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	<title>Bundespolizei Archive - Flensburgjournal</title>
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		<title>Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2025 16:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flensburger Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Blaulichttag]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolizei]]></category>
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<p>Das Telekom-Gebäude formt sich auf einem Eckgrundstück an der Eckernförder Landstraße wie ein Krake. Im nordwestlichen Arm sitzt die Bundespolizei. Unter einem gemeinsamen Dach finden sich Leitstelle, Büros und mehrere Besprechungsräume. In dem mit der Nummer zwei trifft sich jeden Morgen eine Runde mehrerer Einsatzleiter. Mittendrin Hanspeter Schwartz, der Pressesprecher der hiesigen Bundespolizeiinspektion. Im Austausch mit den anderen Beamten filtert er, was für die Medien von Interesse sein kann – und was mitgeteilt werden muss, um den Anforderungen des Landespressegesetzes gerecht zu werden. Der 59-Jährige bekleidet dieses Amt seit über einem Vierteljahrhundert. Seit rund 40 Jahren ist er Polizeibeamter. Die breite Öffentlichkeit bringt ihn vor allem mit dem Blaulichttag in Verbindung. Eine Großveranstaltung, die im Juli rund 25.000 Menschen an den Flensburger Hafen lockte. Mittendrin auch da Hanspeter Schwartz. Als Organisator ist er ein vertrauter „Flensburger Kopf“ – und laut Personalausweis sogar ein gebürtiger Flensburger. Was das offizielle Dokument allerdings nicht verrät: Er wuchs in Nordfriesland auf. Seine Mutter und der jüngere Bruder leben noch immer in Leck.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/170630-Blacky-Interview-FH-HH.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84708" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/170630-Blacky-Interview-FH-HH.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/170630-Blacky-Interview-FH-HH-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/170630-Blacky-Interview-FH-HH-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/170630-Blacky-Interview-FH-HH-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/170630-Blacky-Interview-FH-HH-696x464.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Interview; Foto: (c) by Stolze</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Anfänge beim Bundesgrenzschutz</h2>



<p>Nach der Realschule bewarb sich Hanspeter Schwartz erfolgreich beim Bundesgrenzschutz – so hieß die Bundespolizei damals. Den Polizeidienst hatte der Teenager als attraktiv empfunden. Sicherlich spielte bei der Berufsentscheidung auch der Vater eine Rolle. Dieser war Verwaltungsbeamter im Amt Karrharde und wünschte auch seinem Nachwuchs eine unkündbare Stelle und ein sicheres Gehalt. Hanspeter Schwartz selbst machte sich mit gemischten Gefühlen auf den Weg zur Grundausbildung in Lübeck und saß satte dreieinhalb Stunden im Zug. „Ich war damals das erste Mal weg von Mutters Rockzipfel und außerhalb der vertrauten Umgebung“, erinnert er sich heute. Er musste sich eine Stube teilen mit vier anderen jungen Männern, die allesamt unbekannte Gesichter waren und erst allmählich vertrauter wurden. „Privatsphäre war gleich null“, erzählt er. „Großgeschrieben war hingegen die Ordnung. So war für den Schrank genau festgelegt, was wie aufzubewahren war. Ein Hemd beispielsweise musste auf Zeitungsgröße gefaltet werden.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="534" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/orden.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84705" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/orden.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/orden-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/orden-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/orden-629x420.jpg 629w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/orden-696x465.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anerkennung für außerordentliche Leistungen</figcaption></figure></div>


<p>Rechtskunde, Schießen und Marschieren im Verbund gehörten zu den Unterrichtsinhalten – und viel Sport. Es kam schon mal vor, dass das Mittagessen kurz vor dem 5000-Meter-Lauf angesetzt wurde, was dem Magen nicht immer passte und manch jungem Mann die Leidenschaft am Laufen verdarb. Nach einem Jahr ging Hanspeter Schwartz nach Ratzeburg. Zu den Aufgaben seiner ersten Einsatzstelle gehörten Demonstrationen und Fußballspiele, aber auch Patrouillen direkt an der damaligen Zonengrenze. Auge in Auge mit den DDR-Grenzpolizisten. Einmal ratterte ein russisches Hubschrauber-Modell über dem äußersten Zipfel der DDR – wohl mit Raketen an Bord. Eine Szene, die eine mulmiges Gefühl auslöste, denn zu heiß war in den 80er Jahren der Kalte Krieg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ratzeburg, Bredstedt und dann Flensburg</h2>



<p>Das letzte halbe Jahr der Grundausbildung war Hanspeter Schwartz in Bred­stedt. Das nordfriesische „Heimspiel“ diente der Prüfungsvorbereitung. Im Februar 1986 war er Polizeihauptwachtmeister und kehrte nach Ratzeburg zurück. Eine regelmäßige Fortbildung paarte sich mit Einsätzen. Bei Demos auf dem Hamburger Jungfernstieg wurden die Geschäfte gesichert, während im Rücken ein Wasserwerfer vorbereitet wurde, der sich dann durch die sich öffnende Polizisten-Kette schob und seine 9000 Liter Flüssigkeit auf gewaltbereite Personen feuerte. Das Nordlicht war auch in Bayern im Einsatz, und zwar bei den massiven Protesten, die die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf begleiteten. Großangelegte Terroristen-Fahndungen standen ebenfalls im Wochenplan. Häufiger musste auch am Wochenende Dienst geleistet werden – manchmal auch ganz unvorbereitet. Hanspeter Schwartz erinnert sich: „Da ging auch am Freitagnachmittag mal das Tor zu. Dann hieß es: Wir haben eine andere Lage!“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="503" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hubschrauber.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84704" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hubschrauber.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hubschrauber-300x189.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hubschrauber-768x483.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hubschrauber-668x420.jpg 668w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hubschrauber-696x438.jpg 696w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bei einer Übung mit Helikoptern der Bundespolizei</figcaption></figure></div>


<p>Nach zwei Jahren entdeckte der Polizeihauptwachtmeister eine Stellenausschreibung. Das Profil für einen internen Fahrdienst der Polizei versprach eine Dienstzeit von Montag bis Freitag – das war besser planbar. Noch besser: Der Einsatzort war Bredstedt. Und am besten: Hanspeter Schwartz wurde genommen. Mit einem Lächeln im Gesicht betont er: „Ich hatte viel Glück an der richtigen Stelle gewesen zu sein.“ Das galt auch für eine weitere Stellenausschreibung: Der Amtsleiter des Bundesgrenzschutzes in Flensburg suchte einen Adjutanten. So kam er 1992 in seine Geburtsstadt. Der Dienstsitz befand sich damals noch in der Schleswiger Straße.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Private Veränderungen</h2>



<p>Hanspeter Schwartz wohnte mit seiner Freundin Bettina zunächst in Weding. 1994 sicherte sich das junge Paar eine Baulücke in Schafflund. 1995 zogen beide in die Geestgemeinde und heirateten im Jahr darauf. Zwei Töchter – Jule und Rieke – kamen bald zur Welt. Lange Zeit gehörte auch ein Hund zur Familie. Beruflich kam es kurz vor der Jahrtausendwende zu einer Veränderung. Klaus-Peter Heldt, der Leiter der Presseabteilung, lief Hanspeter Schwartz häufiger über den Weg. Man kam ins Gespräch – und auf den Geschmack. Er ging 1999 als Stellvertreter in die Presseabteilung und trat die Nachfolge an, als sich sein Vorgänger in den Ruhestand verabschiedete.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="557" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/youmm4.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84707" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/youmm4.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/youmm4-300x209.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/youmm4-768x535.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/youmm4-603x420.jpg 603w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/youmm4-696x485.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/youmm4-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Teilnehmer beim YOU!MM Marathon in Flensburg</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Aufgaben der Presseabteilung</h2>



<p>Während ein Kollege Kiel, Lübeck und die östlichen Kreise betreut, hat Hanspeter Schwartz die Einsätze im westlichen Schleswig-Holstein im Blick – von Flensburg bis Hamburg. Zu seinem Gebiet gehören die 69 Kilometer lange Grenze mit Dänemark, insgesamt 750 Kilometer Bahnstrecke und die Küstenbereiche zweier viel befahrener Meere. Da passiert natürlich jeden Tag etwas. Der Pressesprecher hat 70 Journalisten in seinem Verteiler. Als „Sprachrohr des Dienststellenleiters“ fragt er in den Runden mit den Einsatzleitern viel nach, schreibt eine Menge auf und überlegt, was in die Öffentlichkeit soll. „Ich muss alles wissen“, erklärt er. „Ich kann aber nicht alles herausgeben und darf vor allem nichts Falsches schreiben.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/g7-ederkanzel.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84702" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/g7-ederkanzel.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/g7-ederkanzel-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/g7-ederkanzel-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/g7-ederkanzel-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/g7-ederkanzel-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/g7-ederkanzel-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/g7-ederkanzel-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ederkanzel beim G7-Gipfel, 2022</figcaption></figure></div>


<p>Vieles läuft telefonisch und digital. Oft ist Hanspeter Schwartz aber auch an den Einsatzstellen anzutreffen. Für einen Unfall am Bahngleis in Tornesch sind es zwei Stunden mit dem Auto. Manchmal bietet sich der Luftweg an. „Wenn der Einsatzleiter einen Hubschrauber bestellt, bin ich der erste, der sich meldet und mitfliegt“, verrät Hanspeter Schwartz. Er steht dann für Interviews bereit und bespricht mit den Journalisten, wann sie ihre Aufnahmen machen können. „Wenn ich den Medien-Teams sage, dass sie ihre O-Töne und Fotos bekommen, dann bekommen sie diese auch“, erklärt der Pressesprecher der Bundespolizei. „Den richtigen Zeitpunkt muss ich aber abstimmen und festlegen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besondere Einsätze der Pressearbeit</h2>



<p>Wenn keine Fotografen vor Ort sind, dann verschickt Hanspeter Schwartz selbst Bilder-Dateien. Ein extremes Beispiel datiert von Januar 2014. Es stürmte kräftig. Auf dem Autozug nach Sylt befand sich ein mit Styropor beladener Lastwagen. Dieses Leichtgewicht war auf dem Waggon nicht ausreichend befestigt und wurde ins Wattenmeer gepustet. Der Fahrer starb, der Verkehr mit der Insel war mehrere Stunden unterbrochen. „Sylt hat einen besonderen Stellenwert“, weiß der Pressesprecher. „Wenn die Lieblingsinsel vieler Deutscher von der Außenwelt abgeschnitten ist, interessieren sich dafür auch Medien in München.“ Natürlich ist dann auch Bildmaterial gefragt. Doch bei diesem rauen Wetter konnte kein Fotograf zur Unglücksstelle ins Wattenmeer. Hanspeter Schwartz hingegen kletterte in den Polizei-Hubschrauber und machte die Aufnahmen aus der Luft. Das Fotografieren gehört übrigens zu seinen Hobbys. Seit einigen Jahren ist er Mitglied in der Schafflunder Foto-Gruppe. „Dort erhält man immer mal wieder Tipps, wie man die Blende hätte einsetzen sollen, um ein noch besseres Ergebnis zu erhalten“, erzählt der 59-Jährige.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="738" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hede-skagen.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84703" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hede-skagen.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hede-skagen-300x277.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hede-skagen-768x708.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hede-skagen-455x420.jpg 455w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/hede-skagen-696x642.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Urlaub da, wo Nord- und Ostsee sich treffen: Skagen</figcaption></figure></div>


<p>Beruflich steht er häufig vor der Kamera. Das sicherlich kurioseste Foto entstand beim Empfang des „Metal-Trains“ zum Wacken-Festival. Ein Agenturbild ging viral durch die Republik: Hanspeter Schwartz vor einem Einsatzfahrzeug – mit einer aufblasbaren Gummi-Gitarre in den Händen. Er ist schon mal für einen Spaß zu haben und blickt auch gerne über den Tellerrand. Er war schon zu großen Politiker-Treffen im Schloss Elmau oder in Hamburg und gab dann als Polizeibeamter Interviews vor einer Alpenkulisse oder in einem Hauptbahnhof. „Häufiger werden bundesweit einige Pressesprecher für mehrtägige Einsätze gesucht“, erklärt Hanspeter Schwartz. „Ich arbeite gerne in einem mobilen Team.“ Auch als Dozent an der Landesfeuerwehrschule Harrislee ist er tätig und schult Feuerwehrleute für die richtige Pressearbeit.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_020.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84710" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_020.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_020-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_020-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_020-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_020-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Flensburger Blaulichttag 2025</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Blaulichttag</h2>



<p>Zu seinem Bereich gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit. Darunter fällt der Blaulichttag. Kleinere Auflagen gibt es an anderen Dienststellen in Schleswig-Holstein, am größten fällt er in Flensburg aus. 2012 hatte Hanspeter Schwartz diese Veranstaltung ins Leben gerufen, um „zu zeigen, was wir können und was wir machen“. Ein weiteres Anliegen war die Nachwuchswerbung. Als Location war zunächst der Carlisle Park am Bahnhof angedacht. Dann schlug ein Bekannter von der Berufsfeuerwehr vor: „Lass uns doch etwas zusammen machen!“ Die Premiere fand auf der Exe statt. Beim zweiten Mal wechselte der Blaulichttag an den Hafen. Der Vorteil: Es konnten auch Schiffe anlegen, sodass auch Einsatzlagen auf der See berücksichtigt werden konnten. Im Sommer war es die fünfte Auflage. 31 Hilfs- und Rettungsorganisationen – auch aus Dänemark – wirkten mit. Das Interesse war riesig. Hanspeter Schwartz erntete viel Lob und Anerkennung – bis hin zu einem Dankesorden vom Malteser Hilfsdienst.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_001.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84709" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_001.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_001-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_001-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_001-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/20250510_Blaulichttag_001-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Teilnehmerbesprechung beim Flensburger Blaulichttag</figcaption></figure></div>


<p>Zufrieden bilanziert er: „Es ist mein Baby geworden, aber es steckt auch viel Arbeit dahinter.“ Telefonate und E-Mails lassen sich gar nicht zählen. Dazu ergeben sich plötzlich besondere Aufgabenstellungen. Dieses Mal war es die unterbrochene Kaikante. Die Frage: Wie lässt sich trotz Absperrgitter eine lückenlose Veranstaltungsfläche schaffen? Die Lösung war eine Sondergenehmigung, die Schiffbrücke für den Straßenverkehr zu sperren, um so zwischen den Aktionsbereichen an der Hafenspitze und den Fahrzeugwerken ein 900 Meter langes Band mit Vorführungen und Ständen zu schaffen. Und wann kommt der nächste Blaulichttag? „Wenn ich ihn noch einmal organisieren soll, muss er 2027 stattfinden“, sagt Hanspeter Schwartz. „Denn in zweieinhalb Jahren gehe ich in den Ruhestand.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="586" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/surfen2.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84706" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/surfen2.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/surfen2-300x220.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/surfen2-768x563.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/surfen2-573x420.jpg 573w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/surfen2-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/surfen2-696x510.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lieblingshobby: Ederkanzel beim G7-Gipfel, 2022 Windsurfen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Campen, Joggen und Handball</h2>



<p>Dann werden sicherlich seine Hobbys einen größeren zeitlichen Raum einnehmen. Neben dem Fotografieren ist da vor allem das Campen zu nennen. Häufiger lenkt der Schafflunder das Wohnmobil für einen Kurztrip nach Kollund, Fünen oder Röm. Dann ist er mit dem „Wohnzimmer“ zum Abschalten direkt am Wasser. Früher war er oft zum Surfen am Ringköbingfjord. Er joggt gerne. Der Halbmarathon in Flensburg, Handewitt oder Kiel muss es aber nicht mehr sein. Eine andere sportliche Leidenschaft: die Handballer der SG Flensburg-Handewitt. Tochter Rieke kommt mit zu den Heimspielen. „Diese Stimmung kann man nicht am Fernseher erleben“, erzählt Hanspeter Schwartz. „Man muss hautnah dabei sein, wie die Zuschauer in der Halle mehr stehen denn sitzen.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/familie-768x1024.jpg" alt="Hanspeter Schwartz – Pressesprecher der Bundespolizei und Blaulichttag-Organisator" class="wp-image-84701" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/familie-768x1023.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/familie-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/familie-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/familie-696x927.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/10/familie.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit der Familie</figcaption></figure></div>


<p>Ehefrau Bettina wird es sicherlich am meisten freuen, wenn mit dem Ruhestand die beruflichen Pflichten der Vergangenheit angehören werden. „Man muss immer sprechfähig sein“, erklärt der Bundespolizist. „Auch abends oder am Wochenende können Anrufe von den Journalisten kommen, da immer etwas passieren kann.“ Hanspeter Schwartz hat das Dienst-Handy immer dabei. „Wenn es klingelt, bin ich gedanklich sofort beim Einsatz“, verrät er. „So einen Job kann man nur mit Herzblut machen und wenn man den Rückhalt in der Familie hat.“ Der Reiz seines Amtes liegt auch in der Vielfalt. Kein Tag ist wie der andere. Aktuell hat er das Intranet und ein Rundschreiben auf der To-Do-Liste. Plötzlich geht das Telefon. Nach diesem Anruf ist klar: Der Rest des Tages wird anders verlaufen als geplant.</p>



<p><em>Text: Jan Kirschner<br>Fotos: Kirschner, privat </em>  </p>
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		<title>Willy Jensen: In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus</title>
		<link>https://flensburgjournal.de/willy-jensen-in-handewitt-groot-wurrn-in-harrislee-to-huus/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Feb 2025 16:19:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Er ist so norddeutsch wie man nur sein kann, durch und durch bodenständig, hat stets hier oben nahe der dänischen Grenze seinen Lebensmittelpunkt behalten. Dass er hierhergehört, lässt schon sein norddeutscher Name vermuten: Willy (offiziell: Wilhelm Johannes) Jensen. Seinen Geburtstag kann man sich wie seinen Namen leicht merken, die eine Ziffer „5“ reicht bereits dafür [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://flensburgjournal.de/willy-jensen-in-handewitt-groot-wurrn-in-harrislee-to-huus/">Willy Jensen: In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus</a> erschien zuerst auf <a href="https://flensburgjournal.de">Flensburgjournal</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Er ist so norddeutsch wie man nur sein kann, durch und durch bodenständig, hat stets hier oben nahe der dänischen Grenze seinen Lebensmittelpunkt behalten. Dass er hierhergehört, lässt schon sein norddeutscher Name vermuten: Willy (offiziell: Wilhelm Johannes) Jensen. Seinen Geburtstag kann man sich wie seinen Namen leicht merken, die eine Ziffer „5“ reicht bereits dafür aus: 5.5.55! An jenem Tag erblickte er als erstes Kind des Ehepaares Jensen das Licht der Welt; im beschaulichen Handewitt in der Raiff­eisenstraße stand sein Elternhaus.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_005.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81862" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_005.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_005-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_005-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_005-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_005-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>„Ich habe noch drei jüngere Geschwister: Conny, Kay und Birgit, jeweils in 3 Jahren Abstand“, erzählt uns Willy. Mutter war Hausfrau, Vater arbeitete als Tischler im örtlichen Baugeschäft Ketelsen. Die meisten Leute kannten ihn allerdings nur unter dem Namen „Uwe Discher“, der immer mit Fahrrad und Werkzeugkiste im Ort unterwegs war. Willy weiß noch genau: „To huus, dor ward jümmers Platt schnackt, mit unse Öllern ging dat gor nich anners.“ Obwohl der Lehrer des kleinen Willy die Eltern mehrfach darum bat, mit dem Jungen Hochdeutsch zu reden: „Damit er das später mal leichter haben wird im Leben!“ 1964 bauten die Eltern im benachbarten Norderkamp ein eigenes Haus, in dem fortan die mittlerweile komplette Jensen-Familie zuhause war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine glückliche Kindheit und Jugend in Handewitt</h2>



<p>1962 wurde Willy in die örtliche Volksschule eingeschult, beendete diese 9 Jahre später erfolgreich mit dem Hauptschulabschluss. Mit etwa 10 Jahren begann er im örtlichen Verein mit dem Handball spielen, angeregt durch die Lehrer in der Schule. „Unter Günther Ahlers, dem späteren Vorsitzenden des Handewitter SV, spielte ich bis zu den Jungmannen im Verein; er nahm mich auch immer mit zu den alljährlichen Scheersberg-Festen, damals eine tolle Sache für uns Jungen!“ Willy ergänzt: „Ich hatte schon früh einen engen Bezug zur hiesigen Kirchengemeinde, insbesondere der damalige Pastor Pörksen bemühte sich sehr um uns Kinder, war ein sogenannter „Menschenfänger“. Ich durfte sogar im Posaunenchor mitspielen, mein Part war ausgerechnet die Tuba, das größte und schwerste Instrument“, schmunzelt er.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="558" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_3.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81856" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_3.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_3-300x209.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_3-768x536.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_3-602x420.jpg 602w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_3-696x485.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_3-100x70.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Jensens in jungen Jahren</figcaption></figure></div>


<p>Nach der Schulzeit sollte er eigentlich eine Lehre als Fernmelde-Handwerker beginnen. Bei der dafür nötigen Aufnahmeprüfung stellte man jedoch eine Rot-Grün-Sehschwäche bei ihm fest – „aus der Traum“ für unseren Willy! „Stattdessen lernte ich bei der Firma Reinhard Matern in Harrislee Elektro-Installateur, ein echter Glücksfall für mich: Der Meister war für mich ein toller Chef und ausgesprochen guter Lehrmeister, der mir viel zutraute und mich eigenständig machen ließ. Ich schloss die Ausbildung in 1973 erfolgreich ab! Nun stellte sich für mich als gerade 18jähriger die Frage: Soll ich jetzt zur Bundeswehr gehen oder lieber doch nicht?“</p>



<p>Dahin wollte er nicht so gern. Er bewarb sich stattdessen beim Bundesgrenzschutz-See, wollte dort die zwei Jahre ableisten. Doch erneut machte ihm die schon erwähnte Sehschwäche einen Strich durch die Rechnung, denn bei der See-Abteilung des BGS war die „Rot-Grün“ Sehfähigkeit eine unabdingbare Berufsvoraussetzung (Stichwort Backbord-Steuerbord).</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="613" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_HOD-Gruppe.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81852" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_HOD-Gruppe.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_HOD-Gruppe-300x230.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_HOD-Gruppe-768x588.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_HOD-Gruppe-548x420.jpg 548w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_HOD-Gruppe-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_HOD-Gruppe-696x533.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Eintritt ins Berufsleben</h2>



<p>„Ich bin letztlich doch beim BGS – später Bundespolizei – gelandet, war dort insgesamt fast 42 Jahre beschäftigt, vom Eintritt in 1974 bis zur Pensionierung in 2015“, denkt Willy gern an eine insgesamt erfüllende und abwechslungsreiche Dienstzeit zurück. „Anfangs war ich noch unsicher, ob ich wieder in den erlernten Beruf zurückgehen sollte, doch mein Vater überzeugte mich: „Bliev man dor und war leever Beamter, dor büst Du jümmer op de sichere Siet!“ Meine Grundausbildung fand 1974 in Neustadt/Holstein statt, es folgten ab Sommer 1975 drei Jahre in Bredstedt in der Ausbildungsabteilung, von 1978 bis 1981 schlossen sich weitere drei Jahre in der neu eingeweihten Grenzschutzstelle in Ellund an &#8211; am deutschen Ende der nagelneuen Autobahn A7. Sogar die dänische Königin erwies uns zur Einweihung der Dienststelle die Ehre“, weiß Willy noch genau.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_Ortskraefte.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81853" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_Ortskraefte.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_Ortskraefte-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_Ortskraefte-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_Ortskraefte-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_Ortskraefte-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Gründung der eigenen Familie</h2>



<p>Bereits als Lehrling lernte er im Jahr 1973 Sonja aus Harrislee kennen. Im legendären „Mister L“ in Weiche trafen sich damals die jungen Leute aus der Umgebung zum Tanzen und Feiern. Bei Wind und Wetter nahm Willy nun häufig den abendlichen und langen Fußmarsch auf sich, um seine Sonja dort regelmäßig zu treffen. Die beiden wurden bald darauf ein Paar. In 1975 bezogen sie ihre erste gemeinsame Wohnung: „In der Vereinsstraße 42 in der Flensburger Nordstadt, doch schon einige Zeit später zogen wir um in die Grenzstraße 2 nach Harrislee“, weiß Willy noch gut um die Anfänge des Zusammenlebens. Da war schon klar, dass die beiden ein Paar bleiben würden. </p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="581" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_RusAusweis.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81854" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_RusAusweis.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_RusAusweis-300x218.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_RusAusweis-768x558.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_RusAusweis-578x420.jpg 578w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_RusAusweis-696x505.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Moskau_RusAusweis-324x235.jpg 324w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>„Im Jahr 1977 haben wir geheiratet; in der Kapelle in Niehuus wurden wir getraut!“ Sonja und ihre Familie waren „alteingesessene“ Harrisleer, so lag es nahe, dass die jungen Eheleute gemeinsam mit den Schwiegereltern ein geräumiges Haus mit zwei separaten Wohnungen im Pattburger Bogen (Nr. 32) bauten, in das sie gemeinsam 1979 einzogen. „Dort fühlten wir uns sofort ausgesprochen wohl, das Zusammenleben mit Sonjas Eltern unter einem Dach klappte bestens. Auch für unsere Kinder Leif (1982 geboren) und Jana (Jahrgang 1985) war das enge familiäre Miteinander perfekt, denn die Oma war immer verfügbar und kümmerte sich sehr um die Kinder. Mein Schwiegervater starb leider schon früh, im Jahr 1985.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_2-768x1024.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81855" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_2-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_2-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_2-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_2-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Familie_2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Willy macht Karriere beim BGS</h2>



<p>Nach der Entscheidung, auf Dauer beim BGS zu bleiben, verpflichtete Willy sich erst auf weitere 4, später auf 8 Jahre, wurde schließlich zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. 1981 wurde er ins Grenzschutzamt nach Flensburg versetzt (später die Bundespolizeiinspektion Flensburg), wo er beinahe durchgängig bis 2008 Dienst tat. „Ich hatte bei jeder meiner Verwendungen das Glück, gute Vorgesetzte vorzufinden, die mich stets förderten und meinen Werdegang begleiteten. Angefangen bin ich im einfachen Dienst, später war es der mittlere Dienst, ich durchlief diverse interne Strukturreformen und steigerte mich von der anfänglichen Besoldungsgruppe A1 bis hoch zur A11, schied zum Dienstzeitende im Jahr 2015 als Polizeihauptkommissar aus.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_2006.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81847" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_2006.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_2006-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_2006-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_2006-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_2006-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_2006-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_2006-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Von 2008 bis 2009 schloss sich für ihn ein Jahr bei der Bundespolizeiinspektion Kiel an, die letzte Verwendung führte ihn nach Bad Bramstedt, von 2009 bis zum Dienstende in 2015. „Ich war stets im Bereich der Polizeitechnik tätig. Mein persönliches Highlight als Bundespolizist war ein 11monatiger Einsatz im Jahre 1994 in der Deutschen Botschaft in Moskau, für einen „HOD“-­Einsatz in jener Einrichtung (HOD = Hausordnungs- und Objektschutzdienst). Dort habe ich viel erlebt und sehr viel von diesem unermesslich vielfältigen und spannenden Land gesehen, in Russland sehr viele ausgesprochen nette Menschen kennen- und schätzen gelernt.“</p>



<p>Willy hat eine besondere Anekdote auf Lager: „Auf der Rückreise von Moskau nach Deutschland durfte mich tatsächlich ein Welpe begleiten, ein Cocker Spaniel, den ich kurz zuvor dort erworben hatte. Er flog als „pet in cabin“ mit mir im Flieger zurück, alle erforderlichen Papiere lagen vor. Der Kleine hieß Dimitri, und er wurde sehr herzlich zu Hause aufgenommen, war uns für die nächsten 15 Jahre ein treuer und herzensguter Freund und Begleiter, wurde schnell ein vollwertiges Familienmitglied der Familie Jensen.“&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_WJ_1.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81848" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_WJ_1.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_WJ_1-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_WJ_1-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_WJ_1-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_WJ_1-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_WJ_1-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/BPOL_WJ_1-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Kommissar</figcaption></figure></div>


<p>So ganz kann Willy auch heute noch nicht von der Bundespolizei lassen: „Seit meiner Pensionierung in 2015 organisiere ich einen GSE-Seniorenstammtisch, dem immerhin etwa 70 ehemalige Kolleginnen und Kollegen angehören. Ein- bis zweimal im Jahr treffen wir uns; das sind immer schöne Veranstaltungen, bei denen man dann endlich wieder so richtig in der Vergangenheit schwelgen und über alte Zeiten plaudern kann“, grinst Willy.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Willys Leidenschaft: das Theater</h2>



<p>„Von meinem Vater habe ich ganz offensichtlich das eine spezielle Gen geerbt, in dem besonders verankert sind: Empathie, offenes Wesen, Geselligkeit, Humor, Bereitschaft zum Schnacken, ein Faible für alles Plattdeutsche“, ahnt Willy. „Schon in meiner Zeit in Ellund 1978/1979 hatte ich eine gute Kollegin, die zum Ensemble der Niederdeutschen Bühne gehörte, die bald meine oben genannten Eigenschaften richtig deutete und merkte, dass ich viel Platt schnackte. „Mensch mien Willy“, sä se: „Muchst Du nich Theoter speeln, de sökt dor doch jüst so en schnieken und jungen Keerl as di!“&nbsp;&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="695" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Sketch_2-695x1024.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81861" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Sketch_2-695x1024.jpg 695w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Sketch_2-204x300.jpg 204w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Sketch_2-768x1132.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Sketch_2-285x420.jpg 285w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Sketch_2-696x1026.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Sketch_2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px" /><figcaption class="wp-element-caption">Als Braut</figcaption></figure></div>


<p>So kam die „Lütte Kummedie“ in Harrislee ins Spiel, die seit 1950 ihren Ursprung in Harrislee hat. Jahrelang hatte der Verein keine eigene Spielstätte, war stets in der gesamten Region unterwegs und spielte eigentlich überall dort, wo sie willkommen war. Willy stieg dort mit ein, stellte schnell fest, dass das Theaterspielen ganz offensichtlich seine Sache war. </p>



<p>„Wir tingelten über die Dörfer, spielten in Altersheimen, Kneipen, Lokalen, Sälen, sogar in der JVA in Flensburg führten wir mehrfach einen erfolgreichen Auftritt durch. Wir hatten ausschließlich sogenannte Einakter im Programm, ich war auf der Bühne oft in der Rolle des jugendlichen Liebhabers wie im Stück „Donner &amp; Doria“ zu sehen. Doch meine Schauspielkollegen/innen und ich waren nicht nur auf der Bühne aktiv. Wir waren auch als Bühnenbauer sowie als Licht- und Tontechniker im Einsatz, ab und an habe ich sogar selbst Regie geführt“, denkt Willy oft an die ersten Jahre zurück. „Ich bin in zahlreiche Rollen geschlüpft, war als Geist im Stück „Kattenspööt“ zu sehen, als Kapitän in „En toveel an Bord“, war der Wirt in „Majestätsbeleidigung“, spielte sogar mal mit Renate Delfs und Oskar Stragaard u. a. in der Niederdeutschen Bühne Flensburg, trat auch im Flensburger Stadttheater auf.“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="665" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_NDB-665x1024.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81860" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_NDB-665x1024.jpg 665w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_NDB-195x300.jpg 195w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_NDB-768x1183.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_NDB-273x420.jpg 273w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_NDB-696x1072.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_NDB.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 665px) 100vw, 665px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Renate Delfs</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">„Lütte Kummedie“ und die „Ole Möhl“</h2>



<p>Der langjährige und rührige Harrisleer Bürgermeister Iversen (von 1962 bis 1993 im Amt) war begeisterter Fan des plattdeutschen Theaters, und regelmäßiger Stammgast bei den Vorstellungen. Er stellte den spielenden Akteuren irgendwann mal die entscheidende Frage: „Wollt ihr eigentlich vielleicht sogar ‚ne ortsfeste Spielstätte haben?“</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Keen-toletzt-lacht_2-683x1024.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81859" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Keen-toletzt-lacht_2-683x1024.jpg 683w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Keen-toletzt-lacht_2-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Keen-toletzt-lacht_2-768x1152.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Keen-toletzt-lacht_2-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Keen-toletzt-lacht_2-696x1044.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Keen-toletzt-lacht_2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Keen Toletzt lacht“</figcaption></figure></div>


<p>Na klar wollten sie! Die „Ole Möhl“ stand Anfang der 80er Jahre allerdings leer. „Etwa zwei Drittel des Gebäudekomplexes haben wir übernommen und in mühsamer Eigenarbeit renoviert und zum Theater umgebaut“, erzählt Willy. So hatte ab dem Jahr 1983 die „Lütte Kummedie“ endlich ein eigenes Zuhause in der „Olen Möhl“ in Harrislee gefunden. Seit jenem Tag wurden die Theaterstücke nun regelmäßig in eigenen Räumen, die die Gemeinde Harrislee zur Verfügung stellte, aufgeführt.</p>



<p>Das erste Stück in der neuen Spielstätte hieß „Twischen twee Stöhl“. „Wir verfügten über eine kleine Bühne, davor einen Zuschauerraum für etwa 50 Personen, nebenan einen kleinen Stehbereich für die Pausen und die „Aftershow-Time“. Wir feierten dort viele grandiose Aufführungen. Einige Jahre später haben wir auch das restliche Drittel der „Olen Möhl“ übernommen und hergerichtet, alles stets mit voller Unterstützung und Förderung durch die Gemeinde Harrislee! Hier hat Wolfgang Potztal von der SPD Harrislee viele Jahre auch den „Treffpunkt Ole Möhl“ mit dem „Kulturschuppen“ organisiert.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="704" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Een-toveel-an-Bord.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81858" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Een-toveel-an-Bord.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Een-toveel-an-Bord-300x264.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Een-toveel-an-Bord-768x676.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Een-toveel-an-Bord-477x420.jpg 477w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Theater_Een-toveel-an-Bord-696x612.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Een toveel an Bord“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">&nbsp;„Mein Herzensprojekt!“</h2>



<p>Man merkt Willy an, wie wichtig ihm der Erhalt des Theaters und auch der „Olen Möhl“ in seinem Heimatort ist. „Hier in Harrislee fehlt ein zentrales Vereinshaus. Einst war ja mal von einem Anbau am Bürgerhaus die Rede, auch die Ertüchtigung der „Möhl“ wäre ein großer Meilenstein für uns (eine Heizungsanlage wäre toll!). Immerhin gibt es in Harrislee etwa 60 Vereine, viele würden sich bestimmt über ein solches Zentrum im Ort freuen. Die Frage bleibt eigentlich wie immer: Wer soll das bezahlen und dann auch noch die Lokalität managen?“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Willy und die AWO</h2>



<p>Den AWO-Ortsverein Harrislee gibt es bereits seit 1960, er wurde von Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Harrislee gegründet. Er ist ein selbstständiger, gemeinnützig anerkannter Verein unter dem Schirm der Arbeiterwohlfahrt. Seine immerhin 330 Mitglieder kommen übrigens nicht nur aus der Gemeinde Harrislee selbst, sondern auch aus dem benachbarten Flensburg sowie einigen umliegenden Gemeinden.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/AWO_Willy_2.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81846" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/AWO_Willy_2.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/AWO_Willy_2-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/AWO_Willy_2-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/AWO_Willy_2-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/AWO_Willy_2-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/AWO_Willy_2-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/AWO_Willy_2-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>„Anfangs bin ich durch meine Schwiegermutter zur hiesigen AWO gekommen. Mit den Zielen und Werten der Arbeiterwohlfahrt durch ihr praktisches Handeln direkt vor Ort für die Mitbürgerinnen und -bürger war ich stets einverstanden. Der damalige AWO-Vorstand in Person von Hans-Hermann Callesen hat mich stets gelöchert, doch im Vereinsvorstand mitzuwirken.</p>



<p>Bis 2015 als noch Berufstätiger hatte ich immer eine gute Begründung, mich vor einem solchen Ehrenamt zu drücken“, lacht Willy Jensen. „Doch als Pensionär hatte ich keine Argumente mehr, so hat man mich letztlich mit Erfolg dazu überredet, den Vorsitz im Ortsverein der AWO in Harrislee zu übernehmen.“ Seit 2019 hat Willy dieses Ehrenamt inne.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_018.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81864" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_018.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_018-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_018-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_018-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_018-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Erst: Auf der Bühne</figcaption></figure></div>


<p>Und er ergänzt sofort: „Wir haben einen tollen Vorstand mit insgesamt elf Mitgliedern, pflegen ein einvernehmliches Miteinander und können so sehr gute und zielführende Vorstandsarbeit leisten.</p>



<p>Es macht mit dem aktuellen Vorstand einfach richtig Spaß, immer wieder etwas auf die Beine zu stellen. Unser zweimal im Monat stattfindendes Gedächtnistraining im Albertinenstift kommt sehr gut an, ebenso der monatliche Spielenachmittag, regelmäßig nehmen bis zu 50 Leute daran teil. Insbesondere für die älteren Bürger aus Harrislee und Umgebung wird von unserem AWO-Ortsverein ein recht umfangreiches Angebot an Veranstaltungen und Fahrten zur Unterhaltung und Pflege der sozialen Kontakte angeboten.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_028-683x1024.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81845" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_028-683x1024.jpg 683w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_028-200x300.jpg 200w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_028-768x1152.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_028-280x420.jpg 280w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_028-696x1044.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_028.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dann: Zeit zum Schnacken</figcaption></figure></div>


<p>Regelmäßige Spendensammlungen kommen darüber hinaus mehreren sozialen Projekten zugute, hier ist besonders die Spendensammlung gegen „Kinderarmut in Harrislee“ zu erwähnen, für das örtliche „Haus der Kinder und Jugend“ und das dänische „Børne ug Ungdomshus“. Auch für die Ukraine-Hilfe haben wir unser Spendenkonto zur Verfügung gestellt.</p>



<p>Im neuen Jahr 2025 haben wir viel vor: Unsere 65-Jahr-Feier werden wir in Freienwill groß begehen, zudem haben wir ein Benefiz-Konzert im Bürgerhaus Harrislee geplant, zusammen mit der örtlichen SPD und dem rührigen Verein „Garden of Hope“. Für beide Events laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren!“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der sonstige Ruhestand des Willy Jensen</h2>



<p>Von richtiger „Ruhe“ kann eigentlich keine Rede sein. Seine Kinder sind längst erwachsen, beide verheiratet und haben eigene Kinder. „Drei Enkelsöhne haben wir“, so der stolze Opa. „Marlon, Tjark und Bosse machen uns viel Freude, zwei der Jungs leben sogar in unserer Nähe, so dass wir zu unserer Freude regelmäßig Kontakt zu den Kids haben.“</p>



<p>Mitte 2024 haben die Jensens sich wohnlich verkleinert, in 2021 verstarb mit fast 95 Lebensjahren die Schwiegermutter. Das nun für die Jensens viel zu große Haus im Pattburger Bogen haben sie verkauft und sich eine neue Immobilie im Alt Frösleer Weg zugelegt. „Wir sind in der neuen Adresse schnell heimisch geworden“, freut sich Willy.</p>



<p>&nbsp;„Wir haben hier genügend Platz, alles ist etwas kompakter und überschaubarer geworden. Den einstigen großen Garten vermisse ich zwar gelegentlich noch, denn ich war ein leidenschaftlicher Hobbygärtner. Als Ausgleich machen meine Frau und ich seit gut 5 Jahren regelmäßig Urlaub mit eigenem Campingwagen, haben schon einige weite Touren absolviert, verbringen den Camping-Urlaub aber ebenso gern in der näheren Umgebung, etwa an der Nordseeküste.“</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Motorrad.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81857" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Motorrad.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Motorrad-300x169.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Motorrad-768x432.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Motorrad-747x420.jpg 747w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/Privat_Motorrad-696x392.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Willy, der Motorrad-Fan</figcaption></figure></div>


<p>Willy ist schon immer Motorrad-Fan gewesen. „Mit dem Führerschein Klasse III, den ich ja vor 1980 erworben hatte, durfte ich ab 1997 eine 125er-Maschine fahren“, erklärt Willy.</p>



<p>„Da die Leistung dieses Motorrads jedoch eher bescheiden war, haben meine Frau und ich gemeinsam in 1999 den Führerschein Klasse A gemacht.</p>



<p>Ich bin dann jahrelang einen Cruiser mit 800 ccm gefahren, jetzt habe ich eine 650er Adventure Bike Suzuki „unterm Hintern“. Mit der haben wir zahlreiche Touren mit den „Nord-Ostsee-Bikern“ unternommen (das sind Motorrad fahrende Bundespolizisten und Freunde).</p>



<p>Wir waren mit denen viel in ganz Deutschland unterwegs, aber auch schon in Skandinavien, sogar mehrfach in den Alpen“, denkt Willy gern an diese Reisen und Ausflüge zurück.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_2.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81849" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_2.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_2-300x225.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_2-768x576.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_2-560x420.jpg 560w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_2-80x60.jpg 80w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_2-696x522.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_2-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Nur der HSV“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Weitere Hobbies und Aktivitäten</h2>



<p>Für den Sport interessiert er sich natürlich auch, insbesondere den Handball, aber auch für Fußball kann er sich begeistern. „Ich war Zeit meines Lebens leidenschaftlicher HSV-Fan – durchlebe deshalb seit Jahren ein ständiges Wechselbad der Gefühle mit meinem HSV.“</p>



<p>Seit gut 40 Jahren spielt er regelmäßig Skat, stets mit den gleichen Kartenbrüdern. Leider ist einer dieser Skatbrüder, sein Schwager Hermann, 2023 verstorben.</p>



<p>Auch mit diesen Freunden ist er regelmäßig auf Reisen: Helgoland, Stockholm (Phil Collins-Konzert), Prag, zum Münchener Oktoberfest – das waren nur einige Stationen der Skat-Brüder.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="706" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_3-706x1024.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81850" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_3-706x1024.jpg 706w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_3-207x300.jpg 207w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_3-768x1114.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_3-290x420.jpg 290w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_3-696x1009.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/HSV_Willy_3.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 706px) 100vw, 706px" /></figure></div>


<p>Nach wie vor engagiert er sich gern für seine Kirchengemeinde, war im Gemeinderat aktiv, unterstützt andere Projekte wie das Martin-Luther-Projekt, das weihnachtliche Krippenspiel, wirkt als Lektor bei plattdeutschen Kirchenevents mit. So unterstützte er etwa in 2019 den Plattdüütschen Gottsdeenst, wie damals im Kirchenblatt erwähnt: „Alltohoop, de plattdüütsch snaken oder tominnst verstahn könen, de dröfft sik freuen! An denn Sünndag de 19. Mai um Klock 10 fiert Pastorin Inke Raabe een plattdüütsche Gottsdeenst in unse Versöhnungskirch, in de Süderstraat 102. De plattdüütsche Bibellesung ward wieldeß de Liddmaat vun unse Kirchengemeenderat, Willy Jensen, afholen.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/KiGa_Willy-768x1024.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81851" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/KiGa_Willy-768x1024.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/KiGa_Willy-225x300.jpg 225w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/KiGa_Willy-315x420.jpg 315w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/KiGa_Willy-696x928.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/KiGa_Willy.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Willy und seine KITA-Kids</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Plattdeutsch mit Kindern in Schule und Kita</h2>



<p>Inzwischen bringt er Kita-Kindern im ADS-Kindergarten Süderstraße und den Grundschülern der Zentralschule Harrislee ehrenamtlich Plattdeutsch bei. „Ich bin als sogenannter „Plattdeutsch-Pate“ zu Gast bei den Kindern. Bei diesen Treffen geht einem immer das Herz auf, wie sehr sich die Kleinen und Heranwachsenden freuen über das gemeinsame „Plattdeutsch“- Erlebnis, selbst die vielen Kinder mit Migrationshintergrund sind begeistert bei der Sache. Als besonderen Gag habe ich immer meinen „Speelekoffer“ dabei, den die Jungs und Mädchen freudestrahlend öffnen, um zusammen nach dem absolvierten Unterricht anschließend noch ein Spiel gemeinsam zu spielen.“</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_026.jpg" alt="Willy Jensen In Handewitt groot wurrn – in Harrislee to huus" class="wp-image-81865" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_026.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_026-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_026-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_026-630x420.jpg 630w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2025/01/20250108_Wilhelm_Jensen_026-696x464.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Willy vor seinem „zweiten Zuhause“</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ausblick</h2>



<p>Die Pflege und der Erhalt der plattdeutschen Sprache liegen ihm immer sehr am Herzen.</p>



<p>„Uns fehlt heute aber leider die Brücke und der Übergang in die Jugendzeit und später das Erwachsenenleben“, weiß Willy Jensen zu berichten. „So eifrig die Kinder auch sein und Plattdeutsch lernen mögen: Nach der vierten Klasse ist oft Schluss mit Platt.“ Vielleicht ergibt sich ja in Zukunft an der einen oder anderen Stelle der Erhalt dieser besonderen und typisch norddeutschen Sprache und Mundart. Das wünschen wir unserem Gesprächspartner Willy Jensen, danken ihm für ein höchst interessantes und kurzweiliges Gespräch und wünschen ihm, dass all seine noch geplanten Projekte und Ideen sich in seinem Sinne erfüllen mögen.</p>



<p>Das Flensburg Journal bedankt sich bei ihm für den tollen und ausführlichen Schnack:</p>



<p>„Leeve Willy, allens Goode für di, diene Familje, de Lütte Kummedie, de Ole Möhl, de AWO – ach wat: För allens, wat du noch vörhest in de nächste Tied!“</p>



<p><em>Mit Willy Jensen schnackte Peter Feuerschütz </em><br><em>Fotos: Benjamin Nolte, privat   </em></p>
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		<title>Auf Streife – Unterwegs mit der Flensburger Bundespolizei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2023 17:52:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bundespolizei]]></category>
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<p>Keine zwei Sekunden bleiben Frank Solterbeck und Michael Schulz um sich einen ersten Eindruck von vorbeifahrenden Autos zu verschaffen. Die beiden Bundespolizisten stehen auf dem Rastplatz Ellund und beobachten den aus Dänemark einreisenden Fahrzeugverkehr. Ob sie einem vorbeifahrenden Fahrzeug hinterher fahren und es kontrollieren, diese Entscheidung müssen beide innerhalb weniger Sekunden treffen. „Es ist eine Mischung aus Berufs- und Lebenserfahrung“, erklärt Solterbeck, „ob ein Fahrzeug für uns interessant ist, das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.“ Die beiden Oberkommissare achten auf den Fahrzeugtyp, den Zustand des Fahrzeuges, das Kennzeichen und versuchen auch einen ersten Eindruck von den Insassen zu erlangen. „Diese Informationen in kurzer Zeit zu verarbeiten, das lernt man mit der Zeit“, ergänzt Schulz.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_021.jpg" alt="Auf Streife mit der Flensburger Bundespolizei" class="wp-image-76718" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_021.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_021-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_021-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_021-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_021-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Den Reiseverkehr im Blick</h2>



<p>Dann geht alles ganz schnell. Ein BMW mit dänischem Kennzeichen passiert den auf dem Rastplatz stehenden Streifenwagen von Solterbeck und Schulz. „Es ist auch ein wenig das Bauchgefühl und das sagt hier, den Wagen schauen wir uns genauer an“, so Solterbeck. Schulz gibt Gas, holt den einreisenden BMW nach wenigen Kilometern auf Höhe der Abfahrt Harrislee ein. Zunächst bleibt der Streifenwagen der Bundespolizei hinter dem BMW. Solterbeck gibt das Kennzeichen in ein Smartphone ein. Mittels einer speziellen Fahndungsapp wissen die Polizisten nach wenigen Sekunden ob nach dem Fahrzeug oder dem Halter des Wagens gefahndet wird. Alles grün, das System zeigt keinen Treffer an. „Natürlich wissen wir noch nicht ob der Fahrer auch der Halter des Fahrzeuges ist und auch über mögliche Beifahrer ist uns nach dieser Abfrage noch nichts bekannt, doch einen ersten Eindruck erlangen wir auf diese Art und Weise“, so Solterbeck.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="76720" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_024.jpg" alt="Auf Streife mit der Flensburger Bundespolizei" class="wp-image-76720" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_024.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_024-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_024-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_024-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_024-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Es ist auch ein wenig das Bauchgefühl &#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" data-id="76714" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_003.jpg" alt="Auf Streife mit der Flensburger Bundespolizei" class="wp-image-76714" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_003.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_003-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_003-768x513.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_003-696x465.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_003-629x420.jpg 629w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; das bestimmt, ob ein Fahrzeug angehalten wird &#8230;“</figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Die Auswahl und Durchführung</h2>



<p>Wenige hundert Meter vor dem Rastplatz Handewitter Forst setzt Schulz den Streifenwagen vor den BMW. „Bitte Folgen“ leuchtet nun in großen roten Buchstaben auf dem Blaulichtbalken des deutsch englisch. Über den Rückspiegel beobachtet Solterbeck vom Beifahrersitz den BMW genau. „Wir müssen natürlich immer aufpassen, dass die Fahrzeuge, die wir herausziehen, nicht im letzten Moment versuchen sich der Kontrolle zu entziehen“, erklärt er. „Auch achten wir darauf, dass die Insassen nicht versuchen noch schnell irgendwelche verbotenen Gegenstände aus dem Fenster zu werfen.“</p>



<p>In diesem Fall läuft alles wie geplant. Der BMW folgt dem Streifenwagen der beiden Beamten, stoppt auf dem Rastplatz. Solterbeck und Schulz nähern sich dem Fahrzeug. Fordern Fahrer und Beifahrer auf Ausweise und Fahrzeugpapiere auszuhändigen. Einer der beiden Beamten führt dabei die Kontrolle durch, der zweite sichert seinen Kollegen. Beobachtet nicht nur den Fahrer, sondern auch den Beifahrer genau. Auch die Leitstelle der Bundespolizei erhält Kenntnis über die Kontrolle. Über Funk hat Solterbeck vom Beifahrersitz unmittelbar vor Kontrollbeginn sowohl den Ort der Kontrolle, als auch das Kennzeichen des BMW durchgegeben. „So weiß die Leitstelle Bescheid, wo wir genau sind, dass wir unseren Streifenwagen verlassen haben und ein Fahrzeug kontrollieren.“ Mit den Papieren ist alles in Ordnung, zwei Brüder, Geschäftsleute, die auf dem Weg zu einem Termin waren. Bereits nach wenigen Minuten konnten die beiden ihre Fahrt fortsetzen. </p>



<p>Solterbeck und Schulz setzen ihre Fahrt ebenfalls fort. Mit 90 km/h geht es auf der Autobahn in Richtung Süden. „Wir fahren langsam und lassen uns von den anderen Fahrzeugen überholen“, erklärt Schulz, „so können wir genau sehen, wer uns überholt und haben auch Zeit einen Blick in die Fahrzeuge zu werfen.“ </p>



<p>Vom Beifahrersitz aus überprüft Solterbeck während der Fahrt einige Kennzeichen, bei Fahndungstreffern würde das System sofort anschlagen. „Früher mussten wir derartige Abfragen immer mittels Funk über die Leitstelle vornehmen“, so Solterbeck, „dank der modernen Technik hat sich da bei uns einiges verändert und wir sind da wesentlich flexibler, sowie schneller.“ Die App würde den Beamten zudem anzeigen ob der Halter des Fahrzeuges als bewaffnet oder gewalttätig gilt. Mittels Smartphone können nicht nur Fahndungsabfragen durchgeführt werden, die Leitstelle kann via GPS auch genau sehen, wo sich der Streifenwagen gerade befindet. „Bei Einsätzen können die Disponenten somit gezielt die Streifenwagen ansprechen, die sich in der Nähe des Einsatzortes befinden ohne zunächst abfragen zu müssen, wer sich wo befindet“, erklärt Schulz.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_016.jpg" alt="Auf Streife mit der Flensburger Bundespolizei" class="wp-image-76717" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_016.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_016-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_016-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_016-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_016-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Zuständigkeitsbereich</h2>



<p>Die Bundespolizeiinspektion Flensburg ist unter anderem zuständig für die deutsch-dänische Landgrenze mit rund 69 Kilometern Länge. Sechs Landkreise bis runter nach Steinburg und Pinneberg umfasst das Einsatzgebiet. Zudem die Städte Neumünster und Flensburg, etwa 60 Prozent der schleswig-holsteinischen Fläche. Neben den grenzpolizeilichen Aufgaben gehören in diesem Bereich auch 750 Bahnkilometer mit rund 100 Haltepunkten und Bahnhöfen zu den bahnpolizeilichen Aufgaben der Beamten. Darunter fallen die drei großen Strecken Hamburg – Westerland, Hamburg – Flensburg und Hamburg bis kurz vor Kiel. Ca. 300 Beamte arbeiten in der Bundespolizeiinspektion Flensburg. Fahren täglich Streife, sind in Zügen und auf Bahnhöfen unterwegs, kontrollieren stichprobenartig an den Grenzen und im Binnenland. </p>



<p>Solterbeck und Schulz fahren derweil weiter in Richtung Süden. Beobachten den Verkehr, halten Ausschau nach verdächtigen Fahrzeugen. „Wir fahren bei unseren Streifenfahrten auch die an der Autobahn liegenden Rast- und Parkplätze sowie die Autohöfe ab“, so Schulz. „Auch hier kontrollieren wir Fahrzeuge und Insassen.“ Kurz vor dem Rasthof Hüttener Berge fällt den Beamten ein Kleintransporter mit osteuropäischem Kennzeichen auf. Die beiden Beamten entscheiden sich dieses einmal genauer zu kontrollieren. „Gerade bei Kleintransportern fällt es im Vorbeifahren natürlich schwer die Ladung anzuschauen“, so Schulz, „gerade in diesen Fahrzeugen haben wir in der Vergangenheit immer mal wieder Diebesgut, Drogen aber auch illegal ins Land geschleuste Personen gefunden.“ Das Vorgehen der Beamten, stets ähnlich. Schulz setzt sich mit dem Streifenwagen zunächst hinter den Transporter, während Solterbeck per Smartphone das Kennzeichen abfragt. Kurz vor dem Rasthof Hüttener Berge überholt Scholz und gibt dem Fahrer des Transporters das Zeichen ihm zu folgen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_014.jpg" alt="Auf Streife mit der Flensburger Bundespolizei" class="wp-image-76716" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_014.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_014-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_014-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_014-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_014-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der schmale Grat zwischen Routine und „Ernstfall“</h2>



<p>Auch hier ist die Kontrolle nach wenigen Minuten beendet. Solterbeck und Schulz bekommen schnell die Rückmeldung, dass mit den Ausweisund Fahrzeugpapieren alles in Ordnung ist, gegen den Fahrer nichts vorliegt. Es folgt ein kurzer Blick ins Innere des Transporters, auch hier ist alles in Ordnung. Der Mann transportiert etliche Kisten mit frischem Brot. Kurz vor dem Nord-Ostsee- Kanal drehen die beiden Beamten, fahren nun wieder Richtung Norden. Erneut ist es ein Transporter, der ihre Aufmerksamkeit erregt. Ein Sprinter mit rumänischem Kennzeichen und Anhänger. Im Vorbeifahren können zwei Insassen in dem Fahrzeug ausgemacht werden, bei der Kontrolle auf dem Parkplatz Lottorf dann die Überraschung, in dem Fahrzeug befinden sich drei Personen. </p>



<p>„Gerade bei Fahrzeugen mit getönten Scheiben ist es für uns schwer die genaue Anzahl der Insassen auszumachen“, erklärt Schulz, „da erlebt man schon mal die eine oder andere Überraschung.“ Die drei Insassen geben an, Verwandtschaft in Dänemark besuchen zu wollen. Im Laderaum entdecken die beiden Polizisten etliche Tüten und Taschen, teilweise voll mit Lebensmitteln. Geschenke für Familie und Freunde. Auch die drei Rumänen können ihre Fahrt fortsetzen, gültige Ausweispapiere hatten alle drei. „Unsere Arbeit ist mit viel Geduld verbunden“, erklärt Solterbeck, „wir verbringen viel Zeit damit den Verkehr zu beobachten.“</p>



<p>In den vergangenen Jahren stellten die Beamten immer wieder Personen ohne gültige Ausweisdokumente fest. Neben fehlenden oder gefälschten Dokumenten sind es auch fehlende Visa und Aufenthaltsgenehmigungen, die die Bundespolizei beschäftigen. Die Versuche Menschen illegal durch Deutschland in Richtung Skandinavien zu schleusen, haben ebenfalls nicht abgenommen. Solterbeck und Schulz nehmen die Ausweispapiere der Fahrzeuginsassen somit grundsätzlich genau unter die Lupe. .berprüfen diese bei Verdacht auch mit speziellen Geräten genauer. Fälschungen werden immer besser.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_006.jpg" alt="Auf Streife mit der Flensburger Bundespolizei" class="wp-image-76715" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_006.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_006-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_006-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_006-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_006-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kontrolle der Ladung</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Der Fokus aller Kontrollen</h2>



<p>Neben der Kontrolle bezüglich gültiger Ausweisdokumente und möglicher Fahndungen, liegt der Fokus der Beamten auch auf der Verbringung von Diebesgut und dem Transport von Rauschgift. Eine alleinreisende, junge Frau erregt dabei die Aufmerksamkeit der beiden Beamten. Kurz vor der Abfahrt Flensburg entschließen sich Solterbeck und Schulz die Frau in ihrem VW Golf zu kontrollieren. Kurz vor dem Parkplatz Altholzkrug setzt sich Schulz mit seinem Streifenwagen vor die junge Frau. Sie folgt den Beamten auf den Parkplatz. Nach Aushändigung der Ausweisdokumente verläuft eine erste Abfrage negativ. Ein genauerer Blick ins Fahrzeuginnere soll Gewissheit bringen. Schulz nimmt Innen- und Kofferraum unter die Lupe, während Solterbeck sich mit der Frau unterhält. Sie will gemeinsam mit ihrem Hund eine Woche Urlaub in einem Sommerhaus in Dänemark machen. Die Kontrolle ist beendet, die junge Frau kann ihre Fahrt fortsetzen. </p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_002.jpg" alt="Auf Streife mit der Flensburger Bundespolizei" class="wp-image-76713" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_002.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_002-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_002-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_002-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_002-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Einer kontrolliert, der andere sichert seinen Kollegen</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Erkenntnisse der letzten Jahre</h2>



<p>Zwar stellt die Autobahn die Hauptverkehrsroute in Richtung Skandinavien dar, doch Personen, die etwas zu verbergen oder illegal zu transportieren haben, weichen verstärkt auf Nebenstrecken aus. Auch hier zeigt die Bundespolizei seit Jahren verstärkt Präsenz. Neben der B5 in Nordfriesland ist es vor allem die Grenzstraße zwischen Harrislee und Süderlügum, die in den Fokus der Beamten gerät. „Auch in diesem Bereich mitsamt den kleinen Grenzübergängen zeigen wir Präsenz“, erklärt Hanspeter Schwartz, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Flensburg. </p>



<p>Ein großer Erfolg ist erst wenige Wochen her. „Kollegen haben im Bereich Ellund einen Opel Vivaro kontrolliert und in einem Bodenversteck rund 140 kg Amphetamine sichergestellt.“ Rauschgift mit einem Straßenverkaufswert von mehr als einer Million Euro. Gleich mehrere Dinge waren es, die bei den Beamten den Verdacht erregten, dass hier etwas nicht stimmt. „Das Fahrzeug selbst hatte mehrere Motorsportaufkleber und auf der Ladefläche passend dazu eine Motocrossmaschine und passende Kleidung“, so Schwartz. „Allerdings stellten die Kollegen schnell fest, dass die Kleidung nicht zu den Fahrzeuginsassen passt und auch Kanister mit Kraftstoff nicht für das Motorrad geeignet waren.“ Es erhärtete sich der Verdacht, dass hier etwas nicht stimmt. Ein Drogenspürhund des Zolls wurde angefordert. Dieser schlug im Heckbereich des Transportes an. Mit dem Ergebnis, dass die Beamten in einem doppelten Boden 144 Kilogramm Amphetamine fanden. </p>



<p>Auch heute stehen die Beamten Solterbeck und Schulz an der Grenzstraße. Beobachten den Verkehr, überprüfen das eine oder andere Kennzeichen. Ihre Aufmerksamkeit erregt kurz vor Harrislee dann allerdings ein recht ungewöhnliches Fahrzeug. Zwei junge Frauen sind in einem grün-weiß beklebten VW Passat älteren Baujahrs unterwegs. Seitlich die Aufschrift „Streifenwagen“. Auf dem Dach etwas verbaut, was zumindest andeutungsweise nach einem Blaulicht aussehen könnte. „Da wollen wir doch einmal genauer schauen“, so Schulz, „kommt uns schon ein wenig merkwürdig vor.“ Soweit ist aber auch hier alles in Ordnung. Das Blaulicht entpuppte sich lediglich als lackierte Stange und der Schriftzug allein stellt kein Problem dar.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_001.jpg" alt="Auf Streife mit der Flensburger Bundespolizei" class="wp-image-76712" srcset="https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_001.jpg 800w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_001-300x200.jpg 300w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_001-768x512.jpg 768w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_001-696x464.jpg 696w, https://flensburgjournal.de/wp-content/uploads/2023/10/20230308_Bundespolizei_001-630x420.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein normaler Arbeitstag</h2>



<p>Für Solterbeck und Schulz endete diese Schicht ohne Aufgriff oder Fahndungserfolg. Doch schon morgen werden die beiden wieder unterwegs sein, auf der A7 und entlang der dänischen Grenze.</p>



<p><em>Text und Fotos: Benjamin Nolte</em></p>
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