hatte bereits das Kieler Planetarium mit der  „Fulldome-Technik“ ausgestattet. Mit zwei synchronisierten Beamern und der entsprechenden Software ließen sich nicht nur das Himmelszelt in vielen historischen Abschnitten, sondern auch Filme im 360-Grad-Rundformat auf eine Kuppel projizieren.<br>Das war eine echte Neuheit für Flensburg, die allerdings auch 190.000 Euro kosten sollte. Aus den Eintrittsgeldern der 6000 bis  8000 Besucher jährlich hatte das Planetarium Rücklagen gebildet. Das reichte aber nicht. Rainer Christiansen bereitete einen Antrag auf Fördermittel über die Aktiv-Region „Mitte des Nordens“ vor. So speisten schließlich zur Hälfte EU-Mittel das Projekt. 2011 kreuzte ein US-Ingenieur in Glücksburg auf. Die „Fulldome-Technik“ funktionierte nach einer Woche. Lizenzen für Software und Filme mussten erworben werden.</p>



<figure class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-768x1024.jpg" alt="" data-id="65891" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-scaled.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/img_2755/" class="wp-image-65891" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-1152x1536.jpg 1152w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-1536x2048.jpg 1536w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-1068x1424.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2755-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Vor einem Space Shuttle Triebwerk in Houston, Texas</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2948-576x1024.jpg" alt="" data-id="65892" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2948.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/img_2948/" class="wp-image-65892" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2948-576x1024.jpg 576w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2948-169x300.jpg 169w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2948-768x1365.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2948-864x1536.jpg 864w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2948-696x1237.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2948-236x420.jpg 236w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_2948.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Dienstreise zur Partnerhochschule in Windhoek, Namibia</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p>Dadurch wurde das Menke-Planetarium automatisch ein Mitglied der Digisat-User-Group. Dieses weltweite Netzwerk trifft sich  einmal jährlich am Firmensitz in Salt Lake City, an einem sonstigen Standort Nordamerikas oder irgendwo anders auf dem Globus. Rainer Christiansen war so schon in Neuseeland und in Mexiko, brachte Kaffeetassen aus Houston oder Arizona mit. „Der  persönliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen“, sagt er. Durch den Austausch und das Testen von Probe-Software profitiert auch das eigene kleine Planetarium. Und 2019 kehrte das große Ereignis der Kindheit zurück ins Bewusstsein. Zum 50-jährigen Jubiläum  der ersten Mondlandung schuf Rainer Christiansen eine Simulation mit „Apollo 11“ und erhielt dafür den ersten Preis beim Treffen  in Dayton. Damit erzielte auch das „Planetarium der Hochschule Flensburg“ einen Image-Gewinn. <br>In Glücksburg gehörte bis zum Aufflammen der Corona-Pandemie jeder Dienstag traditionell der Astronomie. Die Fördestraße 37  steht aber längst auch für eine Art Kulturzentrum. Spezielle Vorführungen beglückten drei Mal die Woche die Kleinen. Autoren-Lesungen konnten mit spannenden Bild-Komponenten aufgewertet, Musik von Pink Floyd um psychedelische Impressionen  bereichert werden. Es gab auch schon Live-Konzerte, unter anderem mit Sohn Luka am Piano einer Band. „Das waren sehr beengte Verhältnisse, das Publikum wähnte sich auf dem Schoß der Musiker“, schmunzelt Rainer Christiansen.<br>Seit letztem März ist alles anders. Nur ein bis zwei Mal im Monat fährt der Leiter des Planetariums zur Stippvisite nach Glücksburg.  Sein Kleinod wird ausgebremst durch ähnliche Corona-Bestimmungen, wie sie auch die Kino-Betreiber kennen. Das ist schade, löst aber zumindest keine existenziellen Sorgen aus. „Wir haben keine Unkosten, es steht eben alles nur so da“, erzählt Rainer  Christiansen. „Wir haben keinen Zwang zum Geldverdienen.“<br>Auch in der Hochschule macht sich der Diplom-Ingenieur rar. Nur einmal in der Woche kreuzt er dort auf – wegen der Post. Sonst  war er täglich Mitglied einer Fahrgemeinschaft aus Leck, leitete Labore an und zeigte Präsenz bei den Versuchen. Im Spätherbst,  als sich der zweite Lockdown abzeichnete, gab er Gas. Jetzt in der Phase der Berichte genügen die Video-Konferenzen. Das  funktioniert auch im Lecker Home-Office.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-1024x768.jpg" alt="" data-id="65895" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-scaled.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/img_3824/" class="wp-image-65895" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-1024x768.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-1536x1152.jpg 1536w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-2048x1536.jpg 2048w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-1068x801.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_3824-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Auszeichnung für eine Simulation der Cassini-Mission (Raumschiff zur Erforschung des Saturn Systems). Das sind eingeschmolzene Metall-Stückchen aller geflogenen Space Shuttle</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4109-768x1024.jpg" alt="" data-id="65896" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4109.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/img_4109/" class="wp-image-65896" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4109-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4109-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4109-1152x1536.jpg 1152w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4109-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4109-1068x1424.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4109-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/02/IMG_4109.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Auszeichnung für eine Apollo 11 Simulation im Planetarium. Der kleine dreieckige Schnipsel in der Mitte ist ein Stückchen Isolationsfolie des original Apollo 11 Raumschiffes</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p>Die Zukunft des Planetariums bleibt im Blick. Es soll – so die Idee – nach Flensburg verlegt werden. „Die schöne Lage in Glücksburg hat Tradition, und der Familie Menke sind wir sehr dankbar“, erklärt Rainer Christiansen. „Ein Standort in Flensburg wäre aber  zentraler und wäre daher von Vorteil.“ Zunächst war ein Anbau bei der „Phänomenta“ am Nordertor angedacht, was wieder  verworfen wurde. Inzwischen konkretisiert sich ein multifunktionaler Hörsaal an der Hochschule. Auf dem Campus soll ein weiteres  Gebäude errichtet werden, ein Kuppelaufbau ist denkbar. Dieser müsste allerdings als Sonderausführung von der Hochschule selbst finanziert werden. Mit entsprechender Technik summiert sich die Investition auf 1,2 Millionen Euro. Die Suche nach Sponsoren  läuft.</p>



<p><em>Text: Jan Kirschner<br>Fotos: Jan Kirschner, privat</em></p>
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