S15 Sommerbild

Am 30. September 2010 eröffneten wir den Ruheforst in Glücksburg. Ein schöner alter Laubwald mit mächtigen Eichen, Buchen und Bergahornen auf einer Fläche von 13 ha stand als Urnenbestattungswald bereit.











Viele Menschen besuchten seitdem diese Stätte und erwarben hier ihre Ruhestätten.

Und dann kam der Oktober 2013. Der Orkan „Christian“ verwüstete viele Wälder im Norden Schleswig-Holsteins. Leider blieb auch unser Ruheforst nicht verschont. Viele Biotopbäume wurden geworfen oder zerbrachen unter der Wucht des Sturms. Wir nahmen uns die notwendige Zeit, um zu überlegen, wie es hier wohl weitergehen könnte. Dann ging es ans Aufräumen. Biotope wurde wieder freigelegt. Für einige Bäume musste Ersatz gepflanzt werden. Andere, bisher nicht vergebene Biotope, wurden gänzlich geändert. Statt eines Biotopbaumes entstand ein Totholzbiotop. An anderer Stelle wurde ein großer Stein freigelegt und als Biotop ausgewiesen. Wie würden Besucher nun auf das veränderte Erscheinungsbild des Ruheforstes reagieren? Sie reagierten sehr positiv. Für viele Menschen war der Ruheforst sogar interessanter geworden, weil plötzlich so viel Sonnenlicht in den Wald kam.

Aber seitdem gab es auch weiterhin viel Arbeit. In Folge des Sturms waren viele Äste angebrochen. Zusätzlich schwächte über mehrere Jahre auftretender Raupenbefall die Eichen. So mussten wiederholt Fachleute für Baumpflege in die Baumkronen steigen, um Totholz aus den Kronen herauszusägen. Auch in diesen Tagen wird wieder im Ruheforst gearbeitet. Forstwirte der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten sind mit einem Hubsteiger auf den Hauptwegen unterwegs, um die Verkehrssicherheit für die Besucher des Ruheforstes ebenso wie für die sonstigen Waldbesucher sicherzustellen. Ein luftiger Arbeitsplatz in bis zu 30 m Höhe. So können auch weiterhin alle Besucher nach menschlichem Ermessen sicher sein, dass ihnen nichts auf den Kopf fallen wird. Der Ruheforst in Quellental erfreut sich nach wie vor einer großen Beliebtheit, wenn man das von einem Friedhof sagen kann. Die Kombination von Wald und Wasser ist in der Region schon einmalig. Sogar Menschen, die für sich bereits eine Seebestattung festgelegt hatten, schwenken um und kommen in den Ruheforst. Das Wasser der Förde kommt ja bis an den Fuß des Ruheforstes. So hat die Familie einen Platz zum Trauern.

Gruppenführungen finden zweimal monatlich statt. Einzelführungen können jederzeit telefonisch vereinbart werden.31

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