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	<title>Hunderatgeber Archive - Flensburgjournal</title>
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		<title>Hunde-Ratgeber</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 00:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rund ums Tier]]></category>
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		<category><![CDATA[Hunderatgeber]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Er gilt als der beste Freund des Menschen, der Hund. Rund 10 Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten und somit ist der Hund hierzulande eines der beliebtesten Haustiere. Lediglich die Katze ist noch häufiger in deutschen Haushalten vertreten. Die Nachfrage nach Hunden, vor allem nach Welpen ist seit Beginn der Corona-Krise noch einmal gestiegen. Nicht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Er gilt als der beste Freund des Menschen, der Hund. Rund 10 Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten und somit ist der Hund hierzulande eines der beliebtesten Haustiere. Lediglich die Katze ist noch häufiger in deutschen Haushalten vertreten. Die Nachfrage nach Hunden, vor allem nach Welpen ist seit Beginn der Corona-Krise noch einmal gestiegen. Nicht selten sind  Hundehalter nach kurzer Zeit überfordert, haben sich nicht ausreichend informiert und die Arbeit, die ein Hund mit sich bringt,  schlichtweg unterschätzt. Die Tierheime bei uns im Land sind voll, junge und alte Hunde aller Rassen, abgegeben oder aus  schlechter Haltung befreit. Den zunächst so gewollten Vierbeiner wieder abzugeben, für manch einen der letzte Ausweg, wenn der Hund zum vermeintlichen Problem wird. Das eigentliche Problem hingegen befindet sich in der Regel jedoch am anderen Ende der Leine.<br>Gemeinsam mit Hundezüchterin und Hundetrainerin Sandra Dulski haben wir einmal zusammengefasst, welche Punkte bei der Anschaffung und Haltung von Hunden zu beachten und besonders wichtig sind. Sandra Dulski betreibt in Großsolt eine  Retrieverzucht, sowie eine Hundeschule, hat jahrelange Erfahrung im Umgang mit Hunden und weiß auch bei Problemfällen Rat. Fast 400 verschiedene Hunderassen gibt es weltweit, teilweise so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Gar nicht so einfach unter  diesem gewaltigen Angebot die richtige bzw. passende Rasse zu finden. So unterschiedlich die verschiedenen Rassen nicht nur in  Größe und Optik sind, so haben sie im Hinblick auf den zukünftigen Halter doch alle etwas gemeinsam: Ein Hund fordert Zeit und  benötigt eine enge Bindung zu seinem Herrchen bzw. Frauchen.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-1024x683.jpg" alt="" data-id="66013" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-scaled.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/dsc_6114/" class="wp-image-66013" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-1024x683.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-1536x1024.jpg 1536w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-2048x1365.jpg 2048w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-1068x712.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_6114-630x420.jpg 630w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Erste Überlegungen und Voraussetzungen zur Anschaffung eines Hundes</h2>



<p>Sich Hals über Kopf in das Projekt Hund zu stürzen, ist kein guter Weg. Im Vorfeld sollte man sich einige Fragen stellen und sich  klar darüber werden, was das Zusammenleben mit einem Hund für mich und gegebenenfalls meine Familie bedeutet. Welche  Veränderungen kommen auf mich bzw. uns zu, welche Herausforderungen warten, welche Bedürfnisse hat das Tier und welcher  Hund passt zu mir und in mein Leben? Wie ist es mit meinen Kindern? Verträgt er sich mit der Katze? Pauschale Antworten und Lösungen auf diese Fragen hat auch Expertin Sandra Dulski nicht: „So unterschiedlich, wie die verschiedenen Hunderassen in ihrem Wesen und ihren Bedürfnissen sind, so unterschiedlich sind auch die Menschen“, so die Züchterin, „zunächst steht in der Regel die Entscheidung an ob ein Welpe oder ein älterer Hund, beispielsweise aus dem Tierheim oder Tierschutz, einziehen soll und welche  Rasse bevorzugt wird.“<br>Für viele Hundeliebhaber spielt natürlich die Optik eine wichtige Rolle, man hat so seine Vorstellung welche Hunderasse einem  gefällt. Doch nicht immer lassen sich Wunschvorstellungen und Realität in Bezug auf die Bedürfnisse des Hundes in Einklang  bringen. „Ob ich dabei in einer kleinen Wohnung oder einem Haus mit Garten wohne, spielt nicht unbedingt die größte Rolle“, so  Sandra Dulski, „dennoch ist beispielsweise die Haltung einer großen Dogge in einer kleinen Wohnung im dritten Stock eher  suboptimal. Man sollte bedenken, dass der Hund mal krank und alt wird und vielleicht nicht mehr mobil genug ist, um die Treppen zu laufen. Eine solche Wohnung halte ich in puncto Hundehaltung eher für einen Nachteil, aber sicher nicht für unmöglich.“ Kann  ich meinem Hund ausreichend Bewegung und Auslastung bieten, die seinem Temperament und Bedürfnissen gerecht werden, dann spielt die Größe des Wohnraumes eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist aber, dass der Hund innerhalb der Wohnung einen Ort hat,  an dem er zur Ruhe kommen und sich bei Bedarf zurückziehen kann.<br>„Mein Tipp ist, lassen Sie sich beraten“, rät Sandra Dulski, „in erster Linie können Hundetrainer und Hundeschulen hier ein guter  Ansprechpartner sein, da sie in ihrer Arbeit mit vielen verschiedenen Rassen zu tun haben. Aber auch die Mitarbeiter der Tierheime informieren gerne und geben Auskünfte.“ Ausführliche Informationen zu allen Hunderassen gibt es auch im Internet. Wofür wurde  welche Rasse ursprünglich gezüchtet? Was sind die Unterschiede bei Show- und Arbeitslinien? Braucht ein Husky wirklich so viel  Auslauf? Sind Labradore die perfekten Familienhunde? Hilfestellungen bei diesen und vielen anderen Fragen sind schnell zu finden.<br>„Hunderassen werden in zehn Gruppen eingeteilt, unter anderem gibt es die Kategorien Hüte- und Treibhunde, Terrier,  Dachshunde, Apportier- und Stöberhunde oder Windhunde“, berichtet die Züchterin, „der bekannteste Hütehund ist wohl der  Bordercollie, der sich nicht nur gut an den Schafen macht, sondern auch im Agility häufig gesehen wird. Er ist sehr schnell, wendig und gehorsam. Terrier sind Allrounder und für alles zu haben. Dachshunde freuen sich besonders über Nasenarbeit, wie  Mantrailing, Suchspiele aber auch Apportieraufgaben. Retriever sind die klassischen Apportierhunde und arbeiten mit Vorliebe im jagdlichen Bereich oder im Dummytraining. Retriever werden aber auch immer mehr in der Rettungshundearbeit gesehen. Ihr  nettes und freundliches Gemüt hilft ebenfalls sehr bei der tiergestützten Therapie.<br>Windhunde sind Laufhunde und sollten bedarfsgerecht gehalten werden und ihr Laufbedürfnis erfüllt werden. Es gibt extra  Rennbahnen, die für diese Hunde zur Verfügung stehen. Wenn ich meinen Hund entsprechend ausbilden möchte, sollte ich mich  erkundigen ob er dafür überhaupt geeignet ist. Nicht jeder Retriever apportiert gern, oder nicht jeder Hütehund ist zum Hüten geeignet. Es gibt viele erfahrene, spezialisierte Trainer, die das einschätzen können und sollten, bevor ich mit der Ausbildung  anfange. Es gilt für jeden, sowohl Mensch als auch Hund, das Passende zu finden. Der Ausbilder sollte über viel Erfahrung verfügen, Zertifikate sagen nicht immer viel über Qualität aus.“</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="1024" height="597" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-1024x597.jpg" alt="" data-id="66014" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-scaled.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/dsc_3864/" class="wp-image-66014" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-1024x597.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-300x175.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-768x448.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-1536x895.jpg 1536w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-2048x1194.jpg 2048w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-696x406.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-1068x623.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3864-720x420.jpg 720w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die Wahl des Züchters</h2>



<p>Habe ich mich für eine Rasse entschieden, die gut zu mir, meinen Zielen und Plänen und in meine Familie passt, dann folgt die  Suche nach dem passenden Züchter. Auch hier gibt es gute, seriöse und professionelle Züchter, und auf der anderen Seite auch  den Verkauf über dubiose Anzeigen im Internet, Hunde ohne jegliche Papiere und Sicherheiten. „Ich kann nur jedem raten, der sich einen Hund in sein Leben holen möchte, Kontakt zu seriösen Züchtern oder Tierheimen aufzunehmen“, so Sandra Dulski, „sicher  gibt es auch seriöse Tierschützer oder Vermittlungsanzeigen im Internet, aber leider hat es den Anschein, dass diese Plattformen überwiegend dafür genutzt werden um schnell Hunde an den Mann zu bringen und schnelles Geld zu verdienen.“<br>Hunde aus Mitleid aus dem Ausland nach Deutschland zu holen kommt auch immer häufiger vor, Tierschutz organisationen oder  private Anbieter ermöglichen dies aus unterschiedlichsten Ländern. Auch hier rät die erfahrene Züchterin und Trainerin zur Vorsicht und warnt vor Folgen: „Viele der Hunde sind zuvor noch nie Auto gefahren, manchmal haben sie bei ihrer Ankunft in Deutschland einen tagelangen Transport hinter sich und können schon alleine dadurch traumatisiert sein. Auch kommt es vor, dass der  Charakter der Tiere völlig falsch eingeschätzt wurde und die neuen Besitzer schnell überfordert sind. Tierschutz sollte meiner  Meinung nach vor Ort stattfinden, selbsternannte Tierschützer agieren mit dem Ziel möglichst viele Hunde zu „retten.“ Für jeden Hund, der nach Deutschland kommt wird mancherorts dann aber wieder einer mehr eingefangen, oft ein Fass ohne Boden.“<br>Ein genauer Blick lohnt sich auch da um die Geschichte des Hundes nachvollziehen zu können, wenn man über einen Hund aus dem Ausland nachdenkt. „Neben vielen schwarzen Schafen gibt es aber auch wirklich gute Vereine, die kompetent genug sind die Hunde richtig einzuschätzen und vernünftig zu vermitteln. Pflegestellen bieten hier eine Möglichkeit, den Hund in Ruhe ankommen zu  lassen und auf das neue Leben vorzubereiten.“<br>Bei der Wahl des richtigen Züchters gibt es auch einige Anhaltspunkte, die die Entscheidung eventuell beeinflussen können, weiß  Dulski: „Welchem Verband ist der Züchter zugehörig? Wie geht er mit seinen Hunden um? Wo und wie leben die Hunde (Haus oder  Zwinger)? Gibt es Datenbanken, in denen man Gesundheitsergebnisse einsehen kann? Interessiert er sich für die Welpen, wenn sie  ausgezogen sind? Ein seriöser Züchter fragt sehr kritisch nach und interessiert sich auch sehr für die Lebensumstände, in die er  einen seiner Welpen abgibt und hält in der Regel auch den Kontakt aufrecht.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Kosten kommen auf mich zu?</h2>



<p>Ein Punkt, der manchmal im Vorfeld etwas unterschätzt wird. Neben den Kosten für die Anschaffung und das tägliche Futter  benötigt ein Hund,  gerade im Welpenalter, noch viel mehr. „Der Preis, den seriöse Züchter für Welpen aufrufen, ist rasse- und  verbandsabhängig“, berichtet Dulski, „für einen Rassehund kann man durchaus bis zu 2000 Euro und mehr ausgeben. Tierschutzhunde werden über eine Schutzgebühr vermittelt, die um die 350 Euro liegt.“ Während eine Haftpflichtversicherung für Hundehalter in Deutschland vorgeschrieben ist, ist eine OP- oder Krankenversicherung optional. „Den Abschluss einer OP- Versicherung halte ich für sehr sinnvoll“, so die erfahrene Züchterin, „die medizinische Versorgung von Hunden ist in Deutschland  auf einem sehr hohen Niveau und somit auch entsprechend teuer.“ Im Internet oder auch bei einer Versicherungsagentur kann  man sich über entsprechende Leistungen informieren. Ein genauer Blick lohnt sich. Was ist mit versichert und was ist  ausgeschlossen? Während eine Haftpflichtversicherung für den Hund ab wenigen Euros im Monat zu bekommen ist und auch eine  OP-Versicherung sich, je nach Rasse, in einem Rahmen unter 20 Euro im Monat bewegt, sind die Beiträge für eine richtige  Krankenversicherung deutlich höher. „Hier muss man dann monatlich, auch wieder rasseabhängig, bis zu 100 Euro auf den Tisch  legen, hat dann aber auch so gut wie alle Untersuchungen abseits von Operationen mit abgedeckt.“<br>Neben den bereits erwähnten finanziellen Aspekten, kommen dann die monatlichen Ausgaben für Futter, Leckerlies, gegebenenfalls Hundeschule, Hundesport und Utensilien wie Spielzeug, Leinen, Halsband, Transportbox uvm. dazu. „Ein kleiner Tipp wäre sich vor  der Anschaffung des Hundes einfach mal eine Liste zu machen, was zu beachten und einzuplanen ist sowie was finanziell auf mich  zukommt“, rät Sandra Dulski.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-683x1024.jpg" alt="" data-id="66015" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-scaled.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/dsc_3713/" class="wp-image-66015" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-683x1024.jpg 683w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-768x1152.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-1024x1536.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-1365x2048.jpg 1365w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-696x1044.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-1068x1602.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_3713-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-683x1024.jpg" alt="" data-id="66012" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-scaled.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/dsc_7025/" class="wp-image-66012" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-683x1024.jpg 683w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-768x1151.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-1025x1536.jpg 1025w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-1366x2048.jpg 1366w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-696x1043.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-1068x1601.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_7025-scaled.jpg 1708w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure></li></ul></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Der Einzug des Hundes</h2>



<p>Nun ist der Tag gekommen, das neue Familienmitglied zieht ein. Handelt es sich um einen Welpen, so sind am Anfang noch deutlich mehr bzw. andere Dinge zu bedenken, als bei einem erwachsenen Hund. Ein Hundewelpe kann ab der 8. Lebenswoche in sein  neues Zuhause abgegeben werden. Dieser Tag bedeutet für den Welpen zunächst einmal einen tiefen Einschnitt in sein bisheriges  Lebensumfeld. Der Kontakt zu seiner Mutter und zu seinen Geschwistern reißt von einer Minute auf die andere ab. „Die Abholung  des Welpen sollte so entspannt wie möglich verlaufen“, weiß Sandra Dulski aus Erfahrung, „im neuen Zuhause angekommen ist es  nicht ratsam gleich Freuden, Bekannten und Nachbarn den kleinen Hund vorzustellen, lassen Sie ihn sich in Ruhe an seine neue  Umgebung gewöhnen.“ Sinnvoll ist es auch bei größeren Wohnungen und Häusern den Raum zunächst etwas zu begrenzen, alle  Räume des Hauses kann er nach und nach kennenlernen. Gute und ausführliche Beratung mit Tipps und Informationen gibt einem  hier in der Regel der Züchter mit auf den Weg. Eine Decke mit dem Geruch der Mutter und den Geschwistern kann für die ersten  Nächte eine Hilfe sein, auch das Futter sollte man wenn überhaupt nötig erst nach einigen Tagen vorsichtig umstellen. Bereits vor  dem Einzug sollten einige Entscheidungen getroffen worden sein. Zum Beispiel die Wahl des Schlafplatzes für den kleinen Hund. Dort gibt es unterschiedliche Herangehensweisen und Vorlieben. „Wichtig wäre, gerade in den ersten Tagen, dass Herrchen oder  Frauchen in unmittelbarer Nähe des Welpen schlafen“, so ein Tipp aus Erfahrung, „soll der Hund in einer Box schlafen, so kann man sich gut auf eine Matratze davor oder auf das Sofa daneben legen.“ Nicht nur die körperliche Nähe ist hier ein wichtiger Aspekt,  sondern auch die schnelle Erreichbarkeit, wenn der kleine Welpe sein Geschäft erledigen muss. Dies muss er mitunter am Anfang  mehrmals pro Nacht. Eine geschlossene Box, auch Kennel genannt, bietet in der Regel den Vorteil, dass der Welpe sich bemerkbar machen wird, wenn er mal muss, da Hunde an sich nicht auf ihren eigenen Schlafplatz urinieren. „Um sich an den Welpen zu  gewöhnen und auch eine enge Bindung des Hundes an Frauchen und Herrchen zu gewährleisten, ist es durchaus ratsam sich am  Anfang viel Zeit, vielleicht sogar Urlaub zu nehmen“, weiß Dulski, „aber es macht auch keinen Sinn sich anfangs vier Wochen frei zu nehmen und den Hund dann im Anschluss einen halben Tag lang alleine zu lassen. Das wird nicht funktionieren. Für die Zeit des  Heranwachsens sollte schon eine adäquate Betreuung organisiert werden und das Alleinsein muss langsam aufgebaut bzw. geübt werden.“<br>Zieht ein bereits erwachsener Hund ein, so gibt es auch da ein paar Dinge zu beachten. Auch hier ist die Umgebung für den Hund  völlig neu und fremd. „Ein Vorteil ist, sofern möglich, im Vorfeld so viel wie möglich über ihn zu erfahren“, so Dulski, „wie verhält  sich der Hund mit Artgenossen, Kindern, älteren oder behinderten Menschen oder anderen Tieren. Treten unerklärliche oder  unerwünschte Verhaltensweisen auf, dann ist es ratsam sich so früh wie möglich kompetente Hilfe zu suchen.“ </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die ersten Wochen mit einem Welpen </h2>



<p>Die Hauptprägephase eines Welpen endet mit etwa 16 Wochen, somit sollte man schon wenige Tage nach der Eingewöhnung zu  Hause damit beginnen, dem Welpen die Welt zu zeigen. Überall lauern Reize, Gerüche und neue Dinge, die der Welpe noch nicht  kennt. Neugierig, aber durchaus auch mal ängstlich begegnet er tagtäglich unzähligen Dingen und sammelt Eindrücke. Was für uns völlig normal ist, kann für ihn ein unfassbar aufregendes Erlebnis gewesen sein. Da reichen schon vorbeifliegende Blätter, eine  Mülltüte im Straßengraben, ein Radfahrer, Jogger, Autos uvm. „Man sollte nach ungefähr einer Woche der Eingewöhnung mit der  Hundeschule bzw. Welpengruppe anfangen“, so die Hundetrainerin, „dort wird der Welpe an unterschiedliche Dinge herangeführt, erfährt eine Sozialisierung mit anderen Hunden und zusätzlich bekommt man in guten Hundeschulen auch viele nützliche Tipps und Ratschläge, die einem die auch durchaus mal stressige Anfangszeit mit einem Welpen etwas erleichtern.“ Welpen sollten nicht  überfordert werden, sowohl körperlich, wie auch mental. Gerade in den ersten Wochen muss man stets aufmerksam sein und  seinen Hund beobachten. Nach dem Schlafen, Fressen und Spielen sollte der Welpe hinauskönnen um sich zu lösen. Ist man nicht  schnell genug oder unaufmerksam, so kann auch mal eine Ladung in der Wohnung landen. „Ist der Welpe wach, sollte man sich mit ihm beschäftigen bzw. ihn im Auge behalten“, rät Dulski, „man glaubt gar nicht auf welche Ideen so ein Knirps kommen kann.“  Hunde brauchen viel Ruhe und Schlaf, zwar variiert dies etwas von Rasse zu Rasse, aber den Großteil des Tages befindet sich ein  Hund im Ruhemodus, ein Welpe noch viel länger. Diese Ruhephasen sollte man den Hunden auch gönnen und sie in Ruhe lassen,  wenn sie sich zurückziehen. Hunde signalisieren uns ganz gut, was für Bedürfnisse sie gerade haben. <br>Ein Hundewelpe muss viel lernen, soll im Idealfall möglichst schnell gehorchen, Sitz und Platz beherrschen und sich sicher abrufen  lassen. Übertreiben soll man es in den ersten Wochen und Monaten hingegen nicht, das weiß auch Sandra Dulski: „Mehrmals ein  paar Minuten am Tag sind völlig ausreichend und geben dem Welpen auch genug Zeit das Erlernte zu verarbeiten.“ Keinesfalls kann man erwarten, dass der Welpe die Kommandos, die er gelernt hat, sofort verinnerlicht und uneingeschränkt umsetzen kann. Damit  auch die einfachsten Dinge, wie Sitz oder Platz so fest sitzen, dass der Hund sie immer und überall anwenden kann, benötigt es  viele hundert Wiederholungen. Auch hier stehen professionelle und seriöse Hundeschulen immer mit Rat und Tat zur Seite.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-1024x683.jpg" alt="" data-id="66011" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-scaled.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/dsc_8955/" class="wp-image-66011" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-1024x683.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-1536x1025.jpg 1536w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-2048x1366.jpg 2048w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-1068x713.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_8955-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Betreuung des Vierbeiners</h2>



<p>Ein Welpe braucht in der Regel deutlich mehr Aufmerksamkeit und intensivere Betreuung als ein ausgewachsener Hund. Ihn zu  Beginn längere Zeit allein zu lassen ist nicht unbedingt ratsam. Hunde sind Rudeltiere und definitiv nicht gern allein. Wirklich  verallgemeinern lässt sich auch dieser Punkt nicht, aber länger als fünf Stunden am Tag sollte auch ein erwachsener Hund nicht allein sein. Auch wenn erwachsene Hunde lange Ruhephasen haben, so bekommen sie doch mit ob sie alleine sind oder nicht, auch  ein zweiter Hund kann für manche Hunde nicht die Anwesenheit der Menschen ersetzen. „Sofern möglich macht es Sinn den Hund  schon früh mitzunehmen, ihn an bestimmte Situationen und Umgebungen langsam zu gewöhnen“, so Dulski, „so hat man es auch später deutlich einfacher.“<br>Auch gibt es unterschiedliche Arten der Betreuung, wenn es berufstechnisch nicht anders möglich ist. Neben professionellen  Hundekitas oder -pensionen, die täglich etliche Hunde in der Betreuung haben, gibt es auch kleinere Betreuungsangebote oder Lösungen im privaten Umfeld.<br>Längere Wartezeiten im Auto sind besonders in den wärmeren Monaten des Jahres nicht ratsam. Ein Hund fühlt sich durchaus auch  in einer festen Box im Kofferraum eines Autos wohl, kann dort zur Ruhe kommen und dort auch auf die Rückkehr von Frauchen oder Herrchen warten. Aber auch hier gilt, stundenlang sollte dies keine Option sein. Wichtigster Faktor beim Zurücklassen des  Hundes im Auto sind die Temperaturverhältnisse. Autos heizen sich im Sommer schnell auf über 40 Grad auf, die Folge, akute Lebensgefahr für den Vierbeiner. Im Winter sollte auch die Kälte berücksichtigt werden, von Rasse zu Rasse gibt es dort  Unterschiede in puncto Kälteempfindlichkeit.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-1024x684.jpg" alt="" data-id="66016" data-full-url="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-scaled.jpg" data-link="https://flensburgjournal.de/dsc_5497/" class="wp-image-66016" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-1024x684.jpg 1024w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-1536x1025.jpg 1536w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-2048x1367.jpg 2048w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-1068x713.jpg 1068w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2021/03/DSC_5497-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Beschäftigung und Sport</h2>



<p>Hunde müssen beschäftigt werden. Art und Dauer der Beschäftigungen sind sicherlich auch abhängig von der jeweiligen Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand, doch Hunde benötigen eine geistige und auch körperliche Auslastung. Das richtige Maß  spielt hier eine wichtige Rolle. „Es können sowohl bei zu wenig, wie auch bei zu viel Auslastung Verhaltensauffälligkeiten auftreten“, so Dulski, „die mentale Auslastung wird hierbei oft unterschätzt. Die meisten Hunde sind sogenannte Gebrauchshunde und hatten/haben eine Aufgabe zu erfüllen. Stupides Radfahren oder Ballwerfen sollten keine täglichen Auslastungsformen sein.“ Die  Angebote in Hundeschulen und Hundesportvereinen sind mittlerweile sehr groß, vielfältig und für jede Rasse sollte etwas Passendes dabei sein. Aber auch für zu Hause, den eigenen Garten oder während des täglichen Spazierganges gibt es unterschiedlichste Ideen und Anregungen um den Hund nicht nur durch einfaches Nebenherlaufen auszulasten bzw. auch mental zu fordern.<br>„Neben Sportarten wie Agility oder Obedience kann auch die ehrenamtliche Arbeit in einer Rettungshundestaffel oder  Dummytraining für Zwei- und Vierbeiner eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung sein“, so Sandra Dulski, „Vereine und Organisationen  gibt es nahezu überall und lassen sich auch im Internet schnell ausfindig machen.“ </p>



<p><em>Text und Fotos: Benjamin Nolte</em></p>
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