Die Geschehnisse rund um die Harniskaispitze am Ostufer des Flensburger Hafens nehmen erneut Fahrt auf – jedoch in eine vollkommen unerwartete Richtung.

Die auf dem Gelände der Harniskaispitze gegründete Luftschlossfabrik wurde Anfang Februar 2016 nach hitzigen Diskussionen öffentlichkeitswirksam geräumt. Im Anschluss an die Räumung zögerte die Stadt nicht lange und machte reinen Tisch. Kaum 2 Monate später ist ein großer Teil des Geländes geräumt und wieder durch jedermann frei zu betreten. Es erwartet die Besucher ein wunderschöner Blick auf die Flensburger Förde.











Doch auch die Befürworter des Kulturprojektes – ursprünglich aus Protest gegen den Leerstand ins Leben gerufen – waren in den letzten Monaten nicht untätig. Ein neues Gelände wurde am Harniskai in Beschlag genommen, mehrere Gutachten wurden in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse dieser Gutachten wurden den Mitgliedern der Flensburger Ratsversammlung vorgestellt – mit überraschenden Ergebnissen. So waren nicht nur die gesetzliche Grundlagen für die Räumung am Harniskai nicht gegeben, auch der anschließende Abriss der Gebäude war mit der geltenden Gesetzeslage nicht vereinbar.

Aus den oberen Etagen der Stadtverwaltung sickerte in den letzten Tagen schon durch, man wolle den Gutachten folgen, um einen womöglich jahrelangen Rechtsstreit zu vermeiden. Doch die Folgen eines möglichen Einlenkens sind kaum absehbar. So wäre eine erneute Überlassung des Geländes an die Ex-Bewohner der Luftschlossfabrik das kleinste Übel – haben sie doch einen Rechtsanspruch auf die Wiederherstellung der örtlichen Zustände vor dem Tag der Räumung.

Eine Entscheidung dieser Größenordnung würde einen Aufbau des Bestandes in der Form vorsehen, wie er vor dem Abriss auf der Harniskaispitze zu finden war. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass alles neu ist.

Große Erleichterung bei den Ex-Bewohnern, die derzeit neben dem nahezu ungenutzten ISPS Bereich auf der Europawiese ihre Heimat gefunden haben. Sie sehen sich damit mit ihrer Forderung nach menschenwürdigem Freiraum endlich am Ziel. „Saubere Toiletten und ein Mindestmaß an Hygiene, das fehlt einem schon manchmal“ verrät uns zwinkernd einer der Bewohner, der sich „wie ein kleines Kind“ über den errungenen Sieg freut.

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Hans Wurst
Gast
Hans Wurst

Wie bitte, habt ihr alle den Schuss nicht gehört? Warum haben linksradikale Hausbesetzer überhaupt einen Anspruch auf irgendwas? Endlich, nach Jahren des ewigen hin und her und zuletzt einer Orgie von Sachbeschädigungen im Zuge der geplanten Räumung der LSF hat die Stadt endlich mal Größe gezeigt und gleiches Recht für ALLE durchgesetzt! Dieses „Gutachten“ würde ich gerne mal lesen… Da hat bestimmt der eine Demokratie-Gegner dem anderen Systemfeind einen Darf-Schein ausgestellt, auf dessen Grundlage einzelne Individuen nun versuchen der Allgemeinheit zu schaden und öffentliche Mittel für ihren persönlichen Zweck zu missbrauchen! Armes Deutschland…!

Wi Ti
Gast
Wi Ti

Netter Aprilscherz. wink

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