Ab Mittwoch, den 01. Oktober beweiden zum dritten und letzten Mal in diesem Jahr rund 300 Heidschnucken und Ziegen die wertvollen Offenlandbereiche im Naturschutzgebiet Twedter Feld. Die seltenen, licht- und wärmebedürftigen sowie auf Nährstoffarmut angewiesenen Trocken- und Magerrasenbiotope im Westen des Schutzgebietes werden durch die bereits im 6. Jahr stattfindende Beweidungsaktion von Gehölzen freigehalten und in ihrem Bestand gesichert.

Die Schäferin Angela Dornis kommt mit ihrer Schafherde und den altdeutschen Hütehunden für etwa eine Woche in das einzige Flensburger Naturschutzgebiet. Die Wanderschafherde im Twedter Feld ist ein lohnendes Ausflugsziel und bietet schöne Fotomotive.







Für einen unbeschwerten Ausflug weist die Stadtverwaltung vorsorglich darauf hin, dass die Schafe sich von anderen Hunden schnell bedroht fühlen und die Hütehunde aggressiv auf andere Hunde reagieren können. Hunde dürfen – auch deshalb – im Naturschutzgebiet nur angeleint mitgeführt und das Gebiet nur auf den offiziellen Wegen betreten werden. Die Wege im westlichen Teil des Gebietes sollten während der Beweidungsphase möglichst nur ohne Hund betreten werden. Wer dennoch mit seinem vierbeinigen Freund die Herde ansehen möchte, sollte ausreichend Abstand zur Herde halten. Eine entsprechende Beschilderung ist vorhanden.

Zur weiteren Unterstützung der natürlichen Entwicklung des Naturschutzgebietes werden auch 2014 schwerpunktmäßig Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen in den genannten Offenlandflächen und in Bezug auf Knicks sowie Gewässer umgesetzt. Daneben ist die zum Erhalt der heimischen Pflanzenvielfalt erforderliche Bekämpfung von nicht heimischen und standortfremden Pflanzen – so genannten Neophyten – Ziel. Diese Pflanzen wandern leider oft durch illegale Gartenabfallentsorgungen in das Schutzgebiet ein und verdrängen die heimischen Arten.

Die Maßnahmen werden vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume finanziert.

Parallel zur aktuellen Beweidungsphasen wird mit Unterstützung des städtischen Kinder- und Jugendbüros ein Projekt zum Naturerleben und  -verständnis für Schulklassen durchgeführt.

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