Gründungsjahr: 1890

Abteilungen/Sportarten: Fahrten- und Regattasegeln











Segeln in vereinseigenen
Jollen und Kielbooten

Ausrichtung von Wettfahrten

Systematisches Regattatraining in einer Leistungsgruppe

Fundierte Ausbildung
in Theorie und Praxis

Senioren-/Jugendabteilung

Anzahl der Mitglieder: 755, davon 140 Jugendliche ca. 350 Yachten und Jollen

1. Vorsitzender seit 1999: Jochen Frank

1. Vorsitzende Jugendabteilung: Theresa Blumroth

Kontaktinformationen: Flensburger Segel-Club e. V.

Quellental

24960 Glücksburg

Tel. 04631- 3233

office@fsc.de

www.fsc.de

 

Der Flensburger Segel-Club e. V.

Der FSC-Historisch

Was liegt in Flensburg, mit der herrlichen Flensburger Förde vor der Haustür näher, als seine Freizeit auf dem Wasser zu verbringen? So wundert es auch nicht, dass sich entlang der Ufer der Förde ein Segelhafen an den Nächsten reiht und in den Sommermonaten eine Vielzahl der unterschiedlichsten Boote hier ihr Vergnügen suchen: Von der Jolle über „Dickschiffe“ aller Größen und Arten bis zu behäbigen klassischen Seglern – die Flensburger lieben den Segelsport – und das nun schon seit über 150 Jahren.

Dass man zum puren Vergnügen segeln konnte, hatten Mitte des 19. Jahrhunderts die Engländer den zu der Zeit noch dänischen Flensburgern gezeigt. Sie waren nach Flensburg gekommen, um ein Gaswerk und die Eisenbahn zu bauen und hatten ihre privaten „Lustböte“ mit an die Förde gebracht.

1855 organisierten sie mit der „Flensburger Regatta“ die erste Wettfahrt im westlichen Ostseeraum. Die Flensburger waren begeistert und doch dauerte es noch, bis 1890 zwölf seriöse Herren der Flensburger Gesellschaft den ersten Segel-Verein an der Förde gründeten. Es war der Flensburger Segel-Club, den sie am 17. Mai 1890, aus der Taufe hoben. Ihr Ziel: Regatten nach allgemeingültigen Regeln zu veranstalten.

Inzwischen ist der FSC einer von vielen Segel-Vereinen entlang der Flensburger Förde. Obwohl im Flensburger Vereinsregister eingetragen, hat er seinen Standort heute in der Glücksburger Quellental-Bucht. Hier teilt er sich das einzigartige und in den vergangenen Jahren mehrfach als „schönster Naturhafen Deutschlands“ ausgezeichnete Gelände mit der renommierten Hanseatischen Yachtschule.

Als einer der ältesten Segelvereine Deutschlands hat der FSC es bei aller Tradition immer verstanden, mit der Zeit zu gehen. So würdigte der damalige Präsident des Deutschen Sportbundes, Dr. h. c. Hans Hansen den Verein anlässlich seines 100 jährigen Jubiläums als „jung, dynamisch und auf besondere Weise liebenswert“, er nannte ihn ein gutes Beispiel dafür, dass richtig verstandene Tradition „nicht Asche der Vergangenheit, sondern ein Funke für die Zukunft “ sein könne. Tatsächlich ist der FSC heute ein sehr moderner Verein. Nicht nur die Boote haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert, auch die Technik an Bord hat sich revolutioniert. Hydraulik ersetzt so manche Winde, statt Seekarte, Stechzirkel und Sextant haben Satteliten-Navigation und Computer an Bord Einzug gehalten. Regattaergebnisse werden noch von See, über „Wireless LAN“ ins Wettfahrtbüro übermittelt und die Boote werden schon lange nicht mehr mittels eines auf Schienen laufenden Slip-Wagens sondern per hochmodernem Travel-Lift zu Wasser gelassen. Und auch Zuschauer können an dem Geschehen auf See heute noch unmittelbarer teilhaben als bisher: „Live Tracking“ heißt die Zauberformel und bietet dank GPS noch ungeahnte Möglichkeiten… Seefahrtsromantiker mögen das bedauern. Sie trösten sich beim Anblick der SPHINX, des alten 12ers der Bundesmarine, der dank großen Engagements von FSC-Mitgliedern erhalten werden konnte und heute von der Eigner-Gemeinschaft Gorm Gondesen und Jochen Frank unterhalten und gesegelt wird. Wenn diese stolze Schönheit vergangener Glanzzeiten des Segelsports ganz ohne Motor sanft in ihren Liegeplatz hinein- oder hinausgleitet, dann lacht das Herz des wahren Seglers, ganz zu schweigen, sie erst segeln zu sehen!

Der Flensburger Segel-Club hat viele Standbeine und es ist gar nicht so einfach, die ganze Bandbreite seiner Aktivitäten kurz darzustellen. Vor allem aber ist der FSC erst einmal eines: Ein „Verein“ – und dies scheint in der heutigen Zeit der Individualisierung und zunehmender schulischer und beruflicher Beanspruchung an sich schon bemerkenswert. Dem FSC ist es gelungen, seine Mitgliederzahlen über viele Jahre konstant zu halten. Das ist nicht selbstverständlich angesichts einer wachsenden Zahl von Marinas entlang der Flensburger Förde. Aber die Mitglieder des FSC suchen offensichtlich mehr als nur einen Liegeplatz für ihr Boot. Sie sind bereit, sich auf das Vereinsleben einzulassen, es mit zu gestalten und zu tragen, über die reine Ausübung ihres Sportes hinaus. Seit 1999 ist Jochen Frank erster Vorsitzender des FSC. Er ist überzeugt, dass der „Verein“ als Organisationsform heute nichts an Bedeutung eingebüßt hat, im Gegenteil, er ist der Meinung, dass es sich immer noch „lohnt, sich für die gemeinsame Sache einzusetzen, auch und vielleicht gerade einmal ohne zu fragen, was es einem im materiellen Sinne bringt“, und so ist er „sehr froh, dass sich immer wieder Mitglieder finden, die sich mit viel Elan dem Gemeinwesen zur Verfügung stellen.“

755 sind das aktuell, davon 140 in der Jugendabteilung, die sich gemäß Vereinsstatuten die „Förderung des Segelsports, insbesondere des Fahrtensegelns und des Wettfahrtsegeln“ auf die Fahnen geschrieben haben. Zudem widmet sich der Verein „der theoretischen und praktischen Ausbildung“, und verfolgt „unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige Zwecke“.

Segeln

Heute repräsentiert der FSC das gesamte Spektrum des Fahrten- und Regattasegelns, und natürlich gehören auch die Motoryacht-Enthusiasten dazu. Ihren Sport betreiben die FSC-Mitglieder in unterschiedlichster Ausprägung: Als Regattasegler mit Skiffs, Jollen, in Einheitsklassen und auf Dickschiffen oder als Fahrtensegler, deren Spektrum vom kleinen Feierabend-Vergnügen, über Wochenendtörns in die benachbarten Gewässer der Dänischen Südsee bis zu langen Reisen weit hinaus in die östliche und nördliche Ostsee und die Nordsee reicht. Auch über den Atlantik ging es schon und sogar im Pazifik wurden Schiffe gesichtet, die den blauen Stander mit dem weißen Kreuz des FSC im Top führten.

Im Vordergrund steht vor allem die Jugendarbeit. Seit 1925 gibt es eine Jugendabteilung im FSC. 1997 entschloss sich der FSC, sich in Zukunft noch systematischer der Förderung des Leistungssports zu widmen.

Inzwischen unterhält er eine große Zahl vereinseigener Boote vom Opti über C55, ein offenes Hubkielboot, ein Folkeboot, Laser, 420er, 29er und dem olympischen 49er bis zu der Kielboot-Klasse Albin Express, auf denen Woche für Woche, auch im Winter sehr professionell in unterschiedlichen Leistungsgruppen trainiert wird. Seit acht Jahren leitet mit Jörg Rothert ein festangestellter, hauptamtlicher Trainer das Training, unterstützt durch einen FSJ’ler und lizensierte Übungsgruppenleiter aus den Reihen der Jugendlichen.

Abgerundet wird das Programm durch eine interne Clubmeisterschaft und die Opti-Liga Nord, eine Opti-Einsteiger Regatta vieler an der Förde beheimateter Segel-Vereine. Außerdem richtet der FSC alljährlich den „Culix Cup“ für Jollen und den „Mosquito-Cup“ aus, eine Ranglistenregatta für Optimisten A und B aus, die sich großer Beliebtheit erfreut.

Seit einigen Jahren kann der FSC sehr erfreuliche Erfolge in der Regattaszene verzeichnen. Mit Jan-Hauke Erichsen und Max Lutz hat es nun schon die zweite Crew aus den Reihen der Jugendabteilung in die Spitze der deutschen 49er Szene geschafft!

Im Augenblick ist ihr Ziel die Teilnahme an den olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016.

Parallel zur leistungssportlichen Ausrichtung des Segelns bietet der FSC Jugendlichen die Möglichkeit, das Fahrtensegeln zu erlernen. Auf C55 Booten und kleinen Kielbooten sammeln sie praktische Erfahrung und üben sich in Navigation und Seemannschaft. Sie fahren zu Landes-Jugend-Segler-Treffen, segeln Geschwader-Fahrten, wie zum Beispiel die äußerst beliebte Ochsentour, der Sommertouren mit den clubeigenen Booten oder organisieren gemeinsame Freizeiten. Im Herbst findet dank der Unterstützung durch erwachsene Mitglieder, die sich als Skipper zur Verfügung stellen, alljährlich eine Herbsttour auf „Elternschiffen“ oder auf Schiffen der Hanseatischen Yachtschule statt.  Aber: Kein Vergnügen ohne Pflichten. Im Winter hat jeder, übrigens auch die Senioren, eine bestimmte Anzahl von Stunden als Clubdienst abzuleisten: In der Jugendabteilung werden unter Anleitung der Jugendtakelmeister die clubeigenen Boote instandgesetzt. Neben dem regelmäßigen Wintertraining auf der Förde steht dann vor allem Sport zur Förderung der allgemeinen Fitness auf dem Plan. Natürlich muss auch Theorie gepaukt werden.

Über den reinen Sport hinaus verwaltet sich die Jugendabteilung, mit einem eigenen Jugendvorstand, in enger Abstimmung mit dem Jugendausschuss des Vereins selbst. Seit einem Jahr gibt es zudem zwei geschulte Ansprechpartner zu Fragen sexualisierter Gewalt. Gerade wird an einem Flyer gearbeitet, zur Förderung des Kindeswohls im FSC und der Vermeidung von Kindeswohlgefährdung.

Und auch als Wettfahrthelfer, auf dem Startschiff oder auf den schnellen mobilen Tonnenlegern leisten sie einen unentbehrlichen Einsatz. Andere engagieren sich bei der Gestaltung der eigenen Homepage oder als junge Redakteure in der monatlich erscheinenden Clubzeitung. Der Möglichkeiten sind viele! Für Nichtmitglieder, die den Segelsport kennenlernen möchten, werden Wochenend- und Ferienkurse angeboten.

Die wachsende Zahl von Studenten in der Universitätsstadt Flensburg hat den FSC bewogen, einen günstigen Einstiegstarif für Studenten einzu- führen. Getragen wird die intensive Nachwuchsarbeit ebenso, wie auch die Ausrichtung von Regatten, durch die hohe Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement. Allein der Wettfahrtausschuss unter Vorsitz von Regattaobmann Claus-Otto Hansen hat 17 ständige Mitglieder und 40 weitere sind Jahr für Jahr damit beschäftigt, die Regattaveranstaltungen zu planen, zu organisieren und durchzuführen und daran zu arbeiten, dass es immer wieder gelingt, jede einzelne Veranstaltung zu einem besonderen Ereignis werden zu lassen.

 

Regattatätigkeit

Es gibt wohl kaum einen Sportverein in der Region Flensburg, der regelmäßig so viele hochrangige nationale  und internationale Meisterschaften veranstaltet, wie der Flensburger Segel-Club. Seit Jahrzehnten organisiert das engagierte Regattateam um Obmann Claus-Otto Hansen eine Vielzahl von regionalen und überregionalen Regatten für die gesamte Vielfalt an Klassen, von Pokalregatten bis zu Weltmeisterschaften. In den vergangenen Jahren hat sich der FSC zu einem Mekka der Meter-Klasse-Yachten entwickelt. So richtete er im August dieses Jahres die Robbe & Berking Weltmeisterschaften der 6mR-Klasse aus. Vor allem mit der Flensburger Fördewoche, die alljährlich im September den Saisonausklang der Hochseesegler markiert – in diesem Jahr bereits zum 103. Mal! – hat der FSC sich einen Namen gemacht. Die begleitenden Hallenfeste sind legendär.

Natürlich befinden sich unter den Mitgliedern des Vereins auch viele aktive Regattasegler, unter ihnen Welt-, Europa- und Deutsche Meister… Die im Clubhaus in Quellental ausgestellten Pokale geben darüber eindrucksvoll Auskunft! Aber auch der Breitensport kommt beim FSC nicht zu kurz. Regelmäßig organisiert der Verein Mittwochabendregatten: Jedermann-Regatten, die sich unter den Mitgliedern großer Beliebtheit erfreuen. Allwöchentlich nehmen in der Saison bis zu 60 Schiffe mit erfahrenen und weniger erfahrenen Crews die Gelegenheit wahr, zu trainieren und sich in Hinblick auf das Regatta-Segeln zu vervollkommnen.

 

Segeln

Das Vereinsleben im FSC

Man kann sich vorstellen, wie viel Zeit und Engagement erforderlich ist, um all dies auf die Beine zu stellen. Aber auch über den reinen Segelsport hinaus pflegt der FSC noch ein lebendiges Vereinsleben. Hier gilt: Jeder kann, keiner muss… Und doch wollen die meisten. Die Monatsversammlungen sind gut besucht. Hier werden die Geschicke des Vereins geplant und im inoffiziellen Teil geben interessante Vorträge über teilweise atemberaubende Fahrten- und Regattaerfahrungen einzelner Mitglieder Anregungen für eigene Pläne und lassen von der nächsten Sommerreise träumen… Informiert werden die Mitglieder, von denen viele auch aus der Ferne ihrem Heimatverein die Treue halten, durch die monatlich erscheinende Clubzeitung. Oft schon sehnlichst erwartet ist sie seit kurzem auch im Internet verfügbar. Die Senioren treffen sich regelmäßig, Kurse vermitteln theoretische Grundlagen und, und, und. Ob Senior oder Mitglied der Jugendabteilung, ob passionierter Fahrtensegler, ambitionierter Regattasegler oder Mitglied in dem sehr anerkannten und erfolgreichen Organisationsteam für die vielen großen und kleinen Regatten, die der FSC alljährlich ausrichtet, sie alle beteiligen sich aktiv an der Gestaltung des Vereinslebens. Jeder leistet seinen „Clubdienst“ zur Instandhaltung des Geländes und der Anlagen. Alle bringen sich gerne ein, von der Gartenpflege, der Wartung der Enteisungsmaschine im Winter, bis zum Abtauchen der Pfähle im Hafen…

Belinde Diethelm 


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