Dreizehn Streifenwagen waren am Montag im Auftrag des Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Nord in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg unterwegs um gezielt land- und forstwirtschaftlichen Verkehr zu kontrollieren. Jetzt, Mitte Oktober beginnt die Maisernte. Dutzende Häcksler und Traktoren sind auf den Straßen und Feldern unterwegs um Mais für Biogasanlagen und für Tierfutter zu ernten. Von 9-16 Uhr waren die Beamten auf den Straßen unterwegs um Ausschau nach den großen Erntefahrzeugen zu halten. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Fahrer und Fuhrunternehmer die geltenden Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung nicht unbedingt immer einhalten“, berichtet Broder Busse, der mit zwei Kollegen im Kreis Schleswig-Flensburg unterwegs war, „wir achten unter anderem auf Ladungssicherung, schauen uns an ob scharfkantige Anbauten, wie bei Maishäckslern, während der Fahrt auf öffentlichen Straßen gesichert sind, überprüfen die Fahrerlaubnis der Fahrer, achten auf einhalten der zulässigen Geschwindigkeiten und schauen auch nach großflächigen Verschmutzungen der Straßen.“

Lange mussten Busse und seine Kollegen am Montag nicht warten bis sie die ersten Traktoren mit schweren Anhängern vor sich hatten. Im Raum Großraum Handewitt waren gleich mehrere Fahrzeuge eines Lohnunternehmens mit dem Abtransport von Mais beschäftigt. Die Beamten überprüften Fahrer und Fahrzeuge und stellten kleinere Mängel fest. „Teilweise waren Kennzeichen und vorgeschriebene Warntafeln von Schmutz bedeckt, so dass sie nicht oder kaum zu erkennen waren“, berichtet Busse, „hier mussten die Fahrer nachbessern.“











Wenige Kilometer weiter Richtung Westen tauchte auf einmal ein großer Maishäcksler vor dem Streifenwagen auf. Busse und seine Kollegen stoppten das Fahrzeug an einer geeigneten Stelle. „Lobend zu erwähnen war hier erst einmal, dass das „Gebiss“ vorne am Fahrzeuge abgedeckt und geschützt war und auch sonst technisch und optisch an dem Fahrzeug alles in Ordnung war“, erklärt Busse, „allerdings braucht dieses Fahrzeug aufgrund der Überbreite laut Genehmigung ein Begleitfahrzeug mit gelben Rundumlicht, um dem übrigen Fahrzeugverkehr zu signalisieren, dass hier gleich ein sehr breites Fahrzeug folgt. Dieses Fahrzeug fehlte hier leider.“ Fahrer und Fuhrunternehmer erhalten nun Post und vermutlich ein Bußgeld. Gleiches gilt für den Fahrer eines Traktors mit einer montierten Knicksäge. Hier stellten die Polizeibeamten fest, dass das Schneidwerk am Heck des Fahrzeuges gut drei Meter herausragte und überhaupt nicht gesichert war. Die Abdeckung befand sich vorne in der Schaufel am Traktor, womöglich war einem der Aufwand zu groß diese Sicherung anzubringen. „Auch in diesem Fall wird der Fahrer nicht um ein Bußgeld herumkommen“, so Broder Busse.

Gegen Mittag entdeckten die Beamten dann eine Kolonne aus mehreren Fahrzeugen. Neben einem Maishäcksler waren auch drei Traktoren in der Kolonne unterwegs. „Einer der Traktoren hatte auf der rechten hinteren Seite einen zweiten Reifen montiert“, so Busse, „dadurch ist das Fahrzeug, dass eine zulässige Breite von 2,55 Meter (mit Reifen sogar 3 Meter) hat, viel zu breit gewesen.“ Fast vier Meter breite hat dieses Fahrzeug gemessen, zu viel um eine sichere Fahrt auf den oftmals auch schmalen Straßen auf dem Land zu gewährleisten. Für das Fahrzeug, welches zum Walzen genutzt wird, war die Weiterfahrt hier erst einmal beendet. „Der Fahrer muss den zweiten Reifen nun demontieren und darf dann weiterfahren“, so Busse, „auch ihn wird ein Bußgeld und möglicherweise ein Punkt in Flensburg erwarte.“

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