1. Wie sehen Sie Flensburg? (Mehrere Antworten möglich)

Simone Lange
Simone Lange

a) Wirtschaftsstandort von großer Bedeutung, den es auszubauen gilt

b) als interessante touristische Stadt für Gäste aus nah und fern











aber auch

e) als eine Stadt, in der vieles erst mal wieder gerade gerückt werden muss, was behördliche Zuständigkeiten und Aufgaben angeht

f) als eine Stadt, in der der Tourismus und die Wirtschaft gefördert werden muss, um Finanzmittel zu generieren für andere Projekte und soziale Aufgaben

2. Was würden Sie in die Wege leiten, um die unter Frage 1 angekreuzten Ansichten weiter auszubauen und evtl. zu forcieren? (Bitte kurz zu den Punkten a-f zuordnen)

a) Als Oberbürgermeisterin möchte ich direkte Kontakte zur Wirtschaft pflegen, für Ansiedelung weiterer Unternehmen in Flensburg sorgen und Ausbaumöglichkeiten der hier ansässigen Unternehmen schaffen, damit diese weiter wachsen können. Nur so entstehen Arbeitsplätze, die wir dringend benötigen.

b) Ich möchte dem Tourismus einen höheren Stellenwert und mehr Sichtbarkeit geben und für unsere Stadt vor allem außerhalb Flensburgs stärker werben.

e) Ich möchte für eine verlässliche Umsetzung unserer Vorhaben sorgen. Alle schönen Pläne nutzen wenig, wenn sie nicht zur Umsetzung gelangen. Dabei spielt auch der Faktor Zeit eine Rolle, denn Flensburg darf sich im Wettbewerb mit anderen Kommunen nicht abhängen lassen.

f) Ich möchte die Wirtschaftsförderung und die Tourismusorganisation stärken. Ich möchte Flensburg eine starke Stimme gegenüber dem Land und Bund sein und mich aktiv einbringen, wenn es um das Generieren von Fördermitteln geht.

3. Was würden Sie ändern, um dem durch jahrelangen behördlich geförderten Schwund der Attraktivität von Flensburg für die Touristen, entgegen zu wirken. (immer geringere Beteiligung an den Hafenfesten, katastrophaler Weihnachtsmarkt,etc.)

Flensburg ist eine attraktive Stadt, die darauf achten muss, sich nicht selbst im Weg zu stehen. Hafenfeste oder andere städtische Events gehören genauso dazu wie die Vielfalt unserer Kulturstätten. Ich möchte hier wieder neuen Schwung nach Flensburg bringen und mich für eine aktive Kulturentwicklung stark machen. Der Zuspruch zu unserer Stadt drückt sich auch in der Teilnahme an Festivitäten oder Events aus. Flensburg hat viel vorzuweisen und sollte das noch viel öfter zeigen! Kiel hat seine Kieler Woche, Husum seine Hafentage und Flensburg sollte hier keinesfalls nachstehen und unsere einzigartigen Veranstaltungen wie die Rumregatta oder das Dampfrundum in ihrer Originalität stärken. Mit solchen Festen kann Flensburg seine positive Ausstrahlung nach außen zeigen, damit anziehend wirken und viele Menschen nach Flensburg locken.

4. Wie stehen Sie persönlich zu dem *Einzelhandelskonzept* der Stadt Flensburg, welches von vielen Bürgern, wie auch vielen Unternehmern eher als Blockade gesehen wird und nicht als Sicherung der wirtschaftlichen Stärke der Innenstadt?

Das Einzelhandelskonzept darf nicht zu restriktiv sein, so dass wir genügend Luft zum Entwickeln haben. Es ist richtig, ein stadtweites Einzelhandelskonzept zu haben. Es ist aber genauso wichtig, dieses ständig weiter zu entwickeln. Hier gilt das gute alte Motto: Stillstand ist Rückschritt.

5. Welche sozialen Aufgaben sehen Sie als vorrangige Projekte an, die unbedingt ausgebaut werden müssen?

Flensburg ist auch eine soziale Stadt mit vielen sozialen Aufgaben. Dabei ist mir wichtig, eine Stadtentwicklung zu betreiben, die die sozialen Belange berücksichtigt. Unsere Stadt darf nicht nur funktional sein, sie muss allen Menschen unserer Stadt gut tun. Ich könnte an dieser Stelle einen Roman über die vielen sozialen Aufgaben der Stadt Flensburg schreiben, möchte aber zwei Beispiele herausgreifen.

Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Ich möchte das Engagement, Flensburg zu einer demenzfreundlichen Stadt weiter zu entwickeln, noch stärker unterstützen. Es gibt kaum noch eine Familie, die nicht von dieser stark zunehmenden Krankheit betroffen ist.

Als zweites Beispiel möchte ich die Kindertagesstätten in Flensburg zu Familienzentren weiterentwickeln. Das ist auch ein sozialer Aspekt, denn nur, wenn wir unseren Kindern die besten Chancen von Anfang an bieten, werden sie später erfolgreich sein können. Eltern sind die besten Experten für ihr Kind und deshalb wollen wir in Familienzentren alle mit einbeziehen: Kinder, Eltern und Großeltern sowie Erzieherinnen und Erzieher.

6. Wie stellen Sie sich die Nutzung der östlichen Hafenseite im Bereich Harniskai vor?

Die östliche Hafenseite ist eine Schatztruhe, die endlich geöffnet werden muss. Andere Städte sind uns da voraus und zeigen uns, wie erfolgreich es sein kann, wenn solche Bereiche für Arbeiten und Wohnen entwickelt werden. Aber auch hier gilt: ohne Umsetzung keine Erfolge. Pläne gibt es genügend, wir müssen sie zur Umsetzung bringen.

7. Worin sehen Sie Ihre vorrangige Aufgabe in Flensburg, um Bürgern von Flensburg zu helfen?

Ich sehe es als vorrangige Aufgabe an zu erkennen, wo die Menschen unserer Stadt Hilfe benötigen und wo vielleicht auch nicht. Wo Hilfe benötigt wird, soll sie zuverlässig gewährt werden. Ob es nun einfach nur Fragen sind, die die Menschen an mich als Oberbürgermeisterin hätten oder ob es Vorhaben sind, bei denen gehandelt werden muss. Ich bleibe dabei: Das wichtigste ist, das gehandelt wird. Kein Flensburger und keine Flensburgerin soll unzufrieden nach Hause gehen.

8. Wie stehen Sie persönlich zum kommunalen Wohnungsbau?

Wohnungsbau ist für eine wachsende Stadt wie Flensburg eines der Schwerpunktthemen, die besonders im Mittelpunkt stehen. Es muss uns gelingen, mit allen Akteuren der Wohnungswirtschaft den Wohnungsbau so voranzutreiben, dass die Bedarfe der kommenden Jahre gedeckt werden können und wir gleichzeitig unsere Stadt sozial und modern weiterentwickeln. Ich möchte ein kommunales Wohnungsbauprogramm, das der Wohnungswirtschaft Rahmenbedingungen schafft, dieses große Vorhaben auch umsetzen zu können. Deshalb hatte ich alle Akteure zu einer wohnungsbaupolitischen Konferenz eingeladen, weil dies nur gemeinsam gelingen kann. Gern möchte ich in Flensburg einen Wohnungsbaukoordinatorin einsetzen, damit unsere Partner im Wohnungsbau einen Ansprechpartner haben.

9. Was würden Sie am liebsten sofort ändern?

Die Regelungen für Wahlwerbung. In weniger als 47 Tagen ist Oberbürgermeisterwahl, doch keiner kann dies in Flensburgs Straßen sehen. Das finde ich sehr schade. Das Oberbürgermeisteramt ist ein so wichtiges Amt für die Fortentwicklung Flensburgs, dass wir um die besten Ideen ganz öffentlich werben sollten. Demokratie ist ein hohes Gut und mich bewegt, dass der letzten Oberbürgermeisterwahl nur 27% der Flensburgerinnen und Flensburger teilgenommen haben. Das ist nicht mal jeder Dritte! Ich besuche derzeit viele Flensburgerinnen und Flensburger und nicht wenige von Ihnen erfahren erst von mir, dass in 6 Wochen Wahl ist.

10.Wie stehen Sie zu der Aussage vieler Bürger, das oftmals in den Behörden nur verwaltet und blockiert wird und damit seitens der Stadt am Bürger vorbei gehandelt wird?

Ich kenne solche Aussagen aus direkten Gesprächen und ich nehme sie sehr ernst! Wenn das so ist, müssen wir es ändern. Meine Erfahrung ist, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung allesamt ihr bestes geben, aber das Image des Rathauses leider nicht so gut ist. Als Oberbürgermeisterin möchte ich das verbessern, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es an den wirklich fleißigen Mitarbeitern liegt.

11. Was sehen Sie als geeignete Maßnahmen an, um Bürger aus allen Schichten in die Kommunalpolitik und die lokale Entscheidungsfindung einzubinden, und die Wahlbeteiligung signifikant zu erhöhen.

Nur mit Bürgernähe, Transparenz und Verbindlichkeit können wir das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen. Das wird auch ein bisschen Zeit brauchen, aber ich bin fest davon überzeugt, dass es nur so gehen kann. Dazu gehört vor allem, sich den Fragen und Anliegen der Menschen unserer Stadt zu stellen, mit ihnen Lösungen zu erarbeiten und ihnen mit Taten zu zeigen, dass wir es ernst meinen.

12.Warum möchten Sie OB werden?

Ich möchte Oberbürgermeisterin werden, weil ich Flensburg liebe und weil es mir Freude macht, mit den Menschen gemeinsam unsere Stadt zu gestalten und voranzubringen.

Das mag ich
Das mag ich Ich liebe es Ich muss lachen Einfach WOW! Das macht mich traurig Das macht mich wütend

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