Die Weiterentwicklung des Schienenverkehrs ist seit jeher ein heftig umstrittenes Thema in Flensburg. Während eine Partei die Bahndämme am liebsten planieren würde, plädiert die andere für die Errichtung eines Bahnhofes am ZOB.

Um einen gemeinsamen Konsens zu finden, lädt die Flensburger Arbeitsgruppe (AG) Bahngutachten alle Interessierten ein, am Freitag, den 25.9.2015 von 17 -19 Uhr an dem zweiten Workshop zur Erstellung eines Gutachtens über die zukünftige Bahnstruktur in und um Flensburg teilzunehmen. Die Veranstaltung findet im Europa-Raum (E67) des Rathauses, am Rathausplatz 1 statt.











Auf Grundlage eines Beschlusses der Ratsversammlung wird zurzeit ein Gutachten „Über die zukünftige Bahnstruktur in und um Flensburg“ erarbeitet. Der Auftrag hierzu wurde im Oktober 2014 von der Stadt Flensburg gemeinsam mit den Partnern von der Region Syddanmark, der Kommune Apenrade und dem Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NahSH) vergeben. Seitdem arbeitet ein Team aus Verkehrs- und Stadtplanern in enger Abstimmung mit der hierfür eingerichteten AG, die mit Mitgliedern aller Fraktionen besetzt ist, an der Entwicklung und Bewertung möglicher Szenarien.

Vor Abschluss des Gutachtens werden nun die Varianten präsentiert, die sich im Zuge der Untersuchungen als realistische Perspektiven herausgestellt haben.

Die Gutachter werden dabei gemäß Ratsbeschluss zu folgenden Gesichtspunkten ein Zwischenfazit ziehen:

Zu Möglichkeiten der Einrichtung eines neuen Fernbahnhofes (u.a. am Standort Flensburg-Weiche) und den damit verbundenen Auswirkungen; Zur Reaktivierung der Bahnstrecke Flensburg – Niebüll; Zur Verknüpfung der Fern- und der Regionalverkehre:  Wie sind in den unterschiedlichen Varianten jeweils Anbindungen zum jetzigen Personenbahnhof oder alternativ zum ZOB zu bewerten?

Unseren Lesern wird klar sein, dass die Neuerrichtung eines Bahnhofes inmitten der Innenstadt finanziell sowie planerisch nicht nur eine Herausforderung, sondern nahezu unmöglich sein dürfte. Gegen die weitere Nutzung der Bahngleise im Innenstadtbereich spricht, dass diese in weiten Abschnitten bereits heute nicht mehr nutzbar sind, und nur mit hohem finanziellen Aufwand reaktiviert werden könnten.

In dem  Workshop soll nun gemeinsam mit der Öffentlichkeit reflektiert werden, welche Aspekte bei der abschließenden Bewertung der  Planfälle besonders zu beachten sind.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Region dies-und jenseits der Grenze (für eine Simultanübersetzung ist gesorgt).

Das Gutachten wird mit den Anregungen aus dem Workshop bis Ende des Jahres fertig gestellt. Die Präsentation der Ergebnisse auf einer dritten öffentlichen Veranstaltung ist für Januar 2016 geplant.

Nach Abschluss des Gutachtens bleibt zu hoffen, dass die Bahndämme einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Eine kostengünstige Umnutzung wäre die Umwandlung in Fahrradwege.

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