Ab frühestens Ende dieser Woche (Sonntag, 19.07.) beweiden erstmalig mit rund 600 Heidschnucken und Ziegen doppelt so viele Tiere wie in den vorhergehenden Jahren die wertvollen Offenlandbereiche im Naturschutzgebiet Twedter Feld. Die seltenen, licht- und wärmebedürftigen sowie auf Nährstoffarmut angewiesenen Trocken- und Magerrasenbiotope in der Nähe des Flensburger Reit- und Fahrvereins sowie des Kiefernweges werden durch die bereits im 7. Jahr stattfindende Beweidungsaktion von Gehölzen freigehalten und in ihrem Bestand gesichert. Dies geschieht auf Empfehlung eines Gutachtens bis zu dreimal im Jahr.

Die Schäferin Angela Dornis kommt mit ihrer Schafherde und den altdeutschen Hütehunden dann jeweils für etwa eine Woche in das einzige Flensburger Naturschutzgebiet. Die Wanderschafherde im Twedter Feld ist ein lohnendes Ausflugsziel gerade mit Kindern und bietet schöne Fotomotive.











Zunächst wird wieder der Landschaftspark Twedter Mark – direkt südwestlich von Fahrensodde – einer Pflegebeweidung unterzogen. Diese Teilstrecke eignet sich für Foto- oder Filmaufnahmen vor der Kulisse der Ochseninseln und mit i.d.R. vielen Zuschauern der Yachtclubs in Fahrensodde.

Erstmalig werden dieses Jahr zudem weitere städtische Biotope durch Schafe gepflegt. Dazu zählen u.a. eine Obst- sowie eine Feuchtwiese im Osbektal. Für die kurze Zeit des Schaftriebs in die Biotope, von der für maximal eine halbe Stunde auch die Osterallee betroffen sein wird, bitten wir Anwohnende und Autofahrende um Verständnis. Die Wanderung der Schafe wird nach Möglichkeit in Zeiten geringeren Verkehrs gelegt (voraussichtlich im Zeitraum ab 26. bis 29.07.2015).

Für einen unbeschwerten Ausflug zu den Schafen im Naturschutzgebiet Twedter Feld weist die Stadtverwaltung vorsorglich darauf hin, dass die Schafe sich von anderen Hunden schnell bedroht fühlen und die Hütehunde aggressiv auf andere Hunde reagieren können. Hunde dürfen – auch deshalb – im Naturschutzgebiet nur angeleint mitgeführt und das Gebiet nur auf den offiziellen Wegen betreten werden. Die Wege im westlichen Teil sollten während der Beweidungsphase möglichst nur ohne Hund betreten werden. Wer dennoch mit seinem vierbeinigen Freund die Herde ansehen möchte, sollte ausreichend Abstand zur Herde halten.

Zur weiteren Unterstützung der natürlichen Entwicklung des Naturschutzgebietes werden auch 2015 schwerpunktmäßig Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen in den genannten Offenlandflächen und in Bezug auf Knicks sowie Gewässer umgesetzt. Daneben ist die zum Erhalt der heimischen Pflanzenvielfalt erforderliche Reduzierung von nicht heimischen und standortfremden Pflanzen – so genannten Neophyten – Ziel. Diese Pflanzen wandern leider oft durch illegale Entsorgung von Gartenabfällen in das Schutzgebiet ein und verdrängen die heimischen Arten.

Die Maßnahmen im Naturschutzgebiet werden vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume finanziert.
Auch dieses Jahr wird parallel zu den Beweidungsphasen mit Unterstützung des städtischen Kinder- und Jugendbüros ein Projekt zum Naturerleben und -verständnis für Schulklassen durchgeführt.

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