Liebe Flensburgerinnen und Flensburger,
liebe Nachbarn, Gäste, Besucherinnen und Besucher,

es ist gute Tradition, dass hier zum Jahreswechsel eine Rückschau auf die besonderen Ereignisse des vergangenen Jahres gehalten wird. Auch ein Ausblick auf das, was 2018 auf uns zukommen wird, darf dabei natürlich nicht fehlen. Nachdem zum letzten Jahreswechsel unsere Stadtpräsidentin das Vergnügen hatte, an dieser Stelle zu Wort zu kommen, freue ich mich, dass ich hier zum ersten Mal als Ihre Oberbürgermeisterin dieser Aufgabe nachkommen darf.
Nachdem Sie mich im Jahr 2016 mit großer Mehrheit zu Ihrer zukünftigen Oberbürgermeisterin gewählt hatten, durfte ich dieses ehrenvolle Amt am 15. Januar in diesem Jahr antreten. Viele, viele Glückwünsche und ein großer Vertrauensvorschuss haben mich in das neue Amt begleitet. Dafür möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken. Ebenso herzlich bedanken möchte ich mich bei allen Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung, die mich als ihre neue Chefin im Rathaus willkommen geheißen und mir durch ihre Unterstützung die ersten Schritte in meiner neuen Funktion leicht gemacht haben.











Unsere Stadt für alle Menschen, die hier leben, attraktiv und lebenswert zu machen, ist mir nicht nur ein persönliches Anliegen, sondern auch meine vornehmste Aufgabe als Ihre Oberbürgermeisterin. In Flensburg eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung zu realisieren gehört dazu. Ein großes und wichtiges Thema war daher im zurückliegenden Jahr die Kita-Qualitätsoffensive. In enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den freien Trägern ist es gelungen, durch mehr qualifiziertes Personal in den Kitas und durch optimierte Betreuungszeiten ein Angebot in der Kinderbetreuung zu schaffen, das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele erleichtert. Flensburg wird damit gerade für junge Familien zu einem attraktiven Ort zum Leben. Eine gute Kinderbetreuung kann immer noch besser werden. Hier werden die Bemühungen im Jahr 2018 selbstverständlich fortgesetzt.

Flensburg ist eine schöne Stadt, in der man gut leben kann. Was für uns Flensburgerinnen und Flensburger ganz selbstverständlich ist, haben auch immer mehr Menschen erkannt, die gerne hier bei uns leben möchten. Es zieht viele gerade auch ältere Menschen aus dem Umland in unsere Stadt. An unseren Hochschulen möchten immer mehr junge Menschen gern studieren und zahlreiche junge Familien entdecken Flensburg als ihre zukünftige Heimat für sich. Das heißt: Die Einwohnerzahl wächst. Aktuell leben in den Mauern unserer Stadt gut 95.000 Menschen. Daraus entstehen neue Herausforderungen. Es wird mehr Wohnraum benötigt, der auch bezahlbar sein muss. Gleichzeitig wird auch der Ruf nach mehr Gewerbeflächen lauter, weil auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. Da wir in Flensburg immer mehr werden, aber unser Stadtgebiet nicht größer wird, ist jetzt eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn, den Umlandgemeinden unabdingbar. Das war und ist nicht immer ganz einfach, aber wir können heute feststellen, dass wir eine sehr gute gemeinsame Gesprächsebene gefunden haben und die Zusammenarbeit zu unserem gemeinsamen Nutzen ständig weiterentwickeln und ausbauen.

Ein besonderes Augenmerk lag im Jahr 2017 auch auf den Schulen in der Stadt. Neubau, Sanierung und Modernisierung sind hier die Stichworte. Große Freude im Rathaus löste daher zum Jahresende die Nachricht aus, dass der Neubau der Schule Fruerlund durch das Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ von Bund und Land gefördert wird. Es handelt sich zudem um das einzige Projekt aus Schleswig-Holstein, für das im Jahr 2017 eine Förderzusage gegeben wurde. Damit kann nach jahrelanger Planung eines der zentralen Bildungsprojekte in der Stadt Flensburg in Angriff genommen werden. Für die Kindertagesstätte, die das Projekt an diesem Standort vervollständigen wird, sind ebenfalls Fördermittel zugesagt worden. Ich freue mich darüber wirklich sehr, weil wir jetzt dem Bildungszentrum Fruerlund nach vielen, vielen Jahren einen wirklich großen Schritt näher gekommen sind.
Die größte Herausforderung des zurückliegenden Jahres, die auch in hohem Maße öffentliche Beachtung fand und intensiv diskutiert wurde, war das Thema „Krankenhausneubau“. Nachdem die Flensburger Krankenhäuser zunächst von einer Modernisierung im Bestand ausgegangen waren, und die dafür erforderlichen Fördermittel seitens der Landesregierung bereitgestellt worden waren, entwickelte sich eine Diskussion über Modernisierung oder Neubau, in die sich schließlich drei ehemalige Chefärzte aus unseren Krankenhäusern mit ihrem ganzen Sachverstand laut und vernehmlich einmischten.

Als Oberbürgermeisterin habe ich dann alle Beteiligten zu einem öffentlichen Krankenhausdialog eingeladen, in dessen Verlauf die Träger der Krankenhäuser zu der Überzeugung gelangten, dass ein gemeinsam getragener Neubau die richtige Lösung für eine optimale medizinische Versorgung für die Menschen in Flensburg und der Region darstellt. Nun galt es, in der Stadt ein geeignetes Grundstück dafür zu finden. Im Mai beauftragte die Ratsversammlung die Verwaltung, sich auf die Suche nach diesem Grundstück zu machen, damit noch im Jahr 2017 die notwendigen Beschlüsse für die Bauplanung und das weitere Vorgehen gefasst werden konnten. Die Stadtplaner machten sich unverzüglich an die Arbeit und untersuchten insgesamt 16 mögliche Standorte. In diesem Verfahren wurden nach und nach immer mehr Möglichkeiten aus unterschiedlichsten Gründen ausgeschlossen, so dass sich am Ende der Standort Peelwatt als der geeignetste herausstellte. Im November fasste die Ratsversammlung den Beschluss, die Planungen für den Neubau eines Zentralkrankenhauses am Standort Peelwatt aufzunehmen.

Ein solch großes Projekt wird uns noch die nächsten Jahre beschäftigen. Die Planungsschritte werden selbstverständlich in gewohnter Weise öffentlich dargestellt und diskutiert werden. In enger Abstimmung mit den direkt betroffenen Anliegern, vor allem mit den Kleingärtnern, wird bei auftretenden Problemen nach für alle zufriedenstellenden Lösungen gesucht werden. Ein Projekt in dieser Größenordnung kann nur bei größtmöglicher Transparenz mitgetragen von den Bürgerinnen und Bürgern zum Erfolg gebracht werden.

Sie sehen, liebe Flensburgerinnen und Flensburger, es gibt auch im neuen Jahr viel zu tun und ich könnte hier noch eine Liste vieler Aufgaben anfügen, die auch in 2018 auf uns zukommen werden.
Am 6. Mai 2018 haben Sie, liebe Leserinnen und Leser die Wahl über die zukünftige Ratsversammlung. Sie entscheiden, wer im höchsten Gremium der Stadt vertreten sein soll!
Ich bitte Sie darum, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, aber sich auch darüber hinaus weiterhin konstruktiv an der Gestaltung unserer Stadt zu beteiligen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes und erfolgreiches 2018.

Wir sehen uns!

Herzlichst,
Ihre Simone Lange

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