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	<title>Clemens Teschendorf Archive - Flensburgjournal</title>
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		<title>Clemens Teschendorf – Pressesprecher,  Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2024 22:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flensburger Köpfe]]></category>
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<p>Nicht jeder Flensburger Kopf ist in der Fördestadt geboren und manch einer hat noch nie in ihr gewohnt. Zu dieser Gattung zählt Clemens Teschendorf. Der 50-jährige ist seit fast 13 Jahren der Pressesprecher der Stadt Flensburg. Sein Büro hat er im zehnten Stock des Rathauses, auf derselben Etage wie der Oberbürgermeister. Ein Privileg, das einer Stabsstelle gebührt. Die Tätigkeit ist aber nicht mit der Amtszeit eines Oberbürgermeisters verknüpft, vielmehr vertritt der Pressesprecher die gesamte Stadtverwaltung und weiß bei eintreffenden Fragen der Medien genau, wo im riesigen Verwaltungsgebäude die richtige Ansprechperson sitzt.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6031.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78770" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6031.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6031-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6031-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6031-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6031-632x420.jpg 632w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bei der Arbeit im Rathaus</figcaption></figure></div>


<p>Clemens Teschendorf ist ein waschechtes Nordlicht. Zwar steht im Pass Bielefeld als Geburtsort, die ersten Kindheitserinnerungen sind aber mit Jagel und der nahen Kreisstadt Schleswig verbunden. Hier besuchte der Junge den dänischen Kindergarten und die dänische Schule. Nach der sechsten Klasse wechselte er aufs Gymnasium und nahm täglich den recht weiten Weg zur Duborg-Skolen auf sich. Unterricht, Freunde und Hobbys – Flensburg gestaltete nun den persönlichen Orbit. „Für Musik, Deutsch und Geschichte hatte ich ein Faible, für den mathematischen Bereich weniger“, bilanziert Clemens Teschendorf seine Schulzeit. „Das Abitur entsprach nach Aufwand und Ergebnis dem Optimum.“ Dieses Reifezeugnis hatte er 1994 in der Tasche.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="698" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/Clemens-Teschendorf_1994-698x1024.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78769" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/Clemens-Teschendorf_1994-698x1024.jpg 698w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/Clemens-Teschendorf_1994-205x300.jpg 205w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/Clemens-Teschendorf_1994-768x1126.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/Clemens-Teschendorf_1994-696x1021.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/Clemens-Teschendorf_1994-286x420.jpg 286w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/Clemens-Teschendorf_1994.jpg 800w" sizes="(max-width: 698px) 100vw, 698px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Student“: Dänisches Abitur 1994</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Statt Musik ein Studium der Politikwissenschaft</h2>



<p>Der junge Mann war auf Zivildienst eingestellt, wurde dann aber ausgemustert. Er dachte daran, Musik zu studieren. Die Gitarre war seine Leidenschaft. Mit einer Heavy-Metal-Band probte er regelmäßig im dänischen Aktivitätshaus. „Ich hatte allerdings Probleme mit dem Handgelenk“, erklärt er. „Da hatte ich Sorge, dass es irgendwann schlapp machen könnte.“ Da er aber keine wirkliche Alternative zur Hand hatte, jobbte er erst einmal im Gitarren-Zentrum in der Norderstraße. Inhaber Ralf Mansfeld war viel in der Werkstatt aktiv, Clemens Teschendorf kümmerte sich inzwischen um den Laden. Es war ein Übergangsjahr, in dem er bald sein Interesse an gesellschaftlichen und politischen Themen erkannte. An der Duborg-Skolen war er Klassensprecher und später sogar Schulsprecher gewesen, nun rückte die Politikwissenschaft als Studienfach in den Fokus.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="544" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4919.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78778" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4919.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4919-300x204.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4919-768x522.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4919-696x473.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4919-618x420.jpg 618w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerisches Portrait</figcaption></figure></div>


<p>Es verschlug ihn nach Berlin. Ein Freund lebte schon dort, und ganz in der Nähe fand sich in einem Hinterhof eine Wohnung. Das Badezimmer hatte nur eine Toilette mit Waschbecken. Zum Duschen musste Clemens Teschendorf zum erwähnten Kumpel oder ins Schwimmbad. In den 90er Jahren war die lange Teilung Berlins an vielen Orten noch spürbar. Clemens Teschendorf wohnte im Ost-Stadtteil Friedrichshain, pendelte aber fast täglich zur Technischen Universität, die westlich der früheren Mauer lag und damals auch einen geisteswissenschaftlichen Bereich hatte. Ein Studium war noch nicht so verschult wie heute. Es verlangte viel Selbstorganisation, erforderte Eigeninitiative und auch die Möglichkeit, mal bei der Atomphysik hineinzuschnuppern. Andererseits bestand aber auch immer die Gefahr der Ablenkung, gerade im Kosmos der Millionen-Metropole Berlin.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="78773" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/f2e5f139-3274-4d81-93d2-5ae6b82.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78773" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/f2e5f139-3274-4d81-93d2-5ae6b82.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/f2e5f139-3274-4d81-93d2-5ae6b82-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/f2e5f139-3274-4d81-93d2-5ae6b82-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/f2e5f139-3274-4d81-93d2-5ae6b82-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/f2e5f139-3274-4d81-93d2-5ae6b82-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">An der winterlichen Schlei</figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Ein Diplom-Politologe als persönlicher Referent</h2>



<p>Für Clemens Teschendorf war nicht nur die Politikwissenschaft spannend. Er wollte sich auch selbst politisch engagieren. Er stellte sich im Kurt-Schumacher-Haus in Berlin-Wedding vor und trat zum 1. April 1996 in die SPD ein. Er landete bei den „Jusos“ und übernahm bald erste Ämter. Zwischendurch streute Clemens Teschendorf ein paar Monate in Dänemark ein. Wegen der Liebe zog es ihn nach Aarhus, wo er bei einer Zeitung ein Praktikum absolvierte. Zurück in Berlin wechselte er bald den Studienort. An der Technischen Universität wurden die geisteswissenschaftlichen Fächer zunehmend ausgedünnt. Der Student aus Flensburg immatrikulierte sich für den Diplom-Studiengang an der Freien Universität. Schwerpunkte waren das politische System der Bundesrepublik, die Parteien und die Umweltpolitik. In der Diplomarbeit nahm Clemens Teschendorf eine Bewertung der EU-Altauto-Verordnung vor.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4003.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78777" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4003.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4003-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4003-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4003-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_4003-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wenn der Norden am schönsten ist, Rapsblüte</figcaption></figure></div>


<p>2003 erfolgte schließlich der Einstieg ins Berufsleben. Ein Freund hatte einen heißen Tipp: Berlins damaliger Finanzsenator Thilo Sarrazin suchte einen persönlichen Referenten. Der frischgebackene Diplom-Politologe war aber bei weitem nicht der einzige Bewerber, die Stelle bekam ein anderer. Kurz darauf suchte eine Staatssekretärin einen Referenten. Das nächste Bewerbungsverfahren lief. Plötzlich war wieder ein Platz frei bei Thilo Sarrazin. Die Unterlagen wechselten das Büro: Clemens Teschendorf begann nun doch beim Finanzsenator.<br>Dabei agierte er auch als stellvertretender Pressesprecher. Der Kollege war ein ehemaliger Rundfunk-Journalist und überließ dem Novizen die Kommunikation zu städtischen Beteiligungen und Steuern. „Die Veräußerung der Berliner Landesbank und die Haushaltskonsolidierung waren die großen Themen, und alle zwei Wochen hatten wir eine Demo vor der Tür“, berichtet Clemens Teschendorf von „spannenden und lehrreichen Jahren in einem großen Büro“. Seinen Chef lernte er dabei als „besonderen“ Menschen kennen, der gerne provozierte. Seinen ersten umstrittenen Beststeller „Deutschland schafft sich ab“ schrieb Thilo Sarrazin 2010, als dieser in Diensten der Bundesbank stand. Da war das Nordlicht inzwischen schon bei einem Berliner Staatssekretär beschäftigt – und gedanklich wieder in Flensburg.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="78775" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2087-768x1024.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78775" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2087-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2087-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2087-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2087-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2087.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim NDR</figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Rückkehr in den Norden</h2>



<p>Clemens Teschendorf hatte seit 2009 eine Freundin aus der Fördestadt. Das Paar dachte an eine gemeinsame Zukunft im hohen Norden. „Berlin ist als junger Mensch eine tolle Stadt, selbst um 4.30 Uhr ist noch eine Kneipe offen“, erzählt der Flensburger.<br>„Aber wenn man am nächsten Morgen zur Arbeit muss, zieht man eine Nacht mit ruhigem Schlaf vor.“ Er erfuhr davon, dass unter dem neuen Oberbürgermeister Simon Faber die Pressestelle im Flensburger Rathaus ausgeschrieben werden würde. Clemens Teschendorf klopfte mit einem „prominenten“ Anruf aus einem Berliner Staatssekretariat im Vorzimmer des Oberbürgermeisters an, ob eine Bewerbung Sinn machen würde. Das „Ja“ kam schnell, das Bewerbungsverfahren dauerte allerdings etwas länger.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2172.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78776" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2172.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2172-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2172-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2172-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2172-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2172-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_2172-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Standesamt mit Annika Carstensen, 2019</figcaption></figure></div>


<p>Im April 2011 lag die Zusage vor. Clemens Teschendorf und seine Freundin Annika mieteten sich ein Einfamilienhaus in Roikier an. „Nach Flensburg wollten wir nicht ziehen“, erklärt er. „Nach Berlin reizte uns das Landleben, der kurze Weg zur Ostsee und viel Platz für Haustiere.“ Er wurde aber noch in der Bundeshauptstadt gebraucht. Der Vertrag beim Staatssekretariat lief bis zum 30. Juni, und am 1. Juli, einem Freitag, war Beginn in Flensburg. So stieg Clemens Teschendorf am Donnerstag nach Feierabend in Berlin in sein vollgepacktes Auto, kam zu später Stunde in Roikier an, schlief kurz und erschien am nächsten Morgen im Flensburger Rathaus.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6203-768x1024.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78780" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6203-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6203-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6203-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6203-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6203.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bundestagswahlkampf mit Annika Carstensen, 2017</figcaption></figure></div>


<p>Simon Faber hatte er seit dem Bewerbungsgespräch nicht mehr gesehen, aber der Auftakt war gleich heiß. Ausgerechnet an jenem Tag führten die Dänen nach zehn Jahren wieder Grenzkontrollen ein – was großen Wirbel auslöste und auch Flensburg tangierte.<br>Der neue Pressesprecher stimmte kurz mit Simon Faber die Linie ab, dann ging es gemeinsam zum Grenz- übergang, wo am Seitenstreifen bereits Fernseh-Teams aus Nah und Fern warteten. „Den Oberbürgermeister führte ich von einem Interview zum nächsten“, erinnert er sich. „Ich sagte ihm stets, in welcher Sprache er zu kommunizieren hatte und aus welchem Land die Journalisten stammten.“ Simon Faber ging danach direkt in den Urlaub, Clemens Teschendorf in sein erstes Flensburger Wochenende.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6208.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78781" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6208.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6208-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6208-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6208-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6208-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwei, die sich mögen: Clemens und James</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Aufgaben eines Flensburger Pressesprechers</h2>



<p>Damals saß der Pressesprecher noch in Stock Nummer 13, seit 2017 – mit dem Wechsel auf Simone Lange – ging es zusammen mit dem Stellvertreter Christian Reimer in Etage zehn. Daran hat sich mit dem Amtsantritt von Fabian Geyer nichts geändert. SSW, SPD und parteilos – die drei Vorgesetzten hatten drei verschiedene politische Vitas. Für Clemens Teschendorf kein Problem. „Zum einen bin ich der Sprecher der gesamten Verwaltung, zum anderen besteht das Gebot der Loyalität“, erklärt er. „Nur bei den großen Fragen ist der Oberbürgermeister involviert.“ Nach 13 Jahren hat er schon viele Fragen mehrmals beantwortet und weiß genau, wo im großen Rathaus die richtige Ansprechperson sitzt.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1864.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78774" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1864.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1864-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1864-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1864-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1864-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1864-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1864-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Arbeitsplatz Pressesprecher im Katastrophenstab der Stadt</figcaption></figure></div>


<p>Der Pressesprecher ist ein Job von Montagmorgen bis Freitagmittag – im Prinzip wie die meisten anderen. Es kommt aber schon vor, dass er politischen Ausschüssen oder den Ratsversammlungen beiwohnt, was sich schon mal bis in die Abendstunden ziehen kann. Und in dringenden Fällen ist Clemens Teschendorf auch am Wochenende erreichbar. Medien arbeiten rund um die Uhr. Es kann immer etwas hochkochen. „Mir ist es lieber, wenn Journalisten bei wichtigen Themen anrufen oder mich anschreiben, als dass sie spekulieren“, sagt der Pressesprecher.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wahlheimat Roikier, ein Ortsteil von Steinbergkirche</h2>



<p>Nach Feierabend geht es nach Angeln. Das Haus in Roikier ist inzwischen gekauft, Freundin Annika wurde geheiratet. Die Bude ist voll. „Wir haben einen Hund und derzeit sechs oder sieben Katzen“, schmunzelt Clemens Teschendorf und schiebt nach: „Meine Frau ist Tierärztin – und da gibt es immer mal ein Sorgenkind, um das man sich besonders kümmern muss.“ In Steinbergkirche gehörte er zu den Protagonisten der Kommunalpolitik, war stellvertretender Bürgermeister, Vorsitzender des Zweckverbandes für Abwasser und Leiter des Amtskulturrings.<br>2017 trat Clemens Teschendorf sogar als Direktkandidat für den Bundestag ab. Es waren 15 anstrengende Monate. Neben dem Job war ein Wahlkampf zu bewältigen. Anfangs sah es gut aus mit einem Mandat, doch dann trübte sich die Stimmung um die SPD ein. „Zwei Wochen brauchte ich, um wieder nach vorne zu blicken“, erzählt der 50-Jährige. „Im Nachhinein ist es auch ganz gut, dass es nichts mit Berlin geworden ist: Die Stadt ist lauter geworden.“ Außerdem habe er nach wie vor Freude an der Arbeit als Pressesprecher der Stadt Flensburg. Außerdem sitzt Clemens Teschendorf seit 2018 für die SPD im Kreistag und begleitet in Schleswig einige regionale Entwicklungen.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/C1430869-B776-483B-9015-A91BE56BC36B.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78768" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/C1430869-B776-483B-9015-A91BE56BC36B.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/C1430869-B776-483B-9015-A91BE56BC36B-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/C1430869-B776-483B-9015-A91BE56BC36B-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/C1430869-B776-483B-9015-A91BE56BC36B-696x392.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/C1430869-B776-483B-9015-A91BE56BC36B-747x420.jpg 747w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im heimischen Fotohide in Roikier</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Hobbys: Fotografie und Musik</h2>



<p>Er beschränkt sich mittlerweile auf dieses eine Ehrenamt, um genug Zeit für Hobbys zu haben. Da war die Musik lange Zeit dominierend. Der Wahl-Angeliter spielte Gitarre in der Band „Triebwerk“. Die lauten Klänge sind aber verklungen. „Nach und nach sind die anderen Band-Mitglieder weggezogen oder gründeten Familien – wie es so ist im Alter von gut 30 Jahren“, erklärt er. „Vielleicht kommt in ein paar Jahren ja das Comeback.“ Mit Freunden besucht er drei bis vier Mal im Jahr Konzerte in Hamburg. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_5985-768x1024.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78779" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_5985-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_5985-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_5985-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_5985-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_5985.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bodø, 2024</figcaption></figure></div>


<p>Das aktive Hobby ist nun die Fotografie. Schon in der Jugend hatte Clemens Teschendorf mit einer Spiegelreflexkamera experimentiert. 2018 kaufte er sich eine Systemkamera. Mit dem Wohnmobil ist er gerne für ein paar Tage unterwegs. Frau und Hund sind meistens dabei. Vor allem eine Leidenschaft für Motive mit Wildtieren ist erwacht. Deshalb legte sich der Foto-Enthusiast auch ein riesiges Objektiv zu – um den Vögeln und Vierbeinern ganz nah zu kommen. Seine Erfahrungen und Aufnahmen teilt er in einem Video-Kanal („Teschendorf Naturfotografie“) und auf den sozialen Medien.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6035.jpg" alt="Clemens Teschendorf – Pressesprecher, Kreistagsabgeordneter, Hobby-Fotograf" class="wp-image-78771" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6035.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6035-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6035-768x511.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6035-696x463.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2024/04/DSC_6035-632x420.jpg 632w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Flensburg-Modell im Rathaus</figcaption></figure></div>


<p>Manchmal geht es mit einem oder zwei Gleichgesinnten auf Foto-Tour. Clemens Teschendorf erwischte in Norwegen schon stolze Elche, verpasste aber Moschusochsen. Im Februar ging es auf die Lofoten. Während sich die Mitreisenden vor allem an den Landschaften mit einem beeindruckenden Polarlicht begeisterten, interessierte sich der Flensburger vor allem für den Fels mit den vielen Krähenscharben. 30 Aufnahmen die Sekunde! Und an der Wand im Büro hängt ein Bild mit einem Alpenstrandläufer, den er auf dem Darß fotografierte. Jetzt, wo die Tage wieder deutlich länger und wärmer geworden sind, geht es für Clemens Teschendorf mit dem Feierabend oft direkt vom Rathaus in die freie Natur.</p>



<p><em>Jan Kirschner<br>Fotos: Jan Kirschner, privat</em></p>
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		<title>Außergewöhnliche Hobbys: Heute – Clemens Teschendorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2022 23:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Außergewöhnliche Hobbies]]></category>
		<category><![CDATA[Clemens Teschendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
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<h2 class="wp-block-heading">Was macht denn ein Pressesprecher so in seiner Freizeit?</h2>



<p>Als Pressesprecher der Stadt Flensburg bin ich immer nah an den verschiedensten Themen dran. Ich mache mir einen eigenen Eindruck und erkläre den Menschen die verschiedenen Aspekte und die größeren Zusammenhänge. Genau genommen erzähle ich Geschichten, um die städtischen Vorhaben zu verstehen. Ein toller Job, der sich allerdings weitgehend im Büro am Schreibtisch und in Sitzungsräumen abspielt.<br>Deshalb ist es mir wichtig eine Freizeitbeschäftigung zu haben, die sich vor allem im Freien abspielt: Die Naturfotografie. Auf den ersten Blick etwas ganz Anderes als mein beruflicher Alltag. Oder vielleicht doch nicht so weit entfernt? Schon im Kindes- und Jugendalter habe ich gerne fotografiert, das Hobby aber über viele Jahre dann nicht weiterverfolgt. Vor rund vier Jahren habe ich es dann wieder mit viel Elan aufgenommen und versuche so oft wie möglich „auf Pirsch“ zu sein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="800" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A3570.jpg" alt="" class="wp-image-73311" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A3570.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A3570-300x300.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A3570-150x150.jpg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A3570-768x768.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A3570-696x696.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A3570-420x420.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Auf den ersten Blick ist es etwas völlig anderes als die berufliche Tätigkeit, aber ist es das bei genauer Betrachtung auch?</h2>



<p>In beiden Tätigkeiten beobachte ich Dinge, versuche sie in den Fokus zu nehmen und dabei ihre Details und ihr Umfeld herauszuarbeiten, um ein möglichst vollkommenes Bild zu schaffen und zu präsentieren. Die Ähnlichkeiten zwischen Beruf und Hobby sind schon verblüffend, wenn die Tätigkeit an sich auch grundlegend verschieden ist. Und genau das macht ihren Reiz aus.<br>Wenn der Pressesprecher morgens sein Büro betritt, ist der Naturfotograf schon meist seit ein paar Stunden unterwegs. Es gilt das sanfte Morgenlicht einzufangen. Den Sonnenaufgang und die goldene Stunde. Dafür ist die Mittagspause deutlich länger. Das Licht ist meist zu hart. Der zweite Einsatz erfolgt am Abend, wenn Sonnenuntergang und blaue Stunde wieder optimale Bedingungen bieten.<br>Im Fokus ist natürlich auch bei der Fotografie die Region. Sie hat unendlich viel zu bieten. Wald, Wasser, Wiese – Vögel, Säugetiere, Insekten und Pflanzen. Und das alles zu ganz verschiedenen Jahreszeiten und Wetterlagen. Meine Reviere sind vor allem die Geltinger Birk, praktisch direkt vor meiner Haustür, und auch der Beltringharder Koog bei Nordstrand. Es gibt aber noch viel mehr attraktive Plätze direkt in unserer Nähe. Die Eider-Sorge Niederung oder auch die Schlei. Hier gibt es unendlich viel zu entdecken. Insbesondere Vögel sind ein gerne genommenes Motiv. Aber auch Wild, Pflanzen oder Landschaften banne ich auf den Sensor.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="800" data-id="73310" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A2256.jpg" alt="" class="wp-image-73310" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A2256.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A2256-300x300.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A2256-150x150.jpg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A2256-768x768.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A2256-696x696.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A2256-420x420.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="649" data-id="73309" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0300.jpg" alt="" class="wp-image-73309" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0300.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0300-300x243.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0300-768x623.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0300-696x565.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0300-518x420.jpg 518w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Die Welt mit anderen Augen sehen</h2>



<p>Doch auch die Ferne lockt immer wieder mal. Vor allem Skandinavien ist stets eine (Foto-) Reise wert. Und auch die Vogelkolonie auf Helgoland ist immer wieder ein Erlebnis. Umso schlimmer, dass diese im Sommer dieses Jahres verheerend von der Vogelgrippe heimgesucht wurde. Bleibt zu hoffen, dass die Naturfotografie auch dazu beiträgt, das Verständnis für unsere Natur zu vergrößern.<br>Dieses Jahr durfte ich schon das zweite Mal auf Deutschlands einzige Hochseeinsel reisen (die genaugenommen gar keine Hochseeinsel ist) und mich dort fotografisch austoben. Neben den Basstölpeln (mein Besuch war Monate vor dem Ausbruch der Vogelgrippe) sind vor allem die Robben auf der Düne die große Attraktion. Wenn dann auch noch das Wetter stimmt und einen faszinierenden Sonnenuntergang über der Nordsee und den roten Felsen bereithält, ist das Fotografenglück perfekt. Im April geht es dann auch schon los mit der Vogelbalz sowie dem Brutgeschäft und natürlich sind auch Vogelküken immer wieder tolle Fotomotive. Es versteht sich von selbst, dass dies eine der motivreichsten und aktivsten Jahreszeiten ist.<br>Im Mai/Juni dieses Jahres hat mich meine Fotografie erstmals nach Norwegen geführt. Ein tolles Land mit phantastischen Landschaften. Rau, wild und mit einer vielfältigen Tierwelt. Gemeinsam mit einem Fotografenfreund sind wir quer durchs Land gefahren: Von Oslo bis nach Vesterålen weit nördlich des Polarkreises haben wir ganze Tage hinter der Kamera verbracht. Landschaften und Pflanzen im Dovrefjell und auf den Lofoten. Adler, Seevögel und Wale auf Vesterålen, der Inselgruppe nördlich der Lofoten. Und natürlich Gletscher und Fjorde im Landesinneren. Eine unvergessliche Tour, deren einzelne Stationen sicher noch einmal Reiseziel werden, denn es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Zum Beispiel verschneite Landschaften und farbenfrohe, flackernde Nordlichter im Winter.<br>Der Herbst gehört dann immer dem Wald. Farbenpracht, Pilze und Kraniche – die Motive im Wald sind zu dieser Jahreszeit schier unerschöpflich. Meist gehört auch ein längerer Aufenthalt an der Mecklenburgischen Seenplatte dazu. Der Müritz-Nationalpark ist fotografisch betrachtet im Herbst immer besonders attraktiv. Zugvögel und Hirschbrunft sind noch einmal ein besonderer Höhepunkt, bevor die Farben dann wieder verblassen und die Natur sich eher karg gibt.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" data-id="73308" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0050.jpg" alt="" class="wp-image-73308" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0050.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0050-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0050-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0050-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/7X7A0050-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="800" data-id="73307" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/1H1A6299.jpg" alt="" class="wp-image-73307" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/1H1A6299.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/1H1A6299-300x300.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/1H1A6299-150x150.jpg 150w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/1H1A6299-768x768.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/1H1A6299-696x696.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2022/12/1H1A6299-420x420.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
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<p>Doch auch im Winter gibt es schöne Motive. Winterliche Landschaften oder Vögel auf kahlen Bäumen haben auch ihren Reiz. Aber die Fotogelegenheiten werden doch seltener. Dafür ist dann endlich einmal Zeit, die vielen Bilder zu sichten und zu bearbeiten und zu katalogisieren. Auch das muss schließlich erledigt werden. Dabei kann man wunderbar die Erlebnisse Revue passieren lassen und dabei schon wieder Pläne für das nächste Fotojahr schmieden.<br>Und dann ist da ja auch noch der Schreibtisch des Pressesprechers…</p>



<p>Meine Fotos veröffentliche ich im Internet unter:<br><a href="http://www.teschendorf-naturfotografie.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.teschendorf-naturfotografie.de</a><br>Auch auf facebook und Instagram bin ich zu finden:<br><a href="http://Facebook.com/teschendorf-naturfotografie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook.com/teschendorf-naturfotografie</a><br>@teschendorf-naturfotografie<br>Einige meiner Reisen dokumentiere ich auch per Video und veröffentliche dazu Beiträge auf meinem YouTube Kanal „Teschendorf Naturfotografie“.</p>



<p><em>Clemens Teschendorf</em></p>
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		<title>Clemens Teschendorf: Die Stimme der Stadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jun 2019 15:21:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Clemens Teschendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Pressesprecher Flensburg]]></category>
		<category><![CDATA[stadt flensburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als wir Clemens Teschendorf, den Pressesprecher der Flensburger Stadtverwaltung, 2017 besuchten, mussten wir uns noch bis in die 13. Etage des Rathauses hocharbeiten. Der Fahrstuhl endet in der 12. Jetzt drücken wir die 10. Die Verwaltungsleitung ist abgestiegen um 3 Stockwerke. Ein symbolischer Schritt? Damals, unter der Führung des OB Simon Faber, wurde der Umzug [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als wir Clemens Teschendorf, den Pressesprecher der Flensburger Stadtverwaltung, 2017 besuchten, mussten wir uns noch bis in die 13. Etage des Rathauses hocharbeiten. Der Fahrstuhl endet in der 12. Jetzt drücken wir die 10. Die Verwaltungsleitung ist abgestiegen um 3 Stockwerke. Ein symbolischer Schritt? Damals, unter der Führung des OB Simon Faber, wurde der Umzug der Verwaltungsspitze vom Hochparterre ins oberste Geschoss kritisiert und belächelt. „Abgehoben“, sagten einige, „überheblich“ andere. Die Wohlwollenden gönnten dem OB und seinen Zuarbeitern den ‚Überblick‘ über die Stadt. Zunächst hatte die neue Verwaltungschefin Simone Lange die Räume von Faber übernommen. Jetzt ist Ruhe eingekehrt und die Spitze der Flensburger Verwaltung hat sich im 10. Stock ‚vermittelt‘. Raum 1012 also ist Clemens Teschendorfs Büro, das er sich mit Christian Reimer teilt. „Die einzige 100% männliche Abteilung in der Stadt“, meint Teschendorf augenzwinkernd und zeigt auf seinen Mitarbeiter. Der Umzug allerdings hätte rein praktische Gründe gehabt, ohne Symbolcharakter.<br>
Clemens Teschendorf hat bei den letzten Bundestagswahlen den Schritt in die große Politik gewagt. Er kandidierte als SPD-Vertreter gegen die CDU-Kandidatin  Petra Nicolaisen und verlor. Sein Arbeitsplatz als Pressesprecher im Flensburger Rathaus wurde ihm offengehalten, die Rückkehr war gesichert. Wechsel bei Arbeits- und Wohnorten sind dem geborenen Bielefelder nicht fremd. Aufgewachsen nahe Flensburg, lebte er  nach der Schulzeit 16 Jahre in Berlin, studierte Politologie, Geschichte und Philosophie an der TU und FU Berlin und machte einen Abschluss als Diplom-Politologe. Erste Berufserfahrungen konnte er als Pressesprecher in der Berliner Senatsverwaltung sammeln. Flensburg suchte 2011 einen neuen Pressesprecher. Clemens Teschendorf bekam die Stelle, war damit auch privat wieder zurück in der Heimat seiner Jugendzeit.  </p>



<p><strong>His Master‘s Voice?</strong></p>



<p>Es liegt nahe, ihn als Sprecher der Oberbürgermeisterin anzusehen. Doch da betont Teschendorf: „Ich spreche nicht nur für den jeweiligen Oberbürgermeister, die Oberbürgermeisterin, sondern für die gesamte Stadtverwaltung.“ Diese Differenzierung hat einen Grund. Der Pressesprecher wurde 2011 von dem damals neu gewählten OB Simon Faber eingestellt. Jetzt dient er der amtierenden OB Simone Lange. Auch ihr könnte in einigen Jahren ein neuer Kopf in der Flensburger Verwaltung folgen. Ein Grund für den Pressesprecher sich nicht zu sehr an die amtierende Amtsleitung zu binden. Zumal sein Amt kein politisches Mandat hat. Da muss der SPD-Mann deutlich trennen, gerade jetzt, nachdem er bei seiner Kandidatur zum Bundestag politisch Stellung bezogen hatte.   <br>
Christian Reimer und er teilen sich die Aufgaben, zum einen die reine Pressearbeit, das Formulieren von Pressemitteilungen, die Beantwortung von Fragen der Journalisten, zum anderen das Verfassen von Grußworten und Reden für die Bürgermeisterin und den Stadtpräsidenten.<br>
Manchmal sind die Anfragen lapidar. „Wie viele Mitarbeiter hat die Stadtverwaltung“, „Wie hoch ist der Durchschnittsmietpreis der Wohnungen“ oder „wie viele Briten haben sich in Flensburg angemeldet“. Die Anfragen umfassen das gesamte Spektrum städtischen Wirkens, Soziales, Feuerwehr, Schulen, Verkehr bis hin zu politischen Bereichen wie der Stadt-<br>
entwicklung. „In Berlin habe ich in der Finanzverwaltung gearbeitet. Da hatte man ein Thema. Hier gibt es eine bunte Themenvielfalt mit der kompletten Bandbreite städtischer Anliegen.“<br>
„Bei aller Vielfalt“, sagt Teschendorf, „hat man die Aufgabe, um die diversen Themen eine Klammer zu setzen, die deutlich macht, was die Stadt Flensburg ausmacht. Man kann Fragen nicht nur mit JA oder NEIN beantworten, sondern muss die Stellungnahmen in Geschichten einbetten.“<br>
Die Kür, so meint er, sind die großen politischen Themen: Zur Zeit die geplante Umleitung der Bahn nach Skandinavien über Puttgarden. Ein Projekt, das direkte Bedeutung für die Verkehrsanbindung Flensburgs hat. Auch die Rader Hochbrücke war ein solches Thema. Näher am Puls der Stadt ist der Osthafen, für den es weitreichende Umbaupläne gibt. Das sind Themen, bei denen die Pressestelle des Rathauses nicht nur Anfragen beantwortet, sondern aktiv an die Öffentlichkeit geht und selbst Themen setzt. Ein besonders aktuelles und heikles Thema, das die Verwaltungsspitze und Politik zum Zeitpunkt unseres Gespräches umtreibt, war im Frühjahr der Kollunder Wald. Ein Kuriosum, bisher ohne Brisanz, jetzt zum Politikum erhoben. Die Flensburger Exklave auf dänischem Staatsgebiet erregt die Gemüter beiderseits der Grenze. Der Wald wurde von der Stadt 2006 an einen privaten dänischen Investor verkauft. Die Nutzung des Waldes wurde aber festgeschrieben. Er sollte als Erholungsgebiet auch den Flensburgern weiterhin zur Verfügung stehen. Im Grundbuch wurde eingetragen, dass der Wald nicht bebaut werden darf. So weit, so gut. Jetzt kommt der von dänischer Seite geplante Wildschweinzaun in Spiel. Durch eben dieses Waldgebiet soll er verlaufen. Nach Flensburger Auslegung ist der Zaun ein ‚Bauwerk‘ und damit nicht genehmigungsfähig. Das Flensburger Rathaus wartete lange auf einen Anruf aus Dänemark und einen Vorschlag, wie die Kuh vom Eis geholt werden könnte. Dass es nicht nur um den Schutz vor mit der Schweinepest infizierten Wildschweinen geht, sondern um ein politisches Signal, das weder Flensburg noch dem EU-Land Deutschland gefällt, ist offenbar. Nicht undenkbar, dass sich Brüssel noch mit dem Kollunder Wald beschäftigen muss. So weit geht allerdings Clemens Teschendorf in seiner Stellungnahme nicht. Durch Schlagzeilen wie „Flensburg kippt den Schweinezaun“, ist besonders die dänische Seite alarmiert, was dazu führte, dass Teschendorf von dänischen Journalisten schon morgens um 7 aus dem Bett geklingelt wurde. Diplomatisches Geschick ist gefragt, um zum einen die Ansprüche der Flensburger Politik, zum anderen die nationalen dänischen Interessen zu befriedigen. Inzwischen ist man einen Schritt weiter. Es hat eine Begehung stattgefunden mit der Überlegung, den Zaun nördlich um den Wald herumzuführen und damit den baurechtlichen Konflikt zu umgehen. Das Kuriosum an dieser Lösung allerdings: Jetzt könnten die gefürchteten Schweine ungehindert auf dänisches Hoheitsgebiet vordringen und die dortige Population mit der Schweinepest infizieren.<br>
Getrennte Sichtweisen gelten nach Teschendorf auch für die groß geplanten Feiern 2020 zu den Volksentscheiden von 1920. Aus dänischer Seite eine „Wiedervereinigungsfeier“, aus deutscher Sicht ein „Friedensfest“. Hier, so vom Pressesprecher gelobt, rede man miteinander, plane gar gemeinsame Veranstaltungen, trotz der unterschiedlichen Sichtweisen.</p>



<p><strong>Alles im Kopf?</strong></p>



<p>Schnelles Reagieren auf Anfragen, das Verfassen von Stellungnahmen, die Vielfalt der Themen erfordern ein besonderes Informationsmanagement. „Es ist wichtig, dass man viel – auch im Kopf – abspeichert, aber nicht unbedingt viel Material ansammelt. Dazu verändern sich die Fakten zu schnell“, meint Clemens Teschendorf. Für den Informationsaustausch gibt es eine regelmäßige Leitungskonferenz mit OB und Fachbereichsleitungen. Dort werden die Ausschüsse und damit Themen für die nächste Woche vorbereitet. Bei konkreten Anfragen etwa zum Projekt des Krankenhausneubaus gibt es einen direkten Draht zu den Fachleuten, die den Pressesprecher auf den neuesten Stand bringen.<br>
„Entscheidend ist dann, dass ich es verstanden habe. Dann kann ich auch zum Journalisten gehen und ihm den Sachverhalt erklären.“ Teschendorfs Aufgabe ist es dann, ein Thema in die Gesamtkonzeption der städtischen Planung einzubetten. Der Weg zur Oberbürgermeisterin ist kurz. „Wir sind Stabsstelle“, sagt der Pressesprecher erklärend. „Wir können jederzeit zu ihr rein, wenn hier die Hütte brennt.“ Beide teilen den selben Flur im 10. Stock. In der Regel gibt es darüber hinaus ein festes Treffen pro Woche, in dem die aktuellen Themen ausgetauscht werden. Durch den ständigen Austausch mit Politik und Verwaltung „weiß man sehr viel“, sagt Teschendorf. „Es gibt kaum ein Thema, mit dem man uns noch überraschen kann.“ „Ich bin Sprecher der Stadt und nicht meiner eigenen Person und Meinung.“ Das zu trennen muss ein Pressesprecher lernen und beherrschen. Insbesondere, wenn er selbst politisch aktiv ist, wie Clemens Teschendorf. In der Regel hat Teschendorf damit keine Probleme. Er kann sich an einen Fall erinnern, wo er Bauchschmerzen mit einer Stellungnahme hatte.  <br>
Nennen wollte er ihn nicht. Ansonsten ist er überzeugt, dass die Stadt Flensburg „eine tolle Arbeit macht. Ich vertrete gerne die Linie, die hier gefahren wird.“ </p>



<p><strong>Zukunftspläne</strong></p>



<p>Eines der großen Themen der Stadtentwicklung ist der Hafen-Ost. Langfristig soll der Wirtschaftshafen auf das Westufer verlagert werden. Von Harniskai bis Hafenspitze ist eine vielfältige Nutzung geplant, ein Mix aus Wohnen, Gewerbe und Erholungsflächen. Ziel ist ein Gesamtkonzept, keine Aneinanderreihung von Einzelprojekten, wie es teilweise in der Vergangenheit geschah.<br> Ein weiteres großes Thema ist die Umnutzung des gesamten Bahnhofviertels. Ein großer Druck lastet auf dem Wohnungsmarkt. Lösungen müssen mit den Nachbargemeinden gefunden werden, aber auch durch Nachverdichtung im Innenstadtbereich.<br> Die dritte ‚Baustelle‘ betrifft den Krankenhaus-Neubau. Das Nebeneinander von ‚Diako‘ und ‚Franziskus‘ soll der Vergangenheit angehören. Schon jetzt tauschen die Anstalten Wissen und Kapazitäten aus. Eine Expansion auf dem bestehenden Gelände ist nicht mehr möglich. So soll der große Schritt zu einem gemeinsamen neuen Krankenhaus geschaffen werden. Hier ist die Stadt gefragt. Das Gelände südlich der Bahntrasse und westlich der Osttangente muss baurechtlich vorbereitet werden. Hier kommt auf die Stadt einiges an Arbeit zu.<br> Viel Arbeit in Zukunft auch für die Pressearbeit der Stadt. Clemens Teschendorf und Christian Reimer fühlen sich gut vorbereitet.<br> Christian Reimer kommt aus der Erwachsenenbildung, hat im Kreisbüro und dem Büro der Ratsfraktion der SPD gearbeitet. In der Zeit Simone Langes als Landtagsabgeordnete war er für sie tätig und wechselte dann in das Rathaus.<br> Er und Teschendorf sind auf dem gleichen Informationsstand und können sich gegenseitig vertreten, auch wenn intern die Schwerpunkte der Arbeit unterschiedlich sind. Wenn es um die Faktenvermittlung geht, sind beide autonom und benötigen nicht die Zustimmung der Fachbereichsleiter oder der OB. Werden Mitarbeiter zitiert, werden die zitierten Äußerungen vor Veröffentlichung abgestimmt. Bei Statements der Oberbürgermeisterin hat Christian Reimer einen kleinen Vorteil. Er arbeitet Simone Lange schon seit Jahren zu und kennt ihre ‚Denke‘.<br> Clemens Teschendorf hat mit der Arbeit als Pressereferent seine Bestimmung gefunden. Ihm gelingt der Spagat zwischen Sprachrohr der Verwaltung und eigenem politischen Engagement, trauert seinem nicht gewonnenen Bundestagsmandat nicht nach. „Ich habe viel gelernt in der Zeit des Wahlkampfes“, sagt er und ergänzt, dass er auch erlebt hat, dass auf der politischen Bühne der „Wind härter weht“, auch den menschlichen Umgang betreffend. Insofern ein Ausflug in die Politik, der sich für ihn trotz Verlust zu einem Gewinn gewandelt hat.</p>



<p><strong><em>Bericht: Dieter Wilhelmy, Fotos: Benjamin Nolte, Archiv TAF </em></strong></p>
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