Stadion_Flensburg_20150002Der Norden Deutschlands, speziell Schleswig-Holstein, ist europaweit bekannt für seine erstklassigen Handballteams, allen voran der THW Kiel, doch ist die SG Flensburg-Handewitt mittlerweile ebenso bekannt, in dieser eben begonnenen Spielzeit sogar als Favorit für die Deutsche Meisterschaft genannt. Im Volkssport Nr. 1, dem Fußball, ist Schleswig-Holstein leider immer noch auf dem Stand eines Entwicklungslandes – gerade mal eine Mannschaft kickt in der Dritten Liga, und einige wenige Teams spielen in der viertklassigen Regionalliga. Wer Spitzenfußball „in Natura“ sehen möchte, muss schon mindestens nach Hamburg ausweichen. Immerhin hat Holstein Kiel in den letzten Jahren aufgeholt, ebenso der VfB Lübeck, in Flensburg würde es jedoch trübe aussehen, würden nicht einige potente Sponsoren den ETSV Weiche unterstützen, der seit 4 Jahren mit gutem Erfolg in der Regionalliga mitspielt. Vonseiten weiterer hiesiger Vereine wird auch einiges versucht, höherklassigen Fußball in der Grenzstadt anzubieten (Flensburg 08, TSB Flensburg), doch machen gerade in Flensburg die verwaltungstechnischen Rahmenbedingungen den Verantwortlichen der Vereine große Probleme, auch dem ETSV Weiche wurden und werden immer noch amtlicherseits hohe Hürden in den Weg gestellt, Sicherheitszäune, Extrablock für Gästefans, sowie diverse weitere Auflagen kommen einmal von den übergeordneten Fußballverbänden wie NFV und DFB, doch auch die eigene Stadtverwaltung und die hiesigen Sicherheitsbehörden wie die Polizei wollen da nicht hinten anstehen. Nun hat man nach jahrelangem „Geziehe und Gezerre“ den Sportplatz des ETSV Weiche an der Bredstedter Straße soweit hergerichtet, dass alle Bedenkenträger zufriedengestellt sind und dort sogar sogenannte „Sicherheitsspiele“ ausgetragen werden können.
Im Rahmen des ordentlichen Kreistages des Kreisfußballverbandes Schleswig-Flensburg, am 14.09.2015, wurde von den Vertretern der rund 60 Fußballvereine im Kreis Schleswig-Flensburg dermaßen heftige Kritik an der Sportstättensituation in der Stadt Flensburg geübt, dass das Präsidium des SHFV den Arbeitsauftrag erhielt, in einem möglichen Spitzengespräch mit den Vertretern der Stadt Flensburg zu prüfen, welche Möglichkeiten es kurz- und mittelfristig geben könnte, um tragfähige Lösungskonzepte zu erarbeiten.
Nun hat die Stadt Flensburg neben vielen anderen Sportplätzen in Mürwik in der Arndtstraße das weitläufige Flensburger Stadion in seinem Bestand – eine großzügig angelegte Sportanlage mit insgesamt zehn Spielflächen, einem A-Platz mit Leichtathletikanlagen sowie Rundum-Zuschauerrängen inklusive überdachter Tribüne, einem Kunstrasenplatz, sowie sechs Rasenplätzen, einem Sandplatz und einem Sportheim mit über 20 Umkleidekabinen, zahlreichen Besprechungsräumen, Gaststätte und Wohnmöglichkeit für einen hauptamtlichen Platzwart. Vor knapp zehn Jahren hat die Stadtverwaltung zu jährlich gleichbleibenden finanziellen Konditionen die Obhut, Pflege und Bewahrung dieser Anlage in die Hände des eigens dafür gegründeten Trägervereins Flensburger Stadion e. V. gegeben; heute kann man sicher sagen, dass die Männer und Frauen des Trägervereins das einst etwas runtergewirtschaftete Areal wieder in Form gebracht haben, die vorhandene Anlage ständig gut in Schuss halten, allerdings mit den jetzigen finanziellen Möglichkeiten es nicht schaffen können, die Anlage den heutigen Bedürfnissen, die nicht mehr mit denen vor einer Generation zu vergleichen sind, anzupassen.











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