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	<title>Handball Archive - Flensburgjournal</title>
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		<title>Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 23:54:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im Januar ruht der Vereinshandball. Dafür greifen die Nationalteams nach den Sternen der Europameisterschaft, und zwar in Herning, Malmö und Oslo. Unser Reporter Jan Kirschner war zu Gast und blickt auf das Turnier mit lokaler Brille. Immerhin neun Spieler der SG Flensburg-Handewitt starteten in das Turnier – und man trifft viel Handball-Prominenz. Heimspiel-Atmosphäre Am ersten [&#8230;]</p>
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<p>Im Januar ruht der Vereinshandball. Dafür greifen die Nationalteams nach den Sternen der Europameisterschaft, und zwar in Herning, Malmö und Oslo. Unser Reporter Jan Kirschner war zu Gast und blickt auf das Turnier mit lokaler Brille. Immerhin neun Spieler der SG Flensburg-Handewitt starteten in das Turnier – und man trifft viel Handball-Prominenz.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85593" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8110-696x464.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tobias Karlsson: nun schwedischer Team-Manager</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Heimspiel-Atmosphäre</h2>



<p>Am ersten Spieltag der Europameisterschaft ist in Herning der Oberrang geschlossen. Knapp 6000 Zuschauer versammeln sich in der Jyske Bank Boxen, um die Partie Deutschland gegen Österreich zu sehen, darunter viele deutsche Fans. Und das an einem Donnerstag. Am folgenden Samstag sind es schon 9000 Handball-Begeisterte. „Ich habe Flensburg-Trikots und bekannte Gesichter gesehen“, erzählt Johannes Golla, Kapitän der SG und im DHB-Team. Vereinskollege Marko Grgic staunt: „Unglaublich, wie viele selbst an einem späten Abend in der Woche nach Herning kommen.“ Wenn die Dänen spielen, ist der Handball-Tempel mit 15.000 Fans ausverkauft. Frenetischer Jubel brandet schon auf, wenn die Spieler zum Warmup erscheinen. Beim Anwurf entlädt sich ein Orkan. „Vi er röde, vi er hvide“ – während der 60 Minuten folgen dänische Party-Hits in Dauerschleife. „Diese Kulisse ist immer traumhaft, es ist die beste Stimmung in ganz Dänemark“, findet SG-Torwart Kevin Möller.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85592" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_8059-696x464.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Domen Novak: in Oslo und Malmö für Slowenien im Einsatz</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Industrie-Konversion</h2>



<p>150 Jahre lang hatte Silkeborg eine bedeutende Papierfabrik. Heute wird das Gebäudeensemble anderwärtig genutzt. Gewerbe und Büros dominieren, es gibt aber auch ein Museum, ein Theater und ein Hotel. Hier hat sich die deutsche Mannschaft einquartiert. Die Handballer schlafen in Zweier-Zimmern. Die beiden SG-Spieler wohnen zusammen. „Unsere Höhle“, grinst Johannes Golla. „Das ist alles sehr ordentlich“, betont Teamkollege Marko Grgic. „Wir müssen nicht durch Kleidungsstücke schwimmen.“ In ihrer Freizeit spielen die beiden viel an der Play-Station, während im Nachbarzimmer der Brettspiel-Klassiker „Siedler von Catan“ für Furore sorgt.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-682x1024.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85591" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7967.jpg 800w" sizes="(max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">Neue Rolle für Jim Gottfridsson</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Flensburger Dominanz</h2>



<p>Sechs SG-Spieler stehen zum Turnierstart im 19-köpfigen Aufgebot von Gastgeber Dänemark. Emil Jakobsen und Simon Pytlick teilen sich sogar das Zimmer. Lasse Möller feiert im zweiten Spiel gegen Rumänien sein EM-Debüt. Wenige Minuten später scheidet Lukas Jörgensen verletzt aus. Die bittere Diagnose: Kreuzbandriss. Niclas Kirkelökke und Kevin Möller sind die beiden anderen Akteure, die im Vereinsalltag ein SG-Trikot tragen. Außerdem stehen mit Mads Mensah, Simon Hald, Rasmus Lauge und Johan Hansen vier ehemalige SG-Spieler im dänischen Aufgebot. Emil Bergholt wechselt im Sommer nach Flensburg. Es sind wohl so viele, dass die SG beim Fußball-Trainingsspielchen nicht als Kriterium für die Mannschaftseinteilung taugt. „Da heißt es immer GOG gegen den Rest“, schmunzelt Kevin Möller.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85590" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7913-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schwedische Handball-Begeisterung</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein höflicher Torwart</h2>



<p>Ich sitze unter den Fotografen neben einem der beiden Tore. Kurz nach der Pause im deutschen Auftaktspiel gegen Österreich fliegt ein Abpraller auf mich zu. Er ist nicht hart. Ich kann den Ball stoppen, bin dabei aber bemüht, ihn nicht anzufassen. Wegen des klebrigen Harzes. Irgendwie kann ich den Ball mit dem Arm an Torwart Andreas Wolff übergeben. „Vielen Dank!“, sagt er mitten im Spiel und leitet den nächsten Angriff ein. Am nächsten Tag spricht mich der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober an, der die Szene beobachtet hatte. „Hätte das nicht etwas schneller gehen können“, scherzte er. „Du hast ja das Tempo rausgenommen.“ Aber, antwortete ich, vielleicht war es die Höflichkeit des Keepers, die die entscheidende Sekunde gekostet hatte.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85589" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7897-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Prämien</h2>



<p>Was ist der Gewinn einer Europameisterschaft wert? Für den deutschen Handball weiß man es. Denn kurz vor dem Start veröffentlichte der DHB eine Pressemeldung. Demnach sind für den Titel 575.000 Euro ausgelobt – für die gesamte Mannschaft. Der Einzug ins Finale bringt 430.000 Euro ein. Bronze ist 300.000 Euro wert. Der Einzug ins Halbfinale wird mit 180.000 Euro verbucht. Der bloße Gewinn der Vorrunden-Gruppe A spült 50.000 Euro in die Mannschaftskasse.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-682x1024.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85588" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7646.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">Isländische SG-Vergangenheit: Arnor Atlason (links) und Teitur Einarsson</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Handball-Jahrmarkt</h2>



<p>Im Herninger Messekomplex wird in zwei Hallen die Fan-Kultur gelebt. Sterne mit den Namen aller aktuellen Nationalspieler kleben auf dem Fußboden und zieren den Weg zum Eingang, der sich jeden Nachmittag für etliche Stunden öffnet. Für die Zuschauer gibt es Spielwiesen, Imbisswagen und eine Bühne, die als Plattform für Live-Musik oder Talkgäste dient. Ein Museum taucht in die 100-jährige dänische Handballgeschichte ein. Große Konterfeis der modernen Handballhelden zieren die Passage zwischen den beiden Hallen. In Originalgröße steht eine Foto-Troika als Selfi-Modell parat: Simon Pytlick, Emil Jakobsen und Mathias Gidsel.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85587" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7506-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Isländische Schwedische Handball-Begeisterung Handball-Begeisterung</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Gründungsväter und Goldjungs</h2>



<p>Kurz vor dem Turnierstart werden mehrere Dokumentationen auf den TV-Sendern gezeigt oder stehen in Internet-Plattformen zum Streamen bereit. Bei der „Generation Goldjungs“ gehört Marko Grgic zu den Protagonisten. Ein anderer 75-minütiger Streifen heißt übersetzt: „Gründungsväter – Der Aufstieg des dänischen Handballimperiums“. Zu Wort kommen mit Joachim Boldsen, Lars Christiansen, Mads Mensah, Simon Pytlick und Emil Jakobsen auch mehrere aktuelle und ehemalige SG-Akteure. Auch SG-Legende Lasse Svan wird interviewt. Er ist während der Europameisterschaft beim dänischen Sender „TV2“ als Experte im Studio.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85583" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6913-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lasse Svan (Mitte): Experte von TV2</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Anti-Handball</h2>



<p>Vor der Partie gegen Österreich lästert der deutsche Torwart Andreas Wolff über den kommenden Gegner, indem er dessen bevorzugte Sieben-gegen-sechs-Angriffstaktik als „Anti-Handball“ bezeichnet. Die Alpen-Ballwerfer hat bis Mai SG-Coach Ales Pajovic trainiert. Der Slowene sitzt nun unter den Zuschauern. Gegenüber einem österreichischen Radio-Sender rudert Andreas Wolff später zurück. „Ich habe das alles etwas überspitzt formuliert“, sagt er. „Sieben gegen sechs – das mag ich einfach nicht gerne anschauen.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-682x1024.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85586" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_7478.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">Innenstadt von Malmö: Das Gesicht von Hampus Wanne</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Globetrotter</h2>



<p>Während sich die österreichischen Handballer aufwärmen, bearbeite ich direkt am Spielfeld ein paar Fotos. Kurz schaue ich von meinem Notebook hoch und blicke plötzlich in mir bekannte Augen. Eine Armlänge entfernt praktiziert Boris Zivkovic ein paar Dehnübungen. „Wie geht´s?“, grüßt er. Der österreichische Linkshänder hat Anfang 2024 für einige Monate bei der SG ausgeholfen. Seitdem stehen drei weitere Stationen in seiner Vita: Al-Qurain (Kuwait), Brest (Belarus) und nun Chartres (Frankreich).</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85584" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6938-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Emil Jakobsen: Gänsehaut-Feeling in der Boxen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Unpassendes Outfit</h2>



<p>Blaue Jeans und senffarbener Pullover – so starte ich nach Schweden. Hyllie ist gleich die erste Station nach dem Öresund. Einmal die Rolltreppe hoch – und man ist an der Malmö Arena. Das benachbarte Shopping-Center „Emporia“ mit seiner futuristischen Architektur ist am frühen Nachmittag allerdings weit belebter als der Spiel­ort der Handball-Europameisterschaft. In der schwedischen Kälte erblicke ich erst auf den zweiten Blick weitgereiste Handball-Fans. Sie kommen mit den Zügen aus Kopenhagen und tragen unter den Jacken dunkelblaue Trikots. Es sind Isländer. Zwei junge Frauen wedeln mit zwei Fähnchen ihrer Nation im eiskalten Wind. Drinnen versammeln sich etwa 2000 Isländer in einem Fan-Block und entfachen einen wahren Sturm. „Ej, ej, afram Island“ und andere Schlachtrufe donnern die gesamten 60 Minuten. Kroatien gewinnt dennoch knapp. Bei den Isländern stehen zwei ehemalige SG-Akteure im Aufgebot. Arnor Atlason (2012/13) ist Co-Trainer, Linkshänder Teitur Einarsson (2021-2024) kommt nur wenig zum Einsatz.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85582" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6725-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Tunnel voller Handball-Legenden</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Leere Plätze</h2>



<p>Der Oberrang in der Malmö Arena ist eher spärlich besetzt. Das Spiel des Gastgebers Schweden gegen Slowenien wollen offiziell nur 7745 Zuschauer besuchen – und das an einem Freitagabend. „Wir haben uns auch gewundert“, verrät Jim Gottfridsson und mutmaßt: „Vielleicht lag es an den Tagestickets. Es waren ja beim ersten Spiel 3000 bis 4000 Isländer und Kroaten in der Halle – und später nicht mehr.“ Für eine „Welle“ im Unterrang ist die Kulisse dennoch ausreichend.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-682x1024.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85580" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6677.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Neue Rolle</h2>



<p>SG-Legende Jim Gottfridsson ist im Sommer ins ungarische Szeged gewechselt. In Malmö grüßt sein Konterfei von einer Drehtür. In Deutschland ist gerade ein Micky-Maus-Heft erschienen – mit ihm als Donald-Duck-Verschnitt. Er ist immer noch sehr populär, spielt aber viel weniger als früher. Der Magdeburger Felix Claar ist die Nummer eins in der schwedischen Rückraumzentrale. „Ich sehe mich nach wie vor als einen wichtigen Teil der Mannschaft, meine Rolle hat sich aber verändert“, sagt Jim Gottfridsson selbst.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85579" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6666-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gefragter Interviewpartner: Marko Grgic</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Quartier am Marktplatz</h2>



<p>Am Hauptbahnhof von Malmö lächelt mich Jim Gottfridsson an – sein Konterfei besetzt eine Drehtür. Beim Gang zu meiner Unterkunft begegne ich Hampus Wanne. Der ehemalige SG-Links­außen ziert ein Plakat am Marktplatz. Ich habe ein recht günstiges Zimmer in einem altehrwürdigen Hotel ergattert. Es ist allerdings ziemlich klein und vor dem Fenster befindet sich ein Baugerüst. Der eigentlich schöne Blick auf Markplatz und Rathaus ist nur eine schemenhafte Silhouette. Einige Stunden später tobt das Nachtleben. Viele Taxis kurven zu später Stunde um den Marktplatz. Aus einer Party-Location wummern stampfende Beats. Am nächsten Tag ist es wieder ruhig. Ich besuche kurz den Platz „Lilla Torg“. Dort stehen zwei kleine Zelte, in denen Tischkicker, eine Torwand, ein überdimensionales Schachbrett und ein Bilderrahmen für Selfies warten. Eine Mini-Fan-Zone – kein Vergleich mit der von Herning.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85578" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6521-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Boris Zivkovic (Österreich) gegen Marko Grgic</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Medien-Alltag</h2>



<p>In Herning müssen die Journalisten etliche Treppen – hoch wie runter – erklimmen, um die Mixed Zone zu erreichen. Das ist der Ort, an dem Spieler und Trainer interviewt werden dürfen. In Malmö kommen die Akteure direkt in die Pressehalle. Es sind nur zehn Meter von meinem Arbeitsplatz bis zur Möglichkeit für einige kurze Spielanalysen. Für längere Gespräche dienen die Media Calls an den Tagen zwischen den Spielen. In Malmö finden diese im „Scandic Triangeln“ statt, einem Hotel mit 20 Stockwerken. Die Herausforderung für mich: Die Slowenen und die Schweden laden zur selben Zeit ein. Ich treffe mich also zunächst mit Domen Novak in einem Clubraum des dritten Stocks, dann geht es ins Erdgeschoss, wo mich bereits Tobias Karls­son erwartet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85577" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6451-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">SG-Legende als Team-Manager</h2>



<p>Tobias Karlsson ist das gesamte Turnier bei der schwedischen Mannschaft. Der ehemalige Weltklasse-Abwehrspieler, der seine Karriere nach zehn Jahren bei der SG 2019 beendete, ist inzwischen Team-Manager der schwedischen Nationalmannschaft. In dieser Rolle unterstützt er die Trainer, beschäftigt sich mit Entwicklungskonzepten und plant viele Dinge rund um das Drei-Kronen-Team. Für die Tage zwischen den Spielen hat sich Tobias Karlsson ein „Pflicht-Büffet“ an Angeboten überlegt, aus denen sich die Spieler Regenerations- und Trainingsinhalte aussuchen können. „Wir haben festgestellt, dass die jüngeren Spieler eine ganz andere Gesprächskultur pflegen als die älteren und auch das Führungsteam“, erklärt der 44-Jährige.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299.jpg" alt="Impressionen von der Handball-Europameisterschaft 2026" class="wp-image-85576" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2026/01/DSC_6299-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Verrücktes Spiel</h2>



<p>Die Slowenen sind zunächst in Oslo und starten gegen die Schweiz eine gewaltige Aufholjagd. 16 Minuten vor Schluss liegen sie mit 22:29 zurück, am Ende haben sie mit 38:35 gewonnen. Mittendrin im Jubel steckt SG-Rechtsaußen Domen Novak. Mit seinem Nationalteam zieht er zur Hauptrunde nach Malmö um. Dort gibt es die erste Niederlage – gegen Gastgeber Schweden. Trotzdem schläft Domen Novak danach besser als in Oslo. „Dort waren die Matratzen eine Katastrophe“, erzählt der Slowene. &nbsp;</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>
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		<title>Europameisterschaft 2026: Ein skandinavisches Handball-Herz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 11:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[EM 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Europameisterschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Herning, Malmö, Kristianstad und Oslo – vom 15. Januar bis zum 1. Februar schlägt das Handball-Herz skandinavisch. Denn die kommende Europameisterschaft wird in Dänemark, Schweden und Norwegen ausgetragen. Das Zentrum der Handball-Begeisterung wird einmal mehr in Mitteljütland pulsieren: Die „Jyske Bank Boxen“ mit ihren 14.000 Plätzen wird Schauplatz für zwei der sechs Vorrunden-Staffeln, für eine [&#8230;]</p>
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<p>Herning, Malmö, Kristianstad und Oslo – vom 15. Januar bis zum 1. Februar schlägt das Handball-Herz skandinavisch. Denn die kommende Europameisterschaft wird in Dänemark, Schweden und Norwegen ausgetragen. Das Zentrum der Handball-Begeisterung wird einmal mehr in Mitteljütland pulsieren: Die „Jyske Bank Boxen“ mit ihren 14.000 Plätzen wird Schauplatz für zwei der sechs Vorrunden-Staffeln, für eine der beiden Hauptrunden-Gruppen sowie für Halbfinale und Endspiel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gastgeber Dänemark</h2>



<p>Die Fans der SG Flensburg-Handewitt werden hauptsächlich nach Herning blicken. Dort ist Gastgeber Dänemark gesetzt und könnte bis zu einem halben Dutzend Spieler der SG Flensburg-Handewitt aufbieten. Bei den November-Länderspielen waren Emil Jakobsen, Kevin Möller, Simon Pytlick, Lukas Jörgensen und Niclas Kirkelökke nominiert. Lasse Möller musste wegen seines Mittelhandbruchs kurzfristig absagen, sollte bis Januar aber wieder fit sein. „Bei so vielen guten Handballern in Dänemark kann man sich nie sicher sein“, meint das Rückraumass, das schon häufiger bei Großturnieren verletzt zuschauen musste.</p>



<p>Interessant: Dänemark ist zuletzt vier Mal in Folge Weltmeister geworden, wartet aber seit 2012 auf einen EM-Titel. In der Vorrunde heißen die Gegner Portugal, Nordmazedonien und Rumänien. Womöglich trifft das Danebrog-Team sogar auf einen SG-Spieler. Denn der erst 18-jährige Keeper Catalin Haidu, der in A-Jugend und Junior-Team zum Einsatz kommt, feierte im November sein Debüt in der rumänischen Nationalmannschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auch die DHB-Auswahl spielt in Herning</h2>



<p>Auch die DHB-Auswahl ist in Herning stationiert und würde es in der Hauptrunde mit Dänemark zu tun bekommen. Zunächst müssen aber Österreich, Spanien und Serbien bezwungen werden. Neben Kapitän Johannes Golla dürfte Rückraumass Marko Grgic gesetzt sein. Die dritte SG-Kraft könnte Luca Witzke sein. Der Spielmacher war im letzten Jahr bei der Weltmeisterschaft in Herning dabei, pausierte im Herbst allerdings wegen einer Schulter-Blessur und verpasste den letzten DHB-Lehrgang.</p>



<p>Die Norweger starten in Oslo und sollten hinter Frankreich, aber vor Tschechien und der Ukraine in die Hauptrunde einziehen, um dafür nach Herning überzusetzen. SG-Linkshänder Kent Robin Tönnesen stammt aus der Region Oslo, spielte dort die letzte Weltmeisterschaft, wurde aber für die November-Länderspiele in Trondheim nicht berücksichtigt. „Ich versuche meine Leistungen zu bringen und mich für weitere Einsätze zu empfehlen“, sagt der 34-Jährige. Eine Option auf Rechtsaußen wäre Aksel Horgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der schwedische Turnierstrang</h2>



<p>In Malmö ist Co-Gastgeber Schweden gesetzt. Erstmals seit rund 20 Jahren muss das Drei-Kronen-Team allerdings ohne SG-Spirit auskommen. Jim Gottfridsson verließ im Sommer die SG, Torwart Simon Möller kommt erst zur nächsten Saison nach Flensburg. Linksaußen Hampus Wanne und Teammanager Tobias Karlsson sind zwei weitere Akteure mit SG-Vergangenheit. Die Slowenen würden, wenn sie ihre Oslo-Gruppe mit Färöer, Schweiz und Montenegro meistern, die Hauptrunde in Malmö bestreiten. Zuletzt befand sich Blaz Blagotinsek angesichts seiner Länderspiel-Karriere zwar in einem Denkprozess, SG-Rechtsaußen Domen Novak ist aber eine Bank.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner  </em></p>
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		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 11:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Domen Novak]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo kommt denn der her? Es war mitten in der ersten Hälfte des Spitzenspiels gegen den SC Magdeburg, als der Ball nach einem Wurf der SG Flensburg-Handewitt vom Torwart zurückprallte und Domen Novak plötzlich durch den Kreis sprang. Den Ball fing er – zumindest gefühlt – direkt vor dem Gehäuse hoch in der Luft ab [&#8230;]</p>
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<p>Wo kommt denn der her? Es war mitten in der ersten Hälfte des Spitzenspiels gegen den SC Magdeburg, als der Ball nach einem Wurf der SG Flensburg-Handewitt vom Torwart zurückprallte und Domen Novak plötzlich durch den Kreis sprang. Den Ball fing er – zumindest gefühlt – direkt vor dem Gehäuse hoch in der Luft ab und drückte ihn ins Netz. Die „Hölle Nord“ tobte: Was für ein Treffer, wie aus dem heiteren Himmel! Keine Frage: Der slowenische Rechtsaußen, der im Sommer die SG verstärkte, verfügt nicht nur über eine enorme Schnelligkeit, sondern auch über eine erstaunliche Sprungkraft. Eine Kostprobe gibt der 27-Jährige auch immer unmittelbar vor dem Anpfiff, wenn sich die Mannschaft noch einmal im Pulk versammelt und er einen Sprint mit einem mächtigen Satz beendet – direkt im Rücken der Teamkameraden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85140" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_3058-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">In Flensburg gut angekommen</figcaption></figure></div>


<p>„Zur Aktivierung“, sagt er mit einem Lächeln. Wie hoch er springen kann, hat Domen Novak nach eigenen Angaben „lange nicht gemessen“. Und auch die Leichtathletik war bis auf das normale Schulpensum kein besonderes Steckenpferd. Sein Sport war schon als kleiner Junge der Handball. Zunächst war da allerdings eher der Anreiz, seinem großen Bruder nachzueifern, als wirklich an etwas Großes zu glauben. „Ich spielte, bis ich 17 oder 18 Jahre alt war, in meinem Stammklub Krim Ljubljana zusammen mit Freunden“, berichtet er. „Selbst als ich 20 Jahre gewesen bin, spielte ich mit Slovan Ljubljana nur in der zweiten Liga.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85144" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2527-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Feuer der „Hölle Nord“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Über Dobova und Celje in die Bundesliga</h2>



<p>Dann packte ihn der Ehrgeiz: Domen Novak wollte unbedingt in die slowenische Erstklassigkeit. „Ich fuhr dafür tatsächlich ein Jahr lang fast jeden Tag eine Stunde in die kleine Stadt Dobova“, erzählt er. Im Rückblick scheint er sich selbst über diesen Aufwand zu wundern. Aber es lohnte sich: Der slowenische Meister RK Celje zeigte Interesse. Im September 2019 spielte der Linkshänder das erste Mal in der europäischen Champions League und erzielte ausgerechnet gegen die SG und Benjamin Buric sein erstes internationales Tor. Ein Gruß aus der Zukunft?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-682x1024.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85141" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-682x1024.jpg 682w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-768x1154.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238-696x1046.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_0238.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Wetzlar: Tor gegen Benjamin Buric</figcaption></figure></div>


<p>Das Tor zur Bundesliga öffnete sich im Frühling 2021. In Wetzlar wurde ein Platz auf der Rechtsaußen-Position frei. „Die HSG ist ein stabiler Erstligist, bei dem sich schon viele Spieler entwickelt haben“, dachte sich Domen Novak – und sagte zu. Damit betrat er Neuland, lebte erstmals im Ausland. Er war sehr froh, dass seine Frau Enja von Anfang an dabei war. Alles war eine große Umstellung. „Ich habe Deutsch gelernt, was ich vorher fast gar nicht konnte“, erzählt der Handball-Profi. „Sportlich war es eher eine Berg- und Talfahrt. Es gab doch einige heftige Niederlagen. Ich bekam aber viele Spielminuten, sodass Wetzlar für mich eine wichtige Station war.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Weg zur SG</h2>



<p>Mitten im letzten Jahr reifte ein anderer Kontakt. Ljubomir Vranjes war einst Nationaltrainer von Slowenien. Inzwischen war dieser zum Sportlichen Leiter der SG berufen worden und hatte auf seiner Liste auch Domen Novak, den er einst zu einem Lehrgang im Nationalteam eingeladen hatte. Das Angebot eines Top-Teams konnte der Umworbene nicht ausschlagen. Potenzielle Titel lockten. „Ich hatte vier  Jahre in Wetzlar alles gegeben, und Wetzlar hat mir geholfen“, betont er. „In einer Karriere kommt es aber manchmal vor, dass man nach einem gemeinsamen einen anderen Weg geht.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85142" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_1711-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Kurios: Am ersten Spieltag musste die SG ausgerechnet in Wetzlar antreten. Es gab ein Remis. „Das war schon speziell, das erste Pflichtspiel mit meinem neuen bei meinem alten Verein zu spielen“, meint Domen Novak. „Der Punktverlust war schwierig, kann aber in der Bundesliga immer mal passieren.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Familienzuwachs für die Nummer 63</h2>



<p>Statt der 75 trug er nun die 63 – die steht für die Geburt seines kleinen Sohnes Teo, der am 6. März zur Welt kam. „Ich genieße jeden Moment mit ihm, immer gibt es etwas Neues“, sagt er mit einem sanften Lächeln. „Noch läuft er nicht, aber das kann nicht mehr so lange dauern.“ Seine kleine Familie ist der emotionale Rückzugsort. In der Freizeit geht es zu dritt an den Strand oder in die Nähe des neuen Wahldomizils am Flensburger Stadtrand.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Domen Novak" class="wp-image-85143" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/11/DSC_2247-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Ehre, für Slowenien zu spielen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Rolle im slowenischen Nationalteam</h2>



<p>Im Januar wird Domen Novak seine Liebsten für einige Wochen verlassen: Die slowenische Nationalmannschaft ruft, die bei der Europameisterschaft zunächst in Oslo spielt. „Es ist eine gute Truppe mit guten Freunden“, sagt er. „In den letzten Jahren haben wir auch einige gute Ergebnisse erreicht.“ Der Höhepunkt war sicherlich der vierte Rang bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. „Es war ein besonderes Erlebnis, das leider viel zu schnell zu Ende war“, schwärmt der Handballer. „In einem riesigen Hochhaus waren fast alle Sportler untergebracht. Man traf Athleten aus aller Welt.“ In den nächsten Wochen bestimmt aber noch der Takt der SG den Alltag. Zwei Spiele pro Woche stehen im Programm. Oft geht es in der „Hölle Nord“ rund. „Das macht immer richtig Spaß, ich freue mich auf jedes Heimspiel“, sagt Domen Novak. „Die Halle ist sehr laut – da ist man so richtig froh, dass man dem Heimteam angehört.“ Und wenn er dann mit einer starken Aktion ein Tor wirft, ist es Zeit für einen weiteren Luftsprung. Manch einer wundert sich dann vielleicht wieder: Wo kommt denn der her?</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>



<p></p>
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		<title>Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2025 10:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flensburger Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Flensburger Kopf]]></category>
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		<category><![CDATA[Pädagoge]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Masuhr]]></category>
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<p>Im Hochfeld, dort wo Flensburg in die Feldmark übergeht, da wohnt Volker Masuhr. Das fast schon ländliche Flair betont eine Amsel, die fleißig für den Nestbau sammelt. Der Hausherr wälzt Fotoalben und saust durch einen Vortrag über den Jakobsweg. Die rund 800 Kilometer durch Nordspanien hat er im letzten Jahr gemeistert. „Man ist nur mit sich, reflektiert viel und beschäftigt sich mit einigen Fragen, die das Leben aufgeworfen hat“, erzählt er. Die Ergebnisse erscheinen in Kürze in einem Buch. Für das Flensburg Journal gibt es schon jetzt einen persönlichen Streifzug durch die letzten 70 Jahre. Der Pädagoge gewährt spannende Einblicke in Beruf, Handball und Kultur.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC_1134.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84032" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC_1134.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC_1134-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC_1134-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC_1134-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC_1134-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Durchstöbern von Erinnerungen</figcaption></figure></div>


<p>Volker Masuhr lebte fast immer in Flensburg. Die ersten kleinkindlichen Erinnerungen sind allerdings mit der Landeshauptstadt Kiel verbunden. Ein sportliches Talent bekam er mit in die Wiege gelegt: Seine inzwischen 99-jährige Mutter war eine sehr gute Leichtathletin. Der Vater kletterte die Leiter einer Polizei-Karriere hoch. Er sollte später Polizeidirektor werden und zog 1960 mit seiner Familie nach Flensburg. Der neue Lebensmittelpunkt war der Ochsenmarkt, der wie ein Stadtrand-Kleinod wirkte. Die Westliche Höhe war damals eine riesige Ansammlung von Kleingärten.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1991-768x1024.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84039" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1991-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1991-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1991-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1991-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1991.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit 5 Jahren im Geburtsort Kiel</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Lieber Sport statt Schule</h2>



<p>Die Sportbegeisterung erwachte vor dem Interesse am ABC. „Ich war schnell beim Kinderturnen des Flensburger TB“, erinnert sich Volker Masuhr. „Der Ballsport war aber mehr meine Sache. Als Straßensportler spielten wir auf die Garagentore – entweder Hand- oder Fußball.“ Er besuchte zunächst vier Jahre die St. Nikolaischule, deren Gebäude heute zum Museumsberg gehört. Dann wurde der Flensburger Junge ein Sextaner am Alten Gymnasium. Sport war das Lieblingsfach, Kunst war auch gut. Die Hauptfächer waren weniger interessant, sodass Volker Masuhr zwei Ehrenrunden einlegen musste. „Es sollte bis zur Oberstufe dauern, dass ich die Freude am Lernen entdeckte“, gibt er zu. „Lange brachte mir Schule gar keinen Spaß.“ Er war wohl auch ein Wildfang. In seinem Buch wird auch eine Passage auftauchen, die erzählt, wie er einmal von seinem eigenen Vater auf dem Polizeirevier verhört wurde.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="723" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8004-723x1024.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84049" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8004-723x1024.jpg 723w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8004-212x300.jpg 212w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8004-768x1088.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8004-297x420.jpg 297w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8004-696x986.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8004.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saxofon in Schweden 2004</figcaption></figure></div>


<p>Der Sport erreichte immer den persönlichen Spitzenplatz – ganz besonders galt es für den Handball. Die kleine Duburghalle war damals das Eldorado der Ballwerfer. Die Infrastruktur war bescheiden: Einen Schwingboden gab es nicht. Der Untergrund war hart, und nach einem Sturz hatte sich Volker Masuhr einmal den Arm gebrochen. Populär war damals der Feldhandball, und zwar am Schützenhof unter freiem Himmel. „Ich hatte allerdings keinen harten Schlagwurf und war auch etwas schlaksig“, verrät der ehemalige Leistungssportler. „So stand ich schnell im Tor. Da merkte ich dann, dass ich gute Reflexe hatte, aus denen man noch mehr machen konnte.“ Mit 14 Jahren war der Flensburger erstmals in der Landesauswahl. Er durfte auch zur „Norddeutschen“ und sogar zu einer DHB-Sichtung, bei der sogar der spätere Weltmeister-Trainer Vlado Stenzel vorbeischaute.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="502" data-id="84051" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8023.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84051" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8023.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8023-300x188.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8023-768x482.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8023-669x420.jpg 669w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8023-696x437.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">1. Handball-Bundesliga-Mannschaft 1979/80</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="506" data-id="84050" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8009.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84050" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8009.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8009-300x190.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8009-768x486.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8009-664x420.jpg 664w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8009-696x440.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Internationales Städteturnier in der Idrætshalle 1979</figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Abitur und Pädagogik</h2>



<p>Handball war ein wichtiger Teil im Leben, damals aber kein Profi-Sport. 1976 schaffte Volker Masuhr das Abitur – mit einem denkwürdigen Finale. „Der Direktor hatte sich darüber mokiert, dass wir mit langen Haaren und zerschlissenen Jeans zur mündlichen Prüfung erschienen waren“, erzählt er. „Ein Freund und ich haben es ihm dann gezeigt. Für die Entlassungen liehen wir uns zwei Fracks für 50 Mark aus.“ Diese Begebenheit war noch Jahre später Gesprächsstoff in den Gängen des Alten Gymnasiums. Volker Masuhr selbst begann mit einem Studium an der Pädagogischen Hochschule. „Ich kann es besser, sagte ich damals“, verrät der 70-Jährige mit einem Schmunzeln. „Ich wollte Freude am Lernen vermitteln und etwas Wichtiges tun.“ Die Medizin galt zunächst auch als Option, der Numerus Clausus stellte allerdings eine unüberwindliche Hürde dar. Sein Fach war natürlich Sport. Mit den PH-Handballern schaffte er es sogar zu den Hochschul-Meisterschaften in Köln, wo die Gastgeber mit den späteren Weltmeistern Joachim Deckarm und Claus Fey noch stärker waren.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" data-id="84034" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC06229A.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84034" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC06229A.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC06229A-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC06229A-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC06229A-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC06229A-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC06229A-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DSC06229A-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Entgegennahme des Deutschen Schulpreises aus den Händen von Pinar Atalay</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="84036" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0411_filtered.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84036" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0411_filtered.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0411_filtered-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0411_filtered-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0411_filtered-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0411_filtered-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Zirkusdirektor in der Waldschule (2009)</figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">TSB, SG, Altjührden und die Bundesliga</h2>



<p>Volker Masuhr fasste im Regionalliga-Team vom TSB Flensburg rasch Fuß, wechselte aber schon zur Serie 1977 zur SG Weiche-Handewitt. Dort war er einer von drei starken Torhütern und verzeichnete relativ wenig Spielanteile. Ende 1978 machte ihm ein Klub ein für damalige Verhältnisse unglaubliches Angebot: 10.000 D-Mark für vier Monate. Absender der Offerte war der niedersächsische Ligakontrahent SG VTB/Altjührden. Volker Masuhr musste nicht am Jadebusen wohnen und trainieren, sondern nur zu den Spielen dorthin fahren. Das Probe-Training war allerdings knifflig. „Ich musste mit einem Kasten über dem Kopf laufen, bekam dann unendlich viele Würfe ins Tor und sackte schließlich völlig kaputt ins Hotelbett“, erinnert sich der frühere Handball-Torwart.</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="573" data-id="84047" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_6250.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84047" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_6250.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_6250-300x215.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_6250-768x550.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_6250-586x420.jpg 586w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_6250-696x499.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Delegation von Eltern, Kindern und Lehrkräften bei der Preisverleihung in Berlin 2015</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="84031" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DAT2014Bildungspreis128.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84031" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DAT2014Bildungspreis128.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DAT2014Bildungspreis128-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DAT2014Bildungspreis128-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DAT2014Bildungspreis128-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/DAT2014Bildungspreis128-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Verleihung des Deutschen Arbeitgeberpreises für Bildung in Berlin mit Andrea Kliem, 2014</figcaption></figure>
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<p>Im Sommer 1979 kehrte er zurück zum TSB Flensburg. Acht Jahre zuvor hatte er als jugendlicher Fan den Bundesliga-Aufstieg seines Stammvereins miterlebt. Nun lockte erneut das Handball-Oberhaus. Volker Masuhr hat das Mannschaftsfoto von damals vor sich und rattert die Namen seiner damaligen Mannschaftskameraden runter. Die Heimspiele fanden in der KGS Adelby statt, wo sogar ein Sieg im Landesderby gegen den THW Kiel glückte. „Ich hielt zwei Siebenmeter“, betont der 70-Jährige mit einem stolzen Lächeln. Der TSB stieg dennoch am Ende der Saison wieder ab. Volker Masuhr blieb seinem Verein nun treu, wenngleich es oft viel Disziplin erforderte, Training, Spiele und Studium unter einen Hut zu kriegen. „Vor dem Staatsexamen hatte ich mich bei den Auswärtsfahrten vorne zum Busfahrer gesetzt“, erinnert er sich. „Ich habe für die Prüfung gelernt, während die anderen feierten oder Karten spielten.“</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="571" data-id="84041" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2218.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84041" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2218.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2218-300x214.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2218-768x548.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2218-588x420.jpg 588w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2218-696x497.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2218-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Gespräch mit Britta Ernst, Gattin des Ex-Kanzlers O. Scholz,<br>bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises, 2015</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="747" height="1024" data-id="84035" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0356-747x1024.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84035" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0356-747x1024.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0356-219x300.jpg 219w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0356-768x1053.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0356-306x420.jpg 306w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0356-696x954.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_0356.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 747px) 100vw, 747px" /><figcaption class="wp-element-caption">70er Jahre Style, als Mitglied des Tanz Ensembles Waldschule, 2019</figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Vom Lehrer zum Schulleiter</h2>



<p>1986 war endgültig Schluss mit dem aktiven Handball. „Man hörte damals früher auf als heutzutage“, erklärt Volker Masuhr. „Mit Beruf und Familie stellten drei wöchentliche Trainingseinheiten und die Spiele am Wochenende einen sehr großen Zeitaufwand dar.“ Er hatte inzwischen seine erste Frau kennengelernt, und in kurzer Reihenfolge kamen die Söhne Finn, Mats und Bent zur Welt. Der junge Familienvater trat seine erste Stelle bei der Pestalozzi-Schule in der Waitzstraße an. 1987 entdeckte Volker Masuhr eine Stellenausschreibung: Die Paulus-Paulsen-Schule, eine kleine Sonderschule, suchte einen neuen Schulleiter. Das klang interessant. Es folgten ein Lehrgang, eine Bewerbung und ein Gespräch. Mit 32 Jahren hatte ein junger Pädagoge eine neue Funktion in einem alten Kollegium.</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="610" data-id="84048" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7557.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84048" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7557.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7557-300x229.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7557-768x586.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7557-551x420.jpg 551w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7557-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_7557-696x531.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jubiläumskonzert Central-Park 2014 in Niebüll mit S. Goldmann<br>und G. Birkenbach (Foto: Fichtner)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="443" data-id="84053" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-06-23-um-08.32.51.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84053" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-06-23-um-08.32.51.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-06-23-um-08.32.51-300x166.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-06-23-um-08.32.51-768x425.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-06-23-um-08.32.51-758x420.jpg 758w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-06-23-um-08.32.51-696x385.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Policia Do Samba bei der Kieler Woche 2025</figcaption></figure>
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<p>Die kleine Sonderschule gedieh. Allmählich wurden weitere Standorte im Flensburger Stadtgebiet übernommen, sodass langfristig ein Förderzentrum entstand. Ab 2006 leitete Volker Masuhr mit der Waldschule zusätzlich eine alteingesessene Grundschule. Zuletzt hatte er zusammengenommen 120 Kollegen. „Wenn etwas lief, habe ich immer etwas Neues angefangen“, erzählt er. „Ich habe einen hohen Leistungsanspruch an mich und auch an andere. Ich setzte mir immer wieder neue Ziele.“</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="84046" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_4796.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84046" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_4796.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_4796-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_4796-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_4796-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_4796-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit den Söhnen beim Skilaufen 2015</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="601" data-id="84044" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3641.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84044" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3641.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3641-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3641-768x577.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3641-559x420.jpg 559w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3641-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3641-696x523.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3641-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sylvester-Baden mit seinen Söhnen, Sylt 2017</figcaption></figure>
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<p>Die Strukturen waren nach der Jahrtausendwende ganz andere als in den 1980er Jahren, der persönlichen Pionierzeit. Mit der Inklusion wurden die Förderschüler der Paulus-Paulsen-Schule auf diverse Schulstandorte in Flensburg verteilt. Volker Masuhr hatte ein zentrales Büro – in der Waldschule. Diese Bildungsstätte wuchs kontinuierlich, verzeichnete fast eine Verdopplung der Schülerzahl und entwickelte sich zu einer vierzügigen Grundschule mit annähernd 400 Kindern. Das Schulkonzept gewann sogar mehrere Bundespreise. An einer Feierstunde in Berlin nahm sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel teil.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2078.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84040" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2078.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2078-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2078-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2078-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2078-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2078-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2078-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Handball mit anderen Perspektiven</h2>



<p>Dem Handball blieb Volker Masuhr stets ein treuer Weggefährte. Er hat immer noch eine Dauerkarte im Block&nbsp;J. „Man fühlt sich als ein Teil der SG“, sagt der Handball-Veteran. Er hat mit dem Fahrrad nur fünf Minuten bis zur „Hölle Nord“ zu fahren, analysiert die Spiele eifrig und diskutiert gerne die Personalentscheidungen der SG. Nach seiner aktiven Sportlerkarriere gehörte er dem Vorstand vom TSB Flensburg als Leiter der Handball-Jugendabteilung an und wurde somit zum unmittelbaren Zeitzeugen der Gründung der SG Flensburg-Handewitt. Volker Masuhr trainierte seine Söhne, etliche Jugend-Mannschaften und sogar SG-Legende Jacob Heinl. Die Wochenenden waren oftmals verplant – und einmal sogar der Vormittag an Heiligabend. „Da konnten die Eltern ihre Kinder in der Duburghalle abgeben und in Ruhe die letzten Vorbereitungen für Weihnachten treffen“, verrät der leidenschaftliche Handballer. „Denn wir trainierten.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1892-2.jpeg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84037" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1892-2.jpeg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1892-2-300x225.jpeg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1892-2-768x576.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1892-2-560x420.jpeg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1892-2-80x60.jpeg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1892-2-696x522.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1892-2-265x198.jpeg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Mit Hobbys in den Ruhestand</h2>



<p>Volker Masuhr blieb drei Jahre länger im Schuldienst als er musste. „Die Schulaufsicht hat dem zugestimmt“, sagt er. „Ich hatte ein sehr gutes Kollegium und bin keinen Tag ungern zur Schule gegangen. Es war wie im Sport: Die besten Leistungen im Team erreicht man, wenn man es schafft,&nbsp; alle Charaktere zu integrieren.“ Einst hatte er selbst Deutsch, Kunst und Sport unterrichtet. Zuletzt hatte er noch einige Schwimmkurse und war nur außerhalb des Klassenzimmers am Puls. Schließlich war vor den Sommerferien 2024 der rote Teppich ausgerollt: der Abschied – aber nicht komplett von der Pädagogik. Seit 2018 ist Volker Masuhr in die Beratung und in Schulentwicklungswerkstätten der Robert-Bosch-Stiftung involviert – bundesweit, aber auch regional.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1942.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84038" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1942.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1942-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1942-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1942-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1942-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1942-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_1942-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Außer Handball trieb der Flensburger etliche andere Sportarten: Aikido, Tennis, Fußball und aktuell Schwimmen – weil es so gut für die Gelenke ist. Der 70-Jährige, der seit vier Jahren mit seiner zweiten Frau und deren Tochter am Stadtrand lebt, hat auch eine künstlerische Tendenz: Malerei, Fotografie und Musik. Er spielt mehrere Musikinstrumente und trommelt in der Percussion-Band „Policia Do Samba“. Die wöchentlichen Proben bereiten zehn bis 15 Auftritte im Jahr vor – von der Kieler Woche bis zur „Hölle Nord“.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3863.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84045" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3863.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3863-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3863-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3863-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3863-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3863-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3863-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Impressionen vom Jakobsweg</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Jakobsweg</h2>



<p>Von Langeweile ist keine Spur. Dennoch war Volker Masuhr vor dem beruflichen Ruhestand etwas in Sorge: „Wie schaffe ich den Absprung? Was kommt dann?“ Womöglich könnte er in ein mentales Loch fallen, wenn niemand ihn mehr nach etwas fragen würde oder Rat bräuchte. Da erinnerte er sich an einen älteren Vorschlag eines Freundes: der Jakobsweg. Dort könnte man zu sich finden, Gedanken sammeln und Ideen einfangen. Volker Masuhr war nie wirklich gewandert, probierte es aber vor zwei Jahren einmal aus und marschierte über Sterup und Kappeln nach Eckernförde: 72 Kilometer in drei Tagen. „Ich kam an meine Grenzen“, erzählt er. „Der erste Tag war schwer, am zweiten machten sich die Knie bemerkbar, und am dritten schmerzten sie.“ Der ehemalige Leistungssportler wollte nicht so schnell aufgeben, aber auch die folgenden Wanderungen endeten mit brennenden Füßen oder Blasen an den Zehen. „Der Arzt meinte, ich sollte es mir mit dem Jakobsweg gut überlegen“, verrät er. „Ich buchte aber dennoch einen Flug und die ersten drei Übernachtungen, um mir ein Ziel zu setzen. Und siehe da: kurz vor dem Start waren alle Beschwerden weg.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="505" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2275.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84042" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2275.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2275-300x189.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2275-768x485.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2275-665x420.jpg 665w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_2275-696x439.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Am 20. August des letzten Jahres startete er in Saint-Jean-Pied-de-Port, direkt an der französisch-spanischen Grenze, das Unternehmen „Jakobsweg“. Der Flensburger durchquerte die Pyrenäen und nebelgefüllte Täler. Er meisterte steinige Wege und auch den Asphalt einer Großstadt wie Pamplona. „Die ersten Tage waren es 22 oder 17 Kilometer“, berichtet Volker Masuhr. „Ich wollte es langsam angehen. Aber es ging hoch und runter – und mein Puls ebenso.“</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" data-id="84043" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3085.jpg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84043" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3085.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3085-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3085-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3085-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3085-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3085-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_3085-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</figure>



<p>Der Rucksack wog nur 6,5 Kilogramm, der Wanderer hatte sich auf das Nötigste beschränkt, um die Komfortzone zu verlassen. Bei den Übernachtungen traf man immer dieselben Gesichter, es entstanden Freundschaften. Man half sich gegenseitig mit Tipps für die richtige Behandlung von Blasen. Volker Masuhr tapte sich die Füße wie einst beim Handball die Hände. Er sollte die 800 Kilometer in fünf Wochen bewältigen. Er fand seinen Rhythmus, am Ende wurde es aber wühlig. Die letzten 100 Kilometer vor Santiago de Compostela waren Gott und die Welt unterwegs.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="582" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8083.jpeg" alt="Volker Masuhr – Handballer, Pädagoge, Jakobsweg-Bezwinger" class="wp-image-84052" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8083.jpeg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8083-300x218.jpeg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8083-768x559.jpeg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8083-577x420.jpeg 577w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8083-696x506.jpeg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8083-324x235.jpeg 324w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zusammen mit Mutter Ortrud (99 Jahre) 2025</figcaption></figure></div>


<p>Das Nordlicht machte sich in den fünf Wochen viele Gedanken über das Leben und brachte auch eine konkrete Idee mit: ein Buch. Die Erlebnisse, Geistesblitze und Rückblicke schrieb Volker Masuhr die nächsten Monate nieder – bis zu sieben Stunden täglich. Der Ihleo Verlag aus Husum legte das Werk auf und wird es vertreiben. Der Autor hielt einen ersten Vortrag im Wohnzimmer. Inzwischen sind weitere Lesungen terminiert. Keine Frage: Die 70 ist für Volker Masuhr kein Ruhepolster. „Ich fühle mich nicht so alt, wie ich wirklich bin – mein Arzt behauptet, ich befinde mich im Körper eines 50-Jährigen“, bestätigt er. Man darf gespannt sein, was als nächstes kommt…</p>



<p><em>Text: Jan Kirschner <br>Fotos: Jan Kirschner, privat</em></p>
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		<title>50 Jahre Wikinghalle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2025 22:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
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<h2 class="wp-block-heading">Die Einweihung</h2>



<p>Am 17. Mai 1975 wurde die Wikinghalle, die vor 50 Jahren noch als Sportzentrum Handewitt firmierte eingeweiht. Helmut Kanzler verkündete: „Nun steht für je drei Handewitter ein Quadratmeter Turnhalle zur Verfügung.“ Günter Ahlers, der Vorsitzende des Handewitter SV, meinte: „Die Halle soll kein Baudenkmal sein, sondern sie soll mit sportlichem Leben erfüllt werden.“ Höhepunkt des Eröffnungsprogramms: ein Handball-Freundschaftsspiel zwischen dem Oberligisten SG Weiche-Handewitt und dem Bundesligisten Hamburger SV.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="549" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/wiking75-4743_3.jpg" alt="50 Jahre Wikinghalle" class="wp-image-83760" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/wiking75-4743_3.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/wiking75-4743_3-300x206.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/wiking75-4743_3-768x527.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/wiking75-4743_3-612x420.jpg 612w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/wiking75-4743_3-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/wiking75-4743_3-696x478.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/wiking75-4743_3-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Handewitter Sportzentrum 1975</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Dimensionen</h2>



<p>Die Größe von 45 mal 27 Meter suchte in der kommunalen Nachbarschaft ihresgleichen, ebenso die freitragende Konstruktion, die Deckenhöhe von 7,80 Meter, die stolze Tribüne und der markante Schornstein in Betonstahl. Kurzum: Diese Sportstätte eignete sich für internationale Sport-Wettkämpfe. Zwei Faktoren ermöglichten dieses 1,85-Millionen-Mark-Vorhaben. Unmittelbar vor dem Baubeginn hatten sich die einst eigenständigen Gemeinden Ellund, Timmersiek, Gottrupel, Hüllerup und Haurup der Kommune Handewitt angeschlossen. Der Verzicht auf die Eigenständigkeit wurde mit einem „Kopfgeld“ bedacht, was in die Sporthallen-Finanzierung floss. Zeitgleich wuchs der Schulstandort Handewitt. Für Grund- und Hauptschule brauchte es eine Turnhalle mit den Maßen 33 mal 18 Meter. Zudem stand auf der Agenda der geplanten Sonderschule eine Halle mit den Maßen 24 mal 12 Meter. Diese beiden Projekte wurden zusammengefasst.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="549" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/9596-09.jpg" alt="50 Jahre Wikinghalle" class="wp-image-83753" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/9596-09.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/9596-09-300x206.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/9596-09-768x527.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/9596-09-612x420.jpg 612w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/9596-09-218x150.jpg 218w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/9596-09-696x478.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/9596-09-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saisonabschluss-Party 1996</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Handball</h2>



<p>Die geplante Sporthalle stachelte auch die Handball-Enthusiasten von ETSV Weiche und Handewitter SV an. Am 17. Juni 1974 war es so weit: Die SG Weiche-Handewitt wurde aus der Taufe gehoben. In der Presse-Erklärung stand: „Im Zusammenhang mit dem geplanten Hallenneubau in Handewitt soll im Westen Flensburgs ein Handball-Schwerpunkt geschaffen werden.“ Nach einem Jahr in der Jarplunder Schaulandhalle wurde die heutige Wikinghalle ab der Saison 1975/76 zur sportlichen Heimat der SG. Auf Anhieb gelang der Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga. 1981 war der Verein ein Gründungsmitglied der 2. Bundesliga Nord.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0263.jpg" alt="50 Jahre Wikinghalle" class="wp-image-83754" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0263.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0263-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0263-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0263-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0263-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehrung: Eintrag ins Goldene Buch Handewitts</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Länderspiele</h2>



<p>Weltmeister Deutschland weilte im Sommer 1978 aufgrund eines Lehrgangs in Damp. Eine Begegnung im nur 70 Kilometer entfernten Handewitt gegen die SG bot sich an. Die Bedingungen für den sportlichen Vergleich gab Bundestrainer Vlado Stenzel vor: drei Drittel zu je 25 Minuten. Die DHB-Auswahl siegte mit 33:19. 1980 erlebte Handewitt sogar ein offizielles Länderspiel zwischen der Sowjetunion und Polen – und das kurz nach dem sowjetrussischen Einmarsch in Afghanistan. Besondere Sicherheitsvorkehrungen waren nötig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Bundesliga-Aufstieg</h2>



<p>Nach einem Sieg im hessischen Griesheim war die SG Weiche-Handewitt am 19. Mai 1984 plötzlich erstklassig. Am nächsten Tag bewegte sich ein Auto-Korso vom Sportheim des ETSV Weiche zum Handewitter Sportzentrum. Die längste Party der Vereinsgeschichte ging weiter. Die Konkurrenz in der deutschen Eliteklasse fürchtete schon bald die Atmosphäre in der Halle, die stets mit knapp 1200 Zuschauern ausverkauft war. Der Begriff „Hölle Nord“ fiel erstmals in einem Interview mit Martin Schwalb, heute Trainer, damals Nationalspieler des TV Großwallstadt, öffentlich.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0283.jpg" alt="50 Jahre Wikinghalle" class="wp-image-83755" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0283.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0283-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0283-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0283-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0283-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Freundschaftsspiel zwischen DHK und Junior-Team</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Osttribüne</h2>



<p>Die Gemeinde Handewitt hegte schon länger Ausbaupläne zu einer „Schwerpunkthalle im Norden des Kreises“. Der sensationelle Bundesliga-Klassenerhalt am 18. Mai 1985 löste einen erstaunlich schnellen Anbau aus. Anfang Juni 1985 reisten die Kommunalpolitiker ins Lipperland. Die Halle des Bundesliga-Kontrahenten TBV Lemgo diente als Vorbild für das Ausbauvorhaben. Der Wunsch: eine Osttribüne mit 600 Plätzen hinter dem Tor. Die 650.000 D-Mark waren schnell finanziert. Am 15. Juli 1985 vergab der Gemeinderat die wesentlichen Gewerke. Am 28. September 1985 um 19.30 Uhr ertönte der erste Anpfiff in der erweiterten Großsporthalle. 1956 Zuschauer sahen einen Erfolg über GW Dankersen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Abschied</h2>



<p>Am 9. April 1995 erlebte die Wikinghalle ihr letztes großes Bundesliga-Spiel. Jan Holpert, Jan Eiberg Jörgensen, Matthias Hahn und der Rest der SG Flensburg-Handewitt schlugen Bayer Dormagen mit 27:19. Nach Abpfiff wankte die Polonäse durch die Wikinghalle. Kapitän Holger Schneider versprach: „Wir holen den Europapokal!“ Die Fördehalle und später die Campushalle hatten ein größeres Fassungsvermögen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8511.jpg" alt="50 Jahre Wikinghalle" class="wp-image-83757" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8511.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8511-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8511-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8511-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8511-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kevin Möller: 2014 für ein Testspiel in der Wikinghalle</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Jugend-Bundesliga</h2>



<p>In Handewitt fanden ab und an Europacup- oder Pokalspiele statt. Der letzte Auftritt der Profis war am 1. August 2014 ein Testspiel gegen Mors-Thy. Die Wikinghalle ist aber nach wie vor ein Bundesliga-Standort – und das gleich vier Mal. Sowohl die männliche A- und B-Jugend der SG wie auch die weibliche A- und B-Jugend des Handewitter SV laufen regelmäßig in der „Ur-Hölle-Nord“ auf.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8538.jpg" alt="50 Jahre Wikinghalle" class="wp-image-83758" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8538.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8538-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8538-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8538-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_8538-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gastspiel für Maskottchen „SiGi“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Konzerte</h2>



<p>Hauptnutzer der Wikinghalle waren stets die Schulen mit ihrem Sportunterricht. Dorffeste, Basare oder Veranstaltungen schufen ein buntes Programm. In den 90er Jahren boxte Wladimir Kitschko einige Mal und ein Konzert-Reigen präsentierte Stars wie Udo Jürgens, die Backstreet Boys oder „Die Ärzte“.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0829.jpg" alt="50 Jahre Wikinghalle" class="wp-image-83756" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0829.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0829-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0829-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0829-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/07/DSC_0829-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Party mit den „Andersons“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Das Jubiläum</h2>



<p>Mitte Juni organisierte die Gemeinde Handewitt einen fünftägigen Festakt. Zahlreiche Protagonisten der Bundesliga-Mannschaft von 1984 waren eingeladen und trugen sich ins Goldene Buch ein. Dazu gesellten sich ein Freundschaftsspiel des Handball-Nachwuchsbereichs, ein Seniorentag, eine Party und ein Frühschoppen. Eine Fortsetzung unter dem Motto „50 Jahre Wikinghalle“ gibt es am 6. August: Die SG Flensburg-Handewitt spielt gegen den DHK Flensborg.</p>



<p><em>Text: Jan Kirschner<br>Fotos: privat, Jan Kirschner   </em> </p>



<p></p>
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		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2025 22:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[Jim Gottfridsson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der 8. Juni dürfte bei der SG Flensburg-Handewitt legendär werden. Dann ist das letzte Heimspiel der Saison, und im Foyer der „Hölle Nord“ werden wieder die übergroßen Konterfeis der acht Vereinslegenden hängen. Man muss aber kein allzu großer Prophet sein, um vorauszusagen, dass nach dem Abpfiff ein neunter Spieler in diese ruhmreiche Galerie aufgenommen wird. [&#8230;]</p>
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<p>Der 8. Juni dürfte bei der SG Flensburg-Handewitt legendär werden. Dann ist das letzte Heimspiel der Saison, und im Foyer der „Hölle Nord“ werden wieder die übergroßen Konterfeis der acht Vereinslegenden hängen. Man muss aber kein allzu großer Prophet sein, um vorauszusagen, dass nach dem Abpfiff ein neunter Spieler in diese ruhmreiche Galerie aufgenommen wird. Jim Gottfridsson hat fast 500 Spiele für die SG bestritten, weit über 1000 Tore erzielt und wird im Sommer nach zwölf Jahren im Klub nach Ungarn zu Pick Szeged wechseln. In seinen Abschiedsworten wird Stolz mitschwingen. „Es ist gar nicht selbstverständlich, zwölf Jahre in der Bundesliga zu spielen – und dazu nur für einen einzigen Verein“, sagt der 32-jährige Schwede.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83046" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_1298-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2013: Frisch in Flensburg angekommen</figcaption></figure></div>


<p>Seine Zusammenarbeit mit der SG geht sogar über die zwölf Jahre hinaus. Es ist anderthalb Dekaden her, dass Ljubomir Vranjes als Team-Manager Kontakt zu einem großen schwedischen Talent aufnahm. „Wir trafen uns in Malmö“, erinnert sich Jim Gottfridsson. „Er hatte ein Trikot von Lasse Svan und einen Konter mit und erzählte mir von den Zielen der SG.“ Noch wäre der Schritt zu groß, meinte damals Ljubomir Vranjes, aber in ein oder zwei Jahren könnte es klappen. Das Rückraumass aus Ystad stand nun im Notizbuch des bekannten Landsmanns, der häufiger bei den Spielen zuschaute, während andere Klubs nur unpersönliche Angebote machten. Das beeindruckte Jim Gottfridsson, der schon im Sommer 2011 in Kristianstad im SG-Trainingslager auftauchte. Fast hätte es schon 2012 mit einem Wechsel geklappt, doch der Vertrag in Ystad versperrte diese Option.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erste Saison bei der SG, erster großer Erfolg</h2>



<p>Im Sommer 2013 marschierte der schwedische Neuzugang dann wirklich als SG-Spieler zu seinem ersten Training. Es war eine Krafteinheit im Förde-Fitness. Jim Gottfridsson war gut vorbereitet und hatte sich die Wochen zuvor einen persönlichen Trainer genommen. Nun war es Ljubomir Vranjes, inzwischen Chefcoach der SG, der die Ergebnisse an den Geräten kontrollierte. „Danach bildeten wir einen Kreis und Ljubo richtete ein paar Worte an die gesamte Mannschaft“, erzählt Jim Gottfridsson. „Er lobte meine Leistung, und ich bemerkte einige re­spektvolle Blicke der Teamkollegen, die alle Weltklasse-Spieler waren. Ich war stolz, denn ich war nun ein Teil dieser starken Mannschaft.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83049" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2014: Triumph in der Champions League</figcaption></figure></div>


<p>In der Rückraummitte war Thomas Mogensen zunächst der Platzhirsch. Im linken Rückraum hatte die SG aber ihre Verletzungssorgen. Schon in seiner ersten Saison stand Jim Gottfridsson viel auf dem Spielfeld – selbst im Final Four der Champions League 2014, bei dem die Nordlichter rauschende Momente erlebten und den europäischen Handball-Thron erklommen. „Der Erfolg war so überwältigend, dass ich in Köln sonst gar nicht so viel mitbekommen habe“, verrät der damalige Novize. „Als wir Jahre später endlich mal wieder in Köln waren, habe ich erst gemerkt, wie groß die Arena eigentlich ist. Das hatte ich damals gar nicht realisiert.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Tiefpunkt zu zwei Meisterschaften</h2>



<p>In der Siegesfeier auf dem Südermarkt teilte die SG mit, dass Jim Gottfridsson seinen Kontrakt langfristig verlängert hatte. So reibungslos lief es allerdings nicht immer. Innerhalb relativ kurzer Zeit brach sich der Rückraumspieler drei Mal den Mittelfuß. „Das war eine ganz schwere Zeit, da ich mir die Frage stellen musste, ob mein Körper für die enorme Belastung der Bundesliga überhaupt geeignet ist“, berichtet der rotblonde Skandinavier. „Zum Glück kehrte ich gestärkt zurück.“ Jim Gottfridsson trat als Angriffsstratege auf, verinnerlichte jeden Spielzug und reagierte so gut wie auf jede taktische Änderung des Gegners mit einer noch besseren Antwort.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83048" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_3413-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Derbysieg mit der SG, Bad in der Fan-Menge</figcaption></figure></div>


<p>Das war auch für die SG ein Segen – vor allem in der Saison 2017/18. Mit ihrem neuen Trainer Maik Machulla hatte die Mannschaft zu Weihnachten schon zehn Minuspunkte angehäuft und wurde von vielen abgeschrieben. In der Rückrunde schob sich die SG immer näher an die Spitze. Schließlich lagen nur noch die Rhein-Neckar Löwen etwas besser. An einem Abend unter der Woche rechnete alles mit einem Sieg der Süddeutschen gegen Melsungen. „Ich schaute erst sieben Minuten vor dem Ende auf den Live-Ticker, es war sehr knapp“, erinnert sich Jim Gottfridsson. „Ich schwitzte vor Aufregung, und die Löwen verloren tatsächlich. Ich musste erst einmal in den Garten und Luft schnappen.“ Die SG hatte nun alle Vorteile und wurde nach zwei nervenaufreibenden Arbeitssiegen in Lübbecke und gegen Göppingen tatsächlich deutscher Meister. Die Erleichterung war riesig. „Besser feiern konnten wir ein Jahr später, als wir mit nur vier Minuspunkten deutscher Meister geworden sind“, meint der Handball-Profi. „Das muss man sich mal vorstellen: Wir waren in der so starken Bundesliga wirklich ein Jahr ungeschlagen geblieben.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83049" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_4921-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2014: Triumph in der Champions League</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Was bringt die Zukunft?</h2>



<p>Jim Gottfridsson war über Jahre einer der Leistungsträger bei der SG, stand im Normalfall in der Startaufstellung. Das änderte sich, als Nicolej Krickau das Traineramt bei der SG übernahm. Die große Wertschätzung spürte das Rückraumass nicht mehr. Früher hatte der schwedische Spielmacher selbst damit kokettiert, seinen bis 2025 gültigen Vertrag nicht zu erfüllen. Im letzten Sommer wurde die Jahreszahl zur ultimativen Trennlinie einer Handball-Ehe. Jim Gottfridsson unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag bei Pick Szeged. „Ich habe das Gefühl, dass mein Körper die Belastung in der Bundesliga nicht mehr so ohne Weiteres mitmacht, diese Liga ist wirklich brutal“, erklärt er. „Außerdem fand ich, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sportlich noch einmal etwas zu probieren.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Jim Gottfridsson" class="wp-image-83044" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/05/DSC_6003-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2019: die zweite Meisterschaft</figcaption></figure></div>


<p>An eine Rückkehr in die Bundesliga denkt er nicht. Vielmehr peilt Jim Gottfridsson langfristig eine neue Aufgabe im Handball an und plant, als Trainer in Südschweden anzufangen. Und: Wird man ihn irgendwann in Flensburg wiedersehen? Jim Gottfridsson lächelt und antwortet: „Am 8. Juni werde ich nicht ´Tschüss´, sondern ´Auf Wiedersehen´ sagen. Flensburg wird mir immer etwas bedeuten.“</p>



<p><em>Text + Fotos: Jan Kirscher<br></em></p>



<p></p>
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		<title>Das SG-Portrait: Ales Pajovic</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 16:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[Ales Pajovic]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[SG Flensburg-Handewitt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein Ritual der „Hölle Nord“: Die Mannschaft der SG Flensburg-Handewitt steht nach den Spielen immer an der Neunmeter-Linie und feiert mit den Fans auf der Nordtribüne. Jetzt waren die Spieler durch und schritten in die Kabine. Da ergriff Co-Trainer Anders Eggert die Gunst der Stunde und führte seinen neuen Chef Ales Pajovic an [&#8230;]</p>
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<p>Es ist ein Ritual der „Hölle Nord“: Die Mannschaft der SG Flensburg-Handewitt steht nach den Spielen immer an der Neunmeter-Linie und feiert mit den Fans auf der Nordtribüne. Jetzt waren die Spieler durch und schritten in die Kabine. Da ergriff Co-Trainer Anders Eggert die Gunst der Stunde und führte seinen neuen Chef Ales Pajovic an diese Stelle. Das Duo initiierte eine kleine Welle. Man spürte, wie in diesem Moment vom neuen Trainer die Anspannung abfiel. Bei seiner Heimpremiere hatte die SG gegen den VfL Gummersbach gewonnen. „Das war eine tolle Atmosphäre, der Gegner wusste, dass es sehr hart werden würde“, freute sich Ales Pajovic.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-162.jpg" alt="Das SG-Portrait: Ales Pajovic" class="wp-image-82139" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-162.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-162-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-162-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-162-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-162-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2006, 2008 und 2009 gewann Ales Pajovic die Champions League</figcaption></figure></div>


<p>Er steht für ein Novum. Die SG Flensburg-Handewitt setzt erstmals auf einen Coach aus Slowenien. Ales Pajovic wurde 1979 in der südosteuropäischen Handball-Hochburg Celje geboren und vergrößert damit die Balkan-Fraktion unter dem SG-Dach. Abwehrchef Blaz Blagotinsek ist ein Landsmann, der auch in Celje aufwuchs. Und der bosnische Keeper Benjamin Buric lud seinen Keeper prompt zu einem Essen ins Restaurant „Macedonia“ ein. Die Einladung konnte dieser allerdings noch nicht annehmen. „Im Moment geht es bei mir nur um Handball, Handball und nochmals Handball“, sagt Ales Pajovic. „Das Höchste der Gefühle ist ein Flensburger Bier nach einem Sieg.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bemerkenswerte Spieler-Karriere</h2>



<p>Die Fans reagierten mit Skepsis, als die SG den 46-Jährigen als ihren neuen Chefcoach vorgestellt hatte. Er sei ja kein Hochkaräter, hieß es. Einen Top-Klub hat er in der Tat noch nicht trainiert, seine Referenzen, die aus einer langen Handball-Biografie resultieren, sind dennoch bemerkenswert. Denn die Spieler-Karriere von Ales Pajovic liest sich beeindruckend. Er wechselte mit 24 Jahren das erste Mal ins Ausland. Wenige Jahre später war er dreimaliger Champions-League-Sieger mit der einstigen spanischen Handball-Macht Ciudad Real. Dabei arbeitete er mit Trainer-Größen wie Talant Dujshebaev und Raul Gonzalez zusammen.</p>



<p>Im Herbst 2007 half Ales Pajovic für ein paar Monate beim THW Kiel aus. Das war aber kein Sündenfall, sondern ein nachvollziehbares Leihgeschäft. „Damals saß ich viel auf der Tribüne, weil Ciudad Real mehr als neun Ausländer hatte und sich zwei Einbürgerungen hinzogen“, erinnert sich der Slowene. In dieser Situation rief Noka Serdarusic an. Der damalige THW-Trainer hatte ein paar Verletzungssorgen und brauchte eine Aushilfe. Ales Pajovic griff zu, sammelte Spielpraxis und – das darf sich ein SG-Fan merken – er spielte kein Derby gegen die SG.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="454" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-074.jpg" alt="Das SG-Portrait: Ales Pajovic" class="wp-image-82142" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-074.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-074-300x170.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-074-768x436.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-074-740x420.jpg 740w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-074-696x395.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saison 2007/8: Für und gegen den THW Kiel</figcaption></figure></div>


<p>Mit anderen Klubs war der Rückraumspieler, der noch mehr als Abwehr-Stratege auftrumpfte, durchaus auch mal Gegner der SG. Mit Ciudad Real gab es sogar mal einen königlichen Halbfinal-Triumph. Später tauchte Ales Pajovic mit dem SC Magdeburg und dem TuS N-Lübbecke in der „Hölle Nord“ auf. Magdeburg war damals nicht auf Augenhöhe mit der SG, die Westfalen noch weniger. „Als wir lange im Bus nach Norden saßen, wussten wir schon, dass wir verlieren werden“, erinnert sich der Handball-Experte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Als Trainer bislang nur in Österreich</h2>



<p>Stolze 181 Länderspiele bestritt er als aktiver Spieler für Slowenien. Der Höhepunkt: 2004 veranstaltete das kleine Land im Norden des ehemaligen Jugoslawiens die Europameisterschaft. Im eigenen Land sausten die Gastgeber bis ins Finale durch und verloren erst dort gegen die deutsche Mannschaft. Die Europameisterschaft von 2010 bildete für Ales Pajovic den internationalen Abschluss. Dieses Turnier richtete Österreich aus. Vielleicht eine Art Orakel, denn die Alpenrepublik wurde zum Ausgangspunkt seiner Trainer-Karriere. Ein weiterer Vorteil: Das Bundesland „Steiermark“ grenzt nördlich direkt an die slowenische Heimat an.</p>



<p>Bei der HSG Graz war Ales Pajovic zunächst Spielertrainer, dann saß er ausschließlich auf der Bank und löste in der Steiermark einen Höhenflug aus. Das Fahrstuhl-Team stieg nicht nur in die österreichische Erstklassigkeit auf, sondern erreichte sogar die Meisterschaft-Playoffs. Dieser Erfolg weckte das Interesse des österreichischen Verbandes, der im Frühling 2019 die Verpflichtung des Novizen bekanntgab. Unter seiner Führung machten die Österreicher vor allem bei den Europameisterschaften 2020 und 2024 auf sich aufmerksam. Ales Pajovic wird die „Ösis“ bis zum Ende der EM-Qualifikation weiterhin betreuen und im März zwei Mal auf die DHB-Auswahl treffen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/DSC_0663.jpg" alt="Das SG-Portrait: Ales Pajovic" class="wp-image-82140" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/DSC_0663.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/DSC_0663-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/DSC_0663-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/DSC_0663-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/02/DSC_0663-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ausgelassene Stimmung mit „Co“ Anders Eggert</figcaption></figure></div>


<p>Der erste Kontakt mit der SG entstand Anfang Januar. „Ales hat uns mit seiner Philosophie und seiner Vision von der Zusammenarbeit überzeugt“, erklärt Ljubomir Vranjes, der Sportliche Leiter der SG. In Flensburg unterschrieb Ales Pajovic einen Vertrag bis 2027. „Ich musste nicht lange überlegen, denn einen international erfolgreichen Verein wie die SG zu trainieren, ist eine Chance, die man so schnell nicht wiederbekommt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gegenwart und nahe Zukunft</h2>



<p>Nach der Weltmeisterschaft in Kroatien kam er in den Norden, ließ das „Servus“ im Süden und grüßt nun mit „Moin“. Die ersten Tage bezog der neue Trainer ein Hotel in Wassersleben. „Der Blick mit Strand, Meer und Sonne war ja fast wie an der Adria“, sagte Ales Pajovic mit einem Lächeln. Wenig später wechselte er in eine kleine Wohnung. Ab Sommer darf alles etwas größer sein, denn dann kommen Frau und Tochter nach. Der Sohn studiert bereits und bleibt in Österreich.</p>



<p>Der neue Übungsleiter hat keine sportliche Revolution im Schilde. „Mitten in der Saison ist kein Zeitpunkt, etwas an System und Abläufen zu ändern“, erklärt Ales Pajovic. „Ich muss auch alle erst einmal besser kennenlernen, um das richtige Gefühl zu bekommen.“ Zuckerrohr oder Peitsche? Ales Pajovic: „Ich kann hart sein, aber ich bin eher ein ruhiger Trainer, der respektvoll mit den Spielern umgeht.“</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>
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		<title>Herning: Impressionen von der Handball-Weltmeisterschaft 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[Handball WM 2025]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorspiel Die DHB-Auswahl bestritt ihr erstes Testspiel vor 5569 Zuschauern in der „Hölle Nord“ gegen Brasilien (32:25). „Insgesamt war es ein schöner Start ins neue Handball-Jahr“, sagte Johannes Golla. „Es war schön hier zu sein und viele bekannte Gesichter zu sehen – auch wenn es etwas anders war als sonst.“ Der DHB-Kapitän, der dieselbe Position [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Vorspiel</h2>



<p>Die DHB-Auswahl bestritt ihr erstes Testspiel vor 5569 Zuschauern in der „Hölle Nord“ gegen Brasilien (32:25). „Insgesamt war es ein schöner Start ins neue Handball-Jahr“, sagte Johannes Golla. „Es war schön hier zu sein und viele bekannte Gesichter zu sehen – auch wenn es etwas anders war als sonst.“ Der DHB-Kapitän, der dieselbe Position auch bei der SG Flensburg-Handewitt bekleidet, betrat sein Wohnzimmer. Allerdings wird der 27-Jährige im Sommer 2026 zur MT Melsungen wechseln. Ein Wink mit Zukunft war da die Zimmereinteilung bei der deutschen Nationalmannschaft. Johannes Golla bekam ein Doppelzimmer mit Timo Kastening, Rechtsaußen bei der MT Melsungen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="714" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7658.jpg" alt="Herning: Impressionen von der Handball-Weltmeisterschaft 2025" class="wp-image-81771" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7658.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7658-300x268.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7658-768x685.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7658-471x420.jpg 471w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7658-696x621.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Johannes Golla: im Tunnel</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Namenshäufung</h2>



<p>In diesem Sommer wird sich Luca Witzke der SG anschließen. Der Noch-Leipziger bildet beim deutschen Nationalteam eine WG mit dem Magdeburger Lukas Mertens. Und dann gibt es in der Mannschaft auch noch Lukas Stutzke und Lukas Zerbe. Diese Vornamenshäufung forciert natürlich Spitznamen. Bundestrainer Alfred Gislason beschränkt sich bei Luca Witzke auf den Nachnamen, wobei der ähnlich klingt wie der von Lukas Stutzke.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8461.jpg" alt="Herning: Impressionen von der Handball-Weltmeisterschaft 2025" class="wp-image-81765" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8461.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8461-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8461-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8461-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8461-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lukas Jörgensen: „Tolle Stimmung!“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Polnische Medien-Politik</h2>



<p>Die Medien-Termine des DHB sind exakt terminiert mit vorher angekündigten Gesprächspartnern. Beim Gruppengegner Polen war es ganz anders. Da wurde man vom Pressesprecher zum Mannschaftshotel bestellt, als man ein Interview-Wunsch mit Nationalcoach Marcin Lijewski – übrigens von 2002 bis 2008 SG-Profi – geäußert hatte. Dabei hatten Journalisten gar keinen Zutritt zum Quartier. Im Empfangsbereich angekommen wurde man um eine Stunde vertröstet, da der Trainer gerade schlafen würde. Dann stand plötzlich die Vorbereitung für das Spiel gegen Deutschland im Vordergrund. Und ein versprochener Rückruf nach dem Training war zu spät. Angesichts dieser chaotischen Organisation verwundert es nicht, dass die Polen bereits in der Vorrunde scheiterten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dänische Pressekonferenz</h2>



<p>Vor einer Schulsporthalle breitete sich eine Baustelle aus, die automatische Schiebetür im Eingang war aber voll funktionstüchtig und verschaffte Zutritt zu einem Teil der Weltmeisterschaft: Vor einer Trainingseinheit luden die Dänen zu einer Pressekonferenz. Mehrere TV-Kameras, Agentur- und Boulevard-Journalisten buhlten um O-Töne. Da blieben für kleinere Medien nur drei Minuten für ein Spieler-Interview. SG-Kreisläufer Lukas Jörgensen schwärmte in dieser kurzen Zeit sehr ausgiebig von der tollen Kulisse in Herning. 2019, während der letzten Heim-WM, war er noch Teenager und zwei Mal als Fan in der „Jyske Bank Boxen“. Lukas Jörgensen: „Vor sechs Jahren habe ich viel auf Rasmus Lauge geschaut, jetzt machte er große Augen, als ich ihm das erzählte.“ Nun hatten beide sechs dänische Heimspiele – gemeinsam als Mannschaftskollegen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8477.jpg" alt="Herning: Impressionen von der Handball-Weltmeisterschaft 2025" class="wp-image-81766" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8477.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8477-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8477-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8477-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_8477-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Begehrt: Fotos mit Simon Pytlick</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Dänische Party</h2>



<p>In der Vorrunde war die „Jyske Bank Boxen“ zwei Mal nicht ganz ausverkauft, als die dänische Nationalmannschaft spielte. Aber die Partie gegen Italien war für einen Samstagabend datiert – das Signal für eine große rot-weiße Party. Schon vier Stunden vor dem Anpfiff flanierten unzählige dänische Fans vor der Arena mit entsprechendem Outfit: rot-weiße Trikots, Schals, Hüte und Mützen. Und wer noch nicht passend gekleidet war, der hatte Taschen mit Utensilien dabei oder deckte sich im Innern der Arena ein. Vor und während der Partie wurden Torjubel und dänische Ekstase mit allerlei Hits garniert: West Virginia, Village People und natürlich „Vi er røde, vi er hvide“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fan-Zone</h2>



<p>Eine große Messehalle verwandelte sich in Herning in eine riesige Fan-Zone, einer Mischung aus Las Vegas und Legoland. Torwandwerfen, Tischkicker, Tischtennis und viele Shops sorgten für Kurzweil. Ein Spiele-Parcours für die Jugend war mit den Konterfeis der dänischen Handball-Stars versehen. Eine Video-Show beschäftigte sich mit der langen Geschichte des dänischen Handballs. Nach den dänischen Spielen war der Zugang nur mit einem speziellen Ticket möglich: Es ließen sich Autogramme von drei oder vier Spielern abstauben. Es bildeten sich lange Schlangen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7379.jpg" alt="Herning: Impressionen von der Handball-Weltmeisterschaft 2025" class="wp-image-81768" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7379.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7379-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7379-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7379-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7379-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Torwandwerfen in der Fan-Zone</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Vize-Kapitän</h2>



<p>Wie bei den letzten beiden Turnieren gehörte Simon Pytlick zu den Leistungsträgern in der dänischen Mannschaft. Das SG-Rückraumass hatte im November zudem eine neue Funktion übernommen: die des Vize-Kapitäns. Nach den Rücktritten der dänischen Superstars Mikkel Hansen und Niklas Landin bedurfte es neuer interner Strukturen. „In erster Linie unterstütze ich unseren Kapitän Magnus Saugstrup“, erklärte Simon Pytlick. „Ich muss noch mehr als bislang unsere Mannschaft im Blick behalten und darauf achten, wenn jemand mal einen schlechten Tag hat.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Handballverrückt</h2>



<p>Frühstück um zehn Uhr, dann folgen eine Ruhephase, eine Video-Besprechung, der Presse-Termin und schließlich das Training – so sah ein dänischer Tagesablauf an den spielfreien Tagen aus. Am Abend dienten Tischtennis, Play-Station oder Kartenspielen als Zeitvertreib. In einem Raum, der stets gut besetzt war, lief immer ein Fernseher: mit den aktuellen Spielen. „Wir sind handballverrückt und verfolgen fast alles“, schmunzelte SG-Torwart Kevin Möller.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7389.jpg" alt="Herning: Impressionen von der Handball-Weltmeisterschaft 2025" class="wp-image-81769" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7389.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7389-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7389-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7389-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/DSC_7389-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Interview mit Kevin Möller</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Flensburger Vorbereitung</h2>



<p>Neben der DHB-Auswahl tauchten auch die italienischen Handballer wenige Tage vor der Weltmeisterschaft in Flensburg auf. Sie trainierten in der Duburghalle und wohnten in der Akademie, die seit Jahren eine Kooperation mit dem italienischen Handballverband pflegt. Rechtsaußen Leo Prantner und Rückraumspieler Mikael Helmersson waren einst Talente im SG-Nachwuchsbereich, jetzt bestritten sie ihre erste Weltmeisterschaft. Dank zweier Siege gegen Tunesien und Algerien erreichten sie die Hauptrunde und durften sich in Herning sogar mit Dänemark und Deutschland messen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner  </em></p>
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		<title>Handball-Weltmeisterschaft 2025 – Länderspiel in Flensburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2025 11:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
		<category><![CDATA[flensburg]]></category>
		<category><![CDATA[GP Joule Arena]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[Weltmeisterschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Januar gehört traditionell den Nationalteams, wodurch der Handball-Betrieb in der „Hölle Nord“ ruht und die Spieler der SG Flensburg-Handewitt nur im Fernsehen zu bewundern sind. Dieses Mal gibt es aber eine Ausnahme: Am Donnerstag, 9. Januar, wird um 18.30 Uhr das Länderspiel zwischen Deutschland und Brasilien in der GP Joule Arena angepfiffen. Mit dabei [&#8230;]</p>
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<p>Der Januar gehört traditionell den Nationalteams, wodurch der Handball-Betrieb in der „Hölle Nord“ ruht und die Spieler der SG Flensburg-Handewitt nur im Fernsehen zu bewundern sind. Dieses Mal gibt es aber eine Ausnahme: Am Donnerstag, 9. Januar, wird um 18.30 Uhr das Länderspiel zwischen Deutschland und Brasilien in der GP Joule Arena angepfiffen. Mit dabei Kapitän Johannes Golla. Ebenfalls interessant: Auch Luca Witzke ist für die DHB-Auswahl nominiert. Der Spielmacher wechselt im Sommer von Leipzig zur SG.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="957" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1348.jpg" alt="Handball-Weltmeisterschaft 2025 – Länderspiel in Flensburg" class="wp-image-81462" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1348.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1348-251x300.jpg 251w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1348-768x919.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1348-351x420.jpg 351w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1348-696x833.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Interessant: Luca Witzke ist ab Sommer ein Flensburger</figcaption></figure></div>


<p>Die Partie hat Testcharakter. „Brasilien ist ein attraktiver Gegner und neben Argentinien die Top-Mannschaft Südamerikas“, meint Bundestrainer Alfred Gislason. „Ich freue mich besonders auf ein weiteres Heimspiel in Flensburg und den Besuch in Hamburg.“ In der Hansestadt wird die DHB-Auswahl zwei Tage später vorstellig. Der Fokus der besten deutschen Handballer wird auf die Weltmeisterschaft gerichtet sein. Am Dienstag, 14. Januar, wird diese in Herning eröffnet. Ein bewährter Schauplatz für große Turniere.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="907" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2663.jpg" alt="Handball-Weltmeisterschaft 2025 – Länderspiel in Flensburg" class="wp-image-81464" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2663.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2663-265x300.jpg 265w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2663-768x871.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2663-370x420.jpg 370w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2663-696x789.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Simon Pytlick: seine zweite WM</figcaption></figure></div>


<p>Zur Erinnerung: Am 27. Januar 2019 bestritten Norwegen und Dänemark das Finale. Die dänischen Gastgeber siegten, sodass vier Spieler der SG mit Gold zurückkehrten. Und vier norwegische SG-Akteure hatten Silber in der Tasche. „Damals habe ich die Stimmung am Fernseher erlebt, was schon sehr beeindruckend war – auf dem Spielfeld wird es jetzt noch beeindruckender“, glaubt Simon Pytlick. Das 24-jährige Rückraumass war damals noch zu jung, jetzt fiebert es seiner zweiten Weltmeisterschaft entgegen. Glückt ihm der zweite Titel und den Dänen, die seit 2019 immer auf dem WM-Thron saßen, gar der vierte Streich in Serie? Der Verlauf des Turniers wird diese Frage beantworten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer spielt für Dänemark?</h2>



<p>Aus Sicht der SG-Fans ist es zunächst spannender, wie viele ihrer Lieblinge das dänische Trikot tragen werden. Bis zu acht sind denkbar. Neben Simon Pytlick gelten Linksaußen Emil Jakobsen, Kreisläufer Lukas Jörgensen und der flexible Linkshänder Niclas Kirkelökke als gesetzt. Gute Chancen besitzen Torwart Kevin Möller und der abwehrstarke Routinier Mads Mensah. Rückraumspieler Lasse Möller zeigte zuletzt gute Leistungen, Rechtsaußen Johan Hansen erhielt im November eine Einladung zum Lehrgang.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_7549.jpg" alt="Handball-Weltmeisterschaft 2025 – Länderspiel in Flensburg" class="wp-image-81465" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_7549.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_7549-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_7549-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_7549-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_7549-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mads Mensah war 2019 schon Weltmeister</figcaption></figure></div>


<p>In der Vorrunde treffen die Dänen auf Algerien (14. Januar), Tunesien (16. Januar) und Italien (18. Januar). Eigentlich alles keine richtigen Hürden. Die Hauptrunde verspricht den Klassiker gegen Deutschland. Zuletzt rasierten die Skandinavier die deutschen Ballwerfer im Olympia-Endspiel von Lille, hatten aber im letzten Januar schwer zu kämpfen, um in Köln das Halbfinale der Europameisterschaft zu überstehen. Die DHB-Auswahl quartiert sich im 50 Kilometer entfernten Silkeborg ein und trifft in Herning zunächst auf Polen (15. Januar), dann auf die Schweiz (17. Januar) und schließlich auf Tschechien (19. Januar). Sollten das deutsche wie auch das dänische Team den Gruppensieg einfahren, würde das deutsch-dänische Duell am 21. Januar über die Bühne gehen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="934" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2552.jpg" alt="Handball-Weltmeisterschaft 2025 – Länderspiel in Flensburg" class="wp-image-81463" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2552.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2552-257x300.jpg 257w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2552-768x897.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2552-360x420.jpg 360w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_2552-696x813.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jim Gottfridsson: das letzte Großturnier als SG Spieler</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Von Herning über Zagreb nach Oslo?</h2>



<p>Nach dem letzten Hauptrunden-Spieltag werden am 25. Januar die Zelte in Herning abgebrochen. Dann wird sich das globale Handball-Ereignis auf Kroatien und Norwegen beschränken. Das Finale wird am Sonntag, 2. Februar, in Oslo angepfiffen. Die Unity-Arena fasst 14.000 Zuschauer. Das heißt: Die dänischen Handballer stehen gar nicht vor einer richtigen Heim-WM. „Wir haben sechs Spiele in Herning, darüber freuen wir uns zunächst erst einmal sehr“, meint Simon Pytlick. „Was dann kommt, werden wir sehen.“ Vor zwei Jahren war die dänische Truppe nach dem Viertelfinale von Stockholm zum Halbfinale in Danzig und dann zurück zum Endspiel nach Stockholm gereist. Dieses Mal ist ein ähnliches Wechselspiel zwischen Zagreb und Oslo denkbar, da sich diese beiden Städte die Halbfinals teilen. Die beiden Mannschaften, die in der kroatischen Metropole zu spielen haben, erhalten vor dem Schlussakkord einen Ruhetag mehr – als Ausgleich für die zusätzlichen Reisestrapazen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1238-710x1024.jpg" alt="Handball-Weltmeisterschaft 2025 – Länderspiel in Flensburg" class="wp-image-81461" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1238-710x1024.jpg 710w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1238-208x300.jpg 208w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1238-768x1108.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1238-291x420.jpg 291w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1238-696x1004.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1238.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kay Smits:
Vollgas mit den „Oranjes“</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Das Programm in Kroatien und Norwegen</h2>



<p>In Kroatien und Norwegen werden auch schon die Vorrunden für insgesamt 24 Nationen und die sich daraus ergebenen Hauptrunden ausgetragen. Auch dort werden einige Spieler der SG auftauchen. So soll Jim Gottfridsson mit Schweden in Oslo gegen Japan (16. Januar), Chile (18. Januar) und Spanien (20. Januar) antreten. Kay Smits hofft mit den Niederlanden auf ein gutes Turnier und startet im kroatischen Varazdin gegen Debütant Guinea (15. Januar), Nordmazedonien (17. Januar) und Ungarn (19. Januar). Blaz Blagotinsek und Slowenien sind in Zagreb gefordert. Die ersten Gegner heißen Kuba (16. Januar), Kap Verde (18. Januar) und Island (20. Januar).</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="798" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1104.jpg" alt="Handball-Weltmeisterschaft 2025 – Länderspiel in Flensburg" class="wp-image-81460" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1104.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1104-300x300.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1104-150x150.jpg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1104-768x766.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1104-421x420.jpg 421w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/12/DSC_1104-696x694.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blaz Blagotinsek: in Diensten Sloweniens</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Was tut sich bei der SG?</h2>



<p>Da womöglich bis auf Benjamin Buric, August Pedersen und Aksel Horgen alle Spieler unterwegs sein werden, wird von der SG in den kommenden Wochen nicht viel zu hören sein. Mitte des Monats beginnt das Training. Es wird aber hauptsächlich aus physischen Einheiten bestehen. Dazu gesellen sich einige Treffs mit Kooperationspartner Sönderjyske. Hinter den Kulissen geht es Analysen und um die Kaderplanung für den Zeitraum von 2026 bis 2028. „Man muss sich sehr früh Gedanken machen, ich kenne 20 Top-Leute, die schon ab 2027 einen Vertrag bei anderen Vereinen unterschrieben haben“, erzählt Ljubomir Vranjes. Der Sportliche Leiter der SG wird natürlich auch bei der Weltmeisterschaft vorbeischauen…</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner</em></p>
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		<title>Das SG-Spieler-Portrait: Anders Eggert</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Oct 2024 23:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SG Flensburg Handewitt]]></category>
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		<category><![CDATA[Handball]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/das-sg-spieler-portrait-anders-eggert/">Das SG-Spieler-Portrait: Anders Eggert</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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<p>Es war Anfang Juni 2017: Die SG Flensburg-Handewitt hatte gerade ein „Tal der Tränen“ durchlebt. Nur knapp zwei Wochen zuvor schwirrten die größten Meister-Gefühle durch den norddeutschen Frühling. Eine Heimniederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen, den direkten Kontrahenten, und ein weiteres Desaster in Göppingen verursachten allerdings die größte Katerstimmung. Nach dem letzten Heimspiel gegen Wetzlar hatte Anders Eggert Tränen in den Augen. Nicht aus Enttäuschung, sondern aus Rührung. Der Linksaußen stand nach einer Dekade letztmals für die SG auf dem Spielfeld. Seine Teamkameraden warfen ihn dreimal hoch. Ein versöhnlicher Abschied.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2666.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Anders Eggert" class="wp-image-80902" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2666.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2666-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2666-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2666-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2666-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abschied von den Fans, 2017</figcaption></figure></div>


<p>Ein Wiedersehen gab es mehrfach. Denn Anders Eggert schaute immer mal wieder in der „Hölle Nord“ vorbei, er wurde sogar in den Status „SG-Legende“ erhoben. Und im Sommer öffnete sich plötzlich ein neues Kapitel: Der 42-Jährige ist als Co-Trainer zurück, unterstützt in dieser Funktion Chefcoach Nicolej Krickau. Mal muss er etwas im Spiel genauer beobachten, mal eine Übung weiter ausarbeiten oder seine Einschätzung zur Taktik eines Gegners abgeben. „Die Video-Analysen macht Nico für die Spieler, ich hauptsächlich dafür, um die Kompetenz für vertiefende Gespräche zu haben“, erklärt Anders Eggert.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2379.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Anders Eggert" class="wp-image-80905" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2379.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2379-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2379-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2379-632x420.jpg 632w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2379-696x463.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tränen 2017: Anders Eggert und Ljubomir Vranjes</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Arbeit eines Co-Trainers</h2>



<p>Die hauptsächliche Arbeit fällt zwischen den Spielen an, wenn trainiert und analysiert wird. Ein Spieltag ist so ganz anders als früher im Spieler-Modus. Man geht ganz entspannt in Vor- und Nachmittag. Erst zwei Stunden vor einer Partie trifft sich der SG-Tross in der „Hölle Nord“. Es gibt ein paar Gespräche, aber die meisten sind auf ihre Aufgaben und das Warmup fokussiert. Anders Eggert geht zur technischen Besprechung, in der auch die Seitenwahl entschieden wird. Als Team-Offizieller „A“ ist er es, der den Spielbericht unterschreiben muss. „Während eines Spiels verfolge ich die Partie und spreche mit Nico, wenn mir etwas auffällt“, erklärt der Co-Trainer. „Wenn der Gegner etwa einen bestimmten Spielzug immer wieder erfolgreich probiert oder einer unserer Spieler etwas müde wirkt.“ Von früher sind noch Jim Gottfridsson und Kevin Möller dabei. Ljubomir Vranjes, der damalige Trainer, ist nun Sportlicher Leiter.</p>



<p>Der Rollenwechsel erwies sich nicht als Problem. „Aus meiner Sicht ist es leichter gefallen als gedacht“, verrät Anders Eggert. „Manchmal ist es so, dass man nach nur einer Minute merkt, dass es wieder so wie früher ist.“ Bei der SG war es so in diesem Sommer. Und wenn er in der Duburghalle oder auf dem Campus auftaucht, muss er auch immer wieder mal an seine aktive Zeit denken. Zwischen 2006 und 2017 trug er das SG-Trikot. Es war exakt eine Dekade, da sich der Linksaußen in der Spielzeit 2007/8 nach Skjern ausleihen ließ, um mehr Spielpraxis zu sammeln. Danach setzte er sich gegen den zehn Jahre älteren Vorgänger Lars Christiansen durch, wurde zur Stammkraft, musste sich aber etwas gedulden, bis die Titel-Lorbeeren nach Flensburg kamen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/P1019180-768x1024.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Anders Eggert" class="wp-image-80903" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/P1019180-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/P1019180-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/P1019180-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/P1019180-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/P1019180.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anders Eggert kam 2006 erstmals zur SG</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die alten Erfolge</h2>



<p>2012 bejubelte Anders Eggert den Europacup der Pokalsieger, 2015 den DHB-Pokal und 2014 sogar die Champions League. „Es war eine überragende Zeit, ich fühlte mich immer wohl“, erzählt er. „Es war so wie in der Efterskole, einem besonderen Schuljahr in Dänemark, von dem viele Menschen viele Jahre später noch immer schwärmen. Ich hatte nicht eines, sondern zehn von diesem einen Jahr.“ Allerdings verschoben sich die Schwerpunkte im Leben. Anders Eggert heiratete, gründete eine Familie und wurde Vater. Die langen Auswärtsfahrten oder die Trainingseinheiten, die den Alltag ungünstig stückelten, waren nicht mehr so angenehm wie einst. Im Sommer 2016 traf der Profi-Handballer eine Entscheidung: Nach einer letzten Saison sollte es zurück nach Dänemark gehen, die Familie in den Vordergrund rücken. So verpasste Anders Eggert die deutschen Meisterschaften von 2018 und 2019. „Das hätte weh getan, wenn ich nicht mit Skjern dänischer Meister geworden wäre“, verrät der 42-Jährige mit einem Grinsen. „So konnte ich mich für die SG aber so richtig freuen.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="476" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2626.jpg" alt="Das SG-Spieler-Portrait: Anders Eggert" class="wp-image-80906" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2626.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2626-300x179.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2626-768x457.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2626-706x420.jpg 706w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/10/DSC_2626-696x414.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abstimmung mit Nicolej Krickau</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Pendeln zwischen Kolding und Flensburg</h2>



<p>Jetzt wohnt er nicht in Flensburg und Umgebung. Der Co-Trainer pendelt. Kolding ist sein Wohnsitz. Seine Frau arbeitet dort. Morgens bringt Anders Eggert den kleinsten seiner drei Sprösslinge zum Kindergarten, dann holt er noch einen Kaffee und fährt zum Training nach Flensburg. „Es war mir sehr wichtig, dass die Arbeit bei der SG mit meiner Familie zusammenpasst“, sagt er. Der Zeitplan spielte fast ebenso wie die Aufgaben eine zentrale Rolle bei den Gesprächen im Januar, als Nicolej Krickau und Anders Eggert ausloteten, ob die Chemie passen würde. Da beide aus dem Aarhuser Stadtteil Braband stammen und sich seit rund drei Dekaden vom Sehen kennen, fiel vieles einfacher.</p>



<p>In Kolding hat Anders Eggert übrigens einen bekannten Nachbarn. Es ist Lasse Svan, der sogar von 2008 bis 2022 für die SG gespielt hat. „Manchmal sehen wir uns ständig, dann auch länger nicht“, erzählt Anders Eggert. „Ende August war zunächst ich eine Woche mit der SG unterwegs, dann war er zehn Tage als Mental Coach mit seinem E-Sport-Team unterwegs.“ Sonst spielen die beiden häufig Padel-Tennis, verabreden sich mit ihren Familien zum Essen oder sie trainieren in der Handball-U11 von Kolding IF gemeinsam ihre Kinder. Nur eines hat noch nicht geklappt: Eine lang angedachte Reise zu den Hotspots des US-Sports wurde immer wieder verschoben.</p>



<p><em>Text und Fotos: Jan Kirschner   </em></p>



<p></p>
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