Benjamin Nolte Die SG Flensburg-Handewitt hat mit einer überragenden Leistung wieder die Tabellenspitze der DKB Handball-Bundesliga übernommen. Sie gewann bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 35:20 (16:8). „Von Anfang bis Ende war das eine sehr konzentrierte Leistung, an der sich alle beteiligt haben – auch die, die erst später in die Partie kamen“, lobte Co-Trainer Maik Machulla. „Es kommt nur selten vor, dass man wirklich gar nichts zu meckern hat.“

Die Erwartungen in der niedersächsischen Landeshauptstadt waren groß. Viele hofften auf einen Traumstart der „Recken“: 4100 Zuschauer füllten die Swiss Life Hall bis auf den letzten Platz. Als der ehemalige SG Akteur Torge Johannsen mit einem Siebenmeter das 1:0 markierte, hielten nicht wenige einen erneuten Hannoveraner Husarenstreich für möglich – wie in den letzten vier Jahren. Denn mit solch dominanten Gästen hatte niemand gerechnet. Die 6:0-Abwehr türmte sich zur unüberwindbaren Mauer auf, Mattias Andersson entschärfte gegen Fabian Böhm und Morten Olsen die ersten Bälle. Im Rückraum startete neben Holger Glandorf und Thomas Mogensen wieder Petar Djordjic, der mit einem Doppelschlag das 6:1 herstellte. Hannover war beeindruckt. „Die Abwehr hat fantastisch gearbeitet“, analysierte Maik Machulla. „Dazu kam eine sehr starke Torhüter-Leistung. So etwas gibt Sicherheit – gerade auswärts.“







Die mitgereisten SG Fans kamen aus dem Jubeln kaum heraus. Bis zum 6:10 hielten die Niedersachsen die Partie zwar noch halbwegs offen, dann sorgte ein 5:0-Lauf schon für eine Art Vorentscheidung. Ljubomir Vranjes hatte da bereits mehrfach für Bewegung auf der Bank gesorgt. Johan Jakobsson spielte nun im rechten Rückraum. Kentin Mahé sorgte für Akzente auf zentraler Position. Nicht zu stoppen war Petar Djordjic: Fünf Mal hatte der Serbe bereits getroffen, dann bediente er in herrlicher Form Lasse Svan, der auf 6:15 erhöhte. Jacob Heinl besorgte den letzten Treffer vor dem Pausentee.

Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchten es die „Recken“ mit einem siebten Feldspieler. Irgendwie müsste der SG doch zumindest halbwegs beizukommen sein. War aber nicht. Doch die Nordlichter machten da weiter, wo sie vor dem Seitenwechsel aufgehört hatten: Thomas Mogensen markierte das 10:20. Wie im Rausch liefen die Angriffskombinationen. Hinten stand die Deckung weiterhin kompakt, ließ in puncto Konzentration kaum nach. Bemerkenswert: Nur eine Zeitstrafe stand am Ende zu Buche, die Effizienz bewegte sich dennoch am Optimum. „Die Mannschaft hatte die Konsequenz, die Geduld und den Willen, den Vorsprung weiter auszubauen“, beobachtete Maik Machulla. „Das war eine sehr beachtliche Einstellung, die dazu führte, dass wir keine schlechte Phase hatten.“

Nach 50 Minuten durfte Mattias Andersson Feierabend machen. Nur 15 Mal hatte er hinter sich greifen müssen, dafür aber 19 Paraden auf die Platte gezaubert. Eine phänomenale Quote von über 50 Prozent erleben Torhüter nur selten in einer Erstliga-Partie. Als Kentin Mahé durch die Recken-Abwehr sauste und zum 15:31 einwarf, hatten die Hausherren den Tiefpunkt erreicht. Die letzten Minuten verliefen ausgeglichener, die deutlich leiser gewordenen Zuschauer in Hannover registrierten zumindest noch Treffer Nummer 20. An den kurzen Feierlichkeiten beteiligten sich nach dem Schlusspfiff allerdings nur die Spieler der SG und ihre Fans. Aber schon am Mannschaftsbus herrschte wieder sachliche Betriebsamkeit. „Die Jungs sind müde, haben gegessen und sind zufrieden, wie es heute gelaufen ist“, berichtete Maik Machulla. Bereits am Mittwoch um 20.15 Uhr geht es gegen den SC Magdeburg.

Quelle: SG Info Team

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