Ergebnispräsentation von Unterrichtseinheiten der Schulsozialarbeit zum Thema Kinder-rechte

Flensburg. Am 20. November jährte sich die UN-Kinderrechtskonvention zum 24. Mal. Auch Deutschland hat diesen Vertrag unterschrieben und sich damit verpflichtet, die Kinderrechte im eigenen Land zu verwirklichen.







Doch wem sind die Kinderrechte eigentlich bekannt? Ist unseren Kindern bewusst, dass Kinder Rechte haben und welche diese sind?

Foto (vlnr): Lisa Muswa (Schulsozialarbeiterin), Jürgen Schlüter (Schulleiter), Frau Obal (Unicef), Simone Lange (Landtagsabgeordnete), Henning Brüggemann (Bürgermeister) mit Sohn Tamme
Foto (vlnr): Lisa Muswa (Schulsozialarbeiterin), Jürgen Schlüter (Schulleiter), Frau Obal (Unicef), Simone Lange (Landtagsabgeordnete), Henning Brüggemann (Bürgermeister) mit Sohn Tamme

Die Grundschule Fruerlund und die Flensburger Schulsozialarbeit haben sich deshalb in Kooperation mit Unicef Deutschland diesem wichtigen Thema angenommen und eine Woche lang in allen Grundschulklassen Unterrichtseinheiten zur Thematik durchgeführt. In diesen klärte die Fruerlunder Schulsozialarbeiterin Lisa Muswa die jungen Schülerinnen und Schüler u.a. darüber auf, dass die Kinderrechte für jedes Kind auf der Welt gelten und jedem Kind das Recht auf Leben, Bildung und Schutz vor Gewalt zugesprochen wird  – aber auch das Recht, gehört zu werden.

Die Kinder wurden dabei nicht nur mit ihren Rechten vertraut gemacht, sondern sie durften auch ihre ganz persönlichen Wünsche und Forderungen zur Sprache bringen und sie auf bunten Zetteln an einer Stellwand zusammentragen. Diese sollten dann  abschließend im Rahmen einer offenen Frage- Antwortstunde in der Turnhalle der Schule dem Rektorat, der Lehrerschaft, Unicef-Mitarbeiterin Frau Obal und  zwei Flensburger Politikern präsentiert werden.

So schenkten Bürgermeister Henning Brüggemann, der sich diesen wichtigen Termin trotz seiner derzeitigen Elternzeit nicht entgehen ließ (und spontan seinen eigenen Sohn Tamme mitnahm),  und die Landtagsabgeordnete Simone Lange Ende letzter Woche den Kindern ihr Gehör, um Impulse für die Gestaltung von Kommunal- und Landespolitik zu sammeln und diese mit ins Rathaus bzw. den Landtag zu nehmen.

In gelöster Stimmung stürmten die kleinen Wissbegierigen auf die Gäste ein und fragten ohne Scheu u.a. nach der Größe Brüggemanns und  wie man Bürgermeister würde. Ebenso zielten Fragen auf Instandsetzung bzw. die derzeit nicht bespielbaren Spielplätzen, die Sanierungsdauer des Stadtteils und die Sanierung der renovierungsbedürftigen Schule, den in diesem Zusammenhang geplanten Kindercampus (eine mögliche Zusammenlegung eines Kindergartens mit der Grundschule Fruerlund) ab.

Auch Wünsche, „immer an die Play Station 3“ zu dürfen, wurden von Brüggemann und Lange kindgerecht und geduldig beantwortet, u.a. damit dass das Computerspielen zum Alltag gehöre, es aber auch sehr sinnvoll sei, mal ein Buch zu lesen und Sport zu treiben.

Sehr nachdenklich stimmten Fragen wie  „Ich wünsche mir das ich nie mehr gehauen werde von meiner Mutter“ oder die Frage „Was passiert, wenn man die Polizei anruft, weil die Eltern einen schlagen“, worauf die Gäste z.B. empfahlen, sich umgehend an erwachsene Vertrauenspersonen zu wenden.

Bürgermeister Brüggemann lobte das Format: „Die Rechte von Kindern können leicht untergehen. Ich freue mich daher, dass die Kleinen in dieser angenehm lockeren Atmosphäre die Gelegenheit bekommen, uns Großen gezielt mitzuteilen, was Ihnen auf der Seele brennt. Das war gleichermaßen lehrreich, beeindruckend und hat Spaß gemacht.“ „Als Familienvater, Kämmerer und Anwalt der nächsten Generation werde ich mich dafür einsetzen, dass die Handlungsspielräume der heutigen Kinder nicht eingeengt werden und Sorge tragen, dass wir dementsprechend finanzpolitisch nachhaltig agieren,“ so Brüggemann weiter.

Landtagsabgeordnete Simone Lange ergänzt: „Die Initiative der Grundschule Fruerlund finde ich großartig. Das ist mehr als Wissensvermittlung, hier werden Kinder vor allem in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt und das kann lebenswichtig sein.“

„Als ich den Kindern auch sagte, dass sie ein Recht auf Schule haben, staunten sie allerdings nicht schlecht, wollten sie doch lieber längere Pausen und deutlich mehr Ferien,“ freut sich die zweifache Mutter und Bildungspolitikerin Lange.

(Quelle: Stadt Flensburg)

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Schneider, Heike
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Schneider, Heike

Ich glaube nicht, dass Computerspiele ein Kinderrecht sind. Das bilden Sie sich ein. Und ohne Kindergeld könnten sie es nicht finanzieren.

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