Am gestrigen Mittwoch haben Vertreter der TSB-Vereinsführung ein Gespräch mit Bürgermeister Henning Brüggemann, dem Fachbereichsleiter Michael Draeger sowie Mitgliedern der Flensburger Ratsversammlung zur Zukunft der Turnhalle an der Reitbahn geführt.

Diese städtische Turnhalle wurde bisher vom TSB ganztags genutzt. Die Stadt hat die Halle am 27.06.2014 aus Sicherheitsgründen geschlossen. Hiervon betroffen sind 50 Sportgruppen des TSB mit über 750 Mitgliedern.







Das zwischenzeitlich von den Statikern vorgelegte Gutachten für die Halle an der Reitbahn, in dem die Mindestanforderungen für eine Wiederinbetriebnahme aufgeführt werden, lässt indes keine Hoffnung für einen erneuten Sportbetrieb an der Reitbahn zu. Investitionen im 6-stelligen Bereich wären erforderlich, um auch nur eine temporäre Öffnung zu ermöglichen. Vom Umfang der Bauschäden, die sich wohl schon seit Jahrzehnten schleichend einstellten, waren auch die Fachleute im Rathaus überrascht. Bislang ging man auch im Rathaus davon aus, dass es sich zunächst nur um eine temporäre Schließung handeln würde.

Die im Gutachten beschriebenen Schäden machen dabei auch deutlich, dass die Halle an der Reitbahn schon seit vielen Jahren Mängel aufwies, welche dazu führten, dass die Stadt an diesem Hallenstandort nicht weiter festhalten wolle. Die nun eingetretene Situation, die zu einer erheblichen Gefährdung der Standsicherheit beiträgt, führt nun dazu, dass die Schließung als absehbare Konsequenz gezogen werden musste.

Die Anwesenden waren einig, dass eine vergangenheitsbezogene Diskussion wenig zielführend ist, sondern gemeinsam nach konstruktiven Lösungen für den zukünftigen Sportbetrieb gesucht werden müsse.

Die Stadt wird nun gemeinsam mit dem TSB die einzelnen Bedarfe an Zeiten und Flächen abstimmen, um die Suche nach Ausweichmöglichkeiten weiter voranzubringen und das ganztägige Sportangebot des TSB zu sichern. Dabei sind spezifische Nutzungsanforderungen zu berücksichtigen.

Langfristig, so sind sich beide Seiten sicher, kann die angespannte Situation nur durch einen Hallenersatzbau an anderer Stelle gelöst werden. Ein entsprechendes Bauvorhaben des TSB würde von der Stadt Flensburg positiv gesehen und könnte nachhaltig unterstützt werden. Der TSB und die Stadt Flensburg werden hierzu ihre Abstimmungen intensivieren. Bis Ende des Jahres sollen die grundsätzlichen sportpolitischen Interessen der Stadt mit den vereinspolitischen Zielen des TSB abgeglichen und mögliche Verfahren und Standorte konkretisiert sein.

Zumindest bis dahin wird man in den sauren Apfel beißen müssen und wohl mit Einschränkungen leben müssen. Dabei erwartet die Stadt auch die Solidarität der anderen Flensburger Sportvereine. Wenn ein Hallenstandort ausfällt, müssen die Vereine enger zusammenrücken, um ein insgesamt breites und ausgewogenes Sportangebot in Flensburg zu sichern. Die Stadt wird die bereits laufenden Gespräche mit den Vereinen diesbezüglich intensivieren.

(Quelle: Stadt Flensburg)

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