Eine friedliche Lösung scheint für die Luftschlossfabrik Flensburg in weite Ferne gerückt. Was als Kunst- und Kulturobjekt gefeiert und verteidigt wurde, wird nun zu einem Tummelplatz für autonome Krawallmacher. Bei seinem heutigen Besuch stieß unser Redakteuer auf mehrere vermummte Personen, die einen tiefen Graben vor der Einfahrt der Harniskaispitze errichteten. Zahlreiche Pflastersteine liegen bereit scheinbar zur Verteidigung gegen die Räumung, die die Akteure am 03.02.2016 erwarten.

Die einst als wertvoll erachtete Kultur mit ihren Kulturtreibenden zeigt seit Monaten Auflösungserscheinungen. Heute verließ einer der aufwendig hergerichteten Bauwagen vor einen Trecker gespannt das Gelände Richtung Boreasmühle.











Die Aufrufe im Netz scheinen indess ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Auf Seiten wie linksunten.indymedia.org wurde nach ,,troublemakern“ gerufen um die LSF gegen eine Räumung zu verteidigen. Das Hafengebiet gleicht mittlerweile einem Tummelplatz von Schaulustigen und Unterstützern der Luftschlossfabrik. Auch auf der „Europawiese“ sammeln sich die Wohn- und Bauwagen.

Die monatelangen Verhandlungen von Sanierungsträger und LSF scheiterten nicht nur aufgrund der unklaren Organisation der Gruppe und deren Unvermögen, ein klares Verhandlungsmandat an einen Sprecher zu geben. Der von den Akteuren geforderte ,,Zwischennutzungsvertrag“ konnte somit nicht zustande kommen. Es gebe keine Vertragspartner, der im Falle des Falles  für die Einhaltung von Vertragspflichten verantwortlich wäre, so die Einschätzung informierter Kreise. Die Gündung eines Vereins wurde den Akteuren schon bei den ersten Gesprächen im Jahr 2014 angeraten.

Auf Antrag der Grünen soll am Dienstag im Hauptausschuss über eine Aussetzung der Räumung beraten werden. Erst wenn die illegale Nutzung einer legalen Nutzung konkret im Weg stünde, solle das Gelände geräumt werden.

Die Hetze und Vorbereitungen der Besetzer lassen allerdings so aussehen, dass die Politik am Dienstag vor der Wahl steht, einen rechtsfreien Raum zuzulassen oder das Gelände der Öffentlichkeit zurückzugeben. Aufgrund der unübersichtlichen Lage scheint die von der Politik gewünschte konfliktfreie Räumung (wir berichteten http://www.foerdeschnack.de/luftschlossfabrik-konfliktfreie-raeumung-oder-dauerhaftes-uneingeschraenktes-bleiberecht-5727993/) von den Besetzern abgelehnt worden zu sein.

 

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